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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2020

Perfekt

Das Licht von tausend Sternen
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Zu "Das Licht von tausend Sternen" hat mir mein Bauchgefühl geraten - ich kann mein Bauchgefühl nur lieben! Bei Geschichten enttäuscht es mich nicht. "Das Licht von tausend Sternen" bietet mir alles, was ...

Zu "Das Licht von tausend Sternen" hat mir mein Bauchgefühl geraten - ich kann mein Bauchgefühl nur lieben! Bei Geschichten enttäuscht es mich nicht. "Das Licht von tausend Sternen" bietet mir alles, was ich mir von einem Roman wünsche. Nichts kommt zu kurz, auch Bens Autismus nicht (macht mich ganz besonders glücklich). Alle Handlungselemente befinden sich im Gleichgewicht.
Harpers Zwiespalt und gelegentlicher Egoismus sorgt für jede Menge Herzschmerz, aber sicher gerade deswegen, weil ich sie verstehe und mich in sie hineinversetzen kann. Ihren Kampf gegen und zugleich für sich selbst bis zum für sie richtigen Kompromiss, bis zum Ankommen - ich denke, ich bin nicht alleine damit, das aus einer bestimmten Zeit im Leben zu kennen.
Harper und Ashton haben mich jeder für sich und auch zusammen vollkommen begeistert. Sie sind - wie auch jeder Nebencharakter -, so authentisch, dass mir eigentlich die Worte fehlen, mit denen ich dieser Tatsache gerecht werden kann.
Der Roman hat mich in allererster Linie aber für sich gewonnen, weil Harpers und Ashtons Hoffnung und Optimismus immer präsent sind. In der Leseprobe ist dieses das entscheidende Argument gewesen, im Gesamten ...

... Fazit also:
Ein Glücksgriff. Hätte auch ich einen Sternenhimmel an der Decke ... den Stern "Das Licht von tausend Sternen" von Leonie Lastella darin zu entdecken - das dürfte niemanden überraschen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2020

Eine Geschichte, die im Herz und in den Gedanken bleibt

Erzähl´ mir was Schönes
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"Erzähl mir was Schönes" bleibt in den Gedanken und im Herz, weil konsequent ehrlich erzählt wird, ohne rosarote Brille und ohne Friede-Freude-Eierkuchen – diese Stärken zeigen Julias und Isabelles Persönlichkeiten ...

"Erzähl mir was Schönes" bleibt in den Gedanken und im Herz, weil konsequent ehrlich erzählt wird, ohne rosarote Brille und ohne Friede-Freude-Eierkuchen – diese Stärken zeigen Julias und Isabelles Persönlichkeiten in allen Facetten und schaffen es, dass jeder einzelne Moment und das Gesamte wirken. Es ist eine oft beklemmende Geschichte, die wirklich leiden lässt, man möchte wieder innerlich zu Atem kommen – aber ich habe immer schon vorher weitergelesen, so dringend habe ich mir für Julia gewünscht, dass sie ... es schafft, (wieder) in ihrem Leben anzukommen.
Etwas schade ist, dass ich von den Männern, die fest zu Julias und Isabelles Leben gehören, kein klares Bild habe – ich könnte nicht wie bei allen weiblichen Charakteren sagen, wer sie im Kern sind, was ich für mich persönlich einfach brauche. Aber Julias und Isabelles Geschichte ist erzählt worden, auf die für mich einzige richtige Weise.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2020

Besondere Handlung in einer faszinierenden Welt

Shadowscent - Die Blume der Finsternis
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Im ersten Band von Shadowscent stimmt für mich alles alles. Mein Bild von dieser völlig neuen faszinierenden Welt könnte nicht klarer sein, die Charaktere und deren Geschichten lassen mich wie die Handlung ...

Im ersten Band von Shadowscent stimmt für mich alles alles. Mein Bild von dieser völlig neuen faszinierenden Welt könnte nicht klarer sein, die Charaktere und deren Geschichten lassen mich wie die Handlung nicht los, am Schreibstil habe ich endlich einmal nichts zu „meckern“, die Beziehungen - ob freundschaftlich oder romantisch - nehmen nicht zu viel Platz ein und sind einfach schön. Der zweitgrößte Pluspunkt nach der Welt ist, dass Rakels und Ashs Suche nach den Gegengift-Zutaten nicht unnötig erschwert und somit nicht aufgebauscht wurde – sehnsüchtig zu erwarten sowie weiterhin zu fürchten gibt es genug.

Fazit

Volle fünf Sterne für das Gesamtpaket (und zusätzlich alleine für die Welt fünf Sterne). Überglücklich.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2020

Jess Kidd hat mich mit dieser Geschichte verzaubert und gleichzeitig in eine zum Glück nur fast normale Welt geschickt

Die Ewigkeit in einem Glas
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Großartig, dass die „Die Ewigkeit in einem Glas“ ohne den Antagonisten auskommt, dass sich. die Feinde ergeben aus einem gewissen … Interesse eines gewissen Milieus sowie aus der Verkettung ziemlich beängstigender ...

Großartig, dass die „Die Ewigkeit in einem Glas“ ohne den Antagonisten auskommt, dass sich. die Feinde ergeben aus einem gewissen … Interesse eines gewissen Milieus sowie aus der Verkettung ziemlich beängstigender (und teils herzzerreißend trauriger) Umstände ergeben. Das erlebe ich alles andere als oft.
Dafür, dass „der letzte Stein im Weg“ erst gegen Ende auf der Bildfläche erscheint, ist diesem mir zwar zu viel Raum in den Kapiteln aus Bridies Vergangenheit eingeräumt worden (Mrs Bibby lässt ohnehin keinen Zweifel aufkommen, dass dieser Mensch zu meiden ist), aber da ich immer am liebsten alles über die Charaktere wüsste, kann daraus kein Minuspunkt werden. Kein Wunder, dass mich ein klitzeklein wenig frustriert, nicht erfahren zu haben, ob sich Ruby und Bridie schon zu Rubys Lebzeiten gekannt haben … (oder die Antwort ist mir zum eigenen Bedauern entgangen, aufgrund der Sogwirkung, die von Christabels Geschichte ausgeht …?)
Ein erfreuliches Wunder ist es für mich, dass ich „Die Ewigkeit in einem Glas“ nach dem Abschluss überhaupt nicht mehr sonderbar gefunden habe. Vielmehr magisch, denn in einer Welt, wo (außer Bridie Devine, die fast zwanghaft nicht an wahrhaftige Mysterien glauben möchte) nichts überrascht, passiert dann doch etwas für mich Unfassbares – denn ich habe bis dahin tatsächlich eher der Bridie-Devine-Fraktion angehört, was meinerseits das größte Kompliment an Jess Kidds „Die Ewigkeit in einem Glas“ ist, weil ich als Leserin eigentlich nicht verblüfft wäre, würde unter jedem Kieselstein Magisches warten; meine persönliche Heldin ist Bridie aber geblieben. An Bridie Devines – anders kann ich es nicht ausdrücken – Normalität vor allem liegt es auch, dass
Kurzum: für mich das perfekte Leseerlebnis. Alles stimmt, die Welt, die Atmosphäre, die Handlung, die Charaktere. Unbedingt zum Ausdruck bringen muss ich in meiner Rezension noch meine unauslöschliche Begeisterung, die Rubys Tattoos entfacht haben …

Fazit


Ein Hoch auf Jess Kidds Fantasie.

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Ich wünschte, die Botschaft würde entschlossener übertragen werden

Fuchs 8
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George Saunders' „Fuchs 8“ hätte mich schon bei der grausamsten Erfahrung von Fuchs 7 und Fuchs 8 eigentlich verloren, doch ich weiß leider auch, dass Menschen zu dieser irrationalen Grausamkeit fähig ...

George Saunders' „Fuchs 8“ hätte mich schon bei der grausamsten Erfahrung von Fuchs 7 und Fuchs 8 eigentlich verloren, doch ich weiß leider auch, dass Menschen zu dieser irrationalen Grausamkeit fähig sind.
Verloren hat mich „Fuchs 8“ dann jedoch mit dem Ende. Fuchs 8 rät in seinem Brief, wir Menschen sollten ein bisschen netter sein …? Ein bisschen netter? Verständnis für dieses verharmlosend wirkende Ende habe ich keines. Es stimmt mich zu traurig, dass Fuchs 8, der unsere Sprache und zu schreiben gelernt hat und vor allem mit uns kommunizieren möchte, nicht zugestanden wird, etwas zu bewirken. An dieser Stelle hätte mir eine fiktivere Umsetzung also mehr zugesagt.

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