Düstere Stimmung und zum Ende hin packend
Zerbrochene StilleObwohl ich das vorherige Buch nicht gelesen habe, war ich sofort wieder drin im Geschehen. Es geht nämlich auch um eine Nebengeschichte, die in einem noch früheren Buch behandelt wurde. Hier bekommt man ...
Obwohl ich das vorherige Buch nicht gelesen habe, war ich sofort wieder drin im Geschehen. Es geht nämlich auch um eine Nebengeschichte, die in einem noch früheren Buch behandelt wurde. Hier bekommt man noch einige wichtige Details präsentiert. Es ist enorm wichtig, die Protagonisten schon zu kennen, ein spätes Einsteigen ist eher weniger zu empfehlen, obwohl es in diesem Buch auch um eine andere Handlung geht. Ich finde es dieses Mal sehr persönlich für Konrad. Manchmal nervt mich seine Art, alles alleine zu machen und doch handelt er in den entscheidenden Momenten richtig. Man muss wie immer sehr konzentriert lesen, um mit den vielen Namen klarzukommen und diese auch zuzuordnen. Des Weiteren verschwimmt die Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit in den einzelnen Kapiteln. Leider finde ich das in den Büchern von Arnaldur Indridason generell schwierig dargestellt. Gegen Ende hin konnte mich der Fall packen und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das Finale ist gut durchdacht und auch tragisch.
Zerbrochene Stille ist ein typscher Indridason-Krimi: Die Charaktere sind vielschichtig, die vielen Namen, so wie die Stimmung, erdrückend und die Linie zwischen aktuellen Geschehen und Erinnerungen nicht immer klar erkennbar. Gerade beim Thema Gesundheitsversorgung kommt aber auch ein Island zum Vorschein, das nicht mal die unbeschreiblich traumhafte Landschaft überdecken kann.