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Veröffentlicht am 09.08.2019

Gefährlich, heiß, spannend, gut! Maddox und Dee haben es verdient glücklich zu sein! Top!

Corporate Love - Maddox
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Mit „Maddox“ geht die „Corporate Love“ Reihe von Melanie Moreland in die dritte Runde. Das Cover ist noch relaxter als das Letzte, gefällt mir recht gut, aber mein Favorit ist noch immer das Cover von ...

Mit „Maddox“ geht die „Corporate Love“ Reihe von Melanie Moreland in die dritte Runde. Das Cover ist noch relaxter als das Letzte, gefällt mir recht gut, aber mein Favorit ist noch immer das Cover von „Aiden“. Der Schreibstil ist wie immer locker, flüssig und gut zu lesen. Ich kam klasse durch die Geschichte und wurde super unterhalten.

Der erfolgreiche Geschäftsmann Maddox besteht auf zwei Dinge in seinem Leben: Regeln und Kontrolle. Nachdem er in Chaos und Angst aufgewachsen ist braucht er diese Sachen um funktionieren zu können. Alles was er sonst noch braucht sind seine Karriere und seine zwei besten Freunde.

Bis er aber dann auf Dee trifft und sie sein Leben völlig auf den Kopf stellt. Denn sie weckt Gefühle in ihm, welche er sich all die Jahre versagt hat. Liebe. Glück. Freude. Aber wie kann er all dies, was ihn als Mann ausmacht, hinter sich lassen, aufgeben und ein neuer Mann werden?

Die Story hat mir wieder unheimlich gut gefallen und war wahnsinnig aufregend. Schon im Prolog erfährt man, was Maddox schon in seiner Jugend durchmachen musste und das ist nicht Ohne. Für jemanden mit seinen Bedürfnissen war dies ein Grauen. Maddox ist ein klasse Kerl, welcher sehr zurückhaltend in Bezug auf Vertrauen ist. Nach außen wirkt er beherrscht und gelassen, doch er ist auch unersättlich. Er ist offen, ehrlich, nachdenklich, charmant und zeigt nur wenigen seine sanfte, mitfühlende Seite. Er hat so viel durchgemacht und es ist auch noch nicht vorbei, denn dieses Mal hat er Probleme mit der Vergangenheit, welche ihn einholen und zur Gefahr für ihn werden. Maddox ist da ein wenig panisch und verhält sich, wie sein Vater es früher auch immer getan hat. Er hat eine Kurzschlussreaktion, aber wenigstens bekommt er Hilfe von einem neueingeführten Charakter, welchen ich sehr garne habe. Bei ihm geht so eine Menge ab, doch er ist ein starker Mann, dem man nicht mehr so leicht wehtun kann.

Dee ist auch ein so lieber Charakter, scheint genauso kühl und gelassen zu sein wie Maddox, doch innen drinnen - hui. Gierig und explosiv. Das denkt man durch ihre nüchterne, brave Fassade gar nicht, doch sie ist eine super Frau. Die Ruhe in Person, hat einen unglaublichen Sinn für Humor und ist eine enorm starke Frau. Seit früher Kindheit musste sie sich um ihre Schwester Cami kümmern, nachdem ihr Vater sie im Stich ließ, ihre Mutter verstorben ist. Der damalige Freund war ein totaler Idiot, welcher sie verarscht hat, und dies hat sie alles sehr mitgenommen, welches noch bis jetzt reicht. Denn sie vertraut noch weniger als Maddox und glaubt auch nicht mehr an die Liebe. Aber sie gibt auch nicht auf und Maddox weckt sie ein wenig aus dieser Starre auf.

Nebenbei werden noch andere Kleinigkeiten vorangetrieben, wie zum Bespiel die Hochzeit von Emmy und Bentley, dann gibt es auch noch ein kleineres Problem mit Cami und Dee, welche sich erst daran gewöhnen müssen, dass sie sich nicht mehr ununterbrochen sehen. Für Reid wurde wohl auch schon für sein Buch geplant, denn er ist wirklich der Hammer und verhält sich total süß und goldig. Ich freue mich für ihn und bin jetzt schon gespannt auf sein Buch, was zum Schluss schon angesprochen wurde.

Die Geschichte war wieder super toll zu lesen, es gab heiße, prickelnde, erotische Szenen, nicht zu knapp, denn Maddox und Dee hatten sich darauf geeinigt. Doch Maddox will dies ein wenig vorantreiben, und führt zu tollen Gesprächen, witzig, tiefgründig aber auch frustrierend. Aber dies macht doch den Charme des Buches aus. Es gibt Geheimnisse und eine große Gefahr, welche auf Maddox zukommt. Da war ich mal fassungslos, wie manche Personen Sachen verdrehen können, nur um auf Profit aus zu sein. Ich hätte dieser Person gerne selbst eine geklatscht. Irgendwie fand ich es zu wenig spannend, wie sie geschnappt wurde, aber der Rest war auf grauenvolle Weise aus echt super geschrieben.

Mir hat das Buch klasse gefallen. Es ging um Freundschaft, Vertrauen, Liebe, Sex, Freude, Gefahr, Frust und Ängste und dies ist eine tolle Mischung. Mich konnte Melanie Moreland wieder total von sich überzeugen und hat mich super unterhalten, es war fesselnd, spannend, heiß. Bitte mehr davon, ich werde jetzt wohl auf die Geschichte von Reid hin fiebern müssen.

Veröffentlicht am 07.08.2019

Wieder einmal ein atemberaubender Roman! Aufregend, witzig, gefühlvoll, heiß! TOP - ich will mehr!

One More Kiss
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Kendall Sparks trifft auf dem Flughafen auf einen unverschämt selbstbewussten fremden Kerl, welcher ihr hilft ein neues Reiseziel ins Auge zu fassen. Sie nimmt diese Tipps an und staunt nicht schlecht, ...

Kendall Sparks trifft auf dem Flughafen auf einen unverschämt selbstbewussten fremden Kerl, welcher ihr hilft ein neues Reiseziel ins Auge zu fassen. Sie nimmt diese Tipps an und staunt nicht schlecht, als sie auf dem Weg nach Rio seine Stimme über dem Lautsprecher hört! Carter ist der Pilot! Kaum zu fassen.

Erneut trifft sie ihn wieder und beide können sich der gegenseitigen Anziehungskraft nicht wiedersetzen und machen aus dem Zufall einen Wochenendtrip. Kendall erlebt Tage voller Romantik, Überraschung und jede Menge Spaß. Aber das Ende ihrer gemeinsamen Zeit naht und Kendall steht vor einer der schwersten Entscheidungen ihres Lebens…

Mit „One more Kiss“ geht es nun schon in die dritte Runde der „Second Chances“ Reihe des Autorenduos Vi Keeland und Penelope Ward und hat mich wieder total umgehauen! Ihre gemeinsamen Bücher sprühen nur so vor Einfühlungsvermögen, Mut, Charme und Witz. Genial!

Wer den Klappentext liest, denkt nicht, dass Kendall eine wirklich schwere Entscheidung zu treffen hat, und diese hat einmal fast rein gar nichts mit Carter zu tun. Ich finde Kendall ist eine außerordentlich liebe Person, welche sich total unsicher ist, was sie denn eigentlich will. Dazu braucht sie ein wenig Abstand von ihrem Leben. Kendall ist in manchen Dingen sehr offen, reist gerne, ist frech, doch in mancher Hinsicht ist sie auch etwas zurückgezogen. Doch sie ist eine toughe junge Frau, welche sich nichts mehr bieten lässt und nur das macht, was sie will und nicht, was andere gerne hätten. Sie ist mir echt sympathisch.

Doch am allerliebsten habe ich Carter! Er ist einfach der Beste, absolut genial. Auf den ersten Blick ist er mega charmant, bekommt immer was er will, ist offenherzig, verführerisch, direkt, unverfroren und ein Aufreißer, aber er ist auch total süß, aufmerksam, hilfsbereit und ein so lieber und gütiger Mensch. Mit der Zeit erfahren wir so viel über ihn, was ich niemals gedacht hätte, und dies ist einfach der Hammer. Ich habe mich einerseits kaputtgelacht, doch andererseits war es so klasse und da wusste ich, dass er mein Liebling in diesem Buch ist. Er ist so ganz anders, als man dachte und das finde ich richtig gut so.

Die Geschichte war einfach richtig schön. Man reist mit Carter und Kendall um die Welt, staunt, ist fassungslos was so alles passieren kann – ich sage nur Dubai mit seltsamen Verboten – freut sich mit ihnen, trauert mit ihnen. Ich fand das Buch großartig. Es gab so viel Spaßiges, Spannendes, Gefühlvolles auf deren gemeinsamen Weg, welcher nicht leicht war, denn beide haben Probleme und diese tauchen immer zu den unpassendsten Momenten auf. Ich habe total mit beiden mitgelitten und manche Entscheidungen verflucht, doch es war absolut schön alles mitzuverfolgen.

Der Roman war der Hammer, ich habe mich mega unterhalten gefühlt, es war sehr emotional, lustig, tiefgründig, fesselnd, überraschend und schön. Ein atemberaubender dritter Band, welcher mir unter die Haut gegangen ist. Bitte mehr davon!

Wieder einmal möchte ich mich recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars bedanken, was meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst hat!

Veröffentlicht am 07.08.2019

Das gewisse Etwas fehlte, doch es war ein spannender, witziger und heißer Roman!

Perfect Mistake
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Adele kommt für die Hochzeit ihres Vaters in ihre Heimatstadt zurück, was für sie kein einfacher Besuch ist. Seit sie den größten Fehler ihres Lebens begangen hat sind lange sieben Jahre vergangen und ...

Adele kommt für die Hochzeit ihres Vaters in ihre Heimatstadt zurück, was für sie kein einfacher Besuch ist. Seit sie den größten Fehler ihres Lebens begangen hat sind lange sieben Jahre vergangen und nun trifft sie auf Pete, der Mann, der ihr damals die Welt bedeutet hat. Augenblicklich kommen die Gefühle wieder hoch, noch intensiver und heftiger als zuvor, doch eine Liebe zwischen den beiden ist unmöglich, oder?

Mit „Perfect Mistake“ zeigt uns Kylie Scott, dass die Liebe immer ihren Weg findet, zwar auf Umwegen, aber man findet sie. Das Cover finde ich sehr schön, süß, mit dem Sonnenschein im Hintergrund echt romantisch. Der Schreibstil war wie zu erwarten sehr locker und leicht zu lesen, ich habe das Buch in kürzester Zeit ausgelesen gehabt. Das Buch wird aus der Sicht von Adele erzählt.

Adele ist für mich eine richtig toughe, liebevolle und freche Frau. Sie hat kein Problem damit direkt und ehrlich zu sein und redet einfach aus der Seele heraus. Man merkt ihr sofort an, dass dieser Besuch so ziemlich viel in ihr aufwühlt und man möchte da auch erfahren, was es denn nun genau ist. Man kann sich zwar schon genaueres vorstellen, doch ein kleines Detail fehlte mir, was mich dann ein klein wenig überraschte, doch auch ganz okay war und interessant zu werden schien. Ich war jedenfalls gespannt. Adele hat noch immer wahnsinnige Gefühle für Pete, das sieht man. Sie schwärmt die ganze Zeit für ihn, was mir mit der Zeit ein wenig nervte, aber es war auch okay so.

Pete war für mich anfangs ein grummeliger, einsilbiger Kerl, welcher genervt gewirkt hat. Er ist recht unhöflich in Bezug auf Adele, doch mit der Zeit erfahren wir auch wieso. Ich fand es irgendwie total witzig, was passiert ist, und dass er so nachtragend ist, fand ich echt nicht passend. Das war doch schon Jahre her, verdammt! Es wird besser mit ihm, er wird offener und zeigt auch mal seine gute Seite Adele gegenüber. Aber er ist auch ein unentschlossener Charakter, er weiß nicht genau was er möchte. War ein wenig frustrierend, da man da das Problem schon vorwegsehen konnte.

Adeles Dad war echt lieb, genial beschützerisch und manchmal urkomisch. Seine baldige Ehefrau Shanti ist ein herzallerliebster Mensch, welcher einfach das Beste für Adele will und mischt sich auch schon mal in ihr Leben ein, doch sehr niedlich, aber auch nicht gerade „taktvoll“ und „dezent“. Adeles beste Freundin Hazel hat auch immer ihren Senf dazu beizutragen und ist eine coole und liebe Person und hat mir gut gefallen.

Die Geschichte selbst war fesselnd und interessant. Ich habe sie gerne verfolgt, obwohl sie mich nicht ganz so umgehauen hat. Sie war gut und spannend zu lesen, heiß und prickelnd. Schön fand ich, dass man immer welche Rückblenden von Adele gesehen hat, wie alles begonnen hat. Da hat man gesehen, wie sich dies alles entwickelt und wie es dazu gekommen ist, und das fand ich einerseits total witzig, aber auch sehr süß und lieb.

Das Ende kam für mich sehr plötzlich und Pete macht auch eine große „Wendung“ durch, welche für mich nicht ganz so nachvollziehbar war. Trotzdem war es total schön mitzuverfolgen, es war manchmal sehr lustig, manchmal zum Schmunzeln, zwischenzeitlich sehr heiß, frustrierend und vieles mehr. Mir hat der Roman gut gefallen, zum hervorragenden Buch hat mir zwar das gewisse Etwas gefehlt, aber alles in allem ein cooler, herzlicher Band, welchen ich gerne gelesen habe.

Hiermit möchte ich mich auch noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, was meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst hat.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Ein nettes Buch für zwischendurch. Ein Sportroman ohne Sport, ein wenig Tiefgang fehlte.

Chicago Devils - Die Einzige für mich
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„Die Einzige für mich“ ist der Auftaktband der „Chicago Devils“ Reihe von Brenda Rothert und mein erster Roman dieser Autorin. Das Cover ist cool, passt sehr gut zum Thema und sieht einfach lässig aus, ...

„Die Einzige für mich“ ist der Auftaktband der „Chicago Devils“ Reihe von Brenda Rothert und mein erster Roman dieser Autorin. Das Cover ist cool, passt sehr gut zum Thema und sieht einfach lässig aus, obwohl man es in dieser Form schon sehr oft gesehen hat. Der Schreibstil ist sehr leicht und locker zu lesen und ich kam flott durch die Geschichte. Das Buch wird aus der Sicht von Anton und von Mia erzählt.

Der verschlossene Captain der Chicago Devils Anton Petrov ist bekannt dafür… für nichts bekannt zu sein. Er führt eine strikte Diät, schläft genug und die Enthaltsamkeit ist einer seiner Gründe, wieso er ein toller Spieler ist. Anton ist es völlig egal, was man von ihm denkt, solange niemand die Wahrheit entdeckt. Denn es gibt eine Frau, welche sein Herz höher schlagen lässt. Doch Mia ist die Frau eines Teamkollegen…

Das Buch war okay, sagen wir mal. Ich habe bessere gelesen, doch auch ziemlich schlechtere. Ich habe mir hier einen Ticken mehr erwartet. Dieses Prickeln, wenn man etwas Verbotenes tut, denn mal ehrlich, dass hatte man sich gedacht als man den Klappentext las, oder nicht? Dann eindeutig mehr von Eishockey, denn das ist Antons Leidenschaft und Beruf und da erwartet man sich doch auch wirklich etwas davon zu sehen, doch hier wurde gerade mal die Oberfläche angekratzt und zeigte nicht viel. Schade, denn solche Dinge lese ich gerne, wenn mal ein wenig Action und Flair hineinkommt.

Anton selbst ist so ein ziemlicher Good Guy. Vielleicht schon zu viel. Er ist brav, macht immer das Richtige, strengt sich enorm an um besser zu werden. Er hat keine Fehler. Echt jetzt, ich konnte da ehrlich gesagt nichts erkennen. Anton ist beschützerisch, liebevoll, kümmert sich und kocht auch noch. Gerne hätte ich da etwas gesehen, was ihn ein wenig unperfekt macht und er zeigen konnte, dass er auch anders kann, ein Bad Boy sein. Denn mal ehrlich, nur ein guter Kerl sein ist doch ein wenig langweilig. Sein Bruder Alexei ist da schon eine andere Person, genau das Gegenteil. Der hat davon zu viel.

Mia ihre Entscheidungen sind manchmal etwas eigen und kann ich manchmal nicht nachvollziehen. Sie ist eine liebe, herzliche, hart arbeitende Frau, welche sich den Hintern aufreißt, doch nicht von ihrem Mann loskommt, welcher ein ausgemachter Arsch ist. Sie hat einiges durchgemacht, versucht sich von Adam zu lösen, bekommt dies aber nicht hin.

Ein süßer Lichtblick ist Dre, der Sohn von Anita, die Mitbewohnerin von Mia. Der kleine ist echt süß und wenn er jemanden mag sehr zutraulich. Der coolste Charakter jedoch in dem Buch war „Onkel“ Dix von Anton. Dieser bringt echt Leben in die Bude, mit seinen Aussagen, Verhalten und einfach allem. Er ist echt genial, brummig und wie sein Leben verlief, hat mich echt ein wenig zu Tränen gerührt.

Die Geschichte selbst war nicht schlecht, doch war alles nur so an der Oberfläche, mir hat da der richtige Tiefgang gefehlt. Man merkte schon die Chemie und das Prickeln zwischen Anton und Mia, doch die Liebe darunter konnte ich nicht so ganz sehen. Es ging mit den beiden doch auch recht langsam voran, was ich ja gut finde, vor allem von der Moral von Mia her, top.

Nach diesem einen „Showdown“, welcher wirklich schrecklich war und da auch mal wirklich Gefühle zeigte, ging es mir doch mit Mias Mann Adam doch zu schnell und hat danach keine Probleme mehr bereitet. Ich hätte da vielleicht nochmals ein Drama eingebaut, doch es ging dann ganz glatt.

Trotzdem hat mich das Buch ganz gut unterhalten, es war interessant, lieb und herzlich. An manchen Stellen ist man fassungslos, einige waren urkomisch (Dix) und war gut zu lesen. Für mich war es jetzt nicht der Burner, doch es war ein nettes Buch für zwischendurch, welches man gut und gerne zum Abschalten nochmals lesen kann.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Eher ein Drama um beste Freundinnen als ein Psychothriller! Hat mich ein wenig enttäuscht!

Mein Herz so schwarz
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„Mein Herz so schwarz“ ist ein erneuter Psychothriller von Jenny Blackhurst und mein zweiter Roman der Autorin. Obwohl ich Thriller nicht so gerne habe, dachte ich mir, nachdem mir der Band „Die Stille ...

„Mein Herz so schwarz“ ist ein erneuter Psychothriller von Jenny Blackhurst und mein zweiter Roman der Autorin. Obwohl ich Thriller nicht so gerne habe, dachte ich mir, nachdem mir der Band „Die Stille Kammer“ von ihr so furchtbar gut gefallen hat, muss ich mir noch ein Buch von Jenny Blackhurst besorgen. Nun, ich muss leider sagen, dass mir dieser Roman nicht ganz so zugesagt hat. Die meiste Zeit war ich verwirrt und es war auch nicht wirklich ein Psychothriller für mich, eher ein ausgewachsenes Drama.

Das Cover finde ich wieder sehr schön gemacht, der Gegensatz mit den hellen Blumen und dem dunklen Hintergrund ist cool und wirkt gefährlich. Der Schreibstil war sehr flüssig und leicht zu lesen, doch was mich ein wenig störte, waren die Kapiteleinteilungen. Nicht direkt an sich, nur, dass es Rückblenden gab und ich meistens jetzt raten musste in welcher Zeit ich mich gerade befinde.

Die Geschichte startet damit, dass sich Evie White am Abend ihrer Hochzeit von der Klippe stürzt. Die Leiche wurde nie gefunden, doch es gibt Zeugen für den Sturz. Was hat Evie dazu gebracht ihr Leben so plötzlich zu beenden? Der Bräutigam glaubt nicht, dass sie gesprungen ist, sondern gestoßen wurde. Gemeinsam mit Evies bester Freundin Rebecca gehen sie der Sache auf die Spur.

Dabei stoßen beide auf tiefe, dunkle Abgründe im Leben der vermeintlich Verstorbenen und beginnen zu ahnen, dass sie die echte Evie nie gekannt haben. Sie glauben, dass sie die Vergangenheit besser hätten ruhen lassen…

Wie oben schon erwähnt, wird die Geschichte in JETZT und DAMALS aufgeteilt. Ein wenig verwirrend, mit der Zeit schafft man es da rein zu kommen, trotzdem stört es. Das Buch wird in der „jetzigen“ Zeit von Rebecca erzählt, und „damals“ von Evie. Zwischendurch gibt es mal ein paar kleine Kapitel von Richard und einer anderen Person, welche ich jetzt nicht auf das Paket bringen möchte.

Nun, mit den Protagonisten bin ich ehrlich gesagt mit keinem warm geworden, was mich wirklich überrascht, denn ich habe meistens einen Liebling oder jemanden den ich sympathisch finde. Aber Evie war mir da einfach zu nervig. Ich weiß auch nicht wieso, doch sie hatte bei mir nicht wirklich Eindruck gemacht. Ja sie hatte viel in der Vergangenheit durchmachen müssen, doch sie ist eine Frau welche die Wahrheit verdreht und seltsame Entscheidungen trifft. Genau kann ich auch nicht sagen wieso. War einfach so.

Rebecca wirkte noch wie die überaus liebevolle besorgte Freundin, man wusste gleich zu Anfang, dass sei damit etwas zu tun hat. Man wollte nur herausfinden, wie genau sie da hineinpasste. Ihre Entwicklung war für mich ziemlich abrupt und verwirrte mich wirklich. Man merkte erst zum Schluss hin, dass da etwas im Busch ist, doch eigentlich auch recht cool gemacht, da wäre ich nicht draufgekommen. Sie gibt sich aber die besorgte und beste Freundin, doch merkt man auch, dass ihr dieses Geheimnis zu schaffen, macht. Sie ist immer für Richard da und kann endlich aus dem Schatten von Evie hervortreten.

Richard war für mich einfach nur ein Anhängsel, der ziemlich farblos blieb, sich an Rebecca hängt, sich von ihr trösten lies. Dabei saugt er sich alle möglichen Kleinigkeiten aus den Fingern, welche ja auch stimmten, und suchte drauf los. Man merkte nicht viel davon, für mich war dies doch schon fast zu einfach, wie er dem Ganzen auf die Spur kommt. Nun, für mich war er einfach nur da, um alles mehr Schwung zu verleihen, damit man vorwärtskam, doch blieb er für mich eher im Hintergrund.

Andere Personen kamen und gingen, eine war von Anfang an dabei, wo ich sofort wusste, was da lief und auch nicht leiden konnte. Die Geschichte war für mich manchmal vorhersehbar, vor allem wusste ich gleich am Anfang, was so ziemlich sicher war. Ein paar Momente konnten mich überraschen, doch kamen sie auch ziemlich abrupt und man drehte dann wieder in eine andere Richtung ab. Für mich eher ein Drama, denn ein Psychothriller. Wenn einmal solche Szenen auftauchten, wo man Angst bekam und dieses Prickeln im Bauch, dass etwas geschieht, verpuffte es auch gleich wieder, da es dann aufhörte und man sich etwas anderem zuwandte.

Das Ende. Hmm. Ich weiß nicht genau, ob es mir gefallen hat. Es war irgendwie unausgegoren und für mich nicht wirklich fertig. Man konnte sich einen Teil denken, doch ich dachte nur, das wars jetzt. Man hat auf ein Zeil hingearbeitet und dann ist aus, ohne eine echte Lösung zu zeigen? Ich weiß, man kann sein eigenes Kopfkino benutzen, doch für mich haben beide Charaktere fiese und schlechte Sachen gemacht, und nun soll nur eine dafür büßen? Verstand ich nicht so ganz, aber okay.

Ich muss auch sagen, obwohl es einige Dinge gab, welche mich störten, verwirrten und einfach nicht zusagten, so konnte ich das Buch auch nicht aus der Hand legen und wollte wissen wie es endet. Nun für mich eher ein Drama der besten Freunde mit Nebeneffekten, als ein Psychothriller. Da hätte man sicherlich mehr herausholen können. Ich habe das Buch aber auch in einer ganz guten Zeit durchgelesen, somit war es doch auch unterhaltsam und das Thema interessant. Zwischenzeitlich aufregend, aber auch mit langwierigen Passagen. Der Roman war für mich okay, zeigt mir aber wieder einmal, wieso ich Thriller nicht so gerne habe.