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Veröffentlicht am 28.06.2018

Man muss kein Imker sein

Die Honigfabrik
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Man muss kein Imker sein, um dieses Buch lesen und verstehen zu können.
Die Honigfabrik ist kein Buch, das hilft das Imkerhandwerk zu erlernen.
Die Honigfabrik wendet sich an alle, die sich für Bienen ...

Man muss kein Imker sein, um dieses Buch lesen und verstehen zu können.
Die Honigfabrik ist kein Buch, das hilft das Imkerhandwerk zu erlernen.
Die Honigfabrik wendet sich an alle, die sich für Bienen interessieren, egal ob es sich dabei um Imker handelt oder nicht. Und jeder findet in diesem Buch neue Erkenntnisse.
Dabei ist es leicht verständlich geschrieben, die Verbindung von Wissenschaftler (Jürgen Tautz) und Imker (Diedrich Steen) funktioniert hervorragend und bildet eine perfekte Ergänzung.
So bekommt man Einblick in den Imker- und Bienenalltag, erfährt Hintergründe und Erstaunliches aus der Welt eines der ältesten Nutztiere des Menschen.
Abbildungen und Fotos, Hinweise auf weitere Quellen (Literatur und WWW) ergänzen die Kapitel.
Und es wird nie langweilig, eine verklärte Sichtweise des Imkers oder eine trockene Darstellung des Wissenschaftlers wird man hier nicht erwarten.
Die Honigfabrik spricht jeden an, der Interesse an Bienen hat und ist für jeden verständlich, Wissenschaft und Praxis gehen Hand in Hand, ergänzen sich gut und bilden so ein wunderbares Buch, das man nur weiter empfehlen kann.
Das einzige, das mich etwas irritiert hat, war der vollständige Titel:
Die Honigfabrik: Die Wunderwelt der Bienen – eine Betriebsbesichtigung
Wie schön, dass der Klappentext mehr verrät. Und jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe muss ich sagen, dass der Titel perfekt passt. Der Bienenstaat ist wie eine Fabrik: Mit fleißigen und faulen Arbeitern, mit Übernahme- und Spionageaktionen, Diebstählen und und und …

Veröffentlicht am 27.06.2018

Wie aus dem Leben ...

Himbeerjoghurt mit Sahne
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Jan Ranft wurde 1974 in Birkenfeld geboren und lebt (und arbeitet) heute in Saarbrücken. 2012 erschien sein Erstlingswerks "Himbeerjoghurt". "Himbeerjoghurt mit Sahne" ist die überarbeitete Version mit ...

Jan Ranft wurde 1974 in Birkenfeld geboren und lebt (und arbeitet) heute in Saarbrücken. 2012 erschien sein Erstlingswerks "Himbeerjoghurt". "Himbeerjoghurt mit Sahne" ist die überarbeitete Version mit alten und neuen Geschichten. Es sind kurze Geschichten, manche nur wenige Seiten lang und oft mit abrupten (und unerwarteten) Ende.

Es sind Geschichten, die man als schwuler Mann in ähnlicher Weise durchaus selbst erleben könnte (und einige wirken sehr vertraut für mich). Es sind unterhaltsame Geschichten, manche witzig, andere traurig oder nachdenklich. Es dürfte für jeden etwas dabei sein.

Selbst Ausflüge in den fantastischen Bereich (Geister, Werwölfe) finden sich auf den 256 Seiten.

Liest man die Geschichten (die sich ohne Weiteres als Lesequickie zwischendurch eignen) kommen einige der Personen bekannt vor und tatsächlich tauchen sie mehrmals auf. Am Ende des Buchs erhält man einen Überblick wer wann auftaucht.

Jan Ranft bietet kurzweilige Unterhaltung, und auch wenn mir nicht alle Geschichten gefallen haben (aber das liegt in der Natur von Kurzgeschichtensammlungen), so habe ich mich doch sehr amüsiert.

Und da es nie sehr pornografisch wird kann das Buch von jedem gelesen werden.

Schwule sind auch nur Menschen (und das wird in "Himbeerjoghurt mit Sahne" hervorragend gezeigt)


Ein (meistens) realistischer Blick auf das schwule Leben, ohne Schnickschnack, so wie man es selber erleben könnte ...

Veröffentlicht am 21.06.2018

Noch abgedrehter als Teil 1

Hamstersaurus Rex gegen Eichhörnchen Kong
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Hamstersaurus Rex gegen Eichhörnchen Kong erweist sich als noch abgedrehter und actionreicher als der Vorgänger (Hamstersaurus rex). Erzählt (und gezeichnet) wird die Geschichte wieder von Sam Gibbs.
Dieser ...

Hamstersaurus Rex gegen Eichhörnchen Kong erweist sich als noch abgedrehter und actionreicher als der Vorgänger (Hamstersaurus rex). Erzählt (und gezeichnet) wird die Geschichte wieder von Sam Gibbs.
Dieser entdeckt beim heimlichen Drehs des „Blockbusters“ Chinchillazilla gegen Mechachinchillazilla (das muss man sich laut vorlesen ..) ein Rieseneichhörnchen (Eichhörnchen Kong, unschwer zu erahnen). Zeitgleich findet man überall Spuren der Zerstärung und nachdem kein anderer Verdächtiger vorhanden ist, belastet man Hamstersaurus rex und will ihn in ein Heim für schwer erziehbare Haustiere geben. Zumindest ist das der Plan der Schuldirektorin, aber Sam kann Hamstersaurus rex vor diesem Schicksal retten. Natürlich glaubt niemand an die Existenz von Eichhörnchen Kong.
Aber Sam ist nicht alleine, er bekommt Unterstützung im Kampf gegen das Riesennagetier …
Nun ja … wenn ich genau darüber nachdenke ist Hamstersaurus rex gegen Eichhörnchen Kong noch doofer als der Vorgänger. Aber es ist ein unterhaltsames Buch mit Ideen, die so erfrischend (und lächerlich) sind, dass man zumindest mit einem Dauergrinsen den Abenteuern des mutierten Hamsters folgt.
Natürlich ist Sam und Hamstersaurus nicht alleine. Wie bereits im ersten Band spielen auch (mehr oder weniger) die gleichen Personen/Tiere/Dinge eine Rolle, vielleicht mit etwas anderen Rollen und ein zerstörerischer Endkampf fehlt ebensowenig.
Ich glaube ich verrate nicht so viel, wenn ich von einem King Kong-mäßigen Showdown erzähle.
Aber erwartet man nicht von einem Wesen das Eichhörnchen Kong genannt wird, dass es sich mit einer weißen Frau auf ein hohes Gebäude begibt?
Nun ja, Eichhörnchen Kong steigt auf ein hohes Gebäude, allerdings ist die weiße Frau … das verrate ich nicht.
Aber natürlich findet alles ein gutes Ende.
Und man darf auf den dritten Band gespannt sein. Ich in es auf jeden Fall.
(ich würde 6 Punkte geben, wenn das möglich wäre, da ich bei Teil 1 schon die Maximalpunktzahl gegeben habe ...)

Veröffentlicht am 21.06.2018

Skurill und unterhaltsam

Hamstersaurus Rex
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Der Klappentext klingt doof, aber auf sehr unterhaltsame Art und Weise. Der verfressene Dinohamster schlittert von einer witzigen Situation in die nächste, eine skurile Szene jagt die nächste. Und alles ...

Der Klappentext klingt doof, aber auf sehr unterhaltsame Art und Weise. Der verfressene Dinohamster schlittert von einer witzigen Situation in die nächste, eine skurile Szene jagt die nächste. Und alles wird von Sam berichtet und gezeichnet (die Zeichnungen sind zwar von Tim Miller, passen aber zum Stil des Buchs und könnten durchaus auch von einem Zwölfjährigen gezeichnet worden sein … was das für den Illustratoren aussagt? Das lasse ich mal so dahingestellt).
Neben dem Hamster und Sam spielen auch noch eine Menge anderer Personen/Tiere/Dinge eine Rolle: Der Schulschläger, die superintelligente Streberin, eine ortsansässige Junkfoodfirma und ihre neueste Erfindung, Junkfood im Allgemeinen, Toiletten, Pfannenkuchenteig, Zement, eine Boa constrictor, Schüler, Lehrer, Eltern…
Und Disc Golf (was zeigt, dass man auch was aus dem Buch lernen kann, von Disc Golf hatte ich bisher noch nie gehört).
Ein bisschen erinnert mich Hamstersaurus rex an die Bücher vom kleinen Nick, nur etwas abgedrehter.
Die witzige Erzählweise ist nicht nur für Kinder unterhaltsam. Ich selbst musste bei einigen Szenen/Zeichnungen lachen. Manche Szenen sind vorhersehbar, aber die Vorfreude auf das, was sicherlich passiert schmälert das Lesevergnügen nicht.
Hamstersaurus rex ist auf abgedrehte Art unterhaltsam. Und trotz aller Albernheiten erinnert man sich doch an die eigene Schulzeit (mag sie vorbei sein oder noch andauern).
Und nachdem Band zwei (Hamstersaurus rex gegen Eichhörnchen Kong) zeitgleich mit Band eins erschien, kann man sich auf ein verlängertes Lesevergnügen freuen.

Veröffentlicht am 21.06.2018

Es wird besser...

Die Gefahr der Neugier
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Teil eins der Vampirjägersaga hat mich ja nicht so überzeugt, aber die Autorin macht sich. Natürlich kann man Band zwei nach wie vor nicht als Meisterwerk bezeichnen, aber als verschwendete Lesezeit auch ...

Teil eins der Vampirjägersaga hat mich ja nicht so überzeugt, aber die Autorin macht sich. Natürlich kann man Band zwei nach wie vor nicht als Meisterwerk bezeichnen, aber als verschwendete Lesezeit auch nicht. Tatsächlich wird man gut unterhalten. Die Hauptcharaktere werden etwas besser durchleuchtet und auch die Nebencharaktere bekommen ihre Ecken und Kanten.

Freunde (und/oder Kenner) der Rollenspielserie VAMPIRE - DIE MASKERADE/VAMPIRE - THE MASQUERADE werden viele Parallelen feststellen. Mich haben diese Ähnlichkeiten etwas gestört, da es eine Zeit gab, in der ich fast ausschließlich dieses Rollenspiel gespielt habe. DIE GEFAHR DER NEUGIER ist NICHT das Rollenspiel, hat auch nichts damit zu tun, aber durch diese gehäuften Ähnlichkeiten wird dem Vampirmythos nichts Neues oder Eigenes hinzugefügt.

Und auch wenn die Vampire als Persönlichkeiten einigermaßen interessant sind, so ist ihr Hintergrund/ihre Gesellschaft nicht wirklich interessant.

Dabei wird immer wieder bewiesen, wie man dem Mythos der Blutsauger neue Aspekte abgewinnen kann, ohne der klassischen Sicht der Dinge abtrünnig zu werden.

Von daher kann ich nur wiederholen, was ich bereits bei Band eins gesagt/geschrieben habe: Kann man lesen, muss man aber nicht.

Aber ... und manchmal gibt es ein Aber...: Man erkennt Verbesserungen und ich würde mich nicht wundern, wenn sich die Autorin nicht mit jedem ihrer Bücher steigern würde und auch mehr ihre eigene Fantasie einfließen lässt.