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Veröffentlicht am 10.12.2017

Wenn die Verpackung nicht zum Inhalt passt

Tochter der Flut
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Wer sich das Buch „Tochter der Flut“ anschaut, wird bald schon feststellen, dass hier der Ravensburger Verlag wieder ein echtes Schmuckstück herausgebracht hat. Nicht nur das Cover ist sehr interessant, ...

Wer sich das Buch „Tochter der Flut“ anschaut, wird bald schon feststellen, dass hier der Ravensburger Verlag wieder ein echtes Schmuckstück herausgebracht hat. Nicht nur das Cover ist sehr interessant, sondern auch die einzelnen Kapitelanfänge sind sehr aufwändig gestaltet. Dazu kommt dann auch noch ein spannend klingender Klappentext und man hat sich schon halb in das Buch verliebt. Basierend auf dem ersten Eindruck macht sich wohl jeder seine Erwartungen an eine Geschichte. Das Problem mit Erwartungen ist nur leider, dass sie meist sehr subjektiv sind und wenn sie zu detailliert sind, häufig nicht getroffen werden.

So viel habe ich mir zu dieser Geschichte gar nicht vorher überlegt. Aber selbst hierbei hat das Buch überhaupt nicht meinen Erwartungen entsprochen und das lag nicht an irgendwelchen Rezensionen oder Wunschvorstellungen, sondern einfach nur daran (und das sogar ganz objektiv gesehen), dass die Verpackung nicht zum Inhalt gepasst hat. Ich möchte hier nicht den ganzen Inhaltstext wiedergeben, aber dort steht eindeutig: „Doch dann verpasst ihr den Moment der Abfahrt. Du und der Junge, den du liebst.“ Korrigiert mich bitte, wenn ich hier zu romantisch denke – ich weiß, dass ich eine Romantikerin bin – aber kann der Leser bei diesem letzten Satz nicht davon ausgehen, dass in der Geschichte an irgendeiner Stelle mal an Liebe gedacht, davon gesprochen oder sogar Liebe empfunden wird? Ich bin ehrlich gesagt schon davon ausgegangen und meine Erwartungen wurden hier enttäuscht.

Auch dachte ich, dass hier ein vermeidliches Liebespaar auf der Insel zurückbleiben. Wenn es „Du und der Junge“ heißt, gehe ich erst einmal von zwei Personen aus. Tatsächlich ist es so, dass die Hauptperson, ihr Bruder und ihr bester Freund die Abfahrt der Schiffe verpassen und dann einen Weg von der Insel finden müssen. Es mag nur ein kleiner Unterschied sein, aber für ein Spannungsgefüge macht dies durchaus einen Unterschied.

Der Aspekt mit der Personenzahl hat sich relativ schnell geklärt. Dass dieses Buch keine Liebesgeschichte enthält, habe ich erst ganz am Ende gemerkt. Vielleicht war dies auch meine romantische Denkweise, aber ich habe eben die ganze Zeit gedacht, dass da vielleicht noch etwas draus wird. In den meisten Fällen merke ich sehr bald, wenn ich komplett andere Erwartungen hatte und kann mich dann auf eine andere Geschichte einstellen. Hier war dies nicht der Fall. Das wäre auch kein Problem gewesen, wenn mir ansonsten der Handlungsverlauf gefallen hätte.

Ich habe insgesamt sehr lange gebraucht, um halbwegs in die Geschichte rein zu finden. Nach zwei Dritteln wusste ich immer noch nicht, wo die Reise eigentlich hingeht. Gefesselt war ich von dem Geschehen auch nicht. Hätte ich nicht die ganze Zeit auf mehr gewartet, hätte ich das Buch vielleicht auch gar nicht bis zum Ende gelesen. Dennoch hat das Buch zwei Sterne von mir bekommen, weil ich die Grundidee eigentlich ziemlich cool fand. Hier hätte man nur deutlich mehr draus machen können. Auch ohne Liebesgeschichte fehlten den Charakteren richtige Eigenschaften und Persönlichkeit. Vielleicht lag dies daran, dass zwei Autoren zusammen das Buch geschrieben haben und hier die Abstimmung schwierig war, aber andere Autoren schaffen es mit viel weniger Worten einer Figur mehr Leben sowie Persönlichkeit einzuhauchen.

Die Sprache war okay. Ich konnte mir einiges gut vorstellen, aber auch hierüber wurde nicht sonderlich viel Spannung aufgebaut. Durch eine gefühlte Distanz zu den Personen und der Handlung bin ich in dieses Buch nicht sonderlich tief eingetaucht. Es hat mich nur oberflächlich berührt.

So schön die Aufmachung aussah und soviel die Verpackung versprochen hat, war der Inhalt dann doch ziemlich enttäuschend.

Veröffentlicht am 14.02.2018

Nett, aber nicht außergewöhnlich

Mr. O - Ich darf dich nicht verführen!
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„Ich will in die Augen von jemanden sehen und spüren, dass er mich kennt und mich versteht. Ich will, dass er meine Ticks kennt und sie akzeptiert und nicht versucht, sie mir abzugewöhnen. Ich will wissen, ...

„Ich will in die Augen von jemanden sehen und spüren, dass er mich kennt und mich versteht. Ich will, dass er meine Ticks kennt und sie akzeptiert und nicht versucht, sie mir abzugewöhnen. Ich will wissen, wie sich das anfühlt.“

Als ich den Klappentext von Mr. O gelesen habe, war ich sofort davon überzeugt, dass dies ein perfektes Buch für mich für Zwischendurch ist. Hier habe ich kein Buch mit tiefgründigen Gedanken über das Weltgeschehen erwartet, sondern einfach eine sexy Geschichte, die mich so packt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag.

Zunächst war ich ein bisschen von dem Buch überrascht. Meist sind die Bücher aus Sicht einer Frau geschrieben und enthalten auch den ein oder anderen romantischen Gedanken. Mr. O ist im Gegensatz hierzu aus Sicht von Nick Hammer geschrieben. Dies sollte eigentlich nichts Schlechtes sein. Was mich jedoch verwundert hat, war zu Beginn die Flachheit im Prolog. Nick beschreibt hier seine größte Leidenschaft, nämlich Frauen zum Höhepunkt zu bringen. Die ganzen ersten Seiten beschränken sich hierauf. Es ist verständlich, dass ein solches Buch nicht prüde ist, aber es soll ja auch nicht auf Bettgeschichten reduziert werden.

Nach dem etwas unglücklichen Start ist das Buch viel besser geworden. Neben Nick lernt der Leser Harper Holiday, die Schwester von Nicks bestem Freund kennen. Sie hatte bisher nicht sonderlich viel Glück mit Männern und ist auf diesem Gebiet eher unerfahren. Dafür hat sie viel Humor, ist Zauberin und dabei außergewöhnlich. Die Gespräche zwischen ihr und Nick waren so witzig, dass sie häufig ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert habe. Das Lesen hat mir gute Laune bereitet.

Den Nick, den ich zu Beginn des Buches noch nicht mochte, habe ich ab und zu noch einmal wiedergesehen. Jedoch hat er eine sehr schöne Entwicklung durchgemacht, sodass er mir irgendwann dann doch noch sympathisch geworden ist. Vielleicht hat Harpers Art etwas auf ihn abgefärbt, aber zusammen haben die beiden ein wirklich schönes Paar abgegeben.

Die Charaktere sind sympathisch und die Sprache war sehr fesseln, sodass ich – wie ich es gehofft hatte – das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Was mich jedoch gestört hat, ist, dass ich teilweise das Gefühl hatte die Geschichte bereits zu kennen. Viele Aspekte haben mich an das Buch „Beautiful Player“ von Christina Lauren erinnert. Auch hier verliebt sich ein Womanizer in die Schwester eines Freundes und die Beziehung beginnt ebenfalls als eine Art Nachhilfeunterricht. Die Parallelen waren in jedem Fall da. Wenn ich die beiden Geschichten vergleiche, dann muss ich zugeben, dass mir „Beautiful Player“ etwas besser gefallen hat als „Mr. O“. Vielleicht liegt es daran, dass diese Buch mehr Neues enthielt, aber in jedem Fall waren mir hier die Charaktere noch sympathischer und die Geschichte hat mich von der ersten Seite an begeistert.

Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten habe ich noch gut in die Geschichte hineingefunden. Es war häufig amüsant zu lesen und am Ende waren mir die Charaktere wirklich sympathisch. Obwohl es nett zu lesen war, gibt es andere Bücher aus dem Genre, die besser sind. Das Buch sorgt für schöne Lesestunden, aber ist nichts außergewöhnliches.

Veröffentlicht am 12.02.2018

Ein Meer an Emotionen

Wie die Stille unter Wasser
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„Eines Tages wirst du aufwachen und dieses Haus verlassen, Magnet, und du wirst die Welt entdecken. Eines Tages wirst du die ganze weite Welt sehen, Maggie May, und an diesem Tag, wenn du vor die Tür trittst ...

„Eines Tages wirst du aufwachen und dieses Haus verlassen, Magnet, und du wirst die Welt entdecken. Eines Tages wirst du die ganze weite Welt sehen, Maggie May, und an diesem Tag, wenn du vor die Tür trittst und deinen ersten Atemzug tust, dann möchte ich, dass du zu mir kommst. Komm zu mir, denn ich werde derjenige sein, der sie dir zeigen wird. Ich werde dir helfen, die Dinge auf deiner Liste abzuhacken. Ich werde dir die ganze weite Welt zeigen.“

Die ersten beiden Bücher der Elemente-Reihe von Brittainy C. Cherry haben mich bereits verzaubert. Da war es keine Frage, dass ich auch den nächsten Teil lesen wollte. Wieder lernen wir hier neue Personen kennen. Dieses Mal beginnt das Buch mit einer jungen 6-jährigen, die in den Freund ihres Bruders verliebt ist. Der Teil in der Kindheit ist nicht besonders lang, dennoch war ich hier fasziniert, wie die Autorin es schafft über die Sprache die kindlichen Emotionen und Vernarrtheit rüberzubringen. In dieser Zeit erlebt Maggie etwas Traumatisches, sodass sie fortan keine Stimme mehr hat und sich nicht mehr traut aus dem Haus zu gehen.

In den kommenden Jahren besteht ihre Welt aus den vier Wänden ihres Elternhauses und aus Brooks, dem Freund aus der Kindheit. Er liebt Musik und bringt Maggie jeden Tag ein paar neue Lieder vorbei. Obwohl Maggie keine Stimme mehr hat, finden sie so eine neue Form zu kommunizieren. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und Probleme, die einen zu ersticken versuchen.

Lange Zeit habe ich mir Maggie gelitten. Es war mir zwar manchmal nicht ganz klar, warum sie sich nicht mehr vor die Türe traut, aber ihr Angst – und ihre Träume – waren für mich greifbar. Über Bücher lernt sie all die Dinge kennen, die sie selber nicht erleben kann. Ihr Sicht und auch Brooks Sichtweise werden hier erzählt, dennoch erfährt der Leser auch viel über Maggies Familie. Als Mutter ist es eben auch nicht leicht, wenn die Tochter nicht mehr spricht und unter einer Agoraphobie leidet. Nicht jedes Verhalten ist von Anfang an verständlich, aber zum Ende hin wird alles erklärt.

Maggies Geschichte hat mir sehr gut gefallen, aber Brook war für mich das noch größere Highlight. Maggie gehört nicht zu seiner Familie, er sieht gut aus und könnte jedes Mädchen haben, dennoch verbringt er am liebsten seine Zeit mit Maggie. Für mich ist er der beste Charakter in dem Buch. Eine Person, die ich selber sehr gerne als besten Freund hätte. Der perfekte Rettungsanker in stürmischen Zeiten.

Jedes Buch der Reihe war bis jetzt außergewöhnlich und traumhaft schön. Auch in „Wie die Stille unter Wasser“ wird eine sehr emotionale und berührende Geschichte erzählt. Man merkt hier, dass die Thematik der Autorin wirklich am Herzen liegt. Es gibt hier nichts, was ich an diesem Buch verbessern würde. Rein von der Thematik her, fand ich jedoch „Wie das Feuer zwischen uns“ noch ein kleines bisschen stärker. Für dieses Buch und auch für die gesamte Reihe gibt es eine eindeutige Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 10.02.2018

Eine super Fortsetzung!

Verliere mich. Nicht.
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„Berühre mich. Nicht.“ habe ich innerhalb weniger Stunden gelesen. Die Geschichte war für mich sehr neuartig und hatte viele Überraschungen zu bieten. Aber dieses Ende ging einfach überhaupt nicht. Gerade ...

„Berühre mich. Nicht.“ habe ich innerhalb weniger Stunden gelesen. Die Geschichte war für mich sehr neuartig und hatte viele Überraschungen zu bieten. Aber dieses Ende ging einfach überhaupt nicht. Gerade als ich dachte, dass es endlich für Sage und Luca besser wird, geht alles komplett den Bach runter. Diesen Cliffhanger fand ich sehr fies und konnte es gar nicht erwarten weiterzulesen.

So froh war ich, dass ich gar nicht so lange auf die Fortsetzung warten musste. Die Geschichte geht auch nahtlos weiter. Nachdem Luca und Sage sich kurz vor Weihnachten getrennt haben, verbringt Sage Weihnachten alleine in einem Motel. Die Beziehung scheint für immer zerstört und auch die Freundschaft von Sage zu April scheint mit der Trennung vorbei zu sein. Für Sage ist die Situation noch schlimmer als vor ihrem Neustart. Kann sie sich ihrer Vergangenheit stellen und Luca irgendwann vollkommen vertrauen?

Da es noch nicht so lange her war, dass ich den ersten Teil gelesen habe, bin ich wieder sehr gut in die Geschichte hinein gekommen. Ich hatte mir vorher keine Gedanken gemacht, wie es weitergeht oder welche Erwartungen ich hierzu habe. Das einzige, das ich mir gewünscht habe, war, dass Sage am Ende ihr Happy End findet und jemanden vollkommen vertrauen kann.

Es hat mich nicht verwundert, dass der Beginn relativ düster ist. Wie bereits in dem Vorgänger habe ich hier sehr mit Sage mitgefühlt und mit ihre gelitten. Ich liebe es, wie Laura Kneidl Sages Innenleben und ihre Gefühlswelt beschreibt. Die einzelnen Charaktere sind mir so sehr ans Herz gewachsen. Auch hat es dazu geführt, dass ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Die Nebencharaktere kennt der Leser bereits, jedoch bekommen sie in der Fortsetzung noch mehr Raum. Ich mochte es, dass die Figuren so noch greifbarer geworden sind. Ich könnte mir auch gut vorstellen, irgendwann einmal eine andere Geschichte aus dem Freundeskreis zu sehen. April ist definitiv auch ein Charakter, dem ich noch ein Happy End wünsche.

Ich kann eindeutig sagen, dass mir die Sprache, die Charaktere und auch die Handlung sehr gut gefallen haben. Auf die Handlung möchte ich nicht zu sehr eingehen, da ich so zu viel verraten würde. Es ist also ganz klar eine gelungene Fortsetzung. Der erste Teil hat mir jedoch noch ein kleines bisschen besser gefallen, da er für mich überraschender war. Die Thematik der Angstzustände und Vertrauensprobleme wurde bis jetzt in keinem Buch so intensiv und emotional behandelt. Das hat mich komplett überrascht. Die Faszination des Neuen ist mittlerweile im zweiten Buch etwas verflogen. Hier gab es nicht mehr so viele Überraschungen.

Die Fortsetzung steht „Berühre Mich. Nicht.“ in beinahe nichts nach. Ich hatte wieder viele schöne Lesestunden und bin von der Geschichte komplett in den Bann gezogen worden. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 07.02.2018

Ein Ausflug nach Schottland

Play On - Dunkles Spiel
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„Du hast mir erzählt, dass du als Kind Schauspielerin werden wolltest. Daran hat sich ganz eindeutig nichts geändert. Ich sehe, wie du bist, wenn du Peter Pan bist. Du verwandelst dich für diese Kinder ...

„Du hast mir erzählt, dass du als Kind Schauspielerin werden wolltest. Daran hat sich ganz eindeutig nichts geändert. Ich sehe, wie du bist, wenn du Peter Pan bist. Du verwandelst dich für diese Kinder in eine ganz andere Person. Es ist faszinierend, das zu beobachten.“

Bei „Play on – Dunkles Spiel“ fällt es mir sehr schwer eine Rezension zu schreiben. Die ersten etwa hundert Seiten hatte ich meine Probleme mit der Geschichte. Nora wird als Jugendliche in Amerika vorgestellt. Dort muss sie ihre Eltern mit Nebenjobs finanziell unterstützen und gleichzeitig noch ihren Vater pflegen. Als sie den Schotten Jim kennenlernt und er ihr einen Heiratsantrag macht, nutzt sie diese Gelegenheit, um in Schottland ein neues Leben zu beginnen. Aber auch die Ehe mit Jim macht sie nicht glücklich. Sie möchte gerne studieren und Schauspielerin werden, aber das erlaubt Jim ihr nicht. So bleiben ihr später nur die ehrenamtlichen Geschichtsstunden im Kinderkrankenhaus und Aiden.

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr von einem unglücklichen Charakter lest und dann selber unglücklich werdet? So ging es mir zu Beginn mit dem Buch. Von einem Gefängnis kommt Nora in das nächste. Sie hat keinen höchst komplexen Träume. Sie braucht keinen Prinzen, kein Schloss oder Reichtum. Ihr einziger Traum ist es, einmal nicht als Verkäuferin oder Kellnerin zu arbeiten und das zu tun, was sie erfüllt. Wahrscheinlich würde das schon als Grundbedürfnis eines Menschen durchgehen. Mir tat das so leid, dass ihr dies nicht gewährt wird. Ich war zwar nie in ihrer Lage, aber ich konnte das sehr gut nachempfinden und habe mit ihr gelitten. Es war zwar kein schönes Gefühl, aber das zeigt, eigentlich wie gut das Buch geschrieben ist.

Nach etwa den ersten hundert Seiten bin ich endlich vollkommen in der Geschichte angekommen und ich habe ein Licht am Ende des Tunnels gesehen. Durch die Wendung habe ich viel die Geschichte plötzlich viel lieber gelesen. Der Klappentext des Buches verrät meines Erachtens schon viel zu viel, daher möchte ich hier nicht weiter darauf eingehen. Ich fand nicht jede Wendung in der Geschichte gut, aber ich sehe ein, dass sie für den Verlauf notwendig waren.

Nora ist für mich ein interessanter Charakter gewesen. Sie ist zugleich einfach und dennoch höchst komplex. Es war spannend sie kennenzulernen und zu ergründen. Dennoch konnte ich sie leider manches Mal nicht ganz verstehen. Teilweise verwehrt sie sich auch selber ihr Glück. Das war für mich nicht nachvollziehbar.

Vielleicht ist hier schon deutlich geworden, dass ich dem Buch mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber. Zum einen ist die Geschichte wirklich gut geschrieben und Nora ist faszinierend. Auf der anderen Seite habe ich relativ lange gebraucht, um von der Handlung gefesselt zu werden. Ein weiterer Pluspunkt war für mich der Handlungsort. Ich habe vor zwei Jahren einen Urlaub in Schottland verbracht und fand es so schön, die bekannten Orte so wiederzusehen. Insgesamt habe ich das Buch an zwei Tagen ausgelesen, was verdeutlich, wie schlecht ich es nur aus der Hand legen konnte. Trotz der Makel ist dies ein sehr gelungenes Buch für mich, sodass ich ihr gerne vier Sterne gebe.