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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2020

Und dafür der ganze Stress?

Splitter
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Meine Meinung:

Ich hab schon etliche Fitzeks gelesen. Meist greife ich zu seinen Büchern, wenn ich mal Lust auf einen leicht-lockeren Krimi habe, der mich zum Nachdenken anregen, aber auch nicht zu kompliziert ...

Meine Meinung:



Ich hab schon etliche Fitzeks gelesen. Meist greife ich zu seinen Büchern, wenn ich mal Lust auf einen leicht-lockeren Krimi habe, der mich zum Nachdenken anregen, aber auch nicht zu kompliziert sein soll. Sebastian Fitzek überzeugt da einfach mit einer klar strukturierten, leicht zu lesenden Art, wobei auch immer ein Funken Humor mitspielt. Mir gefallen seine Werke aber auch nicht immer. Manchmal merkt man einfach zu sehr, dass er einen bewusst in eine Richtung drängen will und weil man nicht anders kann, geht man diese Richtung mit, nur um am Ende festzustellen, dass man eh nie selbst auf die Lösung gekommen wäre. Das ist sicherlich mal ganz nett, aber aus dem Grund braucht man meiner Meinung nach Pausen zwischen seinen Büchern. Sonst wird es ermüdend.

So war es auch bei "Splitter". Die Thematik war mir von Beginn an zu wirr. Ich mochte dieses Experiment nicht, die Ereignisse überschlugen sich, es waren viele Extreme dabei. Ich hab eigentlich nicht gelesen, um des Lesens Willen, sondern um die Auflösung zu wissen und endlich fertig zu sein - das ist kein gutes Zeichen. Die Auflösung war für mich dann auch noch unverhältnismäßig.... Der ganze Stress dafür? Hätte man das nicht einfacher haben können? Ihr werdet verstehen, was ich meine, wenn ihr es lest... Für mich war das einfach zu viel für zu wenig.



Fazit:



Ein Fitzek, der mich dieses Mal leider nicht überzeugen konnte. Für mich war das ganze Chaos einfach zu viel für zu wenig. Der ganze Stress für das Ergebnis? Ich kann leider nicht mehr als 2 Sterne vergeben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.10.2020

Leben mit einer Lüge

Ein Geschenk des Himmels
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Ich habe dieses Buch im Original auf Englisch gelesen.

Meine Meinung:

Wenn man meine Bibliothek und meine Rezis kennt, dann weiß man auch, dass ich eine kleine Schwäche für Liane Moriarty habe und ...

Ich habe dieses Buch im Original auf Englisch gelesen.

Meine Meinung:



Wenn man meine Bibliothek und meine Rezis kennt, dann weiß man auch, dass ich eine kleine Schwäche für Liane Moriarty habe und sie als die Göttin der Zwischenmenschlichkeit bezeichne. Das ändert sich auch nach "The Last Anniversary" nicht.

"The Last Anniversary" handelt um ein Familiengeheimnis und spielt auf einer kleinen einsamen Insel. Auf dieser leben alle Angehörigen einer Familie und haben aus ihrer Geschichte ein kleines Business gemacht. Wir lernen nach und nach die einzelnen Familienmitglieder kennen, erleben ihre Probleme und Schwierigkeiten und finden mit ihnen gemeinsam das Geheimnis raus, welches die beiden Oberhäupter-Damen der Insel bisher für sich behalten haben.

Die einzelnen Figuren haben ganz unterschiedliche Probleme: Verlorene Liebe, Postnatale Depression, Unwohlsein im eigenen Körper, Einsamkeit und vieles mehr... Die einzelnen Figuren mag ich sehr und gerade bei den zwischenmenschlichen Aspekten merkt man wieder wie gut die Autorin dies überbringen und verpacken kann.

Die Geschichte an sich hat mich leider nicht sonderlich interessiert. Das Familiengeheimnis ist für mich irgendwie plump, das Inselleben für mich zu wenig abwechslungsreich. Gerade im Mittelteil war mir die Geschichte meistens zu zäh und ich mochte diese kleine heile Welt nicht in der die Figuren leben und dabei eigentlich zu keiner Minute ehrlich miteinander sind. Am Ende konnte es die Autorin für mich wieder ein bisschen herausreißen, weil das Fazit der einzelnen Figuren für mich doch wieder eine gewisse Emotionalität mit sich gebracht hat, die ansonsten in der Geschichte etwas fehlte.



Fazit:



Ich bin zwar ein kleiner Liane Moriarty Fan und mag auch in "The Last Anniversary" die Darstellung der einzelnen Figuren, aber die Geschichte an sich konnte mich dieses Mal nicht so überzeugen. Das kleine Inselleben, die Unehrlichkeit aller Personen, die Auflösung... alles war mir irgendwie ein bisschen zu wenig. Ich vergebe daher immer noch sehr gute 3 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.10.2020

Gibt es "den Einen/die Eine"?

The One - Finde dein perfektes Match
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Meine Meinung:

Tinder - vielfach diskutiert, vielfach kritisiert.
Tinder spiegelt unsere Gesellschaft wieder. Menschen werden oberflächlich kategorisiert, aufgrund ihres Aussehens werden sie aussortiert. ...

Meine Meinung:



Tinder - vielfach diskutiert, vielfach kritisiert.
Tinder spiegelt unsere Gesellschaft wieder. Menschen werden oberflächlich kategorisiert, aufgrund ihres Aussehens werden sie aussortiert. Die kleinste Unzulänglichkeit führt dazu, dass man die Person wegschmeißt und weiterwischt. Man tritt Schwierigkeiten nicht mehr entgegen, sondern geht ihnen aus dem Weg, denn "es gibt ja genug Auswahl, vielleicht ist der nächste einfacher". Ja das ist scheiße und ich teile die Gesellschaftskritik, die man vielfach hört, wenn es um Tinder geht. Auch ich finde das Vorgehen und das, was es aus unserer Gesellschaft macht, furchtbar. Aber ich bin kein Mensch, der nur die schlechten Dinge sieht. Und mir persönlich hat Tinder eine Phase meines Lebens sehr erleichtert. Es hat mich abgelenkt, mir Spaß gemacht und ich habe wunderbare Menschen kennengelernt, die so gar nicht dem Klischee entsprechen und trotzdem auf dieser Plattform unterwegs waren. Diese Menschen hängen mir teilweise noch heute nach und haben mir eine neue Sicht auf die Liebe, Beziehungen und das Miteinander gegeben. Für mich ist das so viel wert, dass ich Tinder einfach nicht als etwas grundlegend schlechtes sehen kann.

"The One" hat mich aus genau diesem Grund so angesprochen. "The One" treibt das Ganze nämlich noch auf die Spitze. Unser Partner wird nämlich anhand der DNA ausgewählt und soll damit der perfekte Mensch für uns sein. Kein verzweifeltes Wegwischen und Ausprobieren mehr - sondern einfach nur sofort den Einen oder die Eine finden. Dieses Gedankenexperiment ist extrem spannend, aber gar nicht unwahrscheinlich. Schon heute gibt es Dienste, die so etwas anbieten. Keine Ahnung, wie rechtlich in Ordnung oder wie sicher das ist, aber es ist durchaus denkbar, dass sich so etwas in unserer Gesellschaft etabliert.

John Marrs zeigt uns unterschiedliche Charaktere und ganz verschiedene Beziehungen, die sich aus der Plattform "Match your DNA" ergeben. Er übertreibt dabei maßlos. Er zeigt uns sehr sehr extreme Persönlichkeiten: Es geht dabei um Tod, Krankheit, Mord, Stalking, Lügen, Rache und viele weitere Extreme. Das kann man kritisieren, weil er uns kein Paar an die Hand gibt, mit welchem man sich so richtig identifizieren kann, ABER ich finde, dass es einzelne Persönlichkeitszüge der Charaktere gibt, die man doch auch in sich selbst wiederfindet und die einen verstehen lassen.

Wenn man sich auf diese Geschichte einlässt, dann ist sie meiner Meinung nach großartig. Ich habe mich wirklich oft selbst wiederentdeckt und war total gefesselt. Die Kapitel sind immer sehr kurz, wir wechseln wild zwischen den unterschiedlichen Charakteren, und es wird nie langweilig. John Marrs hat mich überzeugt. Er wirft nicht nur die Frage auf "Gibt es den Einen oder die Eine überhaupt?" sondern er fragt dich auch "Wenn ja, willst du überhaupt wissen, wer es ist?".



Fazit:



Ein Gedankenexperiment, welches wahrscheinlich gar nicht mehr so weit von uns entfernt ist. John Marrs übertreibt dabei zwar maßlos und präsentiert uns sehr extreme Persönlichkeiten und Partnerschaften, aber ich konnte mich dennoch in der ein oder anderen Figur wiederfinden. Ich habe es sehr genossen und vergebe 5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2020

Offline im Nirgendwo

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch im Urlaub gelesen und bin der Meinung, dass es als Urlaubslektüre wirklich perfekt geeignet ist. Es geht um eine kleine Reisegruppe, die sich einem Experiment unterzieht ...

Meine Meinung:



Ich habe dieses Buch im Urlaub gelesen und bin der Meinung, dass es als Urlaubslektüre wirklich perfekt geeignet ist. Es geht um eine kleine Reisegruppe, die sich einem Experiment unterzieht und 5 Tage ohne jegliche Kommunikationsmöglichkeit nach außen an einen verlassenen Ort reist. Die Idee ist wirklich sehr gelungen und in der heutigen Zeit gar nicht mal so undenkbar, aber die Umsetzung ist teilweise nicht so wie ich es mir vorgestellt hätte.

Vorweg: man kommt ziemlich gut in die Geschichte rein und die recht kurzen Kapitel lassen sich schnell und angenehm lesen. Wir begleiten die Protagonistin Jenny und lernen quasi aus ihren Augen die einzelnen Mitreisenden kennen. Das fand ich sehr gelungen, weil Jenny eine sehr angenehme und analytische Protagonistin ist, der man gut folgen kann und auf die man sich gut einlassen kann.

Nicht so gut gefallen, hat mir dagegen der inhaltliche Verlauf. Ich hatte das Gefühl solch eine Art von Krimis (Gruppen, in denen nach und nach jemand verschwindet oder ermordet wird und Personen, die sich alle gegenseitig verdächtigen) schon häufiger gelesen zu haben. Dadurch war es für mich einfach nicht wirklich etwas Neues. Die Gruppendynamik war für mich sehr logisch und damit oft vorhersehbar. Auch die Auflösung war für mich keine wirkliche Überraschung. Vielleicht habe ich diese Art von Geschichten wirklich schon zu oft gelesen... Ich bin nämlich schnell drauf gekommen, wie die Lösung sein könnte und lag auch nicht ganz falsch.


Fazit:



Als Urlaubslektüre handelt es sich um einen sehr angenehmen Krimi, der sich gut lesen lässt. Wenn man diese Art von Geschichte noch nicht kennt, ist es sicherlich sehr spannend und überraschend. Ich kenne solche Krimis inzwischen einfach zu Genüge. Daher war die Lösung für mich sehr logisch und vorhersehbar. Ich vergebe solide 2 Sterne!

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Veröffentlicht am 30.09.2020

Sieht zumindest schön im Bücherregal aus....

Die Rabenkönigin
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Meine Meinung:

Vielleicht finden viele meine Worte zu hart, aber der Drachenmond-Verlag überzeugt mich manchmal zu 100%, manchmal enttäuscht er aber auch auf gleiche Weise.

"Die Rabenkönigin" war ein ...

Meine Meinung:



Vielleicht finden viele meine Worte zu hart, aber der Drachenmond-Verlag überzeugt mich manchmal zu 100%, manchmal enttäuscht er aber auch auf gleiche Weise.

"Die Rabenkönigin" war ein Cover-/Verlagskauf. Bevor ich das Buch begonnen habe, habe ich nicht einmal die Inhaltsbeschreibung gelesen. Das ist aber auch okay, weil ich mich gerne völlig ungewiss in Geschichten stürze und diese einfach auf mich zukommen lasse. Das Thema finde ich auch völlig in Ordnung: Ein Königreich, verflucht, ein verlorener Prinz und eine kleine Heldin. Darauf muss man Lust haben, aber es kann einen auch wirklich überzeugen. Viele der Drachenmond-Bücher machen diese Art der Geschichten erlebbar und überzeugen mich dann auch. Bei "Die Rabenkönigin" war es leider für mich nicht so.

"Die Rabenkönigin" hätte ich wohl niemals zu Ende gelesen, wenn ich nicht im Urlaub am Strand gelegen hätte. Ich habe viele Seiten nur quer gelesen und mich stellenweise wirklich durch das Buch gequält. Wie gesagt - es lag gar nicht unbedingt am Thema - sondern eher an der Umsetzung. Für mich verliert sich die Geschichte häufig in endlosen Beschreibungen, wenig Dialogen, wenig Actionreichtum, sehr viel Naivität und wenig Überraschung. Das ist total schade, aber vielleicht war ich einfach nicht die richtige für diese Geschichte.

Darüber hinaus hatte ich das Gefühl, dass die Feenwelt und die Verbindung der Feenwelt zur "normalen" Welt einfach nicht richtig durchdacht war und damit dem Leser auch nicht richtig wiedergegeben bzw. erklärt werden konnte. Ich hatte wirklich das Problem, dass ich zeitweise die Zusammenhänge nicht richtig verstanden habe. Das hat mir schon zu Beginn etwas den Lesespaß genommen.


Fazit:



"Die Rabenkönigin" konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Ich bin normalerweise völlig unvoreingenommen bei diesen Genre und kann mich gut auf märchenartige Geschichten einlassen. In diesem Fall ist es mir leider nicht gelungen. Ich kann nicht mehr als einen Stern vergeben, weil ich mit zeitweise extrem durch dieses Buch quälen musste.

  • Cover
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