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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2018

Ganz viel Gefühl

Begegnung in Red Oak Mountain (Red Oak Mountain 2)
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Marla Grey hat mich schon mit "Weil ich dich zum atmen brauche" restlos überzeugt. Dieses Buch hängt dem in nichts nach.
Auch wenn ich den 1. Band der Red-Oak-Mountain-Reihe nicht kannte, konnte ich michg ...

Marla Grey hat mich schon mit "Weil ich dich zum atmen brauche" restlos überzeugt. Dieses Buch hängt dem in nichts nach.
Auch wenn ich den 1. Band der Red-Oak-Mountain-Reihe nicht kannte, konnte ich michg ut in die Geschichte einfinden. Manchmal stolperte ich über Namen oder Ereignisse, doch das gab sich sehr schnell und bald war ich voll drin.
Der Schreibstil dieses Buches ist wahnsinnig schön- alle Beschreibungen sind wunderbar gelungen, es gibt keine zu langen oder zu kurzen Sätze, sondern alle liest sich in einem Fluss, der sehr angenehm für den Leser ist.
Die Charaktere hauchen der Geschichte Leben ein. Roux ist eine vielschichtige Hauptperson. Oberflächlich betrachtet mag er vielen alsPlayboy erscheinen, da er gern unverbindliche Affären hat. Doch darunter liegen viel mehr Schichten, als man auf den ersten Blick sieht. Er kümmert sich rührend um all seine Freunde, ist immer da und tut wikrlich alles, damit sie sich wohlfühlen. Er führt das Café seines Onkels mit all seinem Herzblut, gibt dafür sogar seinen Traum vom eigenen Club auf. Und wenn Roux jemanden in Not sieht, dann ist er da. So auch für Robin, die seine neue Mitarbeiterin wird, und mehr Geheimnisse hat, als gut für sie ist. Man merkt von Beginn an, welch starke Anziehungskraft zwischen den beiden in der Luft ist, und will nur noch, dass sie zusammen glücklich sind. Natürlich wird dieser Wunsch dem Leser nicht gewährt, und er begiebt sich mit den Protagonisten auf ein abenteuerliches Hoch und Tief der Gefühle.
Die Nebencharaktere tragen maßgeblich zur Story bei und sind mit so viel Liebe kreiert, dass man sie einfach alle gleich ins Herz schließt.
Diese Geschichte ist wirklich eine ganz besondere Perle, die jedoch auch sehr schmerzhafte und harte Themen anspricht, die nicht so leicht fallen. Mir traten beim lesen oft Tränen in die Augen, ich habe mitgelitten und - gefiebert und war vollauf begeister.

Eine absolute Leseempfehlung für alle, die gern Young Adult Roamane Lesen, hinter denen mehr steckt als der Klappentext erahnen lässt, und die tief unter die Haut gehen.

Veröffentlicht am 26.09.2018

Gefühlvoll

Trust Again
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Mona Kasten ist sehr erfolgreich in Deutschland, dennoch war ich immer etwas vorsichtig, auf die Hype-Welle aufzusteigen. Ich hatte Bedenken, dass ihre Romane nur ein Abklatsch der amerikanischen YA-Autorinnen ...

Mona Kasten ist sehr erfolgreich in Deutschland, dennoch war ich immer etwas vorsichtig, auf die Hype-Welle aufzusteigen. Ich hatte Bedenken, dass ihre Romane nur ein Abklatsch der amerikanischen YA-Autorinnen sein würden. Fazit: Was hab ich mich getäuscht!!!
Mona schreibt wundervolle und vor allem originelle Geschichten, die mich wahnsinnig berühren. Während wir Dawn in Begin Again oberflächlich kennenlernen, geht es bei Trust Again an die tieferen Schichten.
Dawn ist eine Protagonistin, die viel Ballast aus der Vergangenheit mit sich trägt. Das klingt erst einmal anch einem Klischee, aber Mona versteht es, nicht in diese Falle zu tappen sondern ganz neue Perspektiven einzubringen. Dawns Vergangenheit hat großen Einfluss auf ihr Handeln, was sie für den Leser zugänglich macht.
Am besten gefallen hat mir ihre Beziehung zu ihrem Dad- es war wunderbar beschrieben und ich musste sogar die ein oder andere Tränen verdrücken, weil es michs os ehr an meinen Papa und mich erinnert hat. Aber auch ihre Freundschaften zu Allie doer Sawyer werden in ein neues Licht gerückt, sodass man sich als Leser fast wie ein Teil von Woodshill fühlt.
Spencer, der Dawn immer wieder aus dem Konzept bringt, hat natürlich auch keine reine Weste, was die ganze Geschichte nur umso spannender macht. Wir lernen so viel über ihn, seine Vergangenheit und seine Gewohnheiten.
Der Schreibstil ist flüssig, locker und hält den ein oder anderen Lacher bereit. Die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz, man leidet mit ihnen, verzeiht ihnen Fehler und shippt sie Hardcore :D
Es ist natürlich auch toll, alte Bekannte aus Begin Again wiederzusehen. Die Freundesgruppe, die Mona erschaffen hat, ist einfach umwerfend. Man möchte umgehend ein Teil davon sein und genießt jedes Kapitel.
Ich bin wirklich begeistert von der Again-Reihe und aknn es kaum erwarten, Feel Again zu verschlingen.

Lest dieses Buch, wenn ihr gern College-Geschichten mit ein bisschen Romance und Tiefgang schmöckert!

Veröffentlicht am 26.09.2018

Mal was anderes

Für immer ist die längste Zeit
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Bücher über Trauerbewältigung und Verlust sind keine Seltenheit mehr, da sich immer mehr AutorInnen diesen Themen widmen. Auch Abby Fabiaschi hat sich daran gewagt, jedoch ist ihr Roman "Für immer ist ...

Bücher über Trauerbewältigung und Verlust sind keine Seltenheit mehr, da sich immer mehr AutorInnen diesen Themen widmen. Auch Abby Fabiaschi hat sich daran gewagt, jedoch ist ihr Roman "Für immer ist die längste Zeit" anders, als man annehmen möchte.

Die Geschichte handelt von Maddy, Brady und Eve. Maddy fällt kurz vor Ostern vom Dach der Bibliothek und stirbt. Ihr Mann Brady und ihre Teenager-Tochter Eve fallen dadurch komplett aus dem Leben, denn Maddy hat Selbstmord begangen. Die Folgen dieses Sprungs waren für Maddy nicht abzusehen, und der Leser wird auf eine emotional aufwühlendeEntwicklung mitgenommen. Brady und Eve müssen nämlich noch viel lernen. Jetzt wo Maddy nicht mehr da ist, merken sie erst, wie viel sie für selbstverständlich erachtet haben und wie sehr Maddy ihnen fehlt. Vater und Tochter sind einander in den letzten Jahren fremd geworden, und findne es schwer, sich aufeinander einzulassen. Wir erleben, wie schwer Eve es in der Schule hat, wie sinnlos sie alles findet und ob sie wieder Vertrauen zu ihrem Vater fasst. Auch Brady hat zu kämpfen. Als erfolgreicher Geschäftsmann quält ihn, genau wie Eve, die Frage, warum Maddy sich lieber das Lebe nahm als mit ihm weiter zu leben. Denn die Familie war glücklich, wie man durch Rückblenden erfährt. Diese Rückblenden stammen zu einem Teil auch von Maddy, die als Geist über der Erde schwebt und das Drama ihrer Familie beobachtet.Was sehr ernstklingt bekommt immer wieder eine witzige Note, denn Maddys Humor ist wunderbar trocken und hebt die Stimmung. Sie kommentiert und versucht, Einfluss auf Brady und Eve zu nehmen. Ihr eigentliches Ziel jedoch ist es, eine neue Frau für ihren Mann zu finden, damit er weiterleben kann. Und diese hat sie in der Lehrerin Rory gefunden, die sie nun dazu bringen möchte, mit Brady zusammenzukommen.

Dieser Roman ist wirklich wunderschön, eine perfekte Mischung aus Herzschmerz und Humor. Der Schreibstil ist flüssig, man findet sich leicht in die verschiedenen Charaktere ein und fühlt mit ihnen. Die Autorin behandelt hochsensible Themen, die natürlich keine leichte Kost sind, doch sie versteht es, diese Schwere mit einer Prise Humor zu lösen. So fühlt man sich als Leser wohl und hat nicht das Gefühl, die Autorin wollte die Moralkeule schwingen.

Durch das ganze Buch hinweg zieht sich die Frage: War es wirklich Selbstmord? Und Darf bzw. Kann man nach dem Tod eines geliebten Menschen wieder glücklich sein?. Wir erhalten Antworten auf diese Fragen, die dem ganzen Spannung verleihen. Am Ende muss mann natürlich alles erst einmal sacken lassen, doch man nimmt so viel positives aus diesem Roman mit.


Eine absolute Leseepfehlung für alle, die mal etwas anderes ausprobieren wollen.

Veröffentlicht am 26.09.2018

Tolle Geschichten

Der Zauber des Winters
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Diese wunderschöne Anthologie passt perfekt in die Winterzeit. Nicht nur das Cover ist ein echter Hingucker, sondern auch die wunderschöne Seitengestaltung im Inneren.
Die Kurzgeschichten umspannen einen ...

Diese wunderschöne Anthologie passt perfekt in die Winterzeit. Nicht nur das Cover ist ein echter Hingucker, sondern auch die wunderschöne Seitengestaltung im Inneren.
Die Kurzgeschichten umspannen einen weiten Themenkreis. rein vom Äußerlichen möchte man davon ausgehen, hier nur Fantasy-lastige Geschichten zu finden, doch bei dieser Annahme liegt man falsch. Es gibt eine ausgewogene Anzahl von realistischen und fantastischen Geschichten, sprich: für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Man lernt auf diesem Weg neue Autorinnen kennen, und die Geschichten sind perfekt zum Zwischendurch-lesen.
In der Ausführung und Ideenumsetzung unterscheiden sich die Stories jedoch stark. Einige Geschichten stechen durch ihren wunderschönen Schreibstil und ihre kreative Umsetzung besonders hervor. Bei den fantastischen Geschichten hat mir "Das Feuer in mir" von Nicole Obermeier besonders gut gefallen. Sie hat es geschafft, eine ganze Welt innerhalb kurzer Seiten aufzubauen und eine Geschichte zu schreiben, die nicht abgehakt wirkt und bei der der Fantasy-Charakter authentisch ist. Bei den realistischen Geschichten ist "Zwischen Schokomännern und Weihnachtsküssen" mein Favorit- diese Geschichte wirkte nicht aufgesetzt, sondern passte sich perfekt der Winterstimmung an.
Andere Geschichten aus dem realistischen Bereich waren leider völlig unrealistisch. Sie wirkten für mich in dieser Anthologie völlig fehl am Platz. Aber auch die fantasievollen Geschichten sind zum Teil so geschrieben, dass der Leser in diese fremdartige Welt überhaupt nicht hinein findet, da alles viel zu gehetzt erscheint. Aber die guten Geschichten überwiegen, daher gibt es nur einen Stern Abzug.

Alles in allem eine lesenswerte Anthologie, die das Warten auf Weihnachten verkürzen kann.

Veröffentlicht am 26.09.2018

Was für eine Fortsetzung

Scythe – Der Zorn der Gerechten
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Nachdem Band 1 mich so sehr begeistern konnte, waren meine Erwartungen für den Folgeband hoch. Und ich kann sagen, sie wurden erfüllt und übertroffen! Neil Shusterman ist ein Autor der Extraklasse, der ...

Nachdem Band 1 mich so sehr begeistern konnte, waren meine Erwartungen für den Folgeband hoch. Und ich kann sagen, sie wurden erfüllt und übertroffen! Neil Shusterman ist ein Autor der Extraklasse, der sein Handwerk wirklich versteht.

Obwohl man einen Zeitsprung von etwa einem Jahr macht, kann man sich sofort wieder in die Geschichte einfühlen. Citra ist zur ehrenwerten Scythe Anastasia geworden, die ihren Nachlese-Subjekten einen Monat Zeit gewährt, um ihre Angelegenheiten zu regeln bevor sie nachgelesen werden. Damit findet sie nicht nur Befürworter im Scythetum.

Rowam hingegen ist zum selbsternannten Scythe Luzifer geworden, der gegen das siebte Gbeot des Scythetums verstößt und Scythe nachliest, die seiner Meinung nach selbst gegen die Gebote verstoßen. Dabei genießt er noch immer die Immunität, die Citra ihm beim Konklave evrliehen hat.

Der Leser trifft auf alte Bekannte, aber auch neue Charaktere treten auf den Plan. So etwa Greyson Tolliver, an dem zu Beginn nichts besonders erscheint. Als Nimbus-Agentenanwärter hofft er auf eine hohe Stelle, um dem Thudnerhead, den er als Vaterfigur ansieht, noch näher zu sein. Doch eben diese Vaterfigur macht seine Pläne zunichte. Greyson erlebt im Buch ein Auf und Ab und wird zu einer Schlüsselfigur, die unentbehrlich erscheint.

Auch Citra und Rowan entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Unbekannte Täter trachten Citra und Scythe Curie nach dem Leben, es gibt immer mehr Konflikte zwischen der alten und neuen Ordnung und die Machtstrukturen im Scythetum drohen eine entscheidende Wendung zu nehmen.

Neil Shusterman versteht es, Spannung in seine Bücher zu bringen, indem er die Leser auf eine falsche Fährte führt oder sie mit etwas überrascht, von dem sie dachten, es könne neimals passieren. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich mit offenen Mund dagessesen habe, völlig sprachlos über den erneuten Geniestreich. Die Geschichte nimmt Wendungen, schraubt sich hoch und explodiert am Ende. Man verrät nicht zu viel wenn mans agt, dass das Finale noch epischer ist als in Scythe 1.

Der Schreibstil ist gewohnt nüchtern, aber dennoch sehr detailliert und aussagekräftig. Man kann die Gefühle der Charaktere klar erkennen, und dennoch hat man keine Ahnung, was sie als nächstes tun werden. Das macht das Buch unheimlich attraktiv und spannend. Wir erfahren so viel mehr über die Welt, in der Scythe spielt, und auch über den Thunderhead. Während die Kapitel in Band 1 von Tagebucheinträgen der Scythe unterteilt sind, finden wir hier Einblicke in die Gedanken des Thunderhead. Es wird klar, dass Shusterman eine Religions-Analogie eingebaut hat: der Thunderhead ist Gott, alles andere verrate ich lieber nicht, da es spoilern würde. Dieser Kniff ist genial. Durch die Einblicke in den Thunderhead kann man ihn teilweise verstehen, er wirkt jedoch auch unnahbar. Es baut eine Spannung auf, zu wissen, dass am Ende irgendetwas entsetzlich schief gehen wird, und der Thunderhead zum Handeln gewungen werden wird.


Alles in allem ist Scythe-Zorn der Gerchten ein absolut würdiger Nachfolgeband, der so viel Spannung und Action bietet, aber auch so nah an der Realität ist, dass man sich beim Lesen oft fragt: Kann es so in 100 Jahren aussehen? Eine ganz klare Leseempfehlung!