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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2025

Charmante Charaktere, aber etwas unausgereift

Practice Makes Perfect
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Will wird erneut als Personenschützer für Amelia engagiert, die man bereits aus Band 1 der Rome Lovestory kennt. Mit seinem Job in der Kleinstadt kann er sich allerdings nicht so richtig anfreunden. Ihm ...

Will wird erneut als Personenschützer für Amelia engagiert, die man bereits aus Band 1 der Rome Lovestory kennt. Mit seinem Job in der Kleinstadt kann er sich allerdings nicht so richtig anfreunden. Ihm fehlt einfach das Adrenalin und das Abenteuer. Und dann ist da noch Annie Walker, die sich eigentlich nach einem Partner und einer Familie sehnt. Durch Wills „Dating-Nachhilfe“ entsteht zwischen den beiden spürbar eine Anziehung.

Annie führt einen Blumenladen und ist eine sehr liebevolle, eher zurückhaltende Person. Ihren Charakter mochte ich wirklich gern. Allerdings widersprachen sich ihre Zukunftspläne für mich im Laufe der Geschichte ein wenig, was mich etwas verwirrt hat. Will wiederum hat gegenüber seinem Bruder teilweise übertriebene Aussagen getroffen, wodurch er es mir manchmal schwer gemacht hat, ihn sympathisch zu finden. Gleichzeitig mochte ich aber die humorvolle und doch tiefe Bindung der beiden sehr. Die kleinen Dramen rundherum waren für meine Begriffe nicht notwendig. Hier hätte klare Kommunikation viel mehr Spannung und Tiefe erzeugt.

Insgesamt war es eine nette Geschichte für zwischendurch. Mir persönlich hat Band 1 jedoch deutlich besser gefallen.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Wenn die Wellen der Vergangenheit dich einholen

Zwischen uns das Flüstern der Wellen
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Der zweite Teil dieser Reihe ist emotional, tiefgehend und unglaublich fesselnd. Nach einem tragischen Unfall hat Erik das Windsurfen aufgegeben. Jener Unfall, bei dem sein Freund/Rivale Wilke ums Leben ...

Der zweite Teil dieser Reihe ist emotional, tiefgehend und unglaublich fesselnd. Nach einem tragischen Unfall hat Erik das Windsurfen aufgegeben. Jener Unfall, bei dem sein Freund/Rivale Wilke ums Leben kam. Seitdem ist nichts mehr wie zuvor. Ausgerechnet seine Ex-Freundin Hanna soll ihm nun helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Was zunächst nach einem professionellen Auftrag klingt, wird schnell zu einer intensiven Reise in die Vergangenheit ... und zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle für beide.

Erik war schon im ersten Band eher der ruhigere, zurückhaltende Typ. Manchmal vorsichtig, manchmal unerwartet forsch. Jetzt merkt man deutlich, wie sehr ihn das Geschehene geprägt hat. Seine innere Zerrissenheit, der Schmerz und das Ringen um einen Neuanfang sind so authentisch beschrieben, dass man ihn beim Lesen fast spüren kann.

Auch Hanna steht vor einer Herausforderung. Eigentlich wollte sie mit ihrer Vergangenheit abschließen, doch ein Projekt führt sie zurück auf ihre Heimatinsel Sylt. Und direkt in Eriks Nähe. Dass ausgerechnet er nun ihr Patient wird, trifft sie völlig unvorbereitet. Die gemeinsame Zeit konfrontiert beide mit alten Gefühlen, unausgesprochenen Wahrheiten und der Frage, ob Heilung überhaupt möglich ist, wenn man den wichtigsten Menschen verloren hat.

Der Schreibstil ist wieder unglaublich emotional und bildhaft. Ich war völlig in der Geschichte versunken. Die Beschreibungen sind so detailreich, dass man die salzige Meeresluft fast riechen und den Wind auf der Haut spüren kann. Die Autorin schafft es, die Trauer, die Hoffnung und die leisen Momente der Nähe so feinfühlig miteinander zu verweben, dass man einfach mitfühlen muss.

Besonders spannend fand ich die Entwicklung rund um den Unfallbericht. Sie sorgt für genau das richtige Maß an Spannung, ohne den emotionalen Kern der Geschichte zu überdecken. Ein Epilog hätte mich zwar sehr gefreut, aber ich bin sicher, dass im dritten und letzten Teil noch einige Fragen beantwortet werden.

Insgesamt ist dieser zweite Band eine wunderschöne, tief berührende Fortsetzung, die perfekt an den ersten Teil anschließt. Sie zeigt, dass Heilung Zeit braucht. Und dass manchmal genau der Mensch, von dem man sich am weitesten entfernt glaubte, der Schlüssel zur eigenen inneren Ruhe sein kann.
Ich freue mich jetzt schon riesig darauf, bald den dritten Teil zu lesen.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Ein Spiel aus Macht, Magie und Herz

To Carve a Fae Heart - Fair Isle 1
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Was für ein Auftakt! Schon nach den ersten Seiten war ich vollkommen in der Geschichte gefangen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und bildhaft, sodass man mühelos durch die Seiten gleitet. Jede Szene ...

Was für ein Auftakt! Schon nach den ersten Seiten war ich vollkommen in der Geschichte gefangen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und bildhaft, sodass man mühelos durch die Seiten gleitet. Jede Szene hat mich ein Stück tiefer in diese faszinierende Welt gezogen.

Evie ist eine wundervolle Protagonistin. Ich mag ihre freche, neugierige und gleichzeitig kluge Art unglaublich gern. Trotz vieler Hürden und Rückschläge bewahrt sie einen klaren Kopf und kämpft sich mit Stärke und Herz durch jede Situation. Sie ist mutig, aufrichtig und dabei so herrlich menschlich, dass man gar nicht anders kann, als sie sofort ins Herz zu schließen.

Auch die Dynamik zwischen den Charakteren hat mir unheimlich gut gefallen. Besonders eine bestimmte Beziehung entwickelt sich auf eine Weise, die mich vollkommen mitgerissen hat. Die mit Känig Aspen. Die Emotionen wirken echt und greifbar.. Ich habe mitgefiebert, mitgelächelt und an manchen Stellen einfach nur gehofft, dass alles gut ausgeht.

Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist voller Magie, Geheimnisse und Spannung. Man bekommt als Leser genau das richtige Maß an Informationen, um sich zurechtzufinden, ohne dass es je langweilig wird. Stattdessen entstehen ständig neue Fragen, die die Neugier nur noch mehr anfachen. Ich liebe es, wenn eine Geschichte mich so sehr beschäftigt, dass ich noch lange danach darüber nachdenken muss. Und genau das hat Fair Isle 1 geschafft.

Das Ende hat mich komplett sprachlos zurückgelassen. Es war intensiv, emotional und hat so viele neue Möglichkeiten eröffnet, dass ich es kaum erwarten kann, weiterzulesen. Ich bin absolut gespannt, was Evie und die anderen im nächsten Band erwartet.

Für mich war Fair Isle 1 ein echtes Highlight; spannend, gefühlvoll und wunderschön geschrieben. Eine Geschichte, die mit jeder Seite wächst und einen nicht mehr loslässt. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der starke Charaktere, Magie, Geheimnisse und Emotionen liebt.

Ich freue mich schon jetzt riesig auf Band 2 und darauf, endlich zu erfahren, wie es weitergeht!

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Zwei Gegensätze, die sich perfekt ergänzen

The Darlington - Henry & Kate
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Kate lebt seit einem Jahr auf der Straße und kämpft als Diebin ums Überleben. Als sie ausgerechnet dem reichen Hotelerben Henry Darlington das Handy stiehlt, stellt sich ihr Leben komplett auf den Kopf. ...

Kate lebt seit einem Jahr auf der Straße und kämpft als Diebin ums Überleben. Als sie ausgerechnet dem reichen Hotelerben Henry Darlington das Handy stiehlt, stellt sich ihr Leben komplett auf den Kopf. Doch auch für Henry wird diese Begegnung bedeutungsvoll.

Kate wurde von Henry selbst perfekt beschrieben: hübsch, witzig, unterhaltsam und erfrischend ehrlich. Sie musste mit ihrer Mutter viel durchmachen, was sie stark gemacht hat.
Henry hingegen verkörpert zunächst das klassische Klischee eines reichen Hotelerben. Doch im Laufe der Geschichte zeigt auch er einen starken und geduldigen Charakter. Er weiß genau, was er will, und lässt sich nicht vom Image seiner Eltern bestimmen. Außerdem ist er sehr liebevoll gegenüber den Menschen, die ihm nahe stehen.

Die Geschichte der beiden war von Anfang an sehr emotional, und ich habe jede Zeile mit ihnen gelacht, gelitten und geliebt. Durch den tollen Schreibstil habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Die Spannung war immer passend, und es wurde nie langweilig.

Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und freue mich schon darauf, in den weiteren Teilen mehr über Henrys Brüder zu erfahren.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Emotional, aber ausbaufähig

Happy Ending
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Rosie flüchtet von New York nach London nach einer schmerzhaften Trennung und versucht ein neues Buch zu schreiben. Dort trifft sie auf eine Gruppe netter Menschen und wird direkt aufgenommen. Auch Gamble ...

Rosie flüchtet von New York nach London nach einer schmerzhaften Trennung und versucht ein neues Buch zu schreiben. Dort trifft sie auf eine Gruppe netter Menschen und wird direkt aufgenommen. Auch Gamble ist in der Gruppe. Er unterstützt Rosie mit dem Buch und es entsteht eine Anziehung. Doch da bleibt noch die Fragen, was genau ist denn in New York passiert?

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir dank des angenehmen und flüssigen Schreibstils recht leicht, und ich war zunächst optimistisch, wohin sich alles entwickeln würde. Happy Ending behandelt ein sensibles und wichtiges Thema und bringt grundsätzlich viel Potenzial mit, gerade im Hinblick auf emotionale Tiefe und Weiterentwicklung der Hauptfigur.

Trotzdem konnte mich das Buch insgesamt leider nicht so packen, wie ich es mir erhofft hatte. Zwar mochte ich die Grundidee und einige einzelne Szenen haben mich berührt, aber gerade im Mittelteil verlor die Geschichte für mich an Spannung. Manche Passagen wirkten etwas langgezogen oder unübersichtlich, während andere Emotionen zu schnell abgehandelt wurden. Dadurch fiel es mir schwer, dauerhaft mitzufühlen oder ganz in der Handlung zu bleiben.

Die Hauptfigur ist sympathisch beschrieben und ihre Entwicklung fand ich grundsätzlich schön, jedoch blieb mir der Zugang zu manchen Charakteren und Beziehungen etwas oberflächlich. Einige Nebenfiguren hätten für meinen Geschmack mehr Tiefe verdient, damit ihre Rolle emotional stärker wirkt. Auch die Dynamik zwischen den Figuren hätte an manchen Stellen intensiver oder authentischer sein können.

Das sensible Thema wurde mit respektvollem Ton behandelt, was ich sehr schätze. Dennoch hatte ich mir eine etwas tiefgründigere oder feinfühligere Umsetzung gewünscht, um die emotionale Wirkung stärker zu entfalten. Es blieb für mich insgesamt etwas zu oberflächlich, um wirklich nachzuwirken.

Trotz meiner Kritik lässt sich das Buch gut lesen. Der Schreibstil ist angenehm, leicht verständlich und sorgt dafür, dass man gut vorankommt. Auch das Cover hat mir wirklich gut gefallen.

Alles in allem konnte Happy Ending meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Es ist eine schöne Idee mit wichtiger Message, die jedoch nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft hat.

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