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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Mit viel Humor und Liebe

The House Witch 1
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"The House Witch" von Emilie Nikota ist der erste Band einr cozy Fantasy-Reihe.
Im Mittelpunkt steht der Koch Finlay Ashowan. Er ist ein absolut sympathischer Protagonist und er ist eine Hexe. Er kocht ...

"The House Witch" von Emilie Nikota ist der erste Band einr cozy Fantasy-Reihe.
Im Mittelpunkt steht der Koch Finlay Ashowan. Er ist ein absolut sympathischer Protagonist und er ist eine Hexe. Er kocht für den König und seinen Hofstaat im Reiche Daxaria und nutzt dazu seine Magie.
In Fin steckt sehr viel mehr, als er selber glaubt, vieles offenbart sich erst im Laufe der Geschichte.
Mir gefallen hier die vielen Freundschaften, auch die mit seinem Kater Kraken, die höfischen Intrigen und auch die politischen Verwicklungen gut. Allerdings merkt man hier sehr deutlich, dass es erst ein Auftakt ist, um die Reiche und Protagonisten einzuführen.
Das Buch ist mit sehr viel Humor geschrieben und fast ganz gewaltfrei, dafür wird auch tüchtig mal gezaubert und gehext.
In meinen Augen nimmt die Liebesgeschichte etwas zuviel Raum ein, aber das sehen andere Leserinnen sicher ganz anders.
Das Buch ist wunderschön gestaltet und ich werde sicher an der Reihe dranbleiben und warte gespannt auf die Fortsetzungen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Der Inhalt der Taschen lebt weiter

Stock & Stein
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"Stock & Stein" von Anne-Kathrin Behl ist ein durchgehend farbig illustriertes Kinderbuch. Empfohlen wird es ab 4 Jahren, man kann es aber auch schon früher zum vorlesen nutzen, alles ist gut verständlich.
Stock ...

"Stock & Stein" von Anne-Kathrin Behl ist ein durchgehend farbig illustriertes Kinderbuch. Empfohlen wird es ab 4 Jahren, man kann es aber auch schon früher zum vorlesen nutzen, alles ist gut verständlich.
Stock und Stein und noch allerlei anderer Krimskrams leben einträchtig in einer Jackentasche, bis, ja bis, die Jacke in die Wäsche muss und sie vor der Haustür ausgesetzt werden.
Danach erfahren wir, wie das weitere Leben von Stock und Stein aussehen könnte, die Fantasie geht mit ihnen auf Wanderschaft und zeigt und verschiedene mögliche Szenarien und Orte.
Das ist total niedlich und liebevoll erdacht, man kann mit den Kindern auch gut weiterdenken und träumen.
Die Illustrationen sprechen für sich, also das Buch ist gut zum selber ansehen geeignet.
Am Ende werden noch einige Bastelideen mit den Protagonisten gezeigt, rundum gelungen.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Solide Krimi-Kost mit Herz

Die Rätsel meines Großvaters
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Vor "Die Rätsel meines Großvaters" von Masateru Konishi habe ich schon »Die Bibliothek meines Großvaters« gelesen. Beide Bücher sind in sich abgeschlossen, es macht aber auch Spaß, hier die Entwicklung ...

Vor "Die Rätsel meines Großvaters" von Masateru Konishi habe ich schon »Die Bibliothek meines Großvaters« gelesen. Beide Bücher sind in sich abgeschlossen, es macht aber auch Spaß, hier die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen. Es sind jeweils gut gelungene Verknüpfungen von kniffligen Kriminalfällen mit dem Alltagsleben und auch Anspielungen an die Größen des Krimis aus Buch und Film.
Der namensgebende Großvater, Fensterputz-Sensei leidet an einer speziellen Form der Demenz und seine Enkelin, Kaede, kümmert sich liebevoll um ihn, zusammen mit ihren besten Freunden.
Der Großvater verschwindet manchmal in der Vergangenheit und hat auch Halluzinationen, aber einen blitzgescheiten und analytischen Verstand, es ist faszinierend, wie er Lösungen entwickelt.
Es gibt wieder eine übergreifende Handlung, die sich erst nach und nach offenbart und mehrere kleinere Episoden, diese Verknüpfung fand ich im ersten Teil überzeugender und auch überraschender.
Für mich ist das hier sehr gut und leicht zu lesen, entführt in den japanischen Alltag und bietet Spannung zum miträtseln. Ganz kommt es an den Vorgänger aber nicht heran.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein Buch wie ein stiller Bergsee – tief und bewegend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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„Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén ist eines dieser seltenen, leisen Bücher, die noch lange nachhallen. Bo ist 89, lebt allein mit seinem Hund Sixten und führt Zwiegespräche mit seiner ...

„Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén ist eines dieser seltenen, leisen Bücher, die noch lange nachhallen. Bo ist 89, lebt allein mit seinem Hund Sixten und führt Zwiegespräche mit seiner demenzkranken Frau, die ihn nicht mehr erkennt.
Es ist eine Welt des Schweigens – ein liebevolles Schweigen mit dem besten Freund, ein erlerntes Schweigen über Gefühle. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Als Bos Sohn entscheidet, dass der Hund gehen muss, beginnt ein herzzerreißender Kampf um Bos letzte Autonomie.
Mir hat auch sehr gut gefallen, wie hier das System der Pflege geregelt ist und sich gekümmert wird.
Lisa Ridzén schreibt so einfühlsam, dass ich beim Lesen oft das Gefühl hatte, mit in Bos Küche zu sitzen. Ein tief emotionales Werk über das Altern, die Würde und die Dinge, die vor dem Ende noch gesagt werden müssen. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Lebensnah und echt

Gekommen, um zu bleiben
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"Gekommen, um zu bleiben" von Madeleine Becker ist ein Beschreibung eines Alltags auf einem Bauernhof in der Steiermark. Mir war die Autorin bisher komplett unbekannt, sie erzählt aber aus ihrem Leben ...

"Gekommen, um zu bleiben" von Madeleine Becker ist ein Beschreibung eines Alltags auf einem Bauernhof in der Steiermark. Mir war die Autorin bisher komplett unbekannt, sie erzählt aber aus ihrem Leben und was sie gemacht hat und macht.
In diesem Buch geht es darum, gemeinsam mit ihrem Freund Lukas und ganz vielen Tieren den Hof der Schwiegereltern zu verlassen und sich etwas neues, etwas eigenes aufzubauen.
Es wird das "Haus im Wald", eine "Wald-WG". Dort leben sie mit ihren Tieren, Katzen, Hühnern, Rindern, Schweinen und Kaninchen und Freunden, die oft zu Besuch kommen, gern gesehen sind und tatkräftig mit anpacken.
Die Tiere werden nicht als Schlachtvieh gehalten, sondern verbringen auf dem Hof ein erfülltes und glückliches Tierleben, sie gehören mit zur Familie.
Auch der Garten muss im wahrsten Wortsinn erst aus dem Boden gestampft werden, auch dabei nimmt uns die Autorin mit, bei positive Ergebnissen und auch Rückschlägen.
Das Buch ist total natürlich erzählt, es kommt auch viel Humor durch, ich habe es gerne gelesen und mit der Familie mitgelebt. Das Highlight sind dann auch Fotos, um sich selbst ein Bild vom Ganzen machen zu können.
Madeleine hinterfragt ganz oft unseren Umgang mit der Natur, mit den Tieren und das im Großen wie im Kleinen. Sie zeigt auf, was man selber hinterfragen und tun kann und bietet auch Ansätze von Lösungen an.

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