Nach dem ersten Drittel wirklich klasse!
Wie Eulen in der NachtInhalt
Die Menschen, denen nur noch ein Wunder helfen kann, finden ihren Weg in die Wüste Colorados. Dort lebt die außergewöhnliche Familie Soria. Doch wenn dieses Wunder nicht aus eigener Kraft vollendet ...
Inhalt
Die Menschen, denen nur noch ein Wunder helfen kann, finden ihren Weg in die Wüste Colorados. Dort lebt die außergewöhnliche Familie Soria. Doch wenn dieses Wunder nicht aus eigener Kraft vollendet werden kann, muss einen hohen Preis zahlen. Daniel Soria hält sich schon immer an diese Tradition und betreibt sie voller Hingabe. Doch dann mischt er sich in ein Wunder ein und bricht damit die wichtigste Regel der Familie. Niemals darf man sich in ein Wunder einmischen.
Meinung
Ich kenne schon einige Bücher von der Autorin Maggie Stiefvater. Sie alle sind wahnsinnig kreativ und einzigartig. "Wie Eulen in der Nacht" konnte mich aber leider nicht komplett für sich gewinnen. Es gibt einige Kritikpunkte, natürlich aber auch einige positive Anmerkungen. Denn trotz der Kritik ist die Geschichte wahnsinnig einzigartig und wirklich tiefgründig, wie man es von ihren Büchern kennt.
Erst einmal muss ich von diesem wunderschönen Cover schwärmen. Es ist wirklich einzigartig und der Schnitt trägt die Farbe orange. Ich habe mich direkt in dieses verliebt und als ich den Klappentext gelesen habe, musste ich das Buch haben.
In dem Buch geht es um viele verschiedene Menschen. Pilger reisen in die Wüste Colorados, um ihr eigenes Wunder zu erleben. Dort lebt die einzigartige Familie Soria. Daniel Soria hält sich schon immer an diese Tradition, bis er einen schwerwiegenden Fehler begeht. Zumindest scheint es so, dass das Einmischen in dieses Wunder ein Fehler war. Denn eigentlich darf man sich niemals in ein Wunder einmischen. Daran hält sich die ganze Familie. Dies ist die wichtigste Regel.
Am Anfang konnte mich das Buch nicht ganz fesseln. Ich habe keinen richtigen Zugang zu dieser Geschichte gefunden und mir wirklich viele Fragen gestellt. Es spielen wirklich viele Menschen eine Rolle und ich konnte mich nicht so recht mit ihnen identifizieren. Details wurden kaum genannt und die Charaktere wirken eher leblos. Zudem wusste ich nicht, was es mit den Eulen auf sich hat. Am Ende der Geschichte habe ich über diese zwar etwas mehr erfahren, wusste aber bis zum Schluss nicht, welche Rolle sie eigentlich spielen. Auch die kleine Liebesgeschichte plätschert eher vor sich hin. Erst gegen Ende nimmt diese Fahrt auf und mehr Gefühle treten hervor.
Es gibt aber natürlich auch einige positive Dinge. Die Geschichte spielt im Jahr 1962. Diese Zeit hat die Autorin Maggie Stiefvater auch wirklich gut beschrieben. Zudem finde ich den Schreibstil zwar einzigartig, aber fantastisch. Die Protagonisten haben sehr authentisch für diese Zeit gewirkt und der Ort hat es ihnen gleichgetan. Die Tiefgründigkeit der Geschichte ist wirklich auf höchsten Niveau. Zwar konnte ich nicht gleich alles verstehen, am Ende wurde aber Licht ins Dunkel gebracht und ich wusste, was es mit den Wundern auf sich hat und weshalb so viele Menschen dieses brauchen. Ab dem letzten Drittel wollte ich das Buch auch unbedingt beenden, da ich den Draht zu dieser Geschichte gefunden habe und wissen musste, wie sie endet.
Ich fand das Ende auch wirklich gelungen und war doch froh, das Buch gelesen zu haben. Auch die Botschaft hinter der Geschichte ist gelungen und ich liebe diese Tiefgründigkeit, die Kreativität und das authentische Setting.
Fazit
Mit dem ersten Drittel der Geschichte konnte ich mich nicht ganz anfreunden. Ich habe den roten Faden nicht gefunden und war etwas traurig, dass die Charaktere kaum ausgearbeitet wurden und ich zu diesen keinen Draht gefunden habe. Dennoch weist die Geschichte wirklich einzigartige Tiefgründigkeit, Kreativität und Einzigartigkeit auf. Aus diesen Gründen habe ich das Buch dennoch gern beendet, zumal das Ende auch wirklich fantastisch war.