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Veröffentlicht am 09.01.2023

Literatur meets Fantasy

Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter
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Fünf unterschiedliche Frauen, ein bekanntes Ermittlerduo und eine geheime Gesellschaft von Wissenschaftlern: Was haben all diese Figuren mit einer Mordserie in London zu tun?

In dem Fantasyroman „Der ...

Fünf unterschiedliche Frauen, ein bekanntes Ermittlerduo und eine geheime Gesellschaft von Wissenschaftlern: Was haben all diese Figuren mit einer Mordserie in London zu tun?

In dem Fantasyroman „Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter“ von der Autorin Theodora Goss, erschienen am 26. Oktober 2021 beim „Panini-Verlag“, taucht die Leserschaft in die Welt verschiedener literarischer Figuren aus dem 19. Jahrhundert ein. Es ist der erste Band der Saga um den „Athena-Club“.
Mary Jekyll, Tochter des Wissenschaftlers Henry Jekyll, steht plötzlich nach dem Tod ihrer Mutter in dem großen Haus alleine dar und hat kaum noch Mittel zur Verfügung. Bis sie auf ein seltsames Schreiben stößt, welches sie auf die Spuren ihres verstorbenen Vaters und seinem guten Freund namens Edward Hyde bringt, der mit Jekyll zeitgleich verschwand.
Auf diesen ist ein Kopfgeld ausgesetzt und das kann Mary sehr gut brauchen.
Auf ihrer Suche nach Hyde wird sie mit bestialischen Morden an jungen Frauen in London konfrontiert und kommt so in Kontakt mit Sherlock Holmes und Dr. Watson. Während den Ermittlungen tauchen nach und nach weitere mysteriöse weibliche Figuren auf, die Mary auf ihrem Weg begleiten und helfen.
Diana Hyde, Tochter des damaligen Freundes ihres Vaters, Beatrice Rappaccini, ein giftiges Experiment, Catherine Moreau, existent aufgrund tierischer Versuche und Justine Frankenstein, das lebende Ergebnis aus diversen toten Körperteilen.
Was haben ihre Väter bloß mit der geheimen Gesellschaft von Wissenschaftlern zu tun und wer hat die armen Mädchen auf offener Straße so schrecklich getötet?

„Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter“ ist ein grandioser Auftakt des Athena-Clubs im viktorianischen Großbritannien. Theodora Goss hat hier verschiedene literarische Figuren in einer Geschichte zusammengeführt und ihnen ein gemeinsames Abenteuer beschert.
Die Handlung ist durchweg spannend und zeigt, dass jeder Charakter in diesem Buch eine bedeutende Rolle zugeordnet bekommen hat.
Durch die vielen Protagonisten muss man als Leser/in erstmal im Kopf das Geflecht vor Augen haben. Die Namen sagen einem auf jeden Fall etwas, auch wenn man die einzelnen Bücher nicht gelesen hat. Da hilft einem das Internet, um eine Übersicht zu erhalten. Definitiv muss man sich beim Lesen konzentrieren und mal eben so für zwischendurch eignet sich dieses Buch eher weniger. Der Schreibstil ist dennoch verständlich. Außergewöhnlich ist das Layout, da die Geschichte so gestaltet wurde, dass diese als erster Entwurf eines Buches erzählt wird und des Öfteren durch Kommentare von den fünf Frauen oder der Hausangestellten unterbrochen wird. Der Lesefluss wird dadurch holprig und bringt einen ab und zu aus dem Handlungsstrang raus.
Mir persönlich hat diese Art gut gefallen, kann mir aber auch vorstellen, das einige sich daran extrem stören und dieses nicht mögen. Ich fand es abwechslungsreich und sehr amüsant.
Was mir besonders an diesem ersten Band gefallen hat, war die Vorstellung der fünf weiblichen Charaktere. Jede einzelne durfte aus ihrer Sicht ihr Leben erzählen und so bringt es die Personen einfach sehr nah an den Lesenden heran. Man fühlt mit ihnen mit und kann aufgrund der Vergangenheiten sämtliche Charaktereigenschaften besser verstehen und Handlungen nachvollziehen.
Gerade die Verflechtung der Personen aus damaligen Klassikern ist eine fantastische Idee um eine ganz neue Fantasy-Reihe entstehen zu lassen. Ich freue mich definitiv auf die weiteren Teile dieser Saga und hoffe, dass es nicht bei einer Trilogie bleiben wird.
Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter und vergebe daher 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.12.2022

Kann die erste Liebe auch die letzte sein?

Der zauberhafte Papierladen in Amalfi (Kleine Läden in Amalfi 2)
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Kann man die erste große Liebe überhaupt vergessen oder vergleicht man in Zukunft jeden Partner oder jede Partnerin mit dem vergangenen Charakter?
In dem zweiten Teil „Der zauberhafte Papierladen in Amalfi“ ...

Kann man die erste große Liebe überhaupt vergessen oder vergleicht man in Zukunft jeden Partner oder jede Partnerin mit dem vergangenen Charakter?
In dem zweiten Teil „Der zauberhafte Papierladen in Amalfi“ der „Kleine Läden in Amalfi“-Reihe von der Autorin Roberta Gregorio befinden wir uns wieder an der bekannten Amalfiküste im Südwesten Italiens. Der Roman ist am 1. September 2022 bei dem „Ullstein“-Verlag erschienen und bietet dem/der Lesenden diesmal über 320 Seiten eine weitere schöne Geschichte der uns bekannten Freundinnen.
In „Der zauberhafte Papierladen in Amalfi“ besuchen wir das Leben von Carolina, die neben der kleinen Eismanufaktur „Artigiani del Gelato“ ihren besonderen Papierladen führt. Sie verkauft das traditionell hergestellte Papier und sprüht vor Kreativität. In ihrem Kopf hat sie eine fabelhafte Idee, sie möchte ihre eigenen Karten über die Freundschaft herausbringen. Das Papier verleiht den Produkten, wie Hochzeitskarten und Einladungen, einen außergewöhnlichen Charme. Daneben pflegt Carolina ihre tiefe Freundschaft zu Livia, die wir bereits im ersten Teil kennengelernt haben und zu Diletta, die dritte im Bunde.
Carolinas Leben könnte so sorglos sein. Sie lebt ihren Traum mit ihrem Laden und führt eine feste Beziehung mit Aldo. Wenn da nicht ihr Exfreund Bernardo wäre, der sie vor knapp einem Jahr in Amalfi zurückgelassen hat. Da er Livias Cousin ist, heuert dieser wieder in ihrer Eismanufaktur an. Heißt für Carolina: Konfrontation mit Bernardo und ihren Gefühlen.
Bernardo dagegen merkt immer mehr und mehr, dass die Trennung von ihr ein großer Fehler gewesen sein könnte. Leider steckt Carolina in ihrer Meinung fest, dass er sie so sehr verletzt hat, dass sie nichts von ihm wissen möchte. Kann er die sture Carolina am Ende wieder für sich gewinnen oder hat er nun endgültig seine letzte Karte verspielt?
„Der zauberhafte Papierladen in Amalfi“ ist wie ein nach Hause kommen zu Freunden. Hier kennen wir schon fast alle Protagonisten und lernen neue Seiten an ihnen kennen. Diesmal hatte ich das Gefühl, dass dieser Teil einen größeren Fokus auf die Beziehungen unter den Menschen setzt. Im Vergleich zum ersten Teil, der sich aus meiner Sicht mehr mit dem Thema „Eis“ beschäftigt hat, kam das Thema „Papier“ hier eher am Rande vor. Genau das hat mir in diesem Teil sehr gut gefallen. Bei „Die kleine Eismanufaktur in Amalfi“ ist die Hauptperson extrem durch den Verlust des Vaters geprägt worden, der sie an die Eisherstellung herangeführt hat. Für mich daher auch verständlich, dass hier der Mittelpunkt auf Livias Laden liegt. In „Der zauberhafte Papierladen in Amalfi“ wurde Carolina nicht durch Situationen oder Umstände auf ihr Geschäft geprägt. Der rote Faden verläuft hier zwischen ihr und Bernardo. Roberta Gregorio hat, durch die unterschiedlichen Arten die Handlungen in beiden Büchern zu beschreiben, die Themen, mit welchen die beiden Hauptcharaktere zu kämpfen haben, perfekt aufgegriffen.
Zudem gefällt mir die persönliche Note zu den Anfängen der Kapitel. Da es Carolinas Traum ist, eigene Karten mit Sprüchen zu kreieren, steht zu Beginn eines Kapitels immer ein schöner Tipp oder eine Anekdote über Freundschaft. Im ersten Teil war es auch schon ein Eisrezept oder eine Erinnerung an ein Gespräch zwischen Livia und ihrem Vater.
Auch der zweite Band gefällt mir wieder sehr. Ich mag die Charaktere von Carolina und Bernardo. Wahre Liebe definiert sich nicht über ein paar Worte. Es ist vielmehr als das.
Natürlich vergebe ich diesem Nachfolger auch 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf den dritten Teil „Die Zitronenblüten von Amalfi“, der am 30. März 2023 erscheinen soll. 🍋

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Veröffentlicht am 02.12.2022

Da fliegt die Seele von alleine nach Amalfi

Die kleine Eismanufaktur in Amalfi (Kleine Läden in Amalfi 1)
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Wenn ich mir unter dem Begriff „Urlaub“ etwas vorstellen sollte, dann wäre es wohl mit den Worten Sonne, Meer und Eis gut beschrieben.
In dem ersten Teil „Die kleine Eismanufaktur in Amalfi“ der neuen ...

Wenn ich mir unter dem Begriff „Urlaub“ etwas vorstellen sollte, dann wäre es wohl mit den Worten Sonne, Meer und Eis gut beschrieben.
In dem ersten Teil „Die kleine Eismanufaktur in Amalfi“ der neuen Buchreihe von der Autorin Roberta Gregorio befinden wir uns an der wunderschönen Amalfiküste in Italien. Der Roman ist am 31. Mai 2021 bei dem „Ullstein“-Verlag erschienen und bietet der Leserschaft über 368 Seiten eine süße Geschichte vor der Traumkulisse am Mittelmeer.
Die junge Frau Livia führt die kleine Eismanufaktur nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters alleine weiter. Die Leidenschaft Eis nach alter Tradition der Familie herzustellen und neue Sorten zu kreieren ist ihr Leben. Das Artigiani del Gelato lockt das ganze Jahr über Einheimische und Touristen nach Amalfi, vor allem Livia hat daher rund um die Uhr so viel zu tun, dass da nicht viel Zeit für Freizeit, geschweige denn für die Liebe bleibt. Auch wenn die Selbständigkeit viel abverlangt und der Verlust ihres Papas seinen Schatten wirft, ihre beiden Freundinnen Carolina und Diletta weichen ihr nicht von der Seite. Die zwei haben ihre niedlichen Läden gleich neben der gelateria in dem traumhaften Hotel La Fontana.
So wie es im Leben manchmal ist, taucht dann wie aus dem Nichts ein geheimnisvoller Fremder auf, der Livias Kopf vom ersten Moment an komplett verdreht. Mario ist nicht nur gutaussehend, er ist auch noch nett und vor allem super witzig und zu Livias Übel ein Tourist. Entsprechend versucht sie ihren Gefühlen nicht allzu viel Freiraum zu lassen. An erster Stelle wird immer ihre Manufaktur stehen. Livias Bauchgefühl sagt ihr dennoch, dass das zwischen ihnen mehr sein könnte, als eine Urlaubsbekanntschaft. Zurück bleibt aber auch ein Hauch eines Zweifels, welcher nicht ganz unbegründet ist, da es so scheint, als ob sich der Gute aus manchen Situationen oder Fragen herauswinden möchte. Was hat es mit seiner Vergangenheit zu tun und vor allem was wird die Zukunft bringen?
„Die kleine Eismanufaktur in Amalfi“ ist wie ein Kurzurlaub. Man fängt die Geschichte an zu lesen und die Seele wandert automatisch an die italienische Küste. Auch hier hat Roberta Gregorio detailliert und liebevoll den kleinen Ort Amalfi beschrieben. Man sieht diese wunderschöne Landschaft vor sich, kann die fremden Düfte riechen und findet sich gleich an der Seite der Protagonisten wieder. Der Schreibstil deutet auf eine Verliebtheit der Autorin in dieses Städtchen hin. Während des Lesens spürt man einfach die Verbundenheit und ich würde auch hier wieder sagen, dass es eine Hommage an die Heimat ist. Dieser Roman macht Spaß zu lesen und hinterlässt ein warmes Gefühl. Die Menschen in diesem Roman sind durchweg sympathisch, authentisch und herzlich. Man freut sich mit ihnen mit oder trauert auch, wenn ein traurige Situation erzählt wird. Das Buch kann man zu allen Jahreszeiten schmökern. Gerade zu dieser kälteren Jahreszeit in Deutschland ist dieser liebevolle Auftakt der „Kleine Läden in Amalfi“-Reihe eigentlich ein Muss. Lest diese Geschichte, träumt euch ins Warme und schon könnt ihr Heizkosten sparen…Ich vergebe hier verdiente 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.11.2022

Der Kampf zwischen der weltlichen und der kirchlichen Anschauung

Das verborgene Paradies
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Italien, 17. Jahrhundert. Wie weit würdest du gehen, um die Liebe deines Lebens vor einem Schicksal zu bewahren?
In dem neuen historischen Roman „Das verborgene Paradies“ von dem italienischen Autoren ...

Italien, 17. Jahrhundert. Wie weit würdest du gehen, um die Liebe deines Lebens vor einem Schicksal zu bewahren?
In dem neuen historischen Roman „Das verborgene Paradies“ von dem italienischen Autoren Luca Di Fulvio, am 30. September 2022 beim „Lübbe“-Verlag erschienen, geht es um die jungen Menschen Daniele und Susanna, die mit besonderen Eigenschaften zur Welt gekommen sind. Daniele, der nach dem Tod seiner Mutter mit gerade mal 5 Jahren von seinem Vater ins Kloster Santa Ulpizia verstoßen wird und Susanna, die in diesem Kloster nur kurze Zeit später geboren wird, wachsen unter der Obhut der Mönche auf. Auch als Susanna aufgrund ihres Geschlechts das Kloster verlassen muss und nun bei Schwestern des Klosters Santissima Assunta Maria aufwächst, entwickelt sie eine außergewöhnliche Sicht auf die Dinge dieser Welt. Gerade in der Zeit der Inquisition, der Ketzerei und Hexenverbrennungen, hinterfragt sie schon im jungen Alter die Normen und Gesetze.
Daniele kommt nicht nur mit den weltlichen Ansichten in Berührung, sondern auch mit der strengen kirchlichen Welt. Im Kloster begegnet er Paolo Tahler, der schon als kleiner Junge fasziniert von der Hexenverbrennung ist und bald seine Unterwürfigkeit dem Inquisitor Constantin Tron gegenüber deutlich zeigt. Für ihn gibt es nichts besseres als die Frauen zu bestrafen, die der Hexerei beschuldigt werden. Susanna und Daniele dagegen verbringen eine intensive Zeit zusammen, um die modernen weltlichen Ansätze zu studieren und miteinander zu diskutieren.

Als Susanna Jahre später des Mordes an ihrem Ehemann und deren Dienstmädchen beschuldigt wird, kann Daniele, der aufgrund seiner dunklen Vergangenheit nun als Wolfshüter in einer Hütte im Wald lebt, nicht anders, als deine große Liebe vor dem Scheiterhaufen zu retten. Als Instructor Daemonii zieht er für ihre Unschuld vor Gericht. Durch viele schicksalhafte Ereignisse und der Macht der Kirche wird es keine einfache Zeit für die beiden und so müssen sie Seite an Seite füreinander einstehen und kämpfen. Kann Daniele Susanna am Ende retten und sie vor dem Hexenfeuer bewahren?

Für mich ist das Buch „Das verborgene Paradies“ mein erster historischer Roman aus dem 17. Jahrhundert. Zuvor habe ich nur Romane gelesen, die Ende des 19. Jahrhunderts oder später spielen. Durch meine Mutter, die schon immer mit den Büchern in der Zeit zurückgereist ist, habe ich mich dann mal aus meiner Komfortzone rausgewagt und mich auf das neue Buch von Luca Di Fulvio beworben. Und was soll ich nun schreiben?! Manchmal wird man doch dafür belohnt, sich etwas zu trauen. Ich habe das „Verborgene Paradies“ verschlungen. Niemals hätte ich gedacht, dass mich die Themen wie Ketzerei, Kirche, Inquisition oder Hexerei so interessieren können. Ein wenig Sorgen hatte ich zuvor, ob ich überhaupt mit den damaligen Gepflogenheiten zurecht kommen würde, da ich mich auf neues Wissensterrain begebe. Wenn ich etwas nicht wusste oder mich besonders interessiert hat, dann habe ich mich einfach darüber im Internet informiert. Da soll einer mal sagen, dass das Lesen nicht bildet….
Mit Sicherheit wird es auch historische Romane geben, die einen Schreibstil enthalten, der an die damalige Zeit angepasst wurde. Luca die Fulvios Art zu schreiben gefällt mir sehr gut. Die daraus resultierende Übersetzung finde ich auch sehr passend. Ich hatte nicht das Gefühl, dass irgendein Wort fehl am Platz oder ein Satz missverständlich war. Das Buch konnte ich flüssig durchlesen. Die Geschichte an sich ist durchgehend spannend und auch wenn ich absolut kein Wissen über diese Zeit habe, denke ich, dass der Autor hier eine gewaltige Leistung an Recherchearbeit vollbracht hat. Ich hätte keine Geduld so weit in die Vergangenheit zu gehen und so eine Meisterarbeit abzuliefern.
Ich bin sehr froh darüber, dass ich den Sprung in die Epoche gewagt habe. Daher habe ich noch weitere Romane von Luca Di Fulvio bestellt und werde meine Fühler auch für viele andere Autoren und Autorinnen ausstrecken, die sich mit weit entfernten Jahrhunderten beschäftigt und ihre Geschichten für die Nachwelt festgehalten haben.
Vielen Dank an Luca Du Fulvio für mein erstes „altes“ Buch und den ausgelösten Startschuss, dass nun viele historische Romane folgen werden.
Einen herzlichen Dank geht auch an die Bloggerjury, die mir dieses schöne Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich vergebe daher 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.10.2022

Überwindet Liebe eine dunkle Vergangenheit?

Irish Feelings - Weihnachtsküsse
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Seit ewigen Zeiten ist sie seine große Liebe - wäre da nicht seine dunkle Vergangenheit, die diese Liebe gefährdet.
In dem neuen Roman „Irish Feelings - Weihnachtsküsse“ von der Autorin Emma Wagner, heute ...

Seit ewigen Zeiten ist sie seine große Liebe - wäre da nicht seine dunkle Vergangenheit, die diese Liebe gefährdet.
In dem neuen Roman „Irish Feelings - Weihnachtsküsse“ von der Autorin Emma Wagner, heute am 28.10.2022 als eBook erschienen, geht es um die charismatische junge Frau Keira Kavanagh und den charmanten Sean O‘Sullivan. Keira lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen Haus in dem beschaulichen irischen Örtchen Greycastlehill. Sie arbeitet als Friseurin und träumt schon lange von ihrer Selbständigkeit. Wäre da nicht das fehlende Geld…
Sean dagegen ist eigentlich nur über die Feiertage angereist. Beide führen wohl eher eine Freundschaft plus, welche seit einem halben Jahr absolut auf Eis liegt. Überraschend, dass Sean dann ausgerechnet vor der Tür von Keira steht und auf Einladung ihrer Mutter nun dort übernachten wird.
Erst meldet er sich über ein halbes Jahr nicht und nun taucht er auf, als ob nichts geschehen ist.
Langsam nähern sich die beiden jungen Leute wieder mit Hilfe der liebenswerten Menschen aus dem Dorf an. Vor allem aber hilft ihnen ein ganz spezieller Bewohner, der nicht nur angriffslustig die frisch gebackenen Waffeln futtert, sondern auch so manche Klamotten.
Werden sich die beiden am Ende finden oder wird ihnen das jahrelange Geheimnis von Sean zum Verhängnis?
In dem 6. Teil der „Irish Feelings“-Reihe bin ich Ende Oktober schon komplett in die Weihnachtszeit abgetaucht. Ich habe zuvor noch kein Buch der Reihe von Emma Wagner gelesen, was dieser Geschichte jedoch keinen Nachteil gebracht hat. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich war direkt in dem Liebeschaos gefangen und habe die Personen in dem Buch mit Hilfe des Verzeichnisses am Ende gleich zuordnen können. Jeden Charakter mochte ich auf Anhieb, vor allem die älteren Leutchen. Da ich genau vor einem Monat selber in Dublin und Umgebung war, konnte ich mir Irland wieder perfekt vorstellen und die Beschreibungen brachten mich dorthin zurück. So ein wenig bekam ich dann wieder Sehnsucht nach den Klippen und dieser atemberaubenden Landschaft. Daher höre ich, während ich hier meine Rezension verfasse, „The Script“, damit mich dieses Gefühl noch etwas verfolgt. Schön beschrieben sind die typisch irischen Traditionen zu Weihnachten. Die Iren sind einfach ein wunderbares Volk.
„Weihnachtsküsse“ ist eine schöne feelgood-story, die man immer gerne überall lesen kann. Manche werden nun traurig sein, da es womöglich doch der letzte Teil sein könnte. Ich für meinen Teil freue mich über dieses Buch, da ich dann noch 5 Vorgänger lesen darf. :)
Ich vergebe 4 Sterne, da ich mir an manchen Stellen ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte.
Das Buch empfehle ich gerne an alle weiter, die jetzt schon mal mit Lebkuchen, Kuscheldecke und einem warmen Kakao auf dem Sofa lümmeln und eine romantische Geschichte lesen möchten.

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