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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2021

Mistikowski - das soll wirklich der letzte Band der Mia-Reihe sein?

Mia 14: Mia und das große Halligalli der Gefühle
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Wir mögen die Mia-Reihe total gerne, Mia ist inzwischen dreizehn Jahre jung und total verliebt.

Damit kann unser Mia-Fan noch gar nichts anfangen, sie ist auch noch etwas jünger als Mia, deshalb waren ...

Wir mögen die Mia-Reihe total gerne, Mia ist inzwischen dreizehn Jahre jung und total verliebt.

Damit kann unser Mia-Fan noch gar nichts anfangen, sie ist auch noch etwas jünger als Mia, deshalb waren wir sehr gespannt, ob auch der Band 14 wieder so ober-mega-giga-irre-gut ist.
Soll ich es verraten? Ja, das ist er! Denn das große Halligalli der Gefühle hat Mia zwar voll erwischt, aber eben so, wie das mit 13 ist. Das wunderschöne Kribbeln, aber ohne ständiges Herumgeknutsche. Puh, da ist uns ein kleiner Stein vom Herzen gefallen.
Natürlich sind auch Jette, Alina und Leonie wieder dabei. Und Mias Oma, die ist auch so klasse.
Richtig gut gefallen uns die Tagebucheinträge und dass es ziemlich lustig war. Entweder veräppelt Oma Mia oder Mia passieren die peinlichsten Dinge. Außerdem ist Mia einfach Mia, sie kümmert sich und sorgt sich um ihre Freundinnen und ihre Geschwister, das ist richtig schön.

Man merkt in dem Band auch, dass Mia sich verändert, ihre heißgeliebte Schmetterlingssammlung hat gar nicht mehr den Stellenwert; da sind viele kleine Momente, in denen die Veränderung spürbar ist, Mia ist kein kleines Kind mehr und es ist schön, mit ihr zu wachsen.

Ach, wir werden dich vermissen, Mia - und deine ganzen kunterbunten Wortschöpfungen, ob Mr. Rülps oder Schluffiputziknackikakimaus.
Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja doch noch einen Band 15?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2021

Unglückliche Titelwahl

Die Bücherfrauen
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Ich habe mich bei dem Buch auf eine interessante Geschichte über Frauen, die Bücher lieben, gefreut. Aber darum geht es in dem Buch gar nicht, die Titelwahl finde ich daher etwas unglücklich.


Warum geht ...

Ich habe mich bei dem Buch auf eine interessante Geschichte über Frauen, die Bücher lieben, gefreut. Aber darum geht es in dem Buch gar nicht, die Titelwahl finde ich daher etwas unglücklich.


Warum geht es?
Um Frauen, die in einer Kleinstadt in Kansas leben. Die Nachbarstadt wurde von einem Tornado zerstört.
In einem Kulturzentrum treffen die Frauen aufeinander - außerdem noch Angelina, deren Großmutter aus dem Ort stammt und die hier für ihre Doktorarbeit recherchieren will und eine Gast-Künstlerin, die frischen Schwung in das Kulturzentrum bringen soll. Die sogenannten "Problemkids" des Ortes kreuzen auch noch auf.

Erzählt wird die Geschichte aus jeweils wechselnder Frauenperspektive. Die meisten Abschnitte waren sehr kurz, oft auch nur eine Seite und dann wurde die Perspektive bereits wieder gewechselt. Dadurch kam ich nur sehr schwer in einen Lesefluss.

Aber noch mehr hat mich gestört, dass es einfach langweilig geschrieben ist. Eigentlich passiert und passierte viel - und eigentlich müssten mir die unterschiedlichen Frauenschicksale auch sehr zu Herzen gehen, aber das geschah nicht. Ich blieb eine distanzierte Leserin und es zog sich einfach nur, ohne dass es mich groß interessierte.
Ich war froh, als ich das Buch dann irgendwann durch hatte.

Befremdlich fand ich auch, dass die Frauen sich immer nur zum Handarbeiten oder Kochen für Wohltätigkeits-Spendenaktionen getroffen haben.

Interessant war der Einblick in die US-Kleinstadt-Kulturszene. Während bei uns Kultur vielerorts öffentlich subventioniert ist (zumindest diese Art von Kulturzentren oder auch Bibliotheken wie sie hier im Buch beschrieben werden), hängt dort die Existenz überwiegend von der Spendenbereitschaft der Bevölkerung, insbesondere dem Einsatz der koch- und handarbeitswilligen weiblichen Bevölkerung sowie von Firmen ab. Damit ist jegliche Unabhängigkeit aber hinfällig. Schwierig.

Insgesamt war das einfach nicht mein Buch, schade, aber so ist es einfach manchmal.

Veröffentlicht am 05.04.2021

Super: großer Wiedererkennungswert und breite Rezeptauswahlt

Magische Rezepte aus dem geheimnisvollen Kochbuch
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Wir sind große Fans der Serie "Das magische Kochbuch" und haben uns sehr gefreut, dass es jetzt auch ein richtiges Kochbuch zum Nachkochen gibt.

Ich hatte zuerst etwas Bedenken, weil auf dem Buch ja steht ...

Wir sind große Fans der Serie "Das magische Kochbuch" und haben uns sehr gefreut, dass es jetzt auch ein richtiges Kochbuch zum Nachkochen gibt.

Ich hatte zuerst etwas Bedenken, weil auf dem Buch ja steht "Das inoffizielle Buch zur Serie" - aber das hat bestimmt nur irgendwelche lizenzrechtlichen Ursachen, das Kochbuch bezieht sich voll auf die Rezepte der Serie.

Wir sind gerade bei der letzten Staffel, in der das Kochbuch nach Bay City zu seinen neuen Beschützern wechselt - und auch hier finden wir gleich viele Rezepte wieder im Buch. Es deckt beide Serien ab, die Ursprüngliche mit Kelly, Hannah und Darbie als auch die neuen Folgen um Zoe, Ish und Leo sind mit den Rezepten vertreten.

Und die Rezepte?
Es macht einfach riesigen Spaß, die Rezepte aus der Serie zu entdecken. Als wir gestern weitergeschaut haben, haben wir jedes Mal begeistert gegrinst ,wenn wieder ein Rezept aus "unserem Buch" aufgetaucht ist.
Die Zutatenliste ist auch witzig, da steht dann beispielsweise "Du kannst natürlich auch handelsübliche Knoblauchzehen verwenden, da der livonische Knoblauch in unserer Gegend kaum wächst"

Die Rezeptauswahl ist auch schön, das Kind will ganz viel nachkochen.
Ob "Entziehe die Magie-Mac´n´ Cheese oder Vergiss-mich-Knoblauchbrot, Mozarella-Statistik-Sticks, Mach-mich-munter-Schokocookies oder Doppelgänger-Schnitzel, mmmh. Nur Olly, Olly Ochsenschwanzsuppe hat hier keine Realisierungschance.
Es gibt aber auch Hühnersuppe, Falafel, Risotto, Lasagne,...ach, fast alles mag das Kind.

Manchmal hätten wir uns die Rezeptbeschreibung etwas ausführlicher gewünscht, bei den hübschen Spirallocken-Pommes beispielsweise ist der Schritt "Kartoffeln waschen und in Spiralen schneiden" schon etwas sehr dürftig. Wie geht das denn? Da wäre eine exaktere Beschreibung für Kinder schon hilfreich.

Aber insgesamt macht das Buch einfach mega viel Spaß und hat für uns wirklich brauchbare Rezepte. Nicht wie sonst in vielen Kinderkochbüchern, die hier durchgeblättert und mit einem "Iiiieh" in der Ecke landen.
Für Fans der Serie, die immer mit großen Appetit vor dem TV sitzen, ist das Buch ein echtes Highlight.

Veröffentlicht am 04.04.2021

Liest sich schön, hinterlässt aber bei mir keinen bleibenden Eindruck

Fritz und Emma
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Das Buch hat zwei Zeitebenen.
Einmal in der Gegenwart (naja, fast...), es ist 2018 und Marie und ihr Mann sind frisch nach Oberkirchbach gezogen. Er ist der neue Dorfpfarrer und Marie langweilt sich. Sie ...

Das Buch hat zwei Zeitebenen.
Einmal in der Gegenwart (naja, fast...), es ist 2018 und Marie und ihr Mann sind frisch nach Oberkirchbach gezogen. Er ist der neue Dorfpfarrer und Marie langweilt sich. Sie hat keinen Job und ist halt die Frau Pfarrer im Dorf. Dort ist so gar nichts geboten.
Im Rückblick lernt man dann die jetzt 92-jährigen Bewohner Fritz und Emma näher kennen, die damals, 1947, kurz nach dem der Krieg vorbei war, ein Liebespaar waren. Sie wollten heiraten, doch dann geschieht etwas Schlimmes.

Die Geschichte von Fritz und Emma hat mir gut gefallen, die Zeit kurz nach dem Krieg mit Flüchtlings- und anderen Kriegsschicksalen in einem kleine Dorf war interessant und nachvollziehbar beschreiben.
Überhaupt das Dorf - gerade dann die Schilderungen in der Gegenwart waren ein Abbild von vielen Dörfern, wirklich gut skizziert. Ich komme selbst aus einem kleinen Dorf und habe mich da voll wiedergefunden.


Nicht besonders mitgerissen hat mich dann der Strang um den Pfarrer und seine Frau Marie, das war sehr ausschweifend und hat mich in dem Detailgrad einfach nicht interessiert.
Vielleicht war es mir das Buch auch ein bisschen zu viel schwarz und weiß - erst alles schlimm und schrecklich und dann so wunderbar, das war mir zu unrealistisch.

Gute Unterhaltung, auf jeden Fall, aber kein Buch, das bei mir lange nachklingt.

Veröffentlicht am 02.04.2021

Klimakatastrophe, Social Media und Gruppenzwang

Fair Play
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Am Anfang steht ein Wettbewerb und eine Idee: wie wäre es, wenn alle über eine App angezeigt bekommen, welche Auswirkungen ihr Verhalten auf die Klima-Katastrophe hat? Ganz simpel. Einfach rot oder grün ...

Am Anfang steht ein Wettbewerb und eine Idee: wie wäre es, wenn alle über eine App angezeigt bekommen, welche Auswirkungen ihr Verhalten auf die Klima-Katastrophe hat? Ganz simpel. Einfach rot oder grün - je nachdem, ob das aktuelle Verhalten der Verlauf stoppen würde oder eben nicht.
Vier Klassenkameraden, zusammengewürfelt von einer Lehrerin, sind im engeren Umsetzungsteam.
Dann bekommt das ganze eine ungewohnte Eigendynamik und beginnt aus dem Ruder zu laufen.

Ein richtig spannendes Thema - nein, sogar mehrere, die das Buch da hat. Alles topaktuell, es geht um Überwachung durch unsere digitalen Helferchen, um den Einfluss von Social Media, Beeinflussung und Gruppenzwang und natürlich um die Klimakatastrophe. Wie wäre das Leben mit so einer App?
Dazu noch erstes Verliebtsein, Ausgrenzung, ach, einfach all die Themen, die einen in der Alterskategorie so umtreiben.

Auch den Schreibstil fand ich sehr erfrischend. Modern und mit vielen Social-Media-Post wie aus dem Leben gegriffen, der komplette Verlauf wirkte erschreckend real.

Das Buch hat mich total an die klassische Schul-Lektüre "Die Welle" erinnert, nur frisch und modern. Trotzdem hatte es gegen Ende hin auch etwas von Schul-Lektüre, meine Faszination hatte da etwas nachgelassen. Vielleicht hätten dem Buch ein paar Seiten weniger noch gutgetan?

Insgesamt aber eine faszinierende Story, die sich leicht und angenehm lesen lässt und erschreckend real wirkt. Empfehle ich gerne weiter.