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Veröffentlicht am 30.06.2020

Für mich alles andere als ein Pageturner - leider, leider, leider aufgegeben

Schwestern im Tod
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Traurig, dass mich mit den Ermittlern und vielleicht auch mit Bernard Minier die fehlende Begeisterung verbindet. In der ersten Hälfte wird der Fall meinem Empfinden nach einfach fallen gelassen, was ich ...

Traurig, dass mich mit den Ermittlern und vielleicht auch mit Bernard Minier die fehlende Begeisterung verbindet. In der ersten Hälfte wird der Fall meinem Empfinden nach einfach fallen gelassen, was ich auch nach zu langem Abstand nicht nachvollziehen kann, aber immerhin ist es eigentlich doch spannend, dass der Täter fünfundzwanzig Jahre später wieder(? - wer weiß, nicht wahr?) zuschlägt. Und: Erik Lang ist zwar niemand, dem ich in der Realität begegnen wollen würde, als Romancharakter finde ich ihn aber klasse. Ich hoffe, aus seiner Sicht hätte ich "Schwestern im Tod" verschlungen. Auch andere Personen als Protagonist mehr als recht gewesen, solange es keiner der Ermittler ist, mit denen ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt habe.
Aufgegeben habe ich letztlich, weil Bernard Minier häufig auf lächerliche Weise Spannung erzeugen möchte: ein Kapitel endet damit, dass ein Ermittler groß verkündet, etwas in der Wohnung der Opfer gefunden zu haben, was sich später nur als Pass einer der Schwestern entpuppt ...
Wirklich sauer hat mich aber gemacht, dass nicht möglich gewesen ist, einem nicht unwichtigen Einkaufszentrum einem Namen zugeben. "[Verdächtiger] sagte es ihm." Ehrlich? Da ich diese Lösung schon früher im Buch erlebt habe, ist es mir an dieser Stelle zu bunt geworden, wo mich die Umsetzung doch ohnehin nicht für sich gewonnen hat.
Schade, der Prolog hat mich Punkte einsetzen lassen und wegen Erik Lang bereue ich diese Entscheidung keinesfalls, aber ansonsten leider ein Fehlgriff für mich.

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Veröffentlicht am 05.06.2020

Ein Pageturner, mir aber zu negativ

Miracle Creek
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Einerseits sehe ich die Handlung von "Miracle Creek" als realistisch und angemessen an, aber genau damit habe ich ein Problem, insofern, dass zu wenig Raum für die guten Seiten der Beteiligten gelassen ...

Einerseits sehe ich die Handlung von "Miracle Creek" als realistisch und angemessen an, aber genau damit habe ich ein Problem, insofern, dass zu wenig Raum für die guten Seiten der Beteiligten gelassen wird. Mit zwei Charakteren hat Angie Kim dann noch die Kurve bekommen, die mir auch in Erinnerung bleiben (drei, aber Henry als eines der Opfer ist nun einmal leider nicht mehr da) - zu wenige für mich. Unter dem Strich bin ich eher auf Distanz zu "Miracle Creek" und ich kann mich auch einfach nicht entscheiden, ob diese Haltung nun nötig, also gut oder schlecht ist.
Von einem Pageturner muss ich sprechen, da Angie Kims Schreibstil nichts anderes zulässt - und aufgrund meiner Hoffnung auf ein ... ja, doch, ein Happy End. Henry und Kitt, die Opfer, kehren nicht zurück, ich weiß, aber es gibt Menschen, die Henry und Kitt geliebt haben, in deren Erinnerung und Herzen sie bleiben. Davon merkt man nur leider sehr wenig, wohl, um die dramatische Wirkung nicht zu dämpfen. Schade.
Etwas anderes habe ich mir von Elizabeth versprochen. Noch mehr Leid hätte ich nicht gebraucht.
Für den Epilog würde ich an sich einen vierten Stern verleihen, doch nach allem Geschehenen ist er mir zu friedlich.

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Veröffentlicht am 31.05.2020

Ein Auf und Ab ... eher ein Ab

Das Dorf der toten Seelen
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Die Geschichte und ich hätten gute Freunde werden können, sage ich mal, der Schreibstil und ab und zu die Umsetzung stehen dieser Freundschaft aber leider im Weg. In allen Heute-Kapiteln fehlt es mir an ...

Die Geschichte und ich hätten gute Freunde werden können, sage ich mal, der Schreibstil und ab und zu die Umsetzung stehen dieser Freundschaft aber leider im Weg. In allen Heute-Kapiteln fehlt es mir an Gefühl und Emotion jeder Art (und mal ganz ehrlich, wer kämpft ums Überleben und hat dann noch Platz für Gedanken an große Hände, eine weiße Wade, ... - das ist für mich ein No-Go gewesen), woran es in den Damals-Kapiteln absolut nicht gemangelt hat.
Ansonsten habe ich die Handlung aber durchaus als spannend empfunden, auch wenn mich wenig überrascht hat. Ich behandle "Das Dorf der toten Seelen" eher als Drama denn als Psychothriller, was als Genre aber nicht verdrängt werden kann. Gegen Ende habe ich mir gedacht, dass die Geschichte mit einer gewissen anderen Protagonistin intensiver geworden wäre. Schade.
Alice und ihre Freunde/Crew habe ich allerdings durchaus gemocht, ebenso wie Elsa. Sie sind es, die den dritten Stern verdient ergattert haben.

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Veröffentlicht am 31.05.2020

Schmerzhaft, dass es überhaupt enden musste. Ein Roman, den ich immer mal wieder lesen werde :)

City of Girls
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Das erste Viertel über etwa bin ich nicht sicher gewesen, ob ich noch mit Vivian warm werde, geschweigedenn mit dem Roman selbst, bin aber bereits von der Leichtigkeit der Erzählung abgeholt worden - und ...

Das erste Viertel über etwa bin ich nicht sicher gewesen, ob ich noch mit Vivian warm werde, geschweigedenn mit dem Roman selbst, bin aber bereits von der Leichtigkeit der Erzählung abgeholt worden - und ja, es ist passiert. Um die Zeit herum, in der Vivian nach New York zurückgekehrt ist. Dann konnte ich mir nicht mehr vorstellen, Zeit ohne sie und City of Girls zu verbringen und habe bereits hinterhergetrauert, was auch nicht mehr vergangen ist.
Mein Kopfkino ist die ganze Zeit mitgelaufen, was mir eigentlich eher schwerfällt. Ich kann nur sagen, ich habe mich in den Roman "City of Girls" verliebt, durch Vivian und Frank ist daraus Liebe geworden und ich weiß, das wird nicht passieren, aber ich werde immer auf eine Fortsetzung warten - außerdem weiß ich, ich werde "City of Girls" erneut lesen, meinem Gefühl nach mehr als einmal, was ich mir bei vielen Romanen wünsche nur viel zu selten passiert.
Das letzte Kapitel hat mir dann Tränen in die Augen getrieben. Und es ist sogar so, dass ich weinen wollte, aus Traurigkeit und vor Rührung ... will ich immer noch.

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Veröffentlicht am 29.05.2020

Schwer hineinzufinden, aber ungewöhnlich und dadurch spannend. Plötzlich gehört man einfach dazu

1793
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1793 hat mich lange begleitet, denn es geschieht wenig Gutes und hat mich durch diese Grundstimmung oft an die Grenze des Ertragbaren gebracht. Doch in Cardell habe ich einen Lichtblick gefunden. An Cecil ...

1793 hat mich lange begleitet, denn es geschieht wenig Gutes und hat mich durch diese Grundstimmung oft an die Grenze des Ertragbaren gebracht. Doch in Cardell habe ich einen Lichtblick gefunden. An Cecil Winge habe ich mich verständlicherweise nicht gewöhnen wollen, aber dass Niklas Natt och Dag mich dazu gebracht hat, tut der Geschichte gut, denn Cecil Winge hat mich mehrmals überrascht und so kann ich mir die Reihe nicht mehr ohne ihn vorstellen.
Die Kapitel aus Anna Stinas und Kristofers Sicht haben es mir dann wieder schwerer gemacht, ich hätte die ganze Wahrheit lieber mit Cardell und Cecil Winge erfahren.
Insgesamt aber hat es sich gelohnt, durchzuhalten. 1793 hat mich mit dem Gefühl zurückgelassen, dass sich der zweite Band 1794 lohnen wird.

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