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Veröffentlicht am 05.03.2019

Die zweite Chance

Wenn das Glück erwacht
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Die Geschichte von Emma und ihre 2. Chance hat mir unglaublich gut gefallen, kämpft sie sich doch tapfer durch den Scherbenhaufen, den ihr Mann hinterlassen hat. Betrogen, sowohl andere als auch sie selbst ...

Die Geschichte von Emma und ihre 2. Chance hat mir unglaublich gut gefallen, kämpft sie sich doch tapfer durch den Scherbenhaufen, den ihr Mann hinterlassen hat. Betrogen, sowohl andere als auch sie selbst und dann noch feige vor der Anklage, hinterlässt er ihr nichts weiter als die eigenen Kleider am Leib. Von den Medien zerrissen und als Mitwisserin angeklagt, kehrt sie in ihre Heimat zurück, auch wenn sie weiß, dass sie weder bei ihrer Stiefmutter, ihren Halbgeschwistern oder ihrer ehemaligen Freundin Halt finden wird, denn die letzte Begegnung verlief zwischen allen unschön. Doch Emma erträgt tapfer, was ihr durch Medien, ihre Stiefmutter und ihre damalige Freundin angetan wurde, kämpft sich durchs Leben und ist sich trotz des ehemaligen Reichtums nicht zu schade, auch dreckige Arbeit zu verrichten, Hauptsache sie steht mit beiden Beinen im Leben. Dabei unterstützt sie liebevoll Adam, Rileys Bruder.

Die jeweiligen Rückblicke, das Aufarbeiten der Vergangenheit, die Begegnung mit ihrer damaligen besten Freundin Riley und ihrem Ex-Freund sind sehr authentisch umschrieben. Alte Wunden, verletztes Ego, Wut und Eifersucht gestalten das Wiedersehen schwieriger, als erhofft. Doch Emmas Einstellung, die sich nicht zu schade ist, die dreckigste Arbeit durchzuführen und die liebevolle Art von Adam, der sie schon immer geliebt hat, helfen ihr, ins Leben zurück zu finden. Ganz besonders hat mir die June, die Mutter von Riley und Adam gefallen, die mit ihrer herzlichen, selbstlosen Art so berührt und ihre Kinder immer wieder in die richtige Richtung schubst, trägt dazu bei, dass Emma eine 2.Chance erhält.
Auch wenn es absehbar ist, wie die Geschichte verläuft, so ist die Entwicklung, die vielen Konfrontationen, gerade zwischen den Freundinnnen interessant beschrieben, auch die Erlebnisse in Rileys Firma, mit welchem Einsatz Emma sich durchkämpft und wie sie Höhen und Tiefen meistert, auch wenn es wirklich heftig ist, was sie erlebt hat. Auch Adam ist ein wunderbarer Mensch, zu dem sein Job als Lehrer unglaublich gut passt.
Ich hab mich großartig unterhalten gefühlt, auch wenn der Streit zwischen Riley und Emma manchmal ein wenig zu langatmig war und Riley teilweise unausstehlich wirkt, doch die Aussage dieses Buches, egal was man durchmacht und was auch kommen mag, mit lieben Menschen und einer guten Einstellung, dass man auch bereit ist, an sich selber zu arbeiten und aus der Vergangenheit zu lernen, ist super herausgearbeitet und daher absolut lesenswert.

Veröffentlicht am 27.02.2019

Magnolia Glen und die Hoffnung auf ein neues Zuhause

Das Haus hinter den Magnolienblüten
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Kiera, eine junge Irin wird mit ihren zwei Schwestern nach Amerika geschickt, um dort zu heiraten, doch nach Ankunft entpuppt sich dieser als Bordellbesitzer, der mit allen drei Mädchen nichts gutes im ...

Kiera, eine junge Irin wird mit ihren zwei Schwestern nach Amerika geschickt, um dort zu heiraten, doch nach Ankunft entpuppt sich dieser als Bordellbesitzer, der mit allen drei Mädchen nichts gutes im Sinn hat. Durch den Mitreisenden Quinn O´Shea, der ein ähnliches Schicksal teilt und für seine zwei jüngeren Brüder sorgen muss, hilft ihr bei der Flucht und nimmt sie mit zu seinem Bruder auf die Plantage Breeze Hill.
Allerdings lauert immer noch die Gefahr, denn der Bordellbetreiber hat laut schriftlichen Unterlagen ein Anrecht darauf, die Mädchen zurückzuholen.
Quinn, der eigentlich ganz andere Pläne für sich und seine Brüder hat, ist nun hin und hergerissen, denn Gefühle und Verantwortung überwiegen alles, was er bisher eigentlich tun wollte.
Dieses Buch nimmt den Leser auf eine besonders spannende, öfter auch dramatische Reise in das 18.Jahrhundert, wo Sklavenarbeit zum Alltag gehörte und ein Menschenleben nicht viel wert war. Obwohl Quinn als auch Kiera schon so viel Kummer erleben mussten, sind sie mutig genug, sich nicht unterkriegen zu lassen. Kiera kümmert sich liebevoll um ihre Geschwister, und obwohl Quinns Bruder Connor eine negative Vergangenheit mit Kieras Familie verbindet, so klappt die Zusammenarbeit doch und seine Frau Isabella bringt durch ihr sanftes und liebevolles Wesen alle Beteiligten und Zweifelnden dazu, die Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Man fliegt nur so durch die Seiten, ist gespannt, was als nächstes passiert, denn in Gefahr schweben sie alle, gerade weil Le Bonne, der Bordellbetreiber keine Ruhe gibt, bis er seinen Besitz zurück hat und dafür ist ihm jedes Mittel recht.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Annäherung zwischen Quinn und Kiera. Ich habe selten so eine schöne Liebesgeschichte gelesen wie diese. Nichts kitschiges, sie lebt von kleinen Augenblicken, Aufmerksamkeiten, Worten und Umarmungen, die dem anderen zeigen, dass derjenige etwas ganz besonderes ist und es wert ist, um ihn zu kämpfen und ihn zu unterstützen.
Viele biblische Zitate, die genau passend zur jeweiligen Szene einfließen, doch selbst den Leser innehalten und nachdenken lassen, warum gerade das in dieser Situation gewählt wurde. Die Hoffnung, das Vertrauen und der Glaube an Gott spielen hier eine große Rolle, doch weder übertrieben, noch aufgezwungen, sondern aus dem Herzen heraus.
Legt man das Buch zur Seite, bleibt es noch lange in Erinnerung, denn sowohl die Menschen als auch ihrer Geschichte beschäftigen einen noch eine ganze Weile.
So ist auch der Titel und das Cover absolut passend gewählt und vermittelt den Eindruck eines Neuanfangs, Altes hinter sich zu lassen, und dass jeder entscheiden kann, was er aus seinem Leben macht, wenn er die Unterstützung und Liebe anderer erfährt.

Für mich ein besonderes Buch was man unbedingt weiter empfehlen muss, denn es steckt soviel Inhalt in dieser Geschichte.

Veröffentlicht am 24.02.2019

Ein Skandal der keiner ist

Skandal in Mayfair
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Honor, eine sehr selbstbewusste und für die damalige Zeit wagemutige junge Frau hat der Liebe abgeschworen, da sie einmal bitter enttäuscht wurde. Doch ihre ehemalige beste Freundin Monica Hargrove steht ...

Honor, eine sehr selbstbewusste und für die damalige Zeit wagemutige junge Frau hat der Liebe abgeschworen, da sie einmal bitter enttäuscht wurde. Doch ihre ehemalige beste Freundin Monica Hargrove steht kurz davor, ihren Bruder Augustus zu heiraten, was bedeutet, dass nicht genügend Platz für Honor, ihre kranke Mutter und ihre Geschwister sein wird. Monicas Pläne gefallen Honor überhaupt nicht und da es in ihrer Freundschaft zu einem großen Bruch kam, setzt sie alles daran, Monica von ihrer Heirat abzubringen. Was käme ihr da gelegener, als George Easton, allgemein als Bastard, trotzdem er Neffe des Königs ist, aber ohne richtigen Titel oder Vermögen zu benutzen, um Miss Hargrove umzustimmen und von ihrer Heirat abzubringen. Bei einem gewagten Glücksspiel ringt sie ihm das Versprechen ab, dass er alles daran setzen wird, Miss Hargrove "umzuverlieben"....

Auch wenn das Buch Skandal betitelt ist, so fehlt mir in dieser Geschichte der wirklich richtige Skandal, es ist ein hin und her von Gefühlen, Intrigen, Eifersucht, Machtgerangel und den krankhaften Auftritten der Mutter und alles was George und Honor sich auch einfallen lassen um Monica zu entlieben, ist irgendwie so planlos, während man genau verfolgt, dass eigentlich Honor Gefühle für ihn hat und ziemlich schnell merkt, dass sie in einer Zwickmühle steckt.
Sämtliche Bälle, zu denen sie George Zugang verschafft, Aktionen auf ihrem Landsitz- die Geschichte kam irgendwie nicht richtig in Fahrt, das hat mich echt gestört, denn es kam keine wirkliche Spannung auf- die Begegnungen zwischen ihr und Monica sind furchtbar, sinnlos und mit der Zeit etwas nervtötend, und auch wenn Honor einiges wagt, was die damaligen Frauen und Debütantinnen sich nicht getraut hätten, so ist sie mir zu draufgängerisch, unüberlegt und zu fixiert darauf, ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen umzusetzen, egal was aus anderen wird. Auch im Umgang mit George spürt man das und er versucht ihr das öfter mitzuteilen, aber sie stellt auf stur, was sie leider nicht ganz so sympathisch rüberkommen lässt.
Etliche Schreibfehler haben den Lesefluss erheblich gestört und ich konnte einfach nicht richtig in die Geschichte finden. Man weiß viel zu früh, wie es ausgeht und die Dialoge plätschern irgendwie dahin.
Am sympathischsten finde ich George, denn er versucht wirklich trotz aller Anfeindungen sein Leben in den Griff zu kriegen, obwohl er selber nichts dazu kann, von der Gesellschaft wegen seiner Herkunft ausgestoßen zu werden. Man leidet mit ihm, auch wenn er Verluste eingestehen muss und auch, dass er von Honor für ihre Zwecke benutzt wird. Aber er geht mit allem gut um und das gefiel mir an der Geschichte.

Ich hatte nach der Inhaltsangabe ein wenig mehr erwartet, die Erwartungen blieben aber leider etwas zurück, was ich sehr schade finde, denn ich mag die Bücher der Autorin sonst gerne.

Veröffentlicht am 18.02.2019

Auf den Hund gekommen

Most Wanted Bastard
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Ein Hund erbt 51% der Firmenanteile des Unternehmens Locke und seine Hundeflüsterin/Sitterin darf ihn vertreten. Was hat sich seine Mutter Bernadette da bloß als Rache einfallen lassen. Eine berechnende ...

Ein Hund erbt 51% der Firmenanteile des Unternehmens Locke und seine Hundeflüsterin/Sitterin darf ihn vertreten. Was hat sich seine Mutter Bernadette da bloß als Rache einfallen lassen. Eine berechnende Frau, der ihr Hund wichtiger war, als alles andere. Natürlich gibt sich ihr Sohn Henry nicht zufrieden damit und setzt mit seinem Team alles daran, dass Vicky als Betrügerin entlarvt wird. Doch Vicky hat diese Bloßstellung schon einmal durch und wurde in den Medien ungerechtfertigt als Betrügerin dargestellt, das lässt sie sich nicht nochmal gefallen und stellt ihren Kämpfermodus ein. Hat sie ja schließlich auch noch ihre kleinere Schwester zu versorgen. So entsteht ein Machtkampf, der den Leser oftmals herrlich lachen lässt, denn Vicky ist absolut schlagfertig und ideenreich.
Die Dialoge, gerade zwischen ihr und Henry sind einfach klasse, das Buch lebt von seiner Spritzigkeit, den Wortduellen und der gleichzeitigen Annäherung zwischen beiden, die überwältigend dargestellt wird. Man spürt diese Augenblicke, das Prickeln, zwischen ihnen entsteht etwas, was man kaum in Worte fassen kann. Und Henry erwischt sich immer wieder dabei, dass er sie gar nicht so nahe an sich ran lassen darf und leider sorgen die anderen Teammitarbeiter dafür, dass Vicky mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.
Vicky und Carly als Geschwisterteam haben mir sehr gut gefallen, ihre Absprachen, um sich wegen ihrer Vergangenheit und dem schlechten Vorbild der Mutter arrangieren müssen, oder auch der Umgang mit Smuckers, dem Erbe von Bernadette Locke und dem dazu gehörigen Vermögen, aber auch Vickys eigener Kreativität, die so witzig und gleichzeitig berührend präsentiert wird und dann eben Henry, eigentlich New Yorks meist gesuchter Mistkerl, und dennoch hat er eine Art an sich, die sie fasziniert. So entsteht ein Geschlechterkampf, der sich gewaschen hat!.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, das Buch lebt förmlich von emotionalen aber gleichzeitig auch lustigen Begebenheiten und ist auf den Punkt genau richtig gemixt. Der Wechsel der Erzählform zwischen Vicky und Henry passt auch hervorragend, damit der Leser einen EInblick in beide Gefühlswelten erhält, was die beiden noch persönlicher macht.
Da dies ja der erste Teil ist, freue ich mich schon auf die Fortsetzung der Most-Wanted Reihe- gut gelungener Auftakt mit einer sehr emotionalen und berührenden Note.

Veröffentlicht am 17.02.2019

Eine unerwartete Reise

Auf den Spuren meiner Schwester
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Wieder mal schafft es Jody Hedlund in ihrem 2.Teil der Geschwister Neumann, den Leser auf eine spannende Reise mitzunehmen, um Waisenkindern im Westen von Amerika ein neues Zuhause zu suchen. Marianne ...

Wieder mal schafft es Jody Hedlund in ihrem 2.Teil der Geschwister Neumann, den Leser auf eine spannende Reise mitzunehmen, um Waisenkindern im Westen von Amerika ein neues Zuhause zu suchen. Marianne versucht auf diesem Wege herauszufinden, wo ihre verschwundene Schwester Sophie geblieben ist und auch die beiden Waisenkinder, die sie auch in ihrer Obhut hatten, aber leider auch vermittelt wurden.

Mit Drew Brady hat sie einen lustigen, attraktiven Reisebegleiter und Kollegen und gemeinsam mit ihm versuchen sie, die Kinder auf der langen Zugfahrt zu bespaßen und ihre Aufregung und Angst zu nehmen.
Doch leider läuft nicht alles so, wie erhofft und geplant und auch viele dunkle Seiten tauchen auf, denen sich beide stellen müssen und die Zusammenarbeit und die aufkommende Romanze zu zerreißen droht.
Ich konnte einfach nicht aufhören zu lösen, so gefesselt war ich, die Schicksale der Kinder haben mich sehr berührt, gleichzeitig wurden die Einschübe mit dem Vertrauen auf Gott und nie aufzugeben und darum zu beten, dass Situationen sich ändern und man nicht den Glauben verlieren darf so wunderbar verpackt, dass es nicht unlogisch oder übertrieben klang, sondern völlig authentisch, genau wie die jeweiligen Charaktere auch perfekt zu den Situationen passten.
Man spürt die Liebe, das Vertrauen zueinander, dieses Prickeln zwischen Drew und Marianne, aber auch die tiefe Verzweiflung in manchen Begebenheiten. Die Emotionen der Kinder sind einfach wunderschön in Szene gesetzt, ob lustig, traurig oder einfach nur gelassen und voller Jubel und Freude, wenn sie Geschichten erzählt bekommen oder Spiele spielen, oder sich an dem Spaß der Erwachsenen erfreuen und sich mit kindlicher Neugierde und Phantasie ihr neues Leben ausmalen. Doch teilweise leider auch verängstigt und umringt von Mauern, wo es schwer ist, sie davon zu überzeugen, dass ein besseres Leben auf sie wartet.

Ich hab mit geweint, herzhaft gelacht und mich so sehr mit dieser Geschichte verbunden gefühlt, einfach grandios, was die Autorin auch hier wieder geschrieben hat und ich freue mich unwahrscheinlich auf die Fortsetzung!