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Veröffentlicht am 15.08.2020

Abenteuer kann man nicht planen

Die Wilden Hühner 1
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„Abenteuer kann man doch nicht planen wie Ballett oder so was. Die warten um die Ecke und – zack! Plötzlich sind sie da!“
Seite 13

Inhalt:
Sprotte gründet eine Mädchenbande „Die wilden Hühner“ und ihr ...

„Abenteuer kann man doch nicht planen wie Ballett oder so was. Die warten um die Ecke und – zack! Plötzlich sind sie da!“
Seite 13

Inhalt:
Sprotte gründet eine Mädchenbande „Die wilden Hühner“ und ihr erstes Abenteuer lässt nicht lange auf sich warten. Was hat es mit dem geheimnisvollen Schlüssel von Oma Slättberg auf sich? Und dann lassen die fiesen Jungs der Pygmäen Bande auch noch Omas Hühner frei. Das ruft nach Rache!


Meinung:
Ich gestehe, dass ich die Wilden Hühner als Kind/Tennie nie gelesen habe. Deswegen hole ich das jetzt grad mal nach, weil es als schwere Bildungslücke bezeichnet wurde.
Band 1 der wilden Hühner wird aus Sprottes Sicht erzählt. Sprotte, deren Mutter Taxifahrerin und deshalb viel unterwegs ist. Und damit Sprotte, die eigentlich Charlotte heißt, nicht allein Zuhause ist, geht sie oft zu ihrer Oma. Doch das ist keine Oma, die einem Kekse zusteckt und den Kopf tätschelt, nein. Oma Slättberg findet, dass Kinder für ihr Essen arbeiten müssen. Also füttert Sprotte die Hühner, zupft Unkraut und putzt alles, was still hält. Gar nicht so leicht, aber irgendwie ist sie trotzdem gern bei ihrer Oma und die Hühner sind ja auch ganz süß.

Doch was Sprotte unbedingt will, ist eine Bande. So wie die Jungs aus ihrer Klasse, die sich zu den Pygmäen zusammengeschlossen haben. Nur natürlich wäre ihre Bande viel schlauer und cooler. Sprottes Freundinnen sind erst gar nicht so begeistert, aber dann lassen sie es doch auf einen Versuch ankommen. Ein Name ist schnell gefunden und auch die erste Mission, denn die Mädchen wollen unbedingt herausfinden, was es mit Omas geheimnisvollem schwarzen Schlüssel auf sich hat.

Doch dann kommen ihnen die Pygmäen in die Quere, eine Bande bestehend aus vier Jungs, die auch mit ihnen in eine Klasse gehen und die lassen einfach Oma Slättbergs Hühner frei! Großer Trouble, denn die Sache ist auch, dass Sprottes Oma gar keine Fremden mag und ihrer Enkelin eigentlich verboten hat jemanden mit ins Haus zu bringen. Aber jetzt, wo sie gerade ihre Schwester besuchen ist, wurde der Hof zum Hauptquatier der Wilden Hühner auserkoren und solange alle Spuren wieder beseitigt werden, kann die Oma ja nichts merken. Oder?

Ein wildes Versteckspiel, gemischt mit Rachefeldzüge und einer Schatzjagd, beginnt. Doch mit der Rache, ist das so ein Ding, denn wenn der eine sich erstmal rächt und dann der andere, hat man ganz schnell einen fiesen Kreis der meist mit einem Knall und Ärger für alle endet.

Aber die Autorin greift auch ernste Themen auf. So wird Willi der Würger, der größte Junge der Pygmäen zum Beispiel zuhause von seinem Vater geschlagen und Trude von den Wilden Hühnern bekommt schon mal das ein oder andere fiese Wort von ihrem Vater zu hören.

Urteil:
Mir hat das Buch richtig gut gefallen, es hatte Humor und Herz und trotzdem auch Tiefe. Ein superschönes Kinderbuch, Geschichten von Cornelia Funke sind einfach zauberhaft. Fünf Bücher von mir und eine klare Leseempfehlung für Mädels in jedem Alter.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.08.2020

Eine interessante Idee , aber die Geschichte hat mir leider nicht gefallen

Twyns, Band 1: Die magischen Zwillinge
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Twyns ist ein fantastisches Kinderbuch über vertauschte Zwillinge von Michael Peinkofer.

„Porridge ist der Mörtel, mit dem das britische Weltreich errichtet wurde.“
Seite 11

Inhalt:
Zwei Mädchen, die ...

Twyns ist ein fantastisches Kinderbuch über vertauschte Zwillinge von Michael Peinkofer.

„Porridge ist der Mörtel, mit dem das britische Weltreich errichtet wurde.“
Seite 11

Inhalt:
Zwei Mädchen, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen, aber komplett unterschiedliche Leben führen. Die eine ist eine Prinzessin im Exil, die andere eine begabte Violinistin mit einem zerstreuten Vater. Doch dann kommt es zu einem Rollentausch und plötzlich sind ihnen düstere Schergen auf den Fersen.


Meinung:
Vielen Dank an Netzwerkagenturbookmark für die Leserunde und an den Ravensburger Verlag für die Bereitstellung der Leseexemplare!

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, weil der Name des Autors seit einer Weile auf meiner High Fantasy „To Read“-Liste steht. Der Klappentext hat mich total angesprochen und das Cover ist einfach super schön!
Die Kapitelaufmachung ist super schön und man fliegt schnell durch die ersten Seiten, da die Kapitel kurz und die Schrift groß gehalten ist. Die Protagonisten sind schon 12 Jahre alt, Schreibstil und Handlung lassen sie aber sehr viel jünger wirken. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Anny und Wynn erzählt.

Wynn ist eine Prinzessin, die mit ihrer Mutter im Exil bei den Gobblins wohnt und sich dort alleine und eingesperrt fühlt. Anny, lebt bei ihrem Vater, einem zerstreuten Bibliothekar und liebt ihre Geige über alles. Beide Mädchen haben keine Freunde und sehnen sich nach dem fehlenden Elternteil.
Auf einem Schulausflug begegnet Anny dann Gynn, die gerade ein magisches Armband gestohlen und damit ein Tor geöffnet hat, um in der Menschenwelt ein Abenteuer zu erleben. Die beiden Mädchen, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen, schließen schnell Freundschaft und beschließen einander zu helfen. Doch dann kommt alles ganz anders und plötzlich ist Anny in der magischen Welt, während Gynn sich in der Menschenwelt zurechtzufinden versucht. Gar nicht so einfach.

„Morgen.“
„Morgen“, erwiderte Wynn. Offenbar war es unter Menschen üblich, sich die Tageszeit zuzurufen.
Seite 187

Mir persönlich hat das Buch leider nicht gefallen. Ich mag die Idee von den zwei Mädchen, die aus zwei verschiedenen Welten stammen total gerne und auch der Weltenaufbau ist schön. Hier hätte aber ruhig noch etwas mehr Liebe ins Detail gesteckt werden können. Außerdem konnte ich die Handlungen der Figuren nicht nachvollziehen, besonders in der zweiten Hälfte des Buches. Ihre Motive und besonders auch die Planung der Eltern, ist für mich ein totales Rätsel. Es war nicht stimmig, hat mich nicht mitgerissen und auch sprachlich nicht überzeugt. Ich glaube, dass die grundlegende Idee richtig gut ist und ganz viel Potential hat, aber irgendwie haut es mit der Umsetzung nicht ganz für mich hin.

Urteil:
Eine interessante Idee und ein großartiges Cover, aber die Geschichte hat mir leider nicht gefallen

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Veröffentlicht am 15.08.2020

Eine klare Leseempfehlung!

Mehr als nur ein Traum
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Das neue Buch von Elisabeth Büchle über ein weißes Mädchen, im tiefsten Süden der USA zu einer Zeit, in der die Schwarzen keine Rechte hatten.

Zitat:
„Hör einfach auf mich, ja? Ich möchte nicht auch ...

Das neue Buch von Elisabeth Büchle über ein weißes Mädchen, im tiefsten Süden der USA zu einer Zeit, in der die Schwarzen keine Rechte hatten.

Zitat:
„Hör einfach auf mich, ja? Ich möchte nicht auch noch für deine Beerdigung bezahlen müssen.“ „Okay, Steve. Ich bin ab sofort absolut vorsichtig und überlege mir jeden Schritt zweimal“, erwiderte Felicitas gerührt, machte einen Schritt seitlich und stieß den Wassereimer um.


Inhalt:
Anfang der 1960er Jahre. Felicitas hat die Nazis überlebt, doch die seelischen Verletzungen der jüdisch stämmigen jungen Frau sind tief. Wagemutig tritt sie das Erbe einer ihr unbekannten Verwandten an und reißt in die Vereinigen Staaten. Die kleine Stadt und die wilde Umgebung könnten ihr neues Zuhause werden, doch Felicitas spielt nicht nach den Regeln der Südstaatler und freundet sich mit ihren schwarzen Nachbarn an. Doch damit gerät sie ins Fadenkreuz einer gefährlichen Organisation und plötzlich weiß Tess nicht mehr, wem sie noch trauen kann.

Meinung:
Von Elisabeth Büchle steht eigentlich jedes Buch auf meiner Wunschliste, ganz unabhängig von Klappentext und Cover. Das Cover ist dieses Mal wirklich wunderschön geworden. Dass die Protagonistin so heißt wie ich, nämlich Felicitas, hat mich beim Lesen immer mal wieder ein wenig stocken lassen, aber irgendwie war es auch lustig. Meistens wurde ihr Name ohnehin mit Tess abgekürzt, was ich als Spitzname noch gar nicht kannte, aber sehr mochte.

Das Buch startet dramatisch, Tess als Kind auf der Flucht vor den Nazis. Ich bin sehr froh, dass sich das Buch nur ganz am Rande mit dieser Thematik befasst, das Thema der Geschichte war allerdings nicht weniger schlimm und aufrüttelnd. Tess tritt das Erbe einer unbekannten Verwandten an. Sie zieht in den Süden der amerikanischen Staaten, in ein wunderschönes, ein wenig abgelegenes Haus. Die Stadt in der Nähe ist sehr klein, jeder kennt jeden und das meist schon von Kindesbeinen an. Tess wird mit Neugier und Freundlichkeit aufgenommen. Vorerst. Denn Tess begegnet den Schwarzen im angrenzenden Dorf mit Sympathie und Respekt, etwas, dass die Einwohner der Stadt absolut nicht verstehen. Die Grenzen sind klar gesteckt, die Abneigung auf beiden Seiten große. Getrennte Schulen, Kirchen, Toiletten sogar Preisschilder. Doch für Tess sind vor Gott alle Menschen gleich und sie weigert sich irgendjemanden aufgrund seiner Hautfarbe anders zu behandeln. Hinzu kommt, dass sie als Frau mit jüdischen Wurzeln in Deutschland selbst viel Leid ertragen musste. Tess versucht auf beiden Seiten Gutes zu tun und gerät damit zwischen die Fronten.

Das Buch und besonders die Problematik sind nicht reißerisch geschrieben. Es ist nüchtern, aber offen und schonungslos und hat mich total gefangen. Ich war wütend, hatte Gänsehaut und habe mit Tess mitgefiebert und gehofft, dass endlich irgendjemand kommt und diesem bescheuerten Streit ein Ende macht. Die Protagonisten waren toll, vielschichtig und ich konnte gut aus ihrer Sicht die Geschichte verfolgen. Tess erzählt den Hauptteil des Buches, aber auch Landon, der Deputy, erhält viele Kapitel und dann schwenkt die Sicht noch zwischen ein paar anderen Figuren. Landon versucht Tess zu helfen, kann/will sich aber nicht in die Schwarz/Weiß-Diskussion begeben.
Ich mochte das Buch wirklich unheimlich gern und bin dankbar, dass es Autoren gibt, die den Mut und die Gabe haben sich mit Themen wie Rassismus und Toleranz auseinander zu setzen.

Urteil:
Ein sehr gutes Buch über eine mutige Protagonistin in einer Welt aus Rassismus und Hass. Offen und schonungslos, aber nicht hetzerisch und wirklich sehr gut zu lesen. Eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.08.2020

wunderschön ♥

Bibliothek der Träume
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Eine junge Frau, die den Kopf in ihren Büchern hat und plötzlich mit der Realität konfrontiert wird. Eine Realität, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.


„Ich möchte etwas Wichtiges tun.“ „Auch kleine ...

Eine junge Frau, die den Kopf in ihren Büchern hat und plötzlich mit der Realität konfrontiert wird. Eine Realität, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.


„Ich möchte etwas Wichtiges tun.“ „Auch kleine Dinge bewirken etwas in der Welt. Die freundlichen Worte, die wir sagen, und die einfachen Sachen, die wir für andere tun.“
Seite 361

Inhalt:

Illinois 1936
Alice Ripley liebt Bücher. So sehr, dass der Rest ihres Lebens dahinter zurückbleibt. Doch dann macht ihr Freund mit ihr Schluss und sie verliert wegen der Wirtschaftskrise ihre Anstellung in der Stadtbibliothek. Frustriert und gedemütigt tritt sie die Flucht nach Kentucky an. Sie hat davon gehört, dass in dem kleinen Dorf Acorn, wo hauptsächlich Bergarbeiter leben, dringend Bücher benötigt werden. Doch ihre Ankunft dort verläuft ganz anders als geplant, sie wird keineswegs mit offenen Armen empfangen, weder von dem Bibliotheksleiter, noch von den „Bücherbotinnen“, die den Lesestoff zu Pferd verteilen. Doch vorerst sitzt Alice hier fest und muss sich mit der Lage arrangieren. Ein verhängnisvoller Schuss und eine geheimnisvolle Mitbewohnerin zeigen ihr dann jedoch, dass das Leben manchmal die schönsten Abenteuer schreibt.

Meinung:
Alice Ripley ist ein ziemlich Bücher-Nerd. Als sie an einem etwas unpassenden Zeitpunkt ihr Buch hervorholt reicht es ihrem Freund endgültig und er verlässt sie. Alice ist damit ziemlich überfordert. Als sie dann auch noch aufgrund von Einsparungen ihre Arbeit in der Bibliothek verliert ist sie am Boden zerstört. Was soll jetzt aus ihrem Sammelprojekt für die Menschen in Kentucky werden? Schon seit Wochen hat sie Bücher für diese Leute gesammelt.

Als ihre verrückte Tante zu einer Wasserkur aufbricht und Acorn, die Stadt die zum Spenden aufgerufen hat, auf der Route liegt, packt Alice kurzentschlossen ihren Koffer und reißt dorthin. Doch die nette Bibliothekarin, mit der sie sich Briefe geschrieben hat, ist alles andere als begeistert über ihre Ankunft. Sie ist nämlich ein Mann, mit einem unglücklich gewählten Vornamen und steckt bis zum Hals in Arbeit und Schwierigkeiten. Eine naive, verträumte Person wie Alice ist da völlig fehl am Platz. Doch die Kur der Tante geht noch zwei Wochen, erst danach wird Alice wieder abgeholt. Bis dahin müssen sie und das rückständische Acorn, das weder Strom noch fließend Wasser kennt wohl mit einander auskommen müssen. Als dann auch noch auf Leslie geschossen wird und auf seinem Dachboden eine hundertjährige Frau auftaucht, muss Alice die Ärmel hochkrempeln, denn diese Menschen brauchen ihre Hilfe.

Ich fand das Buch wirklich gut. Alice hat mir zwischendurch etwas Angst gemacht, mit ihrer Naivität und Unfähigkeit, aber vermutlich würde ich mich an einem Ort ohne Strom auch nicht gerade glorreich anstellen. Die Bücherei stelle ich mir total schön, ganz chaotisch und voller Schätze ♥ Und auch die Idee mit den Frauen, die zu den einzelnen Farmen reiten und die Leute mit Büchern versorgen fand ich neu und großartig und ich möchte das bitte auch. Außerdem war Lilie, die hundertjährige, dunkelhäutige Frau, die einst eine Sklavin war ein wirklich toller Charakter. Sie hatte eine gute Art die Dinge zu nehmen oder zu lenken und andere zu hinterfragen. Bei ihr war das geistliche sehr klar, was Alice glaubt, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Auch die Probleme innerhalb des Ortes und der Frau mit dem neugeborenen Baby, fand ich gut dargestellt und haben die Geschichte perfekt ergänzte und ausgefüllt.

Urteil: Ein wirklich gutes und liebevoll gestaltetes Buch zum Durchatmen und versinken, über eine verträumte Protagonistin, die plötzlich in den Ernst des Lebens stolpert.

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Veröffentlicht am 15.08.2020

Ein super spannender Jugend-Thriller

Eine wie wir
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Eine Tote, ein Racheblog und ein dunkles Geheimnis.


„Was hast du so gemacht?“ „Das Übliche. Mord und Chaos. Und du?“
Seite 95

„Der Sinn eines Blutversprechens besteht darin, sein Blut zu teilen.“ „Wir ...

Eine Tote, ein Racheblog und ein dunkles Geheimnis.


„Was hast du so gemacht?“ „Das Übliche. Mord und Chaos. Und du?“
Seite 95

„Der Sinn eines Blutversprechens besteht darin, sein Blut zu teilen.“ „Wir haben zusammen eine tote Katze ausgegraben. Das ist ein Knochenversprechen. Viel wirkungsvoller.“
Seite 202

Inhalt:
Kay Donovan hat am Bates Internat ein neues Leben angefangen. Als Anführerin einer Clique und gute Sportlerin verläuft ihr Leben wie gewünscht – bis sie und ihre Freundinnen eine ihrer Mitschülerinnen tot auffinden. Kurz darauf erhält Kay Zugang zu einem Racheblog in dem mehrere Mitschülerinnen zur Zielscheibe werden. Kay soll sie konfrontieren. Wenn sie sich weigert wird etwas aus ihrer Vergangenheit ans Licht gezehrt werden, das niemand erfahren darf.

Meinung:
Der Einstieg in dieses Buch ist sehr rasant. Kay und ihre Freundinnen schleichen sich von einer Schulfeier fort und finden die Leiche einer Mitschülerin, Jessica. Danach erhält Kay Zugang zu einem geheimen Blog. Hier findet sie „Racherezepte“, die sie befolgen soll, den sonst wird ihr schlimmstes Geheimnis offengelegt. Die Dinge entwickeln sich rasend schnell. Jessica erscheint erst wie ein Niemand, aber nach und nach wird klar, dass jeder aus Kays Umfeld eine Vergangenheit mit ihr hat.

Jeder hat eine dunkle Seite
Seite 65

Kay steht im Fokus dieser Geschichte. Immer wieder wird angerissen, dass sie eine schlimme Vergangenheit hat und um Normalität und eine Zukunft kämpft. Die Handlung ist fesselnd und eröffnet immer wieder neue Abgründe. Mein Verdacht hat sich so etwa alle zwei Kapitel immer wieder gedreht und ich wollte unbedingt weiterlesen. Auch die Rolle der Figuren wendet sich öfter, Mobbing wird thematisiert, Täter werden zu Opfern und andersherum.

„Alles kann gebrochen werden. Knochen. Herzen.“
Seite 165

Fans von romantischen Liebesgeschichten werden hier nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen. Es gibt eine Liebesgeschichte, doch die ist kompliziert. Ehrlich gesagt, hat sie mich auch nicht so ganz überzeugt. Ich bin mit Kay auch nicht völlig warm geworden, obwohl mich die Schreibweise sehr in sie hineinversetzt hat. Der Schreibstil ist sehr fesselnd und ich habe mir viele Zitate angestrichen, die mir gut gefallen haben. Fans von Serien wie „Pretty Little Liars“ und „Tote Mädchen lügen nicht“ oder auch dem Buch „One of us is lying“ dürften dieses Buch interessant finden. Es ist spannend, düster und zeigt viele Schattenseiten auf.

„Fühlt es sich so an, in einem Comic zu leben?“
Seite 235

Es werden super viele Probleme angeschnitten, für mich sogar ein Hauch zu viele. Das Ende war gut, ein wenig abrupt, aber sehr gewagt und mutig von der Autorin. Trotzdem habe ich noch ein bis zwei Sachen die mir nicht ganz klar sind und wo ich gerne noch ein bisschen mehr gehabt hätte.

Urteil:
Ein super spannender Jugend-Thriller voller dunkler Geheimnisse und ein paar minimaler Schwächen, der das Thema Mobbing scharf aufzeigt und einen auf jeder Seite mitfiebern lässt.

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