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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Krimidinner auf italienisch

Mira Belgusto und die tote Winzerin
6

Die Reisejournalistin Mira Belgusto gerät während ihres Aufenthalts im Veltlin unabsichtlich in die Ermittlungen um einen Mordfall. Zusammen mit einem in die Jahre gekommenen Schauspieler und einer kleinen ...

Die Reisejournalistin Mira Belgusto gerät während ihres Aufenthalts im Veltlin unabsichtlich in die Ermittlungen um einen Mordfall. Zusammen mit einem in die Jahre gekommenen Schauspieler und einer kleinen Hündin stellt sie ihre eigenen Nachforschungen an.

Die Verbindung von Genuss und einem spannenden Kriminalfall ist erfrischend. Dabei werden die kulinarischen Genüsse teilweise so genau beschrieben, dass einem unweigerlich das Wasser im Mund zusammenläuft. Sehr passend, dass sich die Originalrezepte der wichtigsten Gerichte am Ende des Buches finden.
Die eigentliche Handlung, die Aufklärung des Mordes, ist eine typische Kriminalgeschichte mit einigen doch überraschenden Wendungen. Das unfreiwillige Ermittlerpaar Mira und Claudio punktet mit sympathischen, manchmal auch recht witzigen Dialogen, und die kleine Hündin Dulcinetta trägt auf ihre eigene Weise zu einigen Lachern, aber letztlich auch zur Aufklärung bei.
Für mich persönlich waren die Szenen beim Essen die eigentlichen Höhepunkte in der Geschichte, auch die Beschreibungen der Land- und Ortschaften um den Comer See sind sehr schön ausgeführt.
Zahlreiche italienische Ausdrücke sollten wahrscheinlich das richtige Flair vermitteln, wirken aber auf mich manchmal ein wenig krampfhaft eingebaut.
Als Fazit muss ich sagen, mich hat die Geschichte sicher zu einem Besuch der Gegend inspiriert. Für eine etwaige Fortsetzung hoffe ich allerdings auch eher auf schöne Landschaften und kulinarische Genüsse als auf eine spannende Geschichte. Insofern empfehle ich das Buch allen, die gerne Reiseberichte oder leichte Unterhaltung ohne große Dramatik lesen.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Paranoide Spannung

Das Signal
0

Viola verliert bei einem Unfall ihr Bein. Ein Unfall, an den sie sich nicht erinnern kann, der aber viele Fragen aufwirft. Ihr Mann kümmert sich aufopferungsvoll um sie, hat es aber irgendwie nicht eilig, ...

Viola verliert bei einem Unfall ihr Bein. Ein Unfall, an den sie sich nicht erinnern kann, der aber viele Fragen aufwirft. Ihr Mann kümmert sich aufopferungsvoll um sie, hat es aber irgendwie nicht eilig, sie in ihrer Mobilität zu unterstützen. Stattdessen fallen Viola immer mehr Ungereimtheiten in seinem Verhalten auf. Ihre Zweifel werden schließlich so stark, dass sie Tracker kauft und zunächst ihren Mann, später dann weitere Personen in ihrem Umfeld bestückt und damit überwacht. Wird sie langsam paranoid oder laufen hinter ihrem Rücken dunkle Machenschaften? Und worin war Viola selbst vor ihrem Unfall verstrickt?

Schon lange hat es kein Buch mehr geschafft, mich so zu fesseln, dass bei mir zuhause zwei Tage lang praktisch alles liegen geblieben ist. Dabei war es ein reiner Zufallstreffer in der Bücherei - ich muss zugeben, Ursula Poznanski war mir bislang gar nicht bekannt!

Sie hat ein Szenario geschaffen in dem man sich immer wieder fragt, wer jetzt eigentlich der Bösewicht ist oder ob man sich alles nur einbildet. Zu allem kommt noch der teilweise schwarze Humor, mit dem Viola ihr Handicap meistert. Die Erzählweise ist unglaublich spannend, der Schreibstil gleichzeitig so locker dass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen möchte. Mein persönliches Highlight ist der Soundtrack zu den Spiegelübungen.

Absolute Leseempfehlung für Thrillerfans! Und ich mache mich jetzt auf die Suche nach anderen Werken von Ursula Poznanski…

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Monumentale Geschichte, die fesselt

Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit
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Ein Feuersteinhauer und eine Priesterin mit einer gemeinsamen Vision: das größte, bis in alle Ewigkeit bestehende Monument aus Stein zu bauen!
Das kann nur mit Hilfe aller Völker - Hirten, Ackerbauern ...

Ein Feuersteinhauer und eine Priesterin mit einer gemeinsamen Vision: das größte, bis in alle Ewigkeit bestehende Monument aus Stein zu bauen!
Das kann nur mit Hilfe aller Völker - Hirten, Ackerbauern und Waldvolk - gelingen. Doch eine große Dürre stellt die Menschen auf eine harte Probe und entzweit die Völker. Können die charismatische Joia und der brillante Seft ihre Leute überzeugen, gemeinsam dieses Werk zu vollenden?

Ein Follett wie das Monument seiner Geschichte - gewaltig und großartig!

Ken Folletts Beschreibungen seiner Figuren und der Schauplätze sind derart lebendig, dass man von den ersten Seiten an direkt in die Zeit eintaucht. Meiner Meinung nach vermag das sein geschriebenes Wort tatsächlich besser als so mancher Blockbuster auf der Leinwand.
Die Handlung selbst ist bis zuletzt spannend und gleichzeitig lehrreich.

Die Geschichte beinhaltet meiner Meinung nach auch den einen oder anderen Fingerzeig auf die Gegenwart und unseren Umgang miteinander - Stichwort Eigentumsanspruch und Ausweitung des Selbigen. So als hätten nicht wir, sondern nur unsere Methoden und Waffen sich weiterentwickelt.

Absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Unterhaltsamer Krimi mit ein paar Schwächen

Flutrache
1

Ein erschossener Mann vor einer Lenin-Statue, Drohbriefe und einige Verschwundene - Kommissar Möllenkamp und sein Team haben wieder alle Hände voll zu tun. Unerwartete Hilfe bekommen sie hierbei von einer ...

Ein erschossener Mann vor einer Lenin-Statue, Drohbriefe und einige Verschwundene - Kommissar Möllenkamp und sein Team haben wieder alle Hände voll zu tun. Unerwartete Hilfe bekommen sie hierbei von einer Journalistin und ihrem Vater.
Heike van Hoorn versteht es, beim Wechsel zwischen ihren Handlungssträngen immer wieder derart Spannung aufzubauen, dass es einem schwerfällt, das Buch wegzulegen. Einige komische Elemente und Charaktere lockern dazwischen die Story auf.
Dennoch ist meiner Meinung nach zu viel in die Geschichte hineingepackt. Der Zusammenhang zwischen den beiden Haupthandlungen erschließt sich mir bis zuletzt nicht wirklich. Ebenso wirken die ganzen Hintergründe, die letztendlich als Motive aufgedeckt werden, etwas arg konstruiert.
Fazit: ich fühle mich gut unterhalten, obwohl zuletzt ein paar Fragezeichen bleiben.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Filmreif, fesselnd, fulminant

Ohne ein letztes Wort
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Ich gestehe: wäre nicht Reese Witherspoon am Cover, hätte ich “Ohne ein letztes Wort” wahrscheinlich im Buchladen übersehen. Zum Glück hat sie meine Aufmerksamkeit erregt und mir so ein rasantes Lesevergnügen ...

Ich gestehe: wäre nicht Reese Witherspoon am Cover, hätte ich “Ohne ein letztes Wort” wahrscheinlich im Buchladen übersehen. Zum Glück hat sie meine Aufmerksamkeit erregt und mir so ein rasantes Lesevergnügen beschert.

Die Geschichte: Maggie MacCabe, eine brillante Chirurgin mit einer tragischen Vergangenheit, nimmt einen mysteriösen Auftrag in Russland an. Doch es stellt sich heraus, dass weit mehr als eine einfache Schönheits-OP dahintersteckt und sie in Wahrheit in großer Gefahr schwebt.

Nach einem fulminanten Einstieg in die Geschichte plätschern die ersten Kapitel ein wenig dahin, wobei man trotzdem ständig das Gefühl hat, sich in etwas Dubiosem zu verstricken.
Doch dann tritt die erste unerwartete Wendung auf, und ab da rast die Geschichte dahin. Überraschende Enthüllungen wechseln sich mit filmreifen Verfolgungsjagden ab. Ja, man merkt die Schauspielerin und Produzentin, diese Geschichte funktioniert mit Sicherheit auch auf der Leinwand.
“Ohne ein letztes Wort” - ein absoluter Pageturner, den ich manchmal einfach weglegen musste, um wieder zu Atem zu kommen!

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