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Veröffentlicht am 16.03.2019

super spannender Familienroman

Der Verrat
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Zwei völlig unterschiedliche Schwestern, zwischenmenschliche Beziehungen und eine große Intrige stehen im Mittelpunkt dieser atmosphärischen Geschichte von Ellen Sandberg.

Pia, nicht besonders emotional, ...

Zwei völlig unterschiedliche Schwestern, zwischenmenschliche Beziehungen und eine große Intrige stehen im Mittelpunkt dieser atmosphärischen Geschichte von Ellen Sandberg.

Pia, nicht besonders emotional, ist mit dem über 20 Jahre älteren Thomas verheiratet, lebt mit diesem auf seinem Weingut an der Saar.

Nane, nach 20 Jahren Haft wegen Mordes erst seit kurzem wieder auf freien Fuß, will herausfinden, was damals wirklich passiert ist.

Die Begegnung dieser zwei völlig unterschiedlichen Frauen lässt sich nicht verhindern und alte Konflikte schwellen wieder auf.

Diese Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, einmal in der Vergangenheit der Jahre 1998/1999 abwechselnd aus der Sicht von Pia und Nane und einmal im Jahr 2018. Hier kommt neben den beiden Sichtweisen von Pia und Nane noch eine dritte hinzu, die von Thomas Enkelin Sonja.

ich muss sagen, dass mir die Figur von Anfang an total unsympathisch war, egoistisch und ohne Rücksicht auf Verluste geht sie durch ihr Leben, immer auf den eigenen Vorteil bedacht.

Bei Nane finde ich es schwieriger. Ja, ihre Art sich an andere Menschen emotional zu binden ist ziemlich toxisch und krank, aber dennoch ist sie mir um Welten lieber wie ihre älteste Schwester. Sonja hingegen mochte ich, die versucht die Ereignisse, die sie seit ihrer Kindheit beschäftigen, neutral anzugehen und ist auch bereit, mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seiten in seinen Bann gezogen, der Schreibstil ist großartig, das Setting absolut perfekt. Ich hatte es so schnell durchgelesen, dass ich mich gefragt hab, wo die Zeit so zügig hin ist.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne Spannungsromane liest.

Veröffentlicht am 13.03.2019

Spannendes Buch

Dana Mallory
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Der Klappentext zu diesem Buch hat mich direkt angesprochen, da ich gerne solche Geschichten für Kinder und Jugendliche mag.

Das Cover hat diesen ersten Eindruck noch zusätzlich verstärkt, meine Neugier ...

Der Klappentext zu diesem Buch hat mich direkt angesprochen, da ich gerne solche Geschichten für Kinder und Jugendliche mag.

Das Cover hat diesen ersten Eindruck noch zusätzlich verstärkt, meine Neugier war also geweckt.

Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Dana Mallory in der Vergangenheitsform erzählt. Der Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und fesselnd, der Plot spannend.
Ein kleines bisschen hat mich diese magische Welt auch an die Harry Potter Reihe von J.K. Rowling erinnert, die magische Welt, das verzauberte Haus und sprechende Bilder erinnern mich etwas an Hogwarts (was ich aber nicht negativ empfinde).

Antagonistin in diesem Buch ist eine böse Hexe, die einst bei Vollmond aus einem Gemälde ausgebrochen ist. Vom ersten Moment an ist einem diese Figur unsympathisch, was sicher auch so von der Autorin gewollt ist.

Ich weiß nicht, ob dieses Buch den Auftakt zu einer Reihe rund um Dana Mallory ist, könnte es mir aber sehr gut vorstellen, und würde in diesem Fall auch gerne Folgebände zu dieser Geschichte lesen.

Mir hat das Buch ausnahmslos gut gefallen und ich spreche eine klare Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 04.03.2019

Flugpioniere

Das Geheimnis der roten Schatulle
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Das Geheimnis der roten Schatulle ist nach Nacht über Frost Hollow Hall das zweite Buch der Autorin, dass im Thienemann - Esslinger - Verlag erschienen ist und das ich gelesen habe. Es hat mir auch wieder ...

Das Geheimnis der roten Schatulle ist nach Nacht über Frost Hollow Hall das zweite Buch der Autorin, dass im Thienemann - Esslinger - Verlag erschienen ist und das ich gelesen habe. Es hat mir auch wieder gut gefallen, allerdings kommt es an Nacht über Frost Hollow Hall nicht heran.

Die Geschichte um die junge Taschendiebin Elster (Elsa) ist im Jahr 1783 angesiedelt und spinnt eine fiktive Handlung rund um den ersten Ballonflug, den die Brüder Montgolfier zu verantworten hatten.

Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich zügig lesen. Die Protagonistin Elsa erzählt die Geschichte in der Vergangenheitsform, was sehr angenehm zu lesen ist.

Der Spannungsbogen baut sich kontinuierlich auf und bis zum Schluss kommt der Leser nicht darauf, dass es nicht um die Papiere geht, die sich in der Titel gebenden roten Schatulle befinden, sondern es damit etwas ganz anderes auf sich hat.

Die Geschichte war insgesamt echt nett, allerdings ist diesmal nicht so der Funke übergesprungen, wie es beim Erstlingswerk der Autorin noch der Fall gewesen ist.

Nichts desto trotz kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne Kinder - und Jugendbücher liest.

Veröffentlicht am 04.03.2019

großartiges Finale der Trilogie

Gut Greifenau - Morgenröte
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Morgenröte ist der finale Band der Gut Greifenau - Trilogie, und ich hab sein erscheinen sehnlichst erwartet, wollte ich doch wissen, wie die Geschichte um Katharina, Konstantin, Alexander und Albert endet.

Die ...

Morgenröte ist der finale Band der Gut Greifenau - Trilogie, und ich hab sein erscheinen sehnlichst erwartet, wollte ich doch wissen, wie die Geschichte um Katharina, Konstantin, Alexander und Albert endet.

Die Geschichte setzt nahtlos am Ende des vorherigen Teils an, es wird aufgelöst, was mit Konstantin passiert und wie es um Katharina steht.

Die Geschichte ist unverändert spannend und liest sich leicht und locker "weg".

Das Ende des 1.Weltkriegs ist greifbar und man spürt regelrecht die Hoffnungen, die damals mit dem Ende des Krieges mitgeschwungen haben. Der Kaiser hat abgedankt und der Einfluss des Adels schwindet, was den normal sterblichen Bürgern ganz neue Möglichkeiten bietet.

Das Dreiklassenwahlrecht ist abgeschafft, die ersten freien Wahlen stehen an und endlich dürfen auch Frauen uneingeschränkt wählen.

Dies alles sind Ereignisse, die so ja auch tatsächlich stattgefunden haben, was die Geschichte authentisch macht.

Der Schreibstil ist wie schon bei den beiden Vorgängern großartig, leicht verständlich und super fesselnd. Das Ende ist ganz nach meinem persönlichem Geschmack, auch wenn ich es schade finde, dass die Trilogie jetzt beendet wird.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, weitere Geschichten rund um Gut Greifenau zu lesen, wäre es nicht spannend zu erfahren, wie es mit dem Gut in der Weimarer Republik weiter geht?

Wie dem auch sei, ich bin wieder begeistert, werde un Zukunft auch sicher weitere Werke der Autorin lesen.

Ich lese ja sehr gerne zeitgenössische Romane und muss sagen, dass die Gut Greifenau - Trilogie um nichts schlechter ist als meine absolute Lieblingsreihe, die Sturmzeit - Trilogie von Charlotte Link.

Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 27.02.2019

Ein wunderbarer Liebesroman

Nur für diesen Moment
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Vorne weg:
Nur für diesen Moment ist das zweite Werk der Autorin A.D. Wilk, und die Messlatte liegt nach ihrem sehr gelungenen Debütroman sehr hoch.
Ich hatte auch diesmal wieder die große Ehre, das Buch ...

Vorne weg:
Nur für diesen Moment ist das zweite Werk der Autorin A.D. Wilk, und die Messlatte liegt nach ihrem sehr gelungenen Debütroman sehr hoch.
Ich hatte auch diesmal wieder die große Ehre, das Buch vorab lesen zu dürfen.
zum Buch:
Der Klappentext klingt sehr vielversprechend, ohne aber zuviel vom Inhalt des Buches zu verraten. Vom Prolog an gelingt es der Autorin erneut, einen Spannungsbogen aufzuzeigen, der bis zum Ende hin gehalten werden kann.
Die Begegnung von Rie und ihren zwei Begleitern durch das wohl unvorhersehbarste Abenteuer ihres Lebens, ist so ungewöhnlich, dass man die Geschichte nur ungern aus der Hand legen mag.
Ohne Hintergrundwissen über die Figuren habe ich die Protagonistin wie auch ihre Begleiter Mika und Vin, direkt in mein Herz geschlossen und hab mit ihnen gemeinsam das Abenteuer durchlebt, das teilweise für mich fast körperlich spürbar war.
Die Geschichte wird in der Ich - Perspektive aus Ries Sicht erzählt, die Kapitel sind genau richtig von der Länge, der Schreibstil ist wieder großartig.
Wer dachte, das Erstlingswerk der Autorin sei schon was ganz besonderes, etwas, dass man so nicht auf den Buchmarkt findet, der wird dieses buch Lieben.
Mir persönlich hat das Buch noch besser gefallen als ihr Debüt, und ich kann es nur jedem empfehlen, der gerne Romane liest, die tiefgründig und berührend sind. Und gäbe es mehr als nur fünf Sterne als Bewertung, würde ich sie ohne mit der Wimper zu zucken vergeben.
Nur für diesen Moment von A.D. Wilk ist jetzt schon ein Jahreshighlight für mich und ich kann es nur jedem uneingeschränkt empfehlen.