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Luthien_Tinuviel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2021

Nicht wirklich spannend und etwas vorhersehbar

The One - Finde dein perfektes Match
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Ich hatte mich sehr lange auf "The One-Finde dein perfektes Match" gefreut, weil ich die Idee super spannend fand und finde, aber die Umsetzung hat mich dann doch etwas enttäuscht.

Inhalt:
In unserer ...

Ich hatte mich sehr lange auf "The One-Finde dein perfektes Match" gefreut, weil ich die Idee super spannend fand und finde, aber die Umsetzung hat mich dann doch etwas enttäuscht.

Inhalt:


In unserer Welt der Zukunft findet Dating nicht mehr über Onlineplattformen statt. Vielmehr wurde eine wissenschaftliche Methode entwickelt, die das Dating revolutioniert: DNA-Matching, Partnerwahl anhand zusammenpassender DNA. Doch wie jede Datingart hat auch diese ihre Tücken.

Meine Meinung:


Die Idee der Geschichte hat, wie ich finde, unglaubliches Potenzial, doch die Umsetzung fand ich dann schnell ernüchternd. Zwar liest sich das Buch sehr angenehm, vor allem durch die kurzen Kapitel, und die Handlung ist auch interessant... aber ich fand die Geschichte nicht wirklich spannend. Ich konnte relativ früh in den einzelnen Erzählsträngen erahnen, wohin die Reise geht und habe auch zu keinem der Charaktere einen wirklich festen Draht aufbauen können.

Fazit. Netter Science-Fiction Thriller ohne Thrill.

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Veröffentlicht am 27.06.2021

Unfokussiertes Werk, aber angenehmer Schreibstil

Echo des Schweigens
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Echo des Schweigens ist ein Werk, dem ich zwiegespalten gegenüberstehe. Auf zwei Zeitebenen geht es einmal im 21. Jahrhundert um Hannes, der in einem Strafprozess einen Polizeibeamten vertritt, der einen ...

Echo des Schweigens ist ein Werk, dem ich zwiegespalten gegenüberstehe. Auf zwei Zeitebenen geht es einmal im 21. Jahrhundert um Hannes, der in einem Strafprozess einen Polizeibeamten vertritt, der einen Asylanten im Gewahrsam angezündet haben soll, sowie um Sophie, Hannes' neue Liebesbekanntschaft und Gutachterin in eben jenem Verfahren, die auf der Spur ihrer Wurzeln ist. In der Zeit 1933-1945 geht es um die Jüdin Lea Rosenbaum und ihr Schicksal.


Was mir gefallen hat:



- Das Werk ist in einem sehr angenehm lesbaren Schreibstil geschrieben.
- Der Autor bemüht sich, dem Leser und juristichen Laien das deutsche Strafrechtssystem näherzubringen.
- Das Werk thematisiert wichtige rechtspolitische und ethisch-moralische Fragen, mit denen Juristen, insbesondere Strafverteidiger, häufiger konfrontiert werden und weist die Allgemeinheit auf diese hin.

Damit tat ich mich schwer:



- Die Geschichte mit den zwei Zeitebenen wirkt nicht wirklich fokussiert. Der Zusammenhang beider Ebenen ist eher lose. Es wirkt, als habe der Autor zwei Werke in einem verfassen wollen und daher die eigentlich wichtigen Fragen, die er aufwerfen möchte, lieber etwas vernachlässigt und weniger tiefgehend behandelt, was sehr schade ist.
- Zwar bemüht sich der Autor, und hier durchaus nah an der Realität, dem Leser das Strafrechtssystem nahezubringen, aber er erlaubt sich auch einige kreative Freiheiten, wodurch auch schnell ein falscher Eindruck entstehen kann. Zumindest im Nachwort, in welchem er durchaus einige Dinge klarstellt, hätte ich m ir auch bezüglich seiner juristischen Darstellungen eine Klarstellung gewünscht. Teile der juristischen Handlung sind schlicht unnötig amerikanisiert dargestellt (wenn auch nicht so extrem wie in manch anderem Werk) und dadurch unnötig unrealistisch. Aus meiner Sicht hätte es dieser Abwandlungen schlicht nicht bedurft.

Fazit: Interessanter Roman. Okay, aber für mich nicht mehr.

3-3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.06.2021

Berührende Geschichte, sehr persönlich erzählt.

Im Wasser sind wir schwerelos
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Im Wasser sind wir schwerelos erzählt von zwei jungen Männern, die in einem Sommer im Polen der 80er Jahre ihre Liebe zueinander entdecken und sich bald mit den Widrigkeiten des Systems und den Unterschieden ...

Im Wasser sind wir schwerelos erzählt von zwei jungen Männern, die in einem Sommer im Polen der 80er Jahre ihre Liebe zueinander entdecken und sich bald mit den Widrigkeiten des Systems und den Unterschieden zwischen sich konfrontiert sehen. Denn die Liebe zweier Männer ist in der Gesellschaft zwar nicht verboten, aber verpönt.

Meine Meinung:



Tomasz Jedrowski hat mit diesem Werk ein berührendes, feinfühliges Portrait geschaffen. Durhc die Augen von Ludwig erfahren wir hautnah, wie es für ihn war, im Polen der damaligen Zeit aufzuwachsen und wie es für ihn ist, nicht der gesellschaftlichen Norm zu entsprechen. Die Erzählung wirkt sehr direkt, ehrlich, sehr persönlich und gerade deshalb auch sehr realistisch.Man kann schon auch dabei vergessen, dass die Geschichte fiktiv ist (oder ist sie das vielleicht nicht?)..

Die Protagonisten sind komplett unterschiedlich. Man erfährt zwar alles aus Ludwigs Perspektive, dennoch bekommt man auch einen Eindruck von Janoschs Wesen und Beweggründen.
Das Hörbuch ist wirklich gut gesprochen. Der Sprecher passt perfekt zu dieser Geschichte mit seiner ruhigen, angenehm warmen Sprechweise.


Fazit: Ein sehr berührender Coming-Out-Roman.

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Veröffentlicht am 19.06.2021

Anstrengend, nicht ganz mein Fall.

Die Elixiere des Teufels
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Die Elixiere des Teufels hat mich vom Klappentext her sehr angesprochen. Ein Mönch, der ein Elixier trinkt und dann zunehmend in Wahn verfällt.

Leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht ganz überzeugen.

Die ...

Die Elixiere des Teufels hat mich vom Klappentext her sehr angesprochen. Ein Mönch, der ein Elixier trinkt und dann zunehmend in Wahn verfällt.

Leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht ganz überzeugen.

Die Handlung an sich ist vor allem im zweiten Teil spannend, jedoch habe ich eine Weile gebraucht, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Sie ist sehr verwirrend und ich weiß auch jetzt noch nicht zu 100 Prozent, ob ich das so verstanden habe, wie es mir der Verfasser sagen wollte. Dadurch war sie aber keineswegs uninteressant, ich bin nur einfach nicht wirklich reingekommen in die Geschichte.

Dazu hat auch der Schreibstil und unser arroganter Erzähler/Protagonist beigetragen. Der Stil ist eher hochtrabend und sicher nichts für Einsteiger in die Welt der klassischen Literatur. Da könnte das schon abschreckend wirken.

Fazit: Für mich ein etwas anstrengender Klassiker, der aber schon auch spannende und auch unheimliloch Szenen hatte.

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Veröffentlicht am 18.06.2021

Spannender Thriller im Dan Brown Stil

Informium
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Informium-Tödliches Experiment ist ein spannender Thriller, der größtenteils im Jahr 1988 in West/Ostberlin. Protagonisten sind der Archäologiedoktorand Peter Conrad und die Archäologiestudentin Lisa, ...

Informium-Tödliches Experiment ist ein spannender Thriller, der größtenteils im Jahr 1988 in West/Ostberlin. Protagonisten sind der Archäologiedoktorand Peter Conrad und die Archäologiestudentin Lisa, die bei Ausgrabungen in Ägypten eine mysteriöse Entdeckung gemacht haben Bald finden sie sich von unbekannten Kräften verfolgt, die alles dafür tun, sie in die Finger zu bekommen.

Meine Meinung:

Informium ist ein spannender Thriller, der mich ein wenig an Dan Browns Bücher um Robert Langdon erinnert hat. Das historische Setting wirkt sehr gut recherchiert, was ich etwas schade fand, war, dass für meinen Geschmack die eigentliche Archäologie eine zu untergeordnete Rolle gespielt hat. Sie war ein spannender Aufhänger, aber Schwerpunkt war doch ein anderer.

Die Handlung ist sehr spannend und wendungsreich, die Charaktere sind gut ausgestaltet.

Fazit: Ein spannender Thriller in West- und vor allem Ostberlin.

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