Homo sapiens sapiens....point of no return
Ins fahle Herz des SommersIm Rahmen einer Leserunde bzw. diesmal einer Hörrunde könnte ich das Hörbuch "Ins fahle Herz des Sommers" von Andreas Eschbach hören.
Passend zur Atmosphäre des Hörbuches musste ich leider lesen, dass ...
Im Rahmen einer Leserunde bzw. diesmal einer Hörrunde könnte ich das Hörbuch "Ins fahle Herz des Sommers" von Andreas Eschbach hören.
Passend zur Atmosphäre des Hörbuches musste ich leider lesen, dass es die Lesejury leider in Kürze nicht mehr geben wird. Das hat mich so deprimiert, dass ich erst heute meine Rezension schreibe. Ebenso passend hat sich mein Laptop verabschiedet, doch hoffe ich, es hängt nur am Ladekabel. So schreibe ich heute mittels Smartphone.
Ebenso passend ist die Stimme, die Sprachmelodien des Sprechers Matthias Koeberlin. Recht neutral, etwas düster wird das Entsetzliche gesprochen, wodurch es noch substantieller wird.
Schwer etwas zu schreiben, ohne viel von der Handlung zu verraten.
Doch ist die Zukunft der Menschheit so oder so ähnlich tatsächlich vorstellbar. Peau a peau und dann auf einmal ganz schnell veränderte sich die Welt in eine lebensfeindliche Umgebung. Viele Menschen konnten in den Norden flüchten, wo alles besser sein soll. Die, die es nicht schafften, müssen um ihr Überleben kämpfen. Direkt vor unserer Haustür, im benachbarten Frankreich tut dies ganz alleine, Fausto. Nur wenige alte Dorfbewohner sind noch da und eine sehr unangenehme Familie. Leben kann man ihr Leben nicht mehr nennen, eher überleben. Der Versuch zu überleben in einer viel zu heißen Umgebung ohne Regen, ohne Bäume, ohne Tiere. Ohne richtige soziale Kontakte. Bis eine junge, sehr seltsame Frau in Faustos Leben tritt. Die keine Probleme mit diesen Klimabefdingungen hat, die nicht einmal schwitzt. Dramatische Ereignisse nehmen ihren Lauf, eine Gruppe von Personen, die ebenso "klimaunabhängig" sind, kommt ins Dorf.
Was hat es mit ihnen auf sich?
Eigentlich mag ich keine düsteren Endzeitgeschichten, aber diese Geschichte ist so gut geschrieben und erzählt, dass ich gar nicht mehr aufhören könnte.
Viele Gedanken kamen zu der Geschichte. So muss es den Neandertalern gegangen sein. Oder aussterbenden Tiergarten. Irgendwo lebt ein Papagei, habe ich vor kurzem gelesen, der der letzte seiner Art ist. Und nach Artgenossen ruft. Oder der Wal. War auch zu der Zeit. Von uns Menschen krank gemacht, durch den Lärm die Orientierung verloren, verloren in der salzarmen Ostsee. Und jetzt wahrscheinlich ertrunken im tiefen, viel zu frequentierten Wasser.
Irgendwann ist der point of no return. Wenn er nur noch nicht da war.
Wenn der Mensch aufhört, so schrecklich dumm zu sein. Aufhört mit Kriegen, die nur der Waffenindustrie und einigen wenigen was bringen. Wenn er nur auf die Natur hört.
Absolute Hör - und Leseempfehlung.