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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

tolles Ermittlerduo

Einsam wie der Tod
3

Normalerweise arbeitet die Journalistin Sanna für Wolf, ehemaliger Polizist, jetzt Privatdetektiv. Doch dieses Mal beauftragt sie ihn – er soll herausfinden, ob ihr lange totgeglaubter Vater tatsächlich ...

Normalerweise arbeitet die Journalistin Sanna für Wolf, ehemaliger Polizist, jetzt Privatdetektiv. Doch dieses Mal beauftragt sie ihn – er soll herausfinden, ob ihr lange totgeglaubter Vater tatsächlich noch lebt! Sie folgen dafür Hinweisen eines You Tube Stars – ist das die Wahrheit oder will er nur Klicks? Und wie kommt ihre Schwester Elin damit zurecht, die momentan in einer psychiatrischen Klinik ist, um die schreckliche Kindheit unter ihrem Vater zu verarbeiten?
Dies ist der dritte Teil der Buchreihe und daher kennt man die Charaktere Wolf und Sanna bereits. Doch auch wenn dies das erste Buch ist, das man aus der Reihe liest, kommt man mit dem Inhalt schnell zurecht. Sanna und ihre Schwester Elin hatten eine grausame Kindheit, wie bereits zuvor angedeutet wurde. Doch dieses Mal wird davon detailliert berichtet, in dem immer wieder in die Vergangenheit geblickt wird. Toll gelöst, auch wenn die Rückblicke schlimm sind. Und darauf baut sich in der Gegenwart die Suche nach dem Vater auf, es wird immer spannender und spannender und am Schluss wird es sogar lebensgefährlich. Nicht nur Elin ist in Gefahr, auch Sanna ist plötzlich nicht mehr erreichbar und steht erneut kurz vor dem Ende. Kann Wolf sie rechtzeitig retten? Ist ihr Vater wirklich am Leben oder ist er damals, wie alle glaubten, ertrunken?
Von mir wieder eine klare Empfehlung, da das Ermittlerduo ungewöhnlich (gut) ist, die Charaktere tolle Hintergründe haben und nachvollziehbar handeln. Auch die Story ist super aufgebaut.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 17.04.2026

Missbrauch im Sport, leider noch immer häufig und "darf nicht in die Öffentlichkeit"

Warum du schweigst
0

Lena ist im Fußballverein und es ist ihr Traumsport. Mit dem neuen Trainer steigen sie auf und sie wird sogar neue Kapitänin! Aber irgendwie fühlt sie sich auch manchmal seltsam, wenn sie von dem Trainer ...

Lena ist im Fußballverein und es ist ihr Traumsport. Mit dem neuen Trainer steigen sie auf und sie wird sogar neue Kapitänin! Aber irgendwie fühlt sie sich auch manchmal seltsam, wenn sie von dem Trainer Nachrichten mit „meine Hübsche, meine Prinzessin“ bekommt, oder er die Spielerinnen „wie die Profis“ massiert und plötzlich in der Umkleidekabine auftaucht. Oder ist das normal, und es gehört dazu? Und der viele Körperkontakt? Ist auch der normal, obwohl sich Lena dabei sehr unwohl fühlt?
Das Buch behandelt ein sehr wichtiges Thema: Missbrauch im Sport. Es wird noch immer viel zu viel verschwiegen, vertuscht und unter den Teppich gekehrt. Opfer schämen sich, Täter kommen ungeschoren davon und machen weiter und weiter.
Die Kapitel wechseln immer zwischen Lena und ihrem Freund Tim, sodass man die Geschichte von beiden Seiten sieht. Einmal Lena als Jugendliche, die nicht weiß, wie sie die Situation einschätzen soll, was ist normal, was geht zu weit und einmal Tim, der nicht weiß, warum Lena manchmal „komisch“ ist und trotzdem für sie da ist. Er ist ein Paradebeispiel, wie Angehörige von Betroffenen sexueller Gewalt mit der Situation umgehen sollten. Er zeigt wahnsinnig viel Verständnis, bedrängt sie in keinster Weise und lässt ihr den Raum, bis Lena von sich aus so weit ist, ihm ihre Geschichte zu erzählen. Es wird auf Beratungsstellen und Hilfe aus dem Internet hingewiesen, man wird vor, während und nach dem Lesen nicht alleine gelassen. Das ist super. Auch wie Lena die Geschichte verarbeitet und welche Möglichkeiten Opfer haben, wird super thematisiert.
Es wird gezeigt, wie einfach es Tätern meistens gemacht wird, da gerade junge Menschen leicht zu verunsichern sind, ihnen oft nicht geglaubt wird, sie sich schuldig fühlen und sich schämen, obwohl sie das Opfer sind. Das darf nicht sein! Auch wird gezeigt, wie leicht die Täter oft davonkommen, um keinen Skandal zu verursachen, der Ruf ist wichtiger als das Wohl der Mädchen und Jungen. Schlimm. Und der Täter macht beim nächsten Verein, in der nächsten Stadt einfach weiter.
Ein tolles, aufklärendes Buch mit einer sehr gefühlvoll umgesetzten Geschichte, die leider auf wahren Begebenheiten beruht.

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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2026

Romantische Story mit überraschendem Ende

A Kiss of Trouble
3

Ellie versucht alles, um Fuß zu fassen und ein schönes, einfaches Leben zu leben. Nur schwierig, da sie eigentlich illegal in den USA ist und keine Papiere besitzt. Zu allem Übel muss sie sich auch noch ...

Ellie versucht alles, um Fuß zu fassen und ein schönes, einfaches Leben zu leben. Nur schwierig, da sie eigentlich illegal in den USA ist und keine Papiere besitzt. Zu allem Übel muss sie sich auch noch gegen ihren Chef behaupten, der sich an ihr vergehen will. Sie kann ja keine Polizei rufen – also verlässt sie Hals über Kopf ihre Bleibe und rast davon.
Leider verursacht sie auf ihrer Flucht einen Schaden mit ihrem Auto, welches natürlich nicht versichert ist. Somit bleibt ihr nichts anderes übrig, als den Schaden abzuarbeiten. Allerdings ist das ganze gar nicht so schlecht, da sie auf einer wunderschönen Pferderanch wohnen und arbeiten „muss“. Wäre da nicht ihr griesgrämiger Chef, der ihr das Leben erschwert.
Ich fand die Story einfach toll. Die Charaktere sind mir sehr sympathisch und das Ganze ist sehr glaubhaft und könnte tatsächlich jeden Tag so geschehen. Die Carsons und die Ranch inklusive Landschaft sind sehr schön beschrieben; auf so einer Ranch wäre ich auch gerne. Ich habe mich dort direkt wohl gefühlt 😊 Klingt traumhaft. Das Hin und Her zwischen Ellie und Matt ist genau richtig dosiert und am Ende finden sie zusammen.
Das Ende allerdings ist sehr unerwartet, damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Teil zwei muss somit unbedingt gelesen werden.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 09.04.2026

Spannend und realitätsbezogen

Untergang - Jensen und Sander ermitteln
0

Untergang ist der 6. Fall der Jensen und Sander Serie.
Michael Sander erhält einen geheimen Anruf eines Russen – sein Lebensretter aus früheren Zeiten. Ehrenkodex, ihm zu helfen, auch wenn er ein Verbrecher ...

Untergang ist der 6. Fall der Jensen und Sander Serie.
Michael Sander erhält einen geheimen Anruf eines Russen – sein Lebensretter aus früheren Zeiten. Ehrenkodex, ihm zu helfen, auch wenn er ein Verbrecher ist. Doch wo gerät er da hinein? Er soll ihm nicht nur zur Flucht verhelfen, sondern erfährt geheime Informationen zum Untergang der MS Estonia und die Verwicklungen der schwedischen Regierung in das Unglück.
Plötzlich sind alle Geheimdienste aus aller Welt hinter den beiden und den Informationen her und diese schrecken vor nichts zurück. Was tun, wenn selbst die eigene Frau hinter einem her ist?
Für mich war es der erste Fall der Jensen und Sander Serie, das stört das Verständnis aber überhaupt nicht. Eher weckt es die Neugier, was in den Büchern zuvor geschehen ist.
Es sind relativ viele Infos, die auf einen einprasseln, aber man kommt super damit zurecht und es kommen immer neue Entdeckungen, Personen und Geschehnisse dazu. Somit wird die Story nie langweilig, der Lesefluss ist prima, da die Kapitel immer eindeutig benannt sind und man direkt weiß, wo und mit wem man sich gerade befindet und beschäftigt. Nur mir den verschiedenen Geheimdiensten und Polizeitruppen kann man evtl. durcheinander kommen.
Die Geschichte über die MS Estonia ist total interessant, man tappt aber bis zum Ende und darüber hinaus im Dunkeln, da die Geschichte nicht komplett aufgedeckt wird oder aufgedeckt werden kann. Zudem wird es am Ende nochmals richtig spannend, alles geht Knall auf Fall und wird richtig gefährlich. Die Reihenfolge, zuerst in die Zukunft zu blicken und dann nochmals zum Tatende auf der Insel zurück, fand ich persönlich klasse und habe ich so noch nie gelesen. Klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

kurzweilig aber intensiv

Hundertsiebenundachtzig Tage
0

„187 Tage“ ist kein Buch wie jedes andere, sondern könnte auch autobiografisch sein. Es ist tagebuchartig aufgebaut und die ungewöhnliche Schreibweise mit oft fehlenden Satzzeichen fällt dem Leser direkt ...

„187 Tage“ ist kein Buch wie jedes andere, sondern könnte auch autobiografisch sein. Es ist tagebuchartig aufgebaut und die ungewöhnliche Schreibweise mit oft fehlenden Satzzeichen fällt dem Leser direkt auf. Dies passt alles super zum Inhalt: Es handelt von einem Teenager, dem es von einem Tag auf den anderen nicht mehr möglich ist, das Haus zu verlassen. Er selbst sagt: „Ich bin unfähig, das Haus zu verlassen, unfähig, durch die Tür zu gehen, unfähig, einen Fuß in den Garten zu setzen.“
Was diese Unfähigkeit auslöst, wird im Laufe des Buchs aufgelöst und so sehr gut gezeigt, was Angst bei einem Menschen bewirken kann und welche Folgen diese haben kann. Dass Angst eine Krankheit ist, auch wenn man sie weder sehen noch messen kann und dass man sie eben „nicht einfach“ überwinden und abschütteln kann. Die Angst verändert das komplette Leben – vom Betroffenen, aber auch von den Angehörigen. Es geht um Schuld, Scham und Einblicke in Panikattacken. Die Komplexität psychischer Störungen und deren Heilung sind sehr gut dargestellt.
Ein kurzweiliges, aber sehr intensives Buch, welches noch lange nachwirkt. Für Betroffene, Angehörige oder alle, die sich informieren möchten und offen für sensible Themen sind.

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