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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2026

kurzweilig aber intensiv

Hundertsiebenundachtzig Tage
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„187 Tage“ ist kein Buch wie jedes andere, sondern könnte auch autobiografisch sein. Es ist tagebuchartig aufgebaut und die ungewöhnliche Schreibweise mit oft fehlenden Satzzeichen fällt dem Leser direkt ...

„187 Tage“ ist kein Buch wie jedes andere, sondern könnte auch autobiografisch sein. Es ist tagebuchartig aufgebaut und die ungewöhnliche Schreibweise mit oft fehlenden Satzzeichen fällt dem Leser direkt auf. Dies passt alles super zum Inhalt: Es handelt von einem Teenager, dem es von einem Tag auf den anderen nicht mehr möglich ist, das Haus zu verlassen. Er selbst sagt: „Ich bin unfähig, das Haus zu verlassen, unfähig, durch die Tür zu gehen, unfähig, einen Fuß in den Garten zu setzen.“
Was diese Unfähigkeit auslöst, wird im Laufe des Buchs aufgelöst und so sehr gut gezeigt, was Angst bei einem Menschen bewirken kann und welche Folgen diese haben kann. Dass Angst eine Krankheit ist, auch wenn man sie weder sehen noch messen kann und dass man sie eben „nicht einfach“ überwinden und abschütteln kann. Die Angst verändert das komplette Leben – vom Betroffenen, aber auch von den Angehörigen. Es geht um Schuld, Scham und Einblicke in Panikattacken. Die Komplexität psychischer Störungen und deren Heilung sind sehr gut dargestellt.
Ein kurzweiliges, aber sehr intensives Buch, welches noch lange nachwirkt. Für Betroffene, Angehörige oder alle, die sich informieren möchten und offen für sensible Themen sind.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Kurzweiliges Buch

22 Kurzgeschichten, die dein Denken verändern werden
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„22 Kurzgeschichten“ wir beschrieben als Buch, welches das Grübeln stoppen lässt, Gelassenheit lehrt und positives Denken bestärkt. Es sind nette, kurze Geschichten, die unabhängig voneinander gelesen ...

„22 Kurzgeschichten“ wir beschrieben als Buch, welches das Grübeln stoppen lässt, Gelassenheit lehrt und positives Denken bestärkt. Es sind nette, kurze Geschichten, die unabhängig voneinander gelesen werden können und elf verschieden Themenbereiche behandel.
Man kann sich gut in die jeweiligen Personen und Situationen hineinversetzen, da es alltägliche Geschehnisse sind und die Protagonisten sehr sympathisch sind.
Ich persönlich konnte nicht ganz si viel aus dem Buch lernen, jedoch wurde ich doch mit der ein oder anderen Geschichte bzw. Folgerung daraus nochmals daran erinnert, dass man Situationen, die man momentan nicht ändern kann, wirklich annehmen muss und Ärger hier nicht hilft. Kleine Momente im Alltag als Glück und Zufriedenheit wahrzunehmen, praktiziere ich schon länger und dies ist auch sehr wichtig. Auch das kommt hier super rüber.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Mischung aus Realität und Fiktion, die aber genau so stattfinden könnte

Wenn der Tag anders endet
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„Wenn der Tag anders endet“ ist ein sehr ergreifender Roman, bei dem sich Realität und Fiktion vermischen, aber leider in der heutigen Welt genau so stattfinden könnte.
Eine neue Regierung will die Macht ...

„Wenn der Tag anders endet“ ist ein sehr ergreifender Roman, bei dem sich Realität und Fiktion vermischen, aber leider in der heutigen Welt genau so stattfinden könnte.
Eine neue Regierung will die Macht übernehmen, setzt tödliche Nanopartikel frei und wer sich nicht fügt, stirbt. Klingt brutal, ist es auch. Es geht tatsächlich um Leben und Tod, was nicht immer einfach zu verarbeiten ist.
Das Cover passt im Nachhinein nicht zu hundert Prozent zur Geschichte, finde ich. Es ist zu „brav“ für den Inhalt und für mich sieht es nach zwei Frauenhänden aus – Frau und Mann würde besser passen.
Es dreht sich ja viel um die Entwicklung und Anziehung zwischen Sabine und dem General Valentin. Es ist ein Hin und Her der Gefühle, der Emotionen und Verantwortung.
Das Buch beginnt ganz ruhig, an einem alltäglichen Morgen und geht aber sehr schnell in eine packende Geschichte über. Es wird immer aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was das Ganze sehr kurzweilig macht und man kann eigentlich gar nicht aufhören zu lesen.
Es werden nicht alle Hintergründe, politische wie persönliche, ganz aufgelöst und so erzählt, dass man genau Bescheid weiß. Das soll in Teil zwei aber passieren – daher bin ich sehr auf die Fortsetzung gespannt und bin für mich persönlich neugierig, ob ich die Charaktere dann nochmals neu einordnen kann. Ethisch und seelisch sind für mich einige Dinge nicht vertretbar und nachvollziehbar, wodurch mich die Geschichte aber noch sehr lange beschäftigt hat nach dem Lesen.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

toller Wohlfühlroman mit Romantik

Die kleine Villa am Gardasee (Sehnsucht nach Italien 1)
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Saskia arbeitet in der Familienfirma und scheint dort sehr gestresst zu sein. Plötzlich erbt sie das Haus ihrer Großtante am Gardasee – für so was hat sie doch keine Zeit. Also will sie das Haus schnellstmöglich ...

Saskia arbeitet in der Familienfirma und scheint dort sehr gestresst zu sein. Plötzlich erbt sie das Haus ihrer Großtante am Gardasee – für so was hat sie doch keine Zeit. Also will sie das Haus schnellstmöglich verkaufen und wieder zurück nach Deutschland reisen. Allerdings muss sie als Bedingung einen Monat in Italien verbringen, bevor zu darüber entscheiden darf – wird sich ihre Meinung noch ändern?

Der Einstieg in das Buch erweckt erstmal nicht den Eindruck vom schönen Italien, dem warmen Wetter und einer tollen Zeit. Dies ändert sich aber, sobald man mit Saskia in Italien ankommt. Die Beschreibungen sind wieder, wie ich es von Hanna Holmgren bereits kenne, super detailreich und man reist wirklich mit allen Sinnen mit. Toll ist auch dieses Mal wieder das Rezept im Buch – so kann man das Gelesene nochmal nachempfinden.
Man fliegt durch den Roman und ist immer gespannt, wie es nun weitergeht.
Es ist eine gelungene Mischung aus Wohlfühl-Roman, Liebesgeschichte und auch Abenteuer kommen nicht zu kurz. Die Entwicklung der Protagonistin ist gut nachvollziehbar und echt.
Klare Leseempfehlung für einen Ausstieg aus dem Alltag.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Sehr ergreifend

Der Sommer am Ende der Welt
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Ein Generationen umspannendes Schicksal, eine unerwartete Liebe und ein schreckliches Geheimnis – ziemlich viel Inhalt für ein Buch. Aber die Zusammensetzung ist sehr gelungen, finde ich.
Ich habe zuvor ...

Ein Generationen umspannendes Schicksal, eine unerwartete Liebe und ein schreckliches Geheimnis – ziemlich viel Inhalt für ein Buch. Aber die Zusammensetzung ist sehr gelungen, finde ich.
Ich habe zuvor noch nichts über die „Verschickungskinder“ aus den 60er-Jahren gehört, finde deren Geschichte aber sehr ergreifend. Es wird in dem Buch eben über diese Kinder berichtet, indem eine Betroffene interviewt und ihre Geschichte erzählt wird. Nebenbei entsteht bei der Journalistin eine tolle Liebesgeschichte und es kommen immer mehr Details im Zusammenhang mit der Vergangenheit ans Licht, die sehr gefährlich werden. Dennoch finde ich, dass die Erzählungen über das Schicksal der Kinder sehr kurz gehalten werden, es hätten auch gerne mehr Zeitzeugen zu Wort kommen, mehr nachgeforscht werden dürfen. Aber die Autorin erwähnt, dass es ja trotzdem ein „Unterhaltungsroman“ ist und keine Doku oder ähnliches. Und dies ist gelungen, da sich die Geschichte um Hanna, die Journalistin, toll entwickelt. Auch, dass die Autorin persönlich von der Geschichte betroffen ist, ist schlimm, da die Kinder damals wirklich viel Leid erfahren haben, ihnen keiner geglaubt hat und sie das ganze gar nie aufarbeiten konnten. Sehr interessant zu lesen.

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