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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2021

Tolles Spiel in Buchform

Alice im Düsterland - Ein Fantasy-Spielbuch
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Das Fantasy-Spielbuch Alice im Düsterland ist wie ein geschriebenes Spiel, das in der Welt von Alice im Wunderland spielt, nur in Albtraum-Version.

Das Buch ist wirklich ein Spiel, also keine Geschichte ...

Das Fantasy-Spielbuch Alice im Düsterland ist wie ein geschriebenes Spiel, das in der Welt von Alice im Wunderland spielt, nur in Albtraum-Version.

Das Buch ist wirklich ein Spiel, also keine Geschichte an sich. Mit Alice gerät man ins Wunderland, das sich ins Düstere verwandelt hat zwischenzeitig. Man irrt durch Labyrinthe, muss Entscheidungen treffen, wie die Geschichte weiter geht, begegnet bekannten Charakteren in verwandelter Gestalt, bekämpft unter Verwendung von Würfeln oder Karten Gegner...


Das Spiel macht einfach riesig Spaß und keine Runde ist wie die Andere. Dazu wird die Atmosphäre der Geschichte hervorragend transportiert: Ich bin wortwörtlich Stunden mit Alice durch ein Labyrinth geirrt und jedes Mal, wenn erneut der Text "Alice kommt an eine Wegkreuzung. Wenn du nach Osten gehen willst, gehe zu [Text] Nr. XY, wenn du nach Süden gehen willst, gehe zu Nr. XY, wenn du nach Westen gehen willst, gehe zu Nr. XY... man hat sich wirklich so gefühlt, als steckte man mit Alice im Labyrinth fest.

Dazu ist das Buch mit genialen Illustrationen bebildert, einziger kleinerer Kritikpunkt: es hat noch vereinzelte Schreibfehler darin, die mir aufgefallen sind.

Fazit: Tolles Spiel, kein klassisches Buch.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.01.2021

Toller Hecht auf Südamerikareise- amüsant

Am Rio de la Plata
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Was für ein toller Hecht unser Ich-Erzähler ist: Er kann genial Spanisch sprechen, ist allen anderen moralisch überlegen, er kann besser Boxen, schleichen, Pläne schmieden als alle anderen und überhaupt: ...

Was für ein toller Hecht unser Ich-Erzähler ist: Er kann genial Spanisch sprechen, ist allen anderen moralisch überlegen, er kann besser Boxen, schleichen, Pläne schmieden als alle anderen und überhaupt: er weiß einfach immer, was am Besten ist und der Rest bestätigt ihm das auch immer wieder.

Ich hoffe, man merkt mir meinen Sarkasmus an.

Unser deutscher Ich-Erzähler hier, der durch Südamerika reist und dabei jede Menge Abenteuer erlebt ist in der Tat reichlich überzogen dargestellt (zumindest für unsere heutigen Maßstäbe), aber durch dieses Übertriebene war eigentlich ganz unterhaltsam. Mir ging es beim Lesen bzw. Hören des Hörbuchs so, dass ich mich auf jede neue Tollkühnheit des Protagonisten gefreut habe, um über sein riesiges Ego immer wieder zu lachen. Auf Dauer wurder das Werk jedoch echt anstrengend, weshalb ich mir Teil 2 - auch wenn die Geschichte noch nicht abgeschlossen ist- nicht mehr antun werde.

Fazit: Kann man lesen, wenn man arrogante tolle Hechte unterhaltsam findet.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 15.01.2021

Ungewöhnliches Werk, ich bin zwiegespalten

Vengeful - Die Rache ist mein
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Ich und Vicious & Vengeful- das ist so eine Geschichte für sich. Ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis.

Dieses Werk hat einen Vorgängerteil, den man unbedingt vorab gelesen haben sollte und auch möglichst ...

Ich und Vicious & Vengeful- das ist so eine Geschichte für sich. Ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis.

Dieses Werk hat einen Vorgängerteil, den man unbedingt vorab gelesen haben sollte und auch möglichst noch präsent haben, wenn man sich nicht wie ich bei der Lektüre bzw. dem Hören dieses Werkes schwer zu tun.

Inhalt:


Es gibt Menschen unter uns, die anders sind als andere. Sie haben durch Todeserfahrungen besondere Fähigkeiten erlangt, sogenannte Extraordinäre. Ob es Unsterblichkeit oder die Fähigkeit ist, Schmerzen zu erzeugen- es kann wirklcih alles dabei sein. Dieses Werk ist die Fortsetzung von Vicious und dreht sich mal wieder unter anderem um die EOs Victor Vale und Eli Ever.

Meine Meinung:



Das Werk hat mir einerseits gefallen, andererseits aber auch wieder nicht. Da es einfacher ist, mal andersrum.

Das hat mir nicht gefallen:



- Bei mir war es schon ein wenig her, dass ich Vicious gehört hatte, deshalb habe ich mich zu Beginn schwer damit getan, in diese Geschichte hineinzufinden. Bis etwa 50% des Werkes hatte ich so gut wie keine Ahnung, was eigentlich das Ziel des Werkes, der Sinn, das verbindende Glied der darin erzählten EInzelgeschichten ist, was mich bisweilen sehr irritiert hat. Auch musste ich mir erst wieder in Erinnerung rufen, wer die Charaktere sind. Da hat das Werk leider nur wenige Hilfestellungen geboten.

-Neben meiner nur vagen Erinnerungen an das Ende von Teil 1 hatte ich auch zunächst sehr Probleme mit dem Aufbau. Das Werk spielt auf mindestens sechs Zeitebenen (wenn sich auch auf beinahe jeder die Charaktere wiederholen), sodass man unglaublich konzentriert bei der Sache bleiben musste, bis man sich einmal an den Stil gewöhnt hatte.

Neutral:



Ich bin nicht so der Superhelden/Superkräftetyp. Diesmal ging es erstaunlicherweise ganz gut, vielleicht weil ich die Charaktere doch schon kannte und wusste, was mich erwartet. Aber das ist eindeutig Geschmacksfrage.

Das hat mir gefallen:



+ Nachdem ich mich einmal in die Geschichte eingewöhnt hatte und die Geschehnisse von Teil 1 in etwa rekapituliert, wurde die Geschichte durchaus spannend. Auch wie ich nach und nach die Querverbindungen zwischen den gefühlten EInzelschicksalen herstellen konnte, das hatte mit der Zeit schon was.

+Nach erwähnter Eingewöhnung war auch die Sache mit den Zeit- und Ortsprüngen nicht mehr störend und hat im Gegenteil Spannung erzeugt.

+ Die Charaktere sind so verschieden voneinander und gerade dadurch sehr interessant. Es ist eine sehr spezielle Kombi an Personen, die hier auftreten.

Fazit: Ein ungewöhnliches Werk für Superheldenfans, das man unbedingt direkt im Anschluss an Teil 1 lesen sollte und bei dem man nicht zu früh die Flinte ins Korn werfen darf.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2021

Beeindruckende historische Tragödie augrund wahrer historischer Ereignisse

Der Besuch des Leibarztes
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"Am 5. April 1768 wurde Johann Friedrich Struensee als Leibarzt des dänischen Königs Christian VII. angestellt und vier Jahre später hingerichtet."- S.11

So beginnt Per Olov Enquists Werk über die historisch ...

"Am 5. April 1768 wurde Johann Friedrich Struensee als Leibarzt des dänischen Königs Christian VII. angestellt und vier Jahre später hingerichtet."- S.11

So beginnt Per Olov Enquists Werk über die historisch tatsächlich geschehene Liebesaffäre der Königin Caroline Mathilde von Dänemark mit dem Leibarzt ihres psychisch kranken Ehemanns Christian VII.

Das Werk hat mich ab Seite 1 fasziniert, vor allem wegen seiner Charaktere, aber auch seiner Handlung. Es wird vom Leben König Christians VII., seinem Werdegang und insbesondere von der Zeit, in welcher sein Leibarzt Struensee bei ihm war und teilweise die Regierungsgeschäfte übernahm erzählt.
Die Geschichte ist tragisch und gerade aufgrund ihrer historischen Authentizität fesselnd.

Die Charaktere werden sehr einfühlsam und eher aus objektiver Perspektive dargestellt. Man ist wie ein Beobachter bei dem Geschehen der damaligen Zeit dabei.

Das Werk ist in einem auktorialen Erzählstil gehalten, es liest sich wie eine Biographie, aber eben eine sehr tragische, wobei als Person, die biographiert wird, viele verschiedene Personen in Betracht kommen.
Zugleich ist der Stil aber auch sehr poetisch und mitunter auch philosophisch, was dem Werk noch einmal eine besondere Note verleiht.

Fazit:



Für historisch interessierte Leser und Leserinnen eigentlich ein Muss.

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Veröffentlicht am 09.01.2021

Spannende Idee, toll umgesetzt

Cryptos
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Mit Cryptos hatte Ursula Poznanski mal wieder eine tolle Idee für ein Jugendbuch, die sie sehr schön umgesetzt hat.

Worum geht es?

Während auf der Erde die Ressourcen knapp werden, leben immer mehr Menschen ...

Mit Cryptos hatte Ursula Poznanski mal wieder eine tolle Idee für ein Jugendbuch, die sie sehr schön umgesetzt hat.

Worum geht es?



Während auf der Erde die Ressourcen knapp werden, leben immer mehr Menschen in "Online-Welten". Ob Kerrybrook mit seinen grünen Auen oder eine Philosophenwelt, für jeden ist etwas dabei. Jana arbeitet als Designerin solcher Welten. Als in einer ihrer Welten ein Mord begangen wird, beginnt sie nachzuforschen und bald geht es um mehr als darum, die Wahrheit herauszufinden.

Meine Meinung:



Ich finde die Idee mit den Welten einfach faszinierend. Menschen, die in verschiedenen surrealen Welten im Stil von Computerspielwelten leben, weil es auf der Erde so einfach nicht mehr geht- einfach genai. Tatsächlich geht es mit der Handlung sehr schnell zur Sache, da hätte ich gerne noch ein bisschen mehr Zeit gehabt, die, Welt(en), die man kennenlernt, zu genießen, aber gut, das ist Geschmacksache. Die Umsetzung überzeugt auf jeden Fall. Die Handlung ist spannend und actionreich, die Charaktere überzeugen. Man erfährt erst nach und nach, was Sache ist, was zusätzlich für Spannung sorgt.

Der Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesenund ich persönlcih war von den Beschreibungen der Welten wirklich gebannt, auch wenn die Autorin nicht mal wirklich sehr ins Detail gegangen ist im Vergleich zu manch anderem Autor.

Fazit: Spannendes Jugendbuch mit faszinierender Idee, fast perfekt umgesetzt.

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