Eine Welt in der man niemanden trauen kann, ein Mädchen zwischen zwei Seiten und eine Liebe die nicht sein darf
Honesty. Was die Lüge uns kostetMir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Ich habe mich schon total auf die Fortsetzung von Honesty gefreut, Franzi Kopka hat sich ...
Mir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Ich habe mich schon total auf die Fortsetzung von Honesty gefreut, Franzi Kopka hat sich wirklich zu meiner Dystopie-Queen entwickelt, bei der ich schon vor dem lesen weiß, es wird wieder richtig gut.
Ich habe zwar ein bisschen gebraucht, um wieder in die dystopische Welt Sestiby einzutauchen, in der es keine Lügen gibt und alle Menschen durch das Medikament VeriTab zur absoluten Ehrlichkeit gezwungen sind, aber als ich wieder drin war, wollte ich das Buch am liebsten gar nicht mehr weglegen.
Ich mochte die ganze Idee, wie die Welt aufgebaut ist und welche Dilemmata die Menschen die in ihr Leben ausgesetzt sind bereits im ersten Teil wirklich gerne, aber in diesem Buch werden wir nun noch tiefer in die Abgründe der Regierung reingezogen und gerade durch den Widerstand erfahren nicht nur wir eine Menge neuer Aspekte, auch Mae geht es so.
Maes Welt wurde generell schon durch Grayson erschüttert, als sie von den Machenschaften der Regierung erfahren hat und nun wurde ihr Bruder Nick auch noch gerade als neustes Mietglied des Parlaments vereidigt. Meas Zwiespalt wird dabei mit jeder Seite deutlich. Sie liebt ihre Familie, aber wird gelichzeitig auch immer stärker in den Widerstand hineingezogen, so dass sie sich irgendwann fragen muss auf welcher Seite sie nun stehen will.
Ich finde Mae ist dabei eine unglaublich starke Protagonistin, die sich gut den neuen Gegebenheiten anpassen kann. Sie ist mutig, hat ihre Prinzipien und trotz ihrer Bedenken begibt sie sich immer wieder in Gefahr, weil sie daran glaubt das Richtige zu tun. Ich mochte dabei besonders das in diesem Band ein so starker Fokus auf die (Gefühls-)Entwicklung von Mae gelegt wurde, ich fand ihre Gedankengänge durchweg nachvollziehbar und authentisch.
Auch die Beziehung zwischen ihr und Grayson fand ich wieder sehr spannend. Auf ihr liegt zwar nicht der größte Fokus, aber es gibt immer wieder Momente zwischen ihnen die dafür sorgen, dass ihre Beziehung an Tiefe gewinnt und die Gefühlsentwicklung sehr realistisch wirken lässt. Zudem bilden die süßen Momente zwischen den beiden einen schönen Kontrast, zu der doch eher düsteren und schweren Grundstimmung im Buch.
Ich mochte dabei das nicht nur die Stimmung ein wenig düster war, sondern dass das Buch auch von einer unterschwelligen Spannung durchzogen war, so dass man immer weiterlesen wollte. Ich fand es einfach faszinierend zu verfolgen, dass man wirklich nie weiß wen man gerade vertrauen kann und wenn nicht. Im Prinzip würde ich fast sagen, traue am besten niemanden, da wirklich jeder eigene Motive und Ziele verfolgt, weshalb ich umso gespannter bin in welche Richtung sich die Geschichte im nächsten Band entwickelt.
Insgesamt konnte mich also auch dieser Teil wieder mehr als begeistern. Er besticht nicht nur mit einer starken Protagonistin die eine beeindruckende Entwicklung durchmacht, sondern auch mit einer dystopischen Welt in der man wirklich niemanden trauen sollte und die einen mehr als ratlos am Ende zurücklässt, wie die Geschichte nun am Ende ausgehen wird.