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Luthien_Tinuviel

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Veröffentlicht am 26.06.2020

Schwieriges Werk

Nur der Tod vergisst
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Ein für mich schwieriges Werk, das vor allem für historisch interessierte Personen durchaus interessant ist.

Ich habe mich beim Lesen mehrfach schwergetan. Wir haben als Protagonisten ein Mitglied der ...

Ein für mich schwieriges Werk, das vor allem für historisch interessierte Personen durchaus interessant ist.

Ich habe mich beim Lesen mehrfach schwergetan. Wir haben als Protagonisten ein Mitglied der Waffen-SS in den letzten Kriegstagen, dem man seine Naivität und seinen Idealismus durchaus anmerkt, zugleich muss man sich aber auch einfach vor Augen halten, dass er an unfassbaren Kriegsverbrechen beteiligt war und über seine Freunde und deren Taten möchte man am Liebsten gar nicht nachdenken.
Man möchte Mitleid mit ihm haben an manchen Punkten, aber es geht einfach nicht.
Das Werk wirft einen als Leser wirklich in einen moralischen Zwiespalt: Kann man Menschen bei aufrichtiger Reue ihre Verbrechen, so schlimm sie auch gewesen sein mögen, vergeben?
Die Frage muss, glaube ich, jeder Leser für sich selbst beantworten.

Das Werk ist mit seiner Wahl des historischen Umfeldes und seinem Protagonisten in jedem Fall ungewöhnlich gerade dadurch interessant. Es wirkt historisch sauber eingeordnet. Der Schreibstil ist sehr neutral, fast sachbuchartig gehalten, was ich aber vor dem Hintergrund der Person des Protagonisten ganz angenehm finde.

Fazit: Für historisch interessierte Personen sicher einmal ein interessantes historisches Werk, es ist jedoch nicht wirklich tiefgehend und auch eher nicht unterhaltsam aufgrund der Thematik.

Zur E-Book- Ausgabe: Ich kann ja nichts zur gedruckten Ausgabe sagen, aber was mir bei der E-Book-Ausgabe negativ aufgefallen ist, sind Absätze an unpassenden Stellen. Ich mag Absätze durchaus sehr gerne, um den Text übersichtlicher zu gestalten, aber hier waren teilweise mitten in Szenen und Gesprächen Absätze drin, die für mich schlicht nicht logisch positioniert haben und den Lesefluss erheblich gestört haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.06.2020

Eine sehr fesselnde Thriller-Trilogie, wenn auch nicht ganz das, was ich erwartet hatte.

Serienkiller
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Zu Beginn war ich etwas skeptisch, weil sich der Autor erst einmal seitenlang in den Details der Durchführung einer Einbalsamierung ergeht, aber dann wurde es spannender.

Die drei Werke sind fesselnde ...

Zu Beginn war ich etwas skeptisch, weil sich der Autor erst einmal seitenlang in den Details der Durchführung einer Einbalsamierung ergeht, aber dann wurde es spannender.

Die drei Werke sind fesselnde Thriller mit einem deutlichen übernatürlichen Touch, der mich zumindest jedoch nicht gestört hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm, John als Charakter, wenn auch teilweise fast schon etwas in seiner Soziopathie überzogen, ist faszinierend und gibt einen authentischen 16-Jährigen an.

Die Schilderungen sind teilweise sehr detailliert, auch in ihren blutigen Details (siehe die Einbalsamierungen), aber wen dies und fantastische/scifi Elemente in einem Thriller nicht stören, der wird hier eine gelungene Trilogie finden.

  • Cover
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Veröffentlicht am 16.05.2020

Ein Werk für Superhelden-Fans, aber daher leider nicht ganz meins

Vicious - Das Böse in uns
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'Du bist etwas anderes... Victor ist gestorben.'' Wir sind beide gestorben, Eli. Und wieder zurückgekehrt.'''Nein, ich glaube nicht... Etwas stimmt nicht mit dir, etwas fehlt."

"Vicious- das Böse ...

'Du bist etwas anderes... Victor ist gestorben.'' Wir sind beide gestorben, Eli. Und wieder zurückgekehrt.'''Nein, ich glaube nicht... Etwas stimmt nicht mit dir, etwas fehlt."

"Vicious- das Böse in uns" von V. E. Schwab kann ich nur als reichlich morbid bezeichnen.

Das Werk spielt auf zwei Zeitebenen und erzählt von Vic und seinem Freund Eli, deren Ziel es war zu sterben, um mit Superkräften wiederbelebt zu werden. Doch ist es wirklich so toll, Superkräfte zu haben und wird sich dies nicht auf deren Freundschaft auswirken? Lest es nach und findet es heraus.

Meine Meinung:



Ich mag keine Superheldenfilme, die mit übermenschlichen Kräften spielen (und nicht etwa technischem Können wie etwa Iron Man oder Batman). Etwas in mir sträubt sich da einfach und emotional reißt mich das nicht mit. Wie ich beim Lesen dieses Werkes feststellen durfte, ist das auch bei Büchern bei mir der Fall.

Von daher: Die Handlung war okay, hat mich jetzt aber nicht vom Hocker gehauen. Natürlich gab es spannende Entwicklungen, aber aufgrund meines Superheldenproblems konnte ich einfach nicht wirklich mitfiebern.

So was wie dieses Werk habe ich noch nicht gelesen. Es ist eine Art Urban Fantasy, aber mehr im Stile von Superman oder Fantastic Four. Ich persönlich kann mich mit den Superman Filmen einfach nicht anfreunden.

Auch kamen mir die Charaktere teilweise recht eindimensional dargestellt vor. Man lernte sie und ihre Dämonen zwar kennen, aber es fehlte mir eine gewisse Tiefe, die deren Verhalten auf mich glaubhafter hätte wirken lassen.

Der Schreibstil war dagegen wirklch angenehm zu lesen. Sowohl Ausdrucksweise als auch die verschiedenen Zeitebenen haben mir gut gefallen. Die düstere Atmosphäre, die die teils auch etwas brutale Handlung prägt, wird super übertragen.

Fazit: Ein an sich gut geschriebenes Buch, das man gut lesen kann und sicher einige Leute begeistern kann, da es einfach mal eine ganz andere Art von Fantasy ist, aber eben einfach nicht ganz meins.

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Veröffentlicht am 16.04.2020

Herrlicher Schwarzer Humor

Achtsam morden
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Tja, was passiert, wenn ein vollkommen überarbeiteter Strafverteidiger die Regeln seines Achtsamkeitstrainings befolgt und daher ein entspanntes Wochenende ohne Arbeit mit seiner Tochter in einem Haus ...

Tja, was passiert, wenn ein vollkommen überarbeiteter Strafverteidiger die Regeln seines Achtsamkeitstrainings befolgt und daher ein entspanntes Wochenende ohne Arbeit mit seiner Tochter in einem Haus am See verbringen will, sein lästiger Mafia-Mandant aber andere Pläne hat? Richtig, das Problem löst sich ganz im Sinne der Achtsamkeit.

Karsten Dusses Werk ist herrlich humorvoll und ironisch. Wer den Alltag einer Großkanzlei und deren Stereotype kennt, wird das Werk definitiv lieben, ebenso, wer einfach ein, ,wenn auch zum Teil etwas blutiges, doch humorvolles Vergnügen mit Verbindung zum Krimigenre.

Einfach herrlich, ich freue mich schon auf Teil 2!

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Veröffentlicht am 21.02.2020

Berührende, unterhaltsame Geschichte, Toller Erzählstil.

Blackbird
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"Den Idioten war nie was peinlich. Schlagersängern übrigens auch nicht, wenn iwr schon mal dabei sind. Das konnte man nur werden, wenn einem überhaupt nichts peinlcih war. Sonst würde das gar nicht gehen." ...

"Den Idioten war nie was peinlich. Schlagersängern übrigens auch nicht, wenn iwr schon mal dabei sind. Das konnte man nur werden, wenn einem überhaupt nichts peinlcih war. Sonst würde das gar nicht gehen." S. 15


Blackbird von Matthias Brandt erzählt eine Alltagsgeschichte, die Geschichte eines Teenagers in den 70ern, dessen bester Freund Krebs hat und der auf dem Weg zum Erwachsen werden ist.

Mottes (der Protagonist) Leben ist an sich nicht wirklich außergewöhnlich oder wirklich spannend, aber die Erzählweise berührt irgendwie. Seine Perspektive hat Witz, wie er sein Umfeld beobachtet und bewertet. Zugleich ist es aber auch berührend, gerade wenn aus seiner Sicht erzählt wird, wie er mit der Erkrankung seines Freundes versucht, klarzukommen. Seine Entwicklung ist interessant, zu verfolgen. Das erinnert mich aus irgendeinem Grund an "Tschick".

Keine spektakuläre (im Sinne von action- oder handlungsreiche) Geschichte, aber durch ihren Erzählstil sehr unterhaltend und berührend zugleich. Liest sich sehr gut.

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