Krimidinner auf italienisch
Mira Belgusto und die tote WinzerinDie Reisejournalistin Mira Belgusto gerät während ihres Aufenthalts im Veltlin unabsichtlich in die Ermittlungen um einen Mordfall. Zusammen mit einem in die Jahre gekommenen Schauspieler und einer kleinen ...
Die Reisejournalistin Mira Belgusto gerät während ihres Aufenthalts im Veltlin unabsichtlich in die Ermittlungen um einen Mordfall. Zusammen mit einem in die Jahre gekommenen Schauspieler und einer kleinen Hündin stellt sie ihre eigenen Nachforschungen an.
Die Verbindung von Genuss und einem spannenden Kriminalfall ist erfrischend. Dabei werden die kulinarischen Genüsse teilweise so genau beschrieben, dass einem unweigerlich das Wasser im Mund zusammenläuft. Sehr passend, dass sich die Originalrezepte der wichtigsten Gerichte am Ende des Buches finden.
Die eigentliche Handlung, die Aufklärung des Mordes, ist eine typische Kriminalgeschichte mit einigen doch überraschenden Wendungen. Das unfreiwillige Ermittlerpaar Mira und Claudio punktet mit sympathischen, manchmal auch recht witzigen Dialogen, und die kleine Hündin Dulcinetta trägt auf ihre eigene Weise zu einigen Lachern, aber letztlich auch zur Aufklärung bei.
Für mich persönlich waren die Szenen beim Essen die eigentlichen Höhepunkte in der Geschichte, auch die Beschreibungen der Land- und Ortschaften um den Comer See sind sehr schön ausgeführt.
Zahlreiche italienische Ausdrücke sollten wahrscheinlich das richtige Flair vermitteln, wirken aber auf mich manchmal ein wenig krampfhaft eingebaut.
Als Fazit muss ich sagen, mich hat die Geschichte sicher zu einem Besuch der Gegend inspiriert. Für eine etwaige Fortsetzung hoffe ich allerdings auch eher auf schöne Landschaften und kulinarische Genüsse als auf eine spannende Geschichte. Insofern empfehle ich das Buch allen, die gerne Reiseberichte oder leichte Unterhaltung ohne große Dramatik lesen.