Profilbild von Mattiasbuecherecke

Mattiasbuecherecke

Lesejury Profi
offline

Mattiasbuecherecke ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Mattiasbuecherecke über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2019

Von Liebe und Freundschaft

Wir fliegen, wenn wir fallen
0 0

Yara und Noel sollen gemeinsam das Vermächtnis von Noels Großvater Phil erfüllen, eine Liste, mit Punkten von Dingen, die Phil noch gerne erlebt hätte. Das Problem ist, die beiden kennen sich gar nicht ...

Yara und Noel sollen gemeinsam das Vermächtnis von Noels Großvater Phil erfüllen, eine Liste, mit Punkten von Dingen, die Phil noch gerne erlebt hätte. Das Problem ist, die beiden kennen sich gar nicht und sind sich auf Anhieb alles andere als sympathisch. Doch für Phil raufen sich die beiden zusammen und sind am Ende nicht mehr die Selben wie zuvor.

Eine sehr einfühlsam erzählte Geschichte um Trauer, Schuldgefühle und Vertrauen. Der Autorin gelingt es hervorragend, sich in die Gefühlswelt ihrer beiden Protagonistin einzufühlen. Die Beiden lernen, dass es doch gar nicht so schlecht ist, wenn man sich auf eine andere Person einlässt und Freude aber auch Trauer gemeinsam bewältigt.

Die Geschichte hat mich sehr berührt und ich habe mit Yara und Noel mitgefiebert, gelitten und mich gefreut. Und am Ende ist nicht nur die Liste bewältigt, sondern die Beiden haben auch etwas sehr wertvolles gewonnen - nämlich sich.

Hinzu kommt eine wunderschöne Aufmachung des Buches, die das Lesevergnügen noch verstärkt.

Veröffentlicht am 14.01.2019

Himmelfahrtskommando

Himmelfahrtskommando. Ein Mordsacker-Krimi
0 0

Klara Himmel und ihr Mann sind im Zuge des Zeugenschutzprogramms im verschlafenen Nest Mordsacker gelandet. Klara langweilt sich beinahe zu Tode und fängt bei einem augenscheinlichen Selbstmord auf eigene ...

Klara Himmel und ihr Mann sind im Zuge des Zeugenschutzprogramms im verschlafenen Nest Mordsacker gelandet. Klara langweilt sich beinahe zu Tode und fängt bei einem augenscheinlichen Selbstmord auf eigene Faust an zu ermitteln.

Die Geschichte ansich ist ganz nett, aber teilweise ist die Vorgehensweise der Protagonisten so dilettantisch, dass es fern jeglicher Realität ist. Der Schreibstil ist in Ordnung, allerdings finde ich persönlich, dass das Übersetzen des plattdeutschen Dialekts echt fehl am Platz ist. Apropos Dialekt: Die Verschriftlichung des sächsischen von Friseurin Moni finde ich schon hart an der Grenze zum guten Geschmack. Ich habe den Eindruck, die Autorin macht sich darüber lustig. Und nein, ich komme nicht aus Sachsen, aber finde schon, dass man da etwas anders vorgehen könnte.

Alles in allem wurde ich aber dennoch unterhalten, was jadie Hauptsache an einem Krimi ist.

Veröffentlicht am 11.01.2019

Indridason ist einfach einer der besten Krimi & Thriller Autoren

Graue Nächte
0 0

Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan von den Büchern Indridasons. Graue Nächte ist der zweite Band aus der Reihe um Flóvent und Thorson, die zeitlich im Island des 2.Weltkriegs spielt. Und obwohl ...

Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan von den Büchern Indridasons. Graue Nächte ist der zweite Band aus der Reihe um Flóvent und Thorson, die zeitlich im Island des 2.Weltkriegs spielt. Und obwohl ich den ersten Teil dieser Reihe (noch) nicht gelesen habe,war es überhaupt kein Problem in diese Geschichte rein zu kommen, die Arbeitsweise der beiden zu begreifen.

Beide Ermittler finde ich sehr sympathisch, so verschieden wie sie sind, so gut harmonieren sie miteinander.

Die Geschichte ansich wird auf zwei Ebenen erzählt, einmal über die Arbeit der Ermittler und einmal aus Sicht einer bis kurz vor dem Ende nicht benannten weiblichen Person; die zweite Ebene beginnt schon rund 2 1/2 Jahre vor der eigentlichen Geschichte und wird von eben jener unbekannten erzählt.

Diese zweischichtige Erzählweise macht die ganze Geschichte noch spannender, denn nach und nach werden die einzelnen Puzzlestücke freigelegt und zu einem großen ganzen zusammengefügt.

Mir hat dieses Buch außerordentlich gut gefallen, ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen und war dementsprechend recht fix durch damit.

Ich fand es spannend und fesselnd, informativ und erschütternd, so kenne ich den Autor, und das ist auch der Grund, weshalb ich seine Bücher so sehr liebe.

Veröffentlicht am 07.01.2019

Erwartungen nicht erfüllt

Die Vermissten
0 0

Ich muss gestehen, dass ich sehr hohe Erwartungen an dieses Buch hatte und diese wurden leider nicht erfüllt.

Ich hatte unglaubliche Probleme, in diese Geschichte rein zu kommen, die Erzählperspektive ...

Ich muss gestehen, dass ich sehr hohe Erwartungen an dieses Buch hatte und diese wurden leider nicht erfüllt.

Ich hatte unglaubliche Probleme, in diese Geschichte rein zu kommen, die Erzählperspektive mit den kursiv gestalteten "Zwischentönen" hat mich zeitweise sehr verwirrt, dass ich gar nicht wusste, was jetzt gemeint war.

Erst nach knapp 100 Seiten konnte mich die Geschichte besser bei der Stange halten, was ich bei einem Buch, das nur 288 Seiten hat, doch recht spät finde.

Ich glaube, wenn die Geschichte nicht aus der Perspektive der Protagonistin, sondern aus Erzählersicht geschrieben worden wäre, hätte ich dem ganzen besser folgen können.

Nichts desto trotz ist die Idee des ganzen nicht schlecht, und wenn man erstmal in der Geschichte drin ist, liest es sich auch recht flüssig.

Alles in allem ein solider Thriller, der allerdings noch deutlich Luft nach oben lässt.

Veröffentlicht am 07.01.2019

Fesselnd

Der Kratzer
0 0

Der Kratzer ist der dritte Band um die Journalistin Christine Lenève; für mich war es allerdings das erste Buch des Autors, was dem Verständnis der Geschichte überhaupt keinen Abbruch tat.
Die Geschichte ...

Der Kratzer ist der dritte Band um die Journalistin Christine Lenève; für mich war es allerdings das erste Buch des Autors, was dem Verständnis der Geschichte überhaupt keinen Abbruch tat.
Die Geschichte ist von der ersten Seite an hochexplosiv, ich war sofort drin. Auch der Schreibstil ist flüssig und verständlich, was das Lesevergnügen noch zusätzlich zur tollen Geschichte verstärkt hat.

Menschliche Abgründe tun sich auf, man fragt sich, was mag wohl im Kopf von jemanden vorgehen, der solche abartigen Dinge macht? Und überhaupt, wer versteckt sich hinter dem Kratzer, was ist seine Motivation für diese schrecklichen Taten?

Nach etwa 300 Seiten erfährt man es genau und denkt "Hä??? Das Buch hat doch noch gut 100 Seiten. Was kann da jetzt noch kommen???"

Achtung evtl. Spoilergefahr:

Aber es kommt noch was, dass die ganze Geschichte noch mal von einer völlig anderen, unerwarteten Seite beleuchtet. Und da zeigt sich einmal mehr die hohe Qualität dieses Buches.

Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen, und es hat mir mal wieder gezeigt, warum ich dieses Genre so gerne lese.

Von mir gibt es dafür eine Leseempfehlung.