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Veröffentlicht am 02.06.2026

Nach _dem_ Buch für den Sommer gesucht, dabei habe ich es bereits gefunden

Run Away With Me
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Sowohl mit Danny und Angelo als auch deren Beziehung angenehm verbunden, lebt Run Away With Me stark von Rom selbst - und die Betonung liegt auf lebt, ich habe noch nie einen Besuch Roms in Erwägung gezogen, ...

Sowohl mit Danny und Angelo als auch deren Beziehung angenehm verbunden, lebt Run Away With Me stark von Rom selbst - und die Betonung liegt auf lebt, ich habe noch nie einen Besuch Roms in Erwägung gezogen, was ich dank des Buches aber nicht einmal möchte, denn ich bin mir sicher, schon dort gewesen zu sein …

Run Away With Me lebt außerdem von Albertos und Vittorios Geschichte (oder Angelos Version davon?) und von Dante Ferratas, Giovannis und Berninis. Und von John Keats … wegen Dannys Bemerkung, dass sie von John Keats verfolgt werden, habe ich sicher zu lange gelacht. Angelos Weltsicht und seine Persönlichkeit gefallen mir am besten am Buch, denke ich - eigentlich wäre das schon Dannys und Angelos Beziehung, dafür ist aber meine Befürchtung zu präsent, dass sie hauptsächlich ein Sprachrohr für besagte Geschichten anderer - nun - Protagonisten sind. Andererseits sind Danny und Angelo Teenager und sie haben einen einzigen Sommer, in einer Stadt, die Angelo nicht mehr am Herzen liegen könnte und auf Danny eine einzigartige Wirkung hat - und ich kann das Buch immer noch reinen Gewissens als Balsam für mein Herz (ja, hier stand ‘Seele’, fühlte sich plötzlich nicht korrekt an) beschreiben. Den Themen des Buches könnte ich einen ganzen eigenen Absatz widmen, kurzgefasst empfehle ich also, sich im Vorfeld darüber zu informieren.

Hätte mich ernsthaft etwas gestört, dann wären es unnötig häufige Erwähnungen wie “nicht-katholischer Friedhof” (“Friedhof” hätte mir nach der ersten Erwähnung genügt) oder der vom Regen nassen Statuen (kaum zu glauben, die gleiche Statue ist auch im nächsten Satz noch aus dem gleichen Grund nass) … aber das kommt mir pedantisch vor. Die paar stilistischen Kleinigkeiten stehen nicht der Handlung im Weg, also Schwamm drüber. Oder vielleicht lieber ein Handtuch, es wäre leicht, sich einzubilden, dass der viele Regen aus den Seiten tropft. Hm, wahrscheinlich ist dieser Witz nicht witzig (tatsächlich gehe ich gerade in meiner Fantasie bereits selbst durch Rom, mit Handtüchern für die Statuen, was mir zu ernst klingt, ich möchte gerade nicht so emotional werden - spricht wohl für Brian Selznick, dass mir die Statuen ebenfalls wichtig sind). Habt gerne einfach Taschentücher in eurer Nähe … ich musste nicht weinen, aber das liegt nur daran, dass ich bis heute leider nicht herausgefunden habe, wie ich während einer Leserunde entspannt bleiben kann.

Ich bin immer noch überzeugt, das letzte Kapitel nicht gelesen zu haben, denn ich muss einfach etwas übersehen haben. Bei manchen Büchern will man nicht das Ende erreichen, aus mir spricht nur die Traurigkeit. Unvollständig fühlt sich Run Away With Me nicht an. Und wieso sollte ich mich nicht freuen, auf eine mögliche Fortsetzung warten zu können?

Einen eigenen Stern gibt es für die Zeichnungen an sich und der Entscheidung, sie nicht auf die Kapitel zu verteilen (in anderen Büchern wurde ich davon leider immer aus dem Lesefluss gerissen), aber vor allem wegen meiner Reaktion, als ich beim erneuten Lesen begriffen habe, dass die Zeichnungen von Danny sein müssen.

Ich habe mir vorgenommen, es diesen Sommer zumindest ein drittes Mal zu lesen und mich auch dabei noch zu fühlen, als würde ich wie Danny und Angelo (natürlich lese ich bereits und finde, dieses Zitat erklärt meinen Gefühlszustand passender als mein ursprüngliches) “über den Rand der Welt in den dunklen, wilden Abgrund von Rom fallen”.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Auszeit von Netflix ("zum Glück" existiert keine Verfilmung)

Yu-jins Bücherküche der großen Träume
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Yu-jins Bücherküche der großen Träume ist für mich insgesamt vielversprechend, rücke ich meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und der Erzählweise in den Hintergrund (ach ja: und ignoriere beide Epiloge, ...

Yu-jins Bücherküche der großen Träume ist für mich insgesamt vielversprechend, rücke ich meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und der Erzählweise in den Hintergrund (ach ja: und ignoriere beide Epiloge, obwohl ich mich über Epiloge üblicherweise freue). Stilistische Entscheidungen bewerte ich nur ungern, war aber so oft überfordert, dass ich es in der Rezension erwähnen möchte. Im Prolog hatte ich schon einige Hürden zu überwinden und war über jedes Kapitel dankbar, das ich entspannter lesen konnte. Glücklicherweise gibt es genug schöne Momente und Zitate für/von den interessanten Figuren, weshalb ich zumindest der Leseprobe einer Fortsetzung eine Chance geben würde. Oder einer Verfilmung, was bei mir immer ein gutes Zeichen ist (koreanische Serien und Filme schaue ich aber sowieso lieber als alles andere).

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Veröffentlicht am 06.11.2023

Spannende Geschichte, die noch intensiver vom Schreibstil getragen werden könnte

Ever & After, Band 1: Der schlafende Prinz (Knisternde Märchen-Fantasy der SPIEGEL-Bestsellerautorin Stella Tack)
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Da mich Märchen als alles andere begeistern, bin ich überrascht, wie sehr mich der Auftakt zu Stella Tacks neuer Reihe fesselt. Bisher empfinde ich die Handlung und die Figuren als großartig, und dabei ...

Da mich Märchen als alles andere begeistern, bin ich überrascht, wie sehr mich der Auftakt zu Stella Tacks neuer Reihe fesselt. Bisher empfinde ich die Handlung und die Figuren als großartig, und dabei bin ich auch von düsteren Geschichten nicht unbedingt ein Fan. Hier bedeutet es das gewisse Etwas.
Der Schreibstil konnte mich manchmal aus der Geschichte reißen, beispielsweise, wenn das Geschehen dadurch unangenehm im Tempo gedrosselt wurde oder seitens Rain von den asiatischen Zügen geschwärmt wurde. Zu letzterem möchte ich zumindest in der Rezension nichts weiter äußern, weil darauf schließlich eher nicht eingegangen werden wird.

Jetzt heißt es jedenfalls abwarten. Ich kann mir noch nicht denken, wie es ausgeht. Anhand des Titels und den vielen undurchsichtigen Figuren vom zweiten Band bin ich schon nervös. Mir gefällt, dass es sich nicht anfühlt, als wäre ein Happy End garantiert.

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Veröffentlicht am 01.10.2023

Handlung und Glaubwürdigkeit scheint nebenrangig

Die letzte Nacht
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Die Rezension fällt mir schwer, denn bei jeder Erinnerung an "Die letzte Nacht" ist mir einfach nur übel. Was soll ich schreiben?
Oberflächlich betrachtet ist es gut geschrieben, aber dazu gehört mehr ...

Die Rezension fällt mir schwer, denn bei jeder Erinnerung an "Die letzte Nacht" ist mir einfach nur übel. Was soll ich schreiben?
Oberflächlich betrachtet ist es gut geschrieben, aber dazu gehört mehr als der Schreibstil. Alles kommt mir wie ein einziges Chaos. Die gesamte Wahrheit ist nicht logisch, sondern - nun, wie gesagt, mir ist nur übel. Hauptsache, die Hauptfiguren werden mit voller Grausamkeit zur Wahrheit gedrängt.
Sympathisch müssen die (nun ja, noch lebenden) Hauptfiguren nicht zwingend sein. Vielleicht hätte mich wenigstens dieser Punkt aber versöhnlicher gestimmt? Und auch bei ihren Schritten durch die Geschichte fehlt es mir an Glaubwürdigkeit. So lange die Geschichte auch geht (was ich durchaus angemessen finde, vor allem bezüglich Sara Linton, weshalb es einen zweiten Stern braucht), manches geht rasend schnell, was es nicht dürfte. Wie die Überschrift meiner Rezension schon verrät, muss ich annehmen, dass das Augenmerk auf der Grausamkeit liegt. Letztendlich bin ich angewidert gewesen, zurecht.

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Veröffentlicht am 01.10.2023

Ganz in meinem Element

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch
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Wie soll ich entscheiden, ob mir das durchdachte und mysteriöse Worldbuilding am meisten gefällt oder, dass ich richtig viel lachen konnte? (Meine Rezension enthält Spoiler.)
Oh, oder Protagonistin Joy. ...

Wie soll ich entscheiden, ob mir das durchdachte und mysteriöse Worldbuilding am meisten gefällt oder, dass ich richtig viel lachen konnte? (Meine Rezension enthält Spoiler.)
Oh, oder Protagonistin Joy. Ich finde sie super.
Ganz abgesehen davon, endlich, endlich eine Geschichte gefunden zu haben, die mir das Gefühl während Victoria Aveyards Reihe “Die Farben des Blutes” gibt. Apropos, glücklicherweise bin ich so unsicher wie nur möglich, ob ein gewisser Charakter als Antagonist eingeordnet werden kann oder im Laufe der Geschichte dazu werden könnte. Dem Unstern, meinem neuen Liebling unter den Antagonist:innen (zumindest in “Rosenfluch” … wer weiß, wer weiß, wer weiß!), läuft dieser Charakter bitte nicht den Rang ab? Alle zweifellos zu erwartenden Antagonist:innen lieber auch nicht, nach wie vor fühle ich mich wie in einem Albtraum gefangen. Beim Gedanken an den Unstern traue ich mich nicht, bewusst zu atmen. Danke!

Leider offenbarte mir der erste Band nicht, woran es liegt, dass Joy vor der einschneidenden Veränderung am Ende vehement dagegen war, ihre Gefühle für Rhyme zu akzeptieren? Ohne einen Bezug zu ihr, Rhyme und die allgemeine Situation wirken ihre Gedanken nur oberflächlich und waren in der Folge nichtssagend. Da der Romantik-Teil auf ganzer Linie überzeugend sowie begeisternd weit über die Protagonistin hinaus reicht, kann ich darüber aber hinweg sehen. Und dann ist ebenfalls nicht außer Acht zu lassen, dass Joys, hm, wohl Verlegenheit unter anderem amüsant ist. Anhand der konsequenten Verlegenheit wird das eben Joys Art sein. Der verknüpfende Bezug wäre nur das i-Tüpfelchen gewesen.
So, führt nichts daran vorbei, Cut in diesem Rezensionsabschnitt zu erwähnen, oder? Uff. Hoffentlich entwickelt sich zwischen Joy und Cut keine Liebesbeziehung, die als ernsthaft durchgehen soll, denn von Cut fühlte ich mich schnell nur noch belästigt. Mir im Anschluss in Erinnerung zu rufen, dass mehr in ihm steckt, war erfolglos. Die nicht enden wollenden Provokationen schießen über das Ziel hinaus und lassen außerdem zu wenig Raum, um ihn besser kennenzulernen.

Ins Herz geschlossen habe ich ansonsten wohl oder übel alle.

Schade finde ich, kein klareres Bild von der Akademie in – wenn sich das so sagen lässt – gewöhnlichen Jahren zu haben. Eine Zeile mehr hier und da hätte wahrscheinlich keinen Platz geraubt. Alternativ hätte sich der Prolog angeboten, dessen Inhalt rechtfertigte ihn meiner Meinung nach nicht – allerdings wieder etwas, das ich rein subjektiv betrachtet problemlos verschmerzen kann, weil schon der erste Satz zum Lachen brachte und die Geschichte meinen geweckten Erwartungen gerecht wurde. Das Zusammenspiel von Dramatik und dem Humor ist eine weitere Wohltat. Und schließlich gibt es Fortsetzungen, also alles in allem kann meine Freude nichts trüben. Sie wurden im Anschluss auch schnell vorbestellt.

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