Verwirrend und irritierend, aber süchtigmachend
The Monet Family – Shine Bright Like a TreasureMir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Nachdem ich das Buch beendet hatte, musste ich vor der Rezension tatsächlich erstmal darüber ...
Mir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Nachdem ich das Buch beendet hatte, musste ich vor der Rezension tatsächlich erstmal darüber nachdenken was ich dazu sagen soll. Die Geschichte hat auf der einen Seite einen wirklich starken Suchtfaktor, ich wollte immer weiterlesen und unbedingt wissen was passiert und wie alles zusammenhängt. Auf der anderen Seite wird auch so gut wie gar nichts erklärt oder aufgeklärt. Es ist schwierig zu beschreiben, aber es passiert viel und gleichzeitig fast gar nichts in der Geschichte. Es gibt so viele lose Enden und Gehmeinisse, das ich den zweiten Band gar nicht erwarten kann und gleichzeitig die Angst habe, dass es genauso wie im ersten Teil weitergeht.
Meine Rezension klingt jetzt schon verwirrend, oder?👀 Entschuldigt dafür, aber genauso verwirrt habe ich mich auch beim lesen gefühlt😂. Aber vielleicht noch mal von vorne.
In dem Buch begleiten wir die 14/15 jährige Hailie die durch einen Autounfall ihre Mutter und Großmutter verliert. Ihren Vater kennt sie gar nicht, als sie erfährt das sie fünf Halbbrüder in den USA hat, zu denen sie nun ziehen soll. Sie tat mir wirklich wahnsinnig leid und ich konnte ihre chaotische Gefühlswelt sehr gut nachempfinden. Ich empfand sie dabei als stets authentisch, sei es in Bezug auf ihre Trauer, ihre Einfindung in diese komplett neue Familie, die dazu nur aus Jungs/ Männern besteht oder auf die Fragezeichen die sich bei ihr in Bezug auf die Abgründe der Monet Familie ergeben.
Ihre fünf Halbbrüder sind dabei gleichermaßen faszinierend wie nervtötend. Zu Beginn war mir außer Will niemand so recht sympathisch und besonders Vince, der als Oberhaupt der Familie agiert, war mir mit seinen ganzen Regeln, Kontrollen und Vorschriften nicht wirklich suspekt. Es wirkte teilweise eher als wäre Hailie eine gefangene von ihnen und kein Familienmitglied. Dazu kommt noch das die anderen Brüder sehr abweisend zu Beginn ihr gegenüber waren, was ich aber auch verstehen konnte. Sie sind teilweise kaum älter als Hailie und plötzlich zieht dieses fremde Mädchen bei ihnen ein, da ist ein wenig Abneigung vorprogrammiert. Ich fand es allerdings schön wie sich Hailies Beziehung zu ihnen nach und nach verändert hat. Jeder der Brüder ist unterschiedlich, aber sie bauen dennoch langsam eine Verbindung mit Hailie auf, was ich schön fand.
Über allem schweben aber eine menge Geheimnisse. Es herrscht Gewalt, die ständige Angst der Bedrohung die über Hailie schwebt, doch wodurch eigentlich? Warum braucht sie eigene Bodyguards? Was geht bei den Brüdern wirklich vor? Es stellen sich so viele Fragen beim lesen und genau wie Hailie bekommt man (bisher) auf die wichtigen davon kaum Antworten. Ich brauche im nächsten Teil dringend mehr Einblicke oder Informationen, denn diese Verwirrung möchte ich ungern nochmal knapp 500 Seiten mitmachen😭😂
Insgesamt fällt mir die Bewertung also gar nicht so leicht. Das Buch war auf der einen Seite mit seinem Suchtfaktor, seinen Geheimnissen und den leichten Mafia-Vibes wirklich mitreißend, aber gleichzeitig habe ich einfach noch zu viele Fragen. Zu vieles ist ungeklärt und wurde nur angerissen. Ich bin auf jeden Fall mehr als gespannt auf Teil zwei.