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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2019

Schön geschrieben

Die Blüten von Pigalle
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Inhalt: Paris, 1945. Im Hotel Lutetia wird die Leiche eines Mannes gefunden, daneben die Druckplatte einer englischen Banknote. Gemeinsam mit Inspektor Jean Ricolet begibt sich die junge Kunststudentin ...

Inhalt: Paris, 1945. Im Hotel Lutetia wird die Leiche eines Mannes gefunden, daneben die Druckplatte einer englischen Banknote. Gemeinsam mit Inspektor Jean Ricolet begibt sich die junge Kunststudentin Pauline Drucat auf die Spur dieses rätselhaften Mordfalls. Ihre Ermittlungen führen sie in die höchsten Kreise der Pariser Gesellschaft. Doch dort gibt es jemanden, der ihre Ermittlungen mit allen Mitteln zu sabotieren versucht. Dass er dabei vor nichts zurückschreckt, ahnen sie erst, als Pauline in Gefahr gerät. Quelle: Klappentext

Mir persönlich hat der Roman einerseits gut gefallen, andererseits fehlte mir ein wenig die Spannung.
Gefallen hat mir die Art der Autorin wie sie erzählt und die Liebesgeschichte zwischen Pauline und Jean hinein webt.
Pauline unterstützt ihren Freund Jean Ricolet, seines Zeichens der Kommissar des Viertels, bei seinen Ermittlungen. Pauline, eine junge Kunststudentin, legt allerdings auch hin und wieder Allüren an den Tag, wo man sich fragt, ob sie überhaupt schon aus der Pubertät ist. Sie bringt sich selbst in große Gefahr, wird entführt und befreit sich selbst. Dies ist einer der seltenen spannenden Momente des Krimis.
Viele interessante Aspekte kommen einfach oft zu kurz. Wie und warum kam Camille nach Sachsenhausen? Auf diesen Ort wird kaum eingegangen. Oder auch warum die Befreiung von Pauline so lange dauerte? Auch die Verlobte des Ermordeten, die ja eine Freundin von Pauline war, erscheint auch fast gar nicht mehr.

Fazit: Ein sehr schön geschriebener Roman, den man locker und entspannt geniessen kann. Ich gebe daher 4 von 5 Sternen.

Zur Autorin: Michelle Cordier ist das Pseudonym einer deutschen Schriftstellerin, die unter anderem Namen und für diverse Verlage historische Romane, Krimis und Liebesromane schreibt. Wer gern mehr über sie erfahren möchte, kann sie unter ihrer Webadresse: www.michelle-cordier.de finden.

Veröffentlicht am 08.03.2019

Fabelhafte Fabel

Liebende
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Inhalt: „Lieben musst du jetzt, in diesem Augenblick. Verschieb es nicht auf morgen."
Diese poetische Liebesgeschichte entführt einen mitten in die Kostbarkeit des Lebens und hat Millionen Menschen ...

Inhalt: „Lieben musst du jetzt, in diesem Augenblick. Verschieb es nicht auf morgen."
Diese poetische Liebesgeschichte entführt einen mitten in die Kostbarkeit des Lebens und hat Millionen Menschen berührt.

Gibt es so etwas wie Bestimmung im Leben? Blauperlenauge, der Karpfen eines Tempelglöckchens, kann zumindest sein Glück kaum fassen, als er Schwarzperlenauge begegnet: Es ist Liebe auf den ersten Blick. Zusammen werden sie hoch oben am First des buddhistischen Tempels angebracht und spielen mit ihren Glöckchen im Wind, um traurigen Menschen Trost zu spenden und Freude in einsame Herzen zu tragen.
Mit den Jahren wird Blauperlenauge jedoch unzufrieden. Ihm ist sein Leben zu eng geworden. Er möchte frei sein, die Welt entdecken und erfahren, was Liebe wirklich bedeutet. Wie durch ein Wunder wird ihm dies tatsächlich ermöglicht. Er erlebt viele gefährliche Abenteuer, bis ihm das wahre Wesen der Liebe bewusst wird. Blauperlenauge erkennt, dass er nicht anders sein muss, als er ist, und dass sich in der Akzeptanz erst die Schönheit des Lebens offenbaren kann.
Jeong Ho-seung ist Südkoreas bekanntester Dichter. Mit dieser spirituellen Fabel gelingt es ihm, unaufdringlich an das Wesentliche im Leben zu erinnern und mit seiner einfühlsamen Poesie und Weisheit direkt die Herzen der Menschen zu erreichen.
Die acht Illustrationen von Gisela Goppel wurden extra für die deutsche Ausgabe von „Liebende“ angefertigt. Quelle: Klappentext

Diese Inhaltsangabe wollte ich einfach nicht auslassen. Denn schon sie beschreibt so schön um welch wunderbares Buch es sich handelt. Ich persönlich konnte es überhaupt nicht mehr zur Seite legen. Es ist in einer so poetischen Sprache geschrieben.
Es fehlen mir eigentlich die Worte um das Buch zu beschreiben und zu rezensieren. Wer gute Texte und schöne Illustrationen liebt, der erhält ein Buch der Superlative.

Veröffentlicht am 22.02.2019

Spannung pur

Abgeschlagen
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Inhalt: Der Thriller Abgeschlagen ist die Vorgeschichte des Romans Abgeschnitten, den Michael Tsokos mit Sebastian Fitzek schrieb.
Es geht um den Gerichtsmediziner Paul Herzfeld. Dieser wundert ...

Inhalt: Der Thriller Abgeschlagen ist die Vorgeschichte des Romans Abgeschnitten, den Michael Tsokos mit Sebastian Fitzek schrieb.
Es geht um den Gerichtsmediziner Paul Herzfeld. Dieser wundert sich sehr, dass Prof. Schneider völlig ausrastet als eine alte Frau obuziert wird, die angeblich Selbstmord begangen hat. Es treten viele Ungereimtheiten zu einem anderen Fall auf. Diesem geht Dr. Herzfeld auf den Grund und bringt sich und Andere in große Gefahr.

Dieses Buch zu lesen, war einfach Spannung pur. Obwohl die Art zu schreiben von Michael Tsokos eher unaufgeregt ist, versteht er es doch Spannungsbögen einzubauen, die die Nerven fast zum zerreißen bringen.
Manchmal habe ich mich ein klein wenig gewundert, wie naiv Dr. Herzfeld an die Dinge ran geht, doch das Buch ist ein Pageturner allererster Güteklasse. Sehr schnell ahnt man, wer der Täter ist und trotzdem bleibt es bis zum Schluß höchstgradig spannend.

Fazit: Ein True-Crime-Thriller der unter die Haut geht und den man nicht so schnell vergisst. Absolut lesenswert!

Veröffentlicht am 11.10.2018

Humorvoll, spannend, entspannend

Ich will es doch auch!
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Charlotte ist nicht mehr blutjung, hat alles was das Herz begehrt: einen tollen Job, eine schöne Wohnung und es geht ihr materiell gut. Was ihr noch fehlt: der Mann fürs Leben und den gilt es zu finden. ...

Charlotte ist nicht mehr blutjung, hat alles was das Herz begehrt: einen tollen Job, eine schöne Wohnung und es geht ihr materiell gut. Was ihr noch fehlt: der Mann fürs Leben und den gilt es zu finden. Der Meinung sind auch ihre Eltern.
Das Buch beginnt mit der Hochzeit von Charlottes bester Freundin Antonia. Die heiratet gerade Charlottes Ex-Freund, darauf hat man sich geeinigt, als Antonia schwanger von Tom wurde.
Die Hochzeitsfeier endet für Charlotte in einem Desaster und zu Hause empfangen sie die Eltern mit guten Ratschlägen und einem Ehemann 'Anwärter'. So ganz glücklich ist sie nicht darüber.
Als sie dann dem Klempner Uwe begegnet, stellt dieser ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf.
Ellen Berg hat hier einen sehr schönen Roman verfasst. Ihr Schreibstil ist sehr humorvoll, manchmal etwas bissig und flüssig zu lesen. Ein Buch um sich zu entspannen und dem Alltag für kurze Zeit zu entfliehen.
Fazit: Alles in Allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ausser ein paar Klischees gibt es nichts, was ich als negativ empfinde.

Veröffentlicht am 11.10.2018

Kalt und ohne Emphatie

Untreue
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In seinem neuen Roman Untreue schreibt Paulo Coelho über eine junge Frau die eigentlich alles im Leben hat, was man sich wünschen kann. Verheiratet mit einem liebenswert Mann, der zudem noch über viel ...

In seinem neuen Roman Untreue schreibt Paulo Coelho über eine junge Frau die eigentlich alles im Leben hat, was man sich wünschen kann. Verheiratet mit einem liebenswert Mann, der zudem noch über viel Geld verfügt, zwei Söhne und einen Job als Redakteurin. Doch dieses Leben füllt Linda nicht aus. Als sie einen Jugendfreund, der inzwischen ein bekannter Politiker in der Schweiz ist, interviewt, beginnt sie eine Affäre mit ihm.

Bisher habe ich die Bücher von Coelho gern gelesen. Doch dieses Buch hat mich maßlos enttäuscht.
Die Protagonistin leidet wohl unter Depressionen oder besser gesagt Langeweile. Sie hat Alles, braucht sich auch keine Gedanken um banale Dinge des Lebens zu machen, wie: was essen wir heute, reicht das Geld noch bis zum Ende des Monats, wer putzt die Fenster, bügelt die Wäsche, wo bleiben die Kinder wenn wir etwas vorhaben. Für dies ist ausreichend gesorgt, genügend Geld ist vorhanden, den Haushalt schmeisst die Haushaltshilfe und die Kinder nehmen die Großeltern. Doch gegen ihre Langeweile hat Linda kein Patentrezept.

Ausser bei dem Ehemann konnte ich bei den anderen Protagonisten keinerlei Emphatie erkennen. Alle wirken irgendwie kalt und sehr auf sich selbst bezogen. Unter Leidenschaft verstehe ich etwas anderes. Bis auf Linda, den Jugendfreund Jacob und dessen Ehefrau Marianne, wird nicht ein einziger Name genannt. Die Kinder scheinen nebenher mit zu laufen, während des Lesens habe ich oft vergessen dass Linda Kinder hat. Lediglich der namenlose Ehemann wendet sich Linda liebevoll zu. Für Jacob scheint sie nicht mehr als ein Seitensprung von vielen zu sein.
Man erfährt einiges in dem Buch über die Schweiz und die Schweizer und über die Stadt Genf. Dies ist einer der wenigen positiven Aspekte in diesem Buch. Es gibt auch Nachhilfe im Fach Geschichte in einigen Bereichen.
Oft werden mit (von mir so empfunden) erhobenem Zeigefinger die wichtigsten Grundlagen des Zusammenlebens erklärt. Immer wieder wird die Liebe beschworen, doch anscheinend ist nur einer der Protagonisten dazu fähig.
Provokativ erscheint der Roman in keiner Weise, dazu läßt die Kälte der Personen einen zu sehr einfrieren. Das einzige Gefühl dass bei mir beim Lesen aufkam war, dass Coelho hier seine sexuellen Phantasien auslebt.
Fazit:
Von Coelho bin ich gute Bücher gewohnt. Doch dieses Buch muss man nicht lesen.