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Veröffentlicht am 25.03.2019

Auch im dritten Band überzeugt die Autorin auf ganzer Länge

Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis
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Nach einem sehr aufschlussreichen Kapitel über die Vergangenheit des Nachtbringers, starten wir damit, den entführten Mitgliedern der Stämme zu helfen. Laia überfällt zunächst mit Hilfe von Afya, Darin ...

Nach einem sehr aufschlussreichen Kapitel über die Vergangenheit des Nachtbringers, starten wir damit, den entführten Mitgliedern der Stämme zu helfen. Laia überfällt zunächst mit Hilfe von Afya, Darin und Elias die Geisterwägen um Mamie und die anderen zu finden. Elias hat große Probleme sich mit seiner Rolle als Seelenfänger abzufinden und macht es seiner Ausbilderin Shaeva nicht sehr leicht. Leider soll er schneller ins kalte Wasser geworfen werden, als ihm lieb ist und plötzlich ist die Hölle los in der Zwischenstatt. Seine Aufgabe verlangt ihm alles ab und die Frage ist, ob ihn dieser Schwur zerstören wird. Denn ab nun sind alle anderen auf sich allein gestellt…

Während Elias versucht die Magie von Mauth unter seine Kontrolle zu bringen, begibt sich Laia von Serra auf den Weg zum Bienenzüchter. Auch hier kommt ein Schocker nach dem nächsten und die Autorin schafft es ständig Erkenntnisse aufzuklären, die mich sprachlos zurück lassen. So viele Menschen in ihrer Geschichte haben irgendwas mit einer anderen wichtigen Person zu tun. Es ist einfach so perfekt durchdacht.

Laia soll den Widerstand aufbauen, doch den Nachtbringer daran zu hindern das letzte Stück des Sterns in die Hände zu bekommen und die Dschinn frei zu lassen, erscheint ihr wichtiger. Ihr Weg ist gespickt mit Leid, schweren Entscheidungen und Aufgaben, die zu bewältigen ich ihr im ersten Band niemals zugetraut hätte. Ihre Stärke und ihre Liebe zu ihrem Volk treiben die junge Frau an. Auch wenn ihr Herz an dem einen hängt. Aber die Hoffnung ist bekanntlich das letzte, das stirbt…

Doch zwei Handlungsstränge sind nicht genug. Um der Geschichte einen genialen Sichtwechsel zu verpassen, dürfen wir wieder den Blutgreif Helena Aquilla begleiten und was auf der Seite der Geschichte passiert ist einfach heftig. Ihre Gegnerin Keris Veturias, Verbündete des Nachtbringers und Kommandantin des Imperators, ist ihr immer einen Schritt voraus. Sie muss sterben aber Helena durchblickt ihre Pläne noch nicht. Nebenbei muss sie ihre Schwester vor Imperator Markus schützen und ihre Aufgaben erfüllen. Denn das Martialenimperium steht am Abgrund. Imperator Marcus überzieht das Land mit dem Blut der Unschuldigen und kämpft dabei noch gegen seine ganz eigenen Dämonen. Helena hat mir großen Respekt eingeflößt. Ich hatte Mitleid mit ihr, weil sie irgendwie ständig hinten ansteht und sich nur um andere kümmern muss. Dabei hätte der Blutgreif auch mal ein wenig Glück verdient.

Drei Sichten, drei Wege, drei Schicksale die am Ende in einem epischen Finale zusammen verwoben werden. Anders als man sich das nur annähernd vorstellen kann und überraschend, wie wir es von Sabaa Tahir gewohnt sind. Die Prophezeiung wird sich erfüllen. Vielleicht könnt ihr sie entschlüsseln, bevor es euch geht wir mir. Ich bin aus allem Wolken gefallen.

Dieser dritte Band ist absolut genial. Er vereint alles, was man sich für ein Fantasyspektakel nur wünschen kann. Eine Handlung mit immer wiederkehrenden Spannungsspitzen, dramatischen Enthüllungen, blutigen und grausamen Schlachten. Eine Story mit intriganten Machtspielchen, unvorhersehbaren Wendungen und einem so detailliertem Setting, dass ich gefesselt an die Seiten war. Und Emotionen, die das Herz nicht tiefer hätten berühren können. Wir finden zwar nur eine sehr leichte, fast schon nebensächliche Liebesgeschichte – denn dieser Verlauf lässt das Herz mehr schmerzen, als bisher in den anderen Teilen. Aber vor allem die Vergangenheiten der einzelnen Personen haben mir die Tränen in die Augen getrieben. Was sie erleben mussten, durchstehen, ertragen… ohne daran zu Grunde zu gehen. Es hat mein Herz sehr schwer gemacht. Ich habe gebetet, das Laia ihr starkes Kämpferherz aufrecht erhalten kann und eine noch stärkere Löwin wird, als man es ihrer Mutter nachgesagt hat. Ob sie das schafft, müsst ihr selbst erfahren.

In jedem Fall ist die Entwicklung der drei Protagonisten eine stetige Entwicklung. Sie lernen von Band zu Band mehr über sich selbst, ihre Magie-Arten und kämpfen jeder auf ihre Art. Sie müssten und mussten so viel durchmachen, was mich wirklich beeindruckt hat und ich bin sowas von gespannt auf den vierten Teil.

Die Schreibweise der Autorin ist gewaltig! Leicht und doch in der Wortwahl angepasst an ihre Welt. Die Magie kann man förmlich zwischen den Zeilen greifen und ich habe mich einfach mitreißen lassen. Wer High Fantasy der besonders ausgeklügelten Art mag, wird hier begeistert sein. Ich war es und ich werde fröhlich auf den vierten Band warten.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Mich konnte nur die Hälfte überzeugen, leider

Wo viel Licht ist, da ist auch dein Schatten
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Als ich das kurze Video zum Buch sah, war es um mich geschehen. Wer ist Angus? Und warum sucht er jemanden, der Ailis glücklich macht, obwohl er sie selbst von ganzem Herzen liebt? Seine Querschnittslähmung ...

Als ich das kurze Video zum Buch sah, war es um mich geschehen. Wer ist Angus? Und warum sucht er jemanden, der Ailis glücklich macht, obwohl er sie selbst von ganzem Herzen liebt? Seine Querschnittslähmung kann ja nicht der einzige Grund sein, war mein Gedanke. Und zack hatte mich Julia Beylouny in ihrem Netz gefangen….

Ailis ist 27 Jahre alt, kümmert sich aufopferungsvoll um Angus und ihren Sohn Matthew. Allein dieser Handlungsstrang hat mich außerordentlich ans Buch gefesselt und es hat etwas mehr als die Hälfte des Buches gedauert, bis ich dahinter gestiegen bin, was in diesem Buch eigentlich der Clue ist. Ailis kämpft wirklich, um stark für ihre Familie zu sein. Zwei Jobs, die Pflege eines Behinderten und der 8-jährige Sohn bringen sie ziemlich an ihre Grenzen und eine Auszeit muss her. Zum Glück gibt es super liebe Hilfe von Seiten Physio- und Psychotherapie, Sozialarbeitern und anderen. So konnten wir beginnen mit der jungen Frau ihre so geheimnisvolle Vergangenheit aufzuarbeiten.

Die Hinweise sind da, aber es dauerte und ich muss sagen, die Idee, wie die Autorin das Buch aufgezogen hat, finde ich unglaublich genial. Es ist so untypisch und gut durchdacht, dass es nirgendwo vorher einen so großen Wink mit dem Zaunpfahl gab, bevor Julia Beylouny das nicht wollte.

Aber dann müssen wir eben auch den zweiten Handlungsstrang beachten, in dem Candy ihre Ferien bei ihrer Brieffreundin in Kanada verbringt und sich unheimlich verliebt. Und da muss ich gestehen, habe ich oft nur mit den Augen rollen können. Das klingt wirklich hart, es tut mir leid, aber ich wollte Candy schütteln. So viel Naivität und Übertreibung…. Ich kann gut verstehen, dass man in den Kapiteln eine sehr starke und einzigartige Liebe erschaffen muss, gerade für die Entwicklung und Zusammenhänge zu Ailis. Und ich verstehe auch, dass die Autorin einen gegensätzlichen Effekt aufbauen muss um eben diese besondere Wirkung am Ende zu erzielen, aber es gab so oft einfach Momente in denen ich vor lauter übermäßigem Klischee und Kitsch an die Decke hüpfen wollte. Hätte ich nicht so unbedingt wissen wollen, wie die Personen am Ende miteinander zusammenhängen, hätte ich wahrscheinlich aufgehört zu lesen. Ihr Loveinterest ist so eine warmherzige, reife Person, aber ja… bei so mancher Aktion von ihm wäre ich persönlich schon weg gewesen. Ich möchte nicht mehr sagen, ohne euch zu spoilern.

Wir lesen die Kapitel also abwechselnd in der Erzählform von Candy und Ailis, und ihren grundverschiedenen Leben. Ich muss sagen, es ist für mich ehrlich schwer das Buch zu bewerten. Denn die Idee ist so toll, dass ich dafür schwärmen könnte, aber die Umsetzung war einfach nicht meins. Auch hatte ich es manchmal schwer mit dem Schreibstil, da der Lesefluss ab und zu unter dem Satzbau litt. Zwischendurch gab es ein paar Längen, dafür ging das Ende dann recht zackig vonstatten. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Gefühl gewünscht um so richtig vom Hocker gerissen zu werden, obwohl ich schon sagen muss, dass mich der Ausgang gefreut hat.

Ich bewundere das Zusammenspiel und habe großen Respekt vor der toll aufgebauten Idee. Aber ich fand nur einen Teil des Buches wirklich fesselnd und tiefgreifend. Der andere konnte mich nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Einfach mal was anderes. Ich bin begeistert!

Golden Darkness. Stadt aus Licht & Schatten
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Lucie ist bekannt, als das junge Mädchen, das in der Dunkelheit das Licht darstellte, um einen Menschen zu retten, den sie liebt. Rein durch die Außenwirkung ihres Wesens, ihrer Taten und ihrer Ausstrahlung. ...

Lucie ist bekannt, als das junge Mädchen, das in der Dunkelheit das Licht darstellte, um einen Menschen zu retten, den sie liebt. Rein durch die Außenwirkung ihres Wesens, ihrer Taten und ihrer Ausstrahlung. Sie ist eine Lichtmagierin und wurde in der Dunkelstadt geboren, lebt nun aber in der Lichtstadt, umgeben von Luxus, Glanz und Intrigen. Eine Zukunft erbaut auf Lügen der Vergangenheit und trotzdem liebt Ethan Stryker, der Sohn einer der mächtigsten Familien in dieser Welt, sie von ganzem Herzen.

Erst hatte ich gedacht hier eine Liebesgeschichte mit ein wenig Fantasy geboten zu bekommen. Aber es ist alles ganz anders und hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen. Das Buch handelt von zwei Städten, deren unterschiedliche Magier nicht mit und auch nicht ohne einander leben können. Von politischen Machenschaften riesigen Ausmaßes. Von Schubladendenken, Vorurteilen und den Marionetten der Gesellschaft. Von Unterbuttern der einen und Emporheben der Anderen. Doch die Rebellion steht in den Startlöchern und wird den Privilegierten das Fürchten lehren.

Zu Beginn wird man sofort ins Buch geworfen und die vielen neuen Begrifflichkeiten wirken in den ersten zwei Kapitel echt verwirrend. Aber das war wohl auch so gedacht, denn das dritte Kapitel ist eine genial erzählte Rückblende mit allem drum und dran. Die Autorin hat hier eine ausgeklügelte Sache erschaffen, um den Leser besser an das Setting ran zu führen und auf einfache Weise zu erklären, was vor sich geht. Ich war absolut begeistert.

Und dann dieser Schreibstil. Sarah Rees Brennan malt ihr Setting mit Worten, zeigt Vergleiche in fast schon poetischer Ausdrucksweise und versteckt Botschaften zwischen den Zeilen, so das ich meine helle Freude hatte. Es ist der Wahnsinn. Dazu die leichte Schreibweise, der wortgewandte Stil und ihre besonderen Charaktere… einmal begonnen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich muss gestehen, dass ich etwas anderes erwartet habe und bis zum letzten Drittel auch eher die vielen politischen Handlungsstränge mit all ihrer Grausamkeit bewundert habe. Doch dann hat mich die Autorin auch emotional noch abgeholt. Ich habe Rotz und Wasser geheult. Ein bisschen mehr Emotionen zwischendurch hätte ich mir schon gewünscht, aber das Ende wird mir im Kopf bleiben.

Es gibt keine neue, knisternde Liebesgeschichte. Sondern eine feste, tragende Bindung, die die Schwierigkeiten und Ereignisse überstehen möchte. Dabei sind drei Hauptcharaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten und ich habe jeden von ihnen bewundert. Ab und zu hätte da ein wenig mehr Tiefe in dieser Beziehung sein können, aber dadurch, dass die Ereignisse nun mal so waren, wie sie sind, hat das dem Buch nicht geschadet. Ich kann leider nicht mehr erklären ohne zu spoilern. Das müsst ihr selbst lesen.

Lucie ist ein schwieriger Charakter. Die Eindrücke, die sie hinterlässt gehen von “wow so gewitzt” über “was für ein Feigling” zu “endlich zeigt sie ihre innere Stärke”. Ihre Entwicklung hat Höhen und Tiefen, und ich konnte sie auch nicht immer leiden. Manchmal wollte ich sie schütteln, wollte sie dafür maßregeln, wie sie sich gerade entschieden hat, aber ich kann die Autorin verstehen, welchen Zwiespalt sie uns aufzeigen wollte und der war nachvollziehbar. In so manchem Moment habe ich ziemlich mit ihr gelitten und war hin und her gerissen.

Ethan und auch Carwyn sind so vielschichtige Charaktere.
Beide haben etwas, was mir sehr ans Herz ging, aber dazu verrate ich gar nix.

Die Handlung mit dem bösen Doppelgänger, dem Mädchen, das alles tut um zu gefallen und trotzdem einen sehr scharfsinnigen und intelligenten Verstand inne hat. Und dem Mann, der einfach wahnsinnig viel Herz besitzt und das Leben in den Städten verändern möchte, finde ich bombastisch. Dabei ist das nicht klar, wer wirklich der Böse ist und wer auf der Seite der Guten spielt. Richtig ausgeklügelt. Dieses Buch gibt dem Leser so viel Stoff zum Nachdenken mit und würde unsere Gesellschaft nur ein bisschen aus diesen Lehren ziehen, wäre das ein großer Gewinn. Wer politische Machtspielchen, Intrigen und eine spannungsgeladene Story mag, bei der die Liebesgeschichte nur nebensächlich ist, Vertrauen und Vorurteile aber eine große Rolle spielen, ist hier richtig. Es ist speziell und es ist anders, aber mich hat es echt unterhalten.

Veröffentlicht am 16.03.2019

Fantastisch!

Firefighters: Liam's Story
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Als Liam’s heiles Leben zusammenfällt wie ein Kartenhaus, hält das Schicksal die Ereignisse in der Waage…

Brook kann es kaum glauben. Die Firma ihres Vaters ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt ...

Als Liam’s heiles Leben zusammenfällt wie ein Kartenhaus, hält das Schicksal die Ereignisse in der Waage…

Brook kann es kaum glauben. Die Firma ihres Vaters ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt und die örtliche Polizei zieht ihre eigenen Schlüsse. Doch Brook wäre nicht sie selbst, würde sie das auf sich sitzen lassen. Da kommt der Feuerwehrmann mit dem sexy Grinsen genau recht. Doch darf sie ihn benutzen, trotz der tiefen Traurigkeit in seinen Augen? Liam findet die Ablenkung auf jeden Fall perfekt. Seit ein paar Monaten gerät sein Leben ins Schwanken und die Frage ist nur noch, wie lange er die Last noch tragen kann, bevor er davon begraben wird. Die Frau mit der großen Klappe, dem Selbstbewusstsein eines Wikingers und dem schüchternen Inneren hat es ihm angetan.
Doch… er ihr auch?

Der dritte Band der “Firefighter-Reihe” ist eine perfekte Mischung aus knisternder Atmosphäre, frechen Dialogen, spannenden Momenten und tieftauriger Verzweiflung. Skye Leech hat ein Buch erschaffen, das mich zum Schmunzeln gebracht hat, mir die Gänsehaut vor lauter Schock und Empörung auf die Arme getrieben hat und meine Tränen fließen lassen hat, als würde ein Fluss sich seinen Weg brechen. Es war so ergreifend!

Die zwei Hauptcharaktere sind sich im Groben sehr ähnlich und dazu kommt, dass sie sich in feinen Charakterzügen unglaublich schön ergänzen.
Ich liebe Liam, weil er sich selbst zwar gerade verliert, Brook und auch anderen aber immer zur Seite steht. Weil er für das Wohl anderer kämpft und dabei so eine gewisse Stärke und Ruhe ausstrahlt. Und auch wenn er erst seine Zeit braucht um zu verarbeiten, zu akzeptieren und sich zu finden, macht ihn das nur noch authentischer.

Brook ist eine richtig coole Frau. Sie ist tough, selbstbewusst und frech. Auch sie kämpft wie eine Löwin für ihr Recht. Selbst wenn der Weg nicht der beste ist, bewundere ich sie wahnsinnig für ihr Durchhaltevermögen. Brook ist wie ein Stehaufmännchen und dabei verbirgt sie eine weiche, sinnliche Seite, die man erst findet, wenn man näher hinschaut. Das, und ihr Wissen über Football, hat mich echt beeindruckt.

Skye Leech hat eine einnehmende, flüssige Schreibweise. Sie beschreibt so lebendig und hat mich sofort nach Paradise mitgerissen, um an der Seite zweier toller Persönlichkeiten mit zu fiebern. Ich musste mich dem Südstaatencharme ergeben. Zwar hätte ich die anderen Personen aus der “Firefighter-Reihe” gern noch ein oder zwei Mal mehr getroffen. Für beste Freunde haben sie sich mir persönlich ein wenig zu rar gemacht. Aber der Story und dem Verlauf selbst, tat das keinen wirklichen Abbruch.

Schade, dass ich den kleinen Ort mit dem verrückten Klatschtantentrio und
den heißen Feuerwehrmännern mit Herz schon wieder verlassen muss.
Ich hoffe, wir dürfen bald noch mehr aus dem Setting lesen.

Veröffentlicht am 16.03.2019

Ein angenehmer zweiter Band

Firefighters: Tyler's Story
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Der zweite Band der “Firefighter – Reihe” wurde von Josie Charles verfasst und erzählt die Geschichte von Feuerwehrmann Tyler und Reporterin Jillian.

Tyler hat sich, nach einem schweren Brand in der Wohnung ...

Der zweite Band der “Firefighter – Reihe” wurde von Josie Charles verfasst und erzählt die Geschichte von Feuerwehrmann Tyler und Reporterin Jillian.

Tyler hat sich, nach einem schweren Brand in der Wohnung eines 11-Jährigen, in eine prekäre Lage gebracht und sollte nun einen Weg finden schnellstens seine Schulden abzuzahlen. Als da das Angebot kommt diese furchtbare Frau Jillian hinter´s Licht zu führen, sieht er eine Chance. Doch das schlechte Gewissen bleibt nicht aus und Tyler merkt auch, dass eine dicke Maske auf der ehrgeizigen Journalistin liegt.

Jillian wird befördert und soll eine eigene Sendung über dramatische Wahrheiten bekommen. Der Feuerwehrmann aus Paradise, der die Welt erst verzückt und Sekunden später gespalten hat, kommt ihr da gerade recht. Eigentlich sollte das auch eine Heldengeschichte werden, würde ihr Instinkt nicht plötzlich förmlich den Dreck am Stecken riechen. Was verbirgt der heiße Kerl mit den tiefblauen Augen?

Josie Charles hat eine leichte und flüssige Schreibweise. Die Handlung war mir leider manchmal etwas zu vorhersehbar, die Story selbst etwas über dramatisiert, dafür waren die Emotionen intensiv und die Personen liebevoll gestaltet. Ich habe das Buch relativ schnell gelesen und finde Tyler ist ein toller Charakter. Er trifft einfach ein paar blöde Entscheidungen aus den besten Gründen und ich konnte ihn so gut verstehen. Sein Wesen hat mich schnell vereinnahmt, denn auch wenn er gleich den Womanizer raushängen lässt, macht sein Denken von vornherein klar, dass er das gar nicht richtig durchziehen kann. Dafür steckt zu viel guter Kerl in ihm.

Jillian macht eine schöne Entwicklung durch und man merkt auch, dass sie sich zum Ende hin viel mehr öffnet, aber ich kam mit dem Verlauf einfach manchmal nicht so mit. Es gibt eine Entscheidung gegen Ende des Buches, die zwar alles nochmal richtig spannend gemacht hat, die ich aber als völlig unverständlich empfunden habe. Gerade weil die junge Frau vorher doch sehr klug rüber kam. Dafür mag ich ihre forsche Art und ihren Ehrgeiz einen guten Job zu machen.

Was mir auch sehr gefallen hat, war der Hintergrund von Jillian und Tyler. Sie wirken so verschieden und haben doch so viel gemeinsam. Die Vergangenheitsstränge beider Charaktere sind sehr ergreifend und hier konnte ich die Emotionen dann spüren. Auch die Leidenschaft und das Knistern zwischen den Protagonisten empfand ich als heiß. Josie Charles spielt da super mit der Ausstrahlung.

Ich denke, der zweite Band ist einfach Geschmackssache. Mir hat der erste besser gefallen und deshalb kann meine Bewertung hier nur so ausfallen. Jedoch passt der zweite Teil gut in die Reihe und man verbringt ein paar nette Lesestunden damit. Es gibt ein paar coole Spannungsspitzen und auch den ein oder anderen Moment, bei dem ich schmunzeln musste. Alles in allem eine schöne Story für Zwischendurch.