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Veröffentlicht am 26.07.2022

Ein Erdmännchenkrimi

Ausgefressen
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Diese Geschichte führt uns in den Zoo zu Erdmännchen Ray, in dessen DNA ja quasi schon alles steckt, was ein Detektiv benötigt und dem eher erfolglosen Privatschnüffler Phil, der im betrunkenen Zustand ...

Diese Geschichte führt uns in den Zoo zu Erdmännchen Ray, in dessen DNA ja quasi schon alles steckt, was ein Detektiv benötigt und dem eher erfolglosen Privatschnüffler Phil, der im betrunkenen Zustand die Sprache der Erdmännchen versteht. Das die beiden zusammenkommen und einen Kriminalfall zusammen lösen, kann man sich denken.
Zugegeben, die Geschichte ist banal, die Witze oft flach, manchmal sexistisch und trotzdem hatte ich Spaß an dem Hörbuch.
Das liegt fast ausschließlich an der Vertonung. Als Fan von Christoph Maria Herbst und seiner facettenhaften Stimme, ist eine absolut langweilige Autofahrt wie im Fluge vergangen.

Für mich geht dieses Buch deshalb auch nur als Hörbuch. Für Kinder ist es trotz vieler sprechender Tiere aus oben genannten Gründen eher weniger geeignet.

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Veröffentlicht am 24.07.2022

Wissenswertes über ein unterschätztes Organ

Darm mit Charme
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In diesem tollen Sachbuch werden medizinisches Fachwissen und neueste wissenschaftliche Studien klar verständlich und immer auch mit einer Prise Humor an den interessierten Laien weitergegeben.

Nach der ...

In diesem tollen Sachbuch werden medizinisches Fachwissen und neueste wissenschaftliche Studien klar verständlich und immer auch mit einer Prise Humor an den interessierten Laien weitergegeben.

Nach der Lektüre werde ich meinem Darm mit Sicherheit mehr Aufmerksamkeit schenken, denn die Autorin hat mich überzeugt, dass dieses faszinierende Organ mehr kann, als Nahrung weiterzubewegen und für die Ausscheidung von nicht Verwertbarem zu sorgen.

Das Hörbuch wird sehr charmant von der jungen Autorin selbst gelesen. Ich werde mir aber zusätzlich noch das Buch ins Regal stellen, da man dieses Sachbuch sicher immer mal wieder gerne zur Hand nimmt, um etwas nachzuschlagen.

Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 24.07.2022

Gestohlene Kindheit

Von hier bis zum Anfang
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Die fiktive amerikanische Kleinstadt Cape Haven ist das Revier von Chief Walker. Er hat es eher mit kleinen Delikten zu tun und sieht es darüberhinaus als seine Aufgäbe an , guten Kontakt und immer ein ...

Die fiktive amerikanische Kleinstadt Cape Haven ist das Revier von Chief Walker. Er hat es eher mit kleinen Delikten zu tun und sieht es darüberhinaus als seine Aufgäbe an , guten Kontakt und immer ein offenes Ohr für die Bewohner des Ortes zu haben. So kümmert er sich auch regelmäßig um die 13Jährige Duchess und ihren kleinen Bruder Robin, die von ihrer Mutter Star vernachlässigt werden. Star‘s Leben ist aus dem Ruder gelaufen, als vor 30 Jahren ihre Schwester getötet wurde. Der verurteilte Täter, Vincent King soll jetzt entlassen werden.

Der Autor beschreibt das amerikanische Kleinstadtmilieu sehr authentisch und atmosphärisch . Jeder kennt hier jeden,und trotzdem gibt es Geheimnisse die nur durch Zufall aufgedeckt werden. Nach der Entlassung von Vincent King kommt Cape Haven nicht zur Ruhe und nur kurze Zeit später ist ein weiterer Todesfall zu beklagen.

Es geht in diesem Spannungsroman um Vernachlässigung, um innige Geschwisterbeziehungen um Freundschaft und Ausgrenzung , Verlust und Rache.

Duchess musste nicht nur frühzeitig erwachsen werden, um ihrem Bruder die Mutter zu ersetzen, die es oft nicht mal schaffte den Kühlschrank zu füllen.Sie wurde auch ihrer eigenen Kindheit beraubt. Dass ließ sie im Umgang mit anderen Menschen verständlicherweise hart und unnahbar werden.So nennt sie sich selbst Outlaw, flucht und wirkt aggressiv und traut keinem Fremden über den Weg. Es war herzzerreißend von den vielen Enttäuschungen und Dramen zu lesen, die dieses Geschwisterpaar schon in so jungen Jahren durchleiden musste.

Die Geschichte ist wirklich sehr emotional und wartet immer wieder mit überraschenden Wendungen auf.

Die teils sympathischen aber auch unsympathischen Charaktere wirken alle sehr lebensecht und gerade zum Ende steigt der Spannungsbogen, so dass man als Leser den Fortgang der Geschichte schnell weiterverfolgen möchte. Trotz vieler tragischer Ereignisse wird man aber beim Lesen nicht heruntergezogen.

Ich fühlte mich gut unterhalten und empfehle diesen packenden Spannungsroman gerne weiter.

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Veröffentlicht am 16.07.2022

Fesselnd

Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg.
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Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, befinden sich auf der Flucht. Da ist zum einen Claire, die reiche Politikergattin, die dem goldenen Käfig und ihrem gewalttätigen Mann entfliehen ...

Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, befinden sich auf der Flucht. Da ist zum einen Claire, die reiche Politikergattin, die dem goldenen Käfig und ihrem gewalttätigen Mann entfliehen möchte. Zum anderen treffen wir auf Eve, einer Frau aus einfachsten Verhältnissen, die im Heim aufgewachsen ist und es trotzdem auf die Uni geschafft hat. Sie hat den falschen Menschen vertraut, und jetzt muss sie nur noch verschwinden, um zu überleben. Die Frauen treffen am Flughafen aufeinander und beschließen spontan ihre Bordkarten zu tauschen, da diese nach der Sicherheitskontrolle sowieso nicht mehr kontrolliert werden. Sie tauschen also ihre Identitäten und hoffen, es eventuellen Verfolgern unmöglich zu machen, sie zu finden. Doch Eve war mit ihrer Lebensgeschichte nicht ganz ehrlich und eins der beiden Flugzeuge stürzt ab.

Der Schreibstil von Julie Clark ist von Beginn an fesselnd und mitreißend, auch wenn ich sagen würde, es handelt sich eher um einen Spannungsroman und nicht um einen Thriller. Ich mochte das Buch wirklich gerne und konnte es besonders zum Ende hin kaum mehr aus der Hand legen. Die Autorin schreibt abwechselnd aus der Perspektive von Claire in der Ich-Perspektive und in der Gegenwart und erzählt dann immer wieder von Eve, wobei sie hier die 3. Person wählt und von einem Punkt in der Vergangenheit Eve‘s Lebensgeschichte aufrollt. Das hat mir richtig gut gefallen. Die Spannung ist permanent vorhanden, schon allein, weil man die Angst der Frauen entdeckt zu werden, so gut nachfühlen kann. Claire und Eve sind beides Überlebenskünstlerinnen. Ich mochte sie und konnte ihre Handlungen gut nachvollziehen

Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht, aber insgesamt war „Der Tausch“ ein sehr spannendes und unterhaltsames Buch, dass ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 11.07.2022

Leider nicht mein Buch

Ein unendlich kurzer Sommer
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Der Klappentext versprach ein luftig leichtes Sommerbuch über 2. bzw 3. Chancen. Das tolle Cover auf dem wohl Protagonistin Lale zu sehen ist, verstärkte meine Vorfreude.

Leider habe ich etwas anderes ...

Der Klappentext versprach ein luftig leichtes Sommerbuch über 2. bzw 3. Chancen. Das tolle Cover auf dem wohl Protagonistin Lale zu sehen ist, verstärkte meine Vorfreude.

Leider habe ich etwas anderes bekommen, was mir nicht so gut gefallen hat.

Zum Inhalt:

Lale bricht aus ihrem Alltag aus, indem sie einfach in einen Zug steigt und bis zur Endstation fährt. Dann begegnet sie durch Zufall Gustav, der sie auf seinen heruntergekommenen Campingplatz mitnimmt. Arbeit gegen Kost und Logie. So ist der Deal. Ganz nebenbei bekommt der wortkarge alte Mann noch etwas Gesellschaft und Lale kann beim Anpacken wunderbar verdrängen.

Christophe lebt auf der Insel La Réunion und hat gerade die Beerdigung seiner Mutter hinter sich gebracht. Beim Ausmisten entdeckt er einen Brief und, dass er im fernen Deutschland einen Vater hat, von dem er sein Leben lang nichts wusste. Dieser ihm unbekannte Vater ist Gustav, zu dem sich Christophe jetzt auf den Weg macht.

Jeder der Protagonisten hat sein Päckchen zu tragen. Lale hat ein traumatisches Erlebnis hinter sich, dass sie noch nicht verarbeitet hat und kann nicht einfach in ihren Alltag zurückkehren . Gustav's Gesundheit ist schwer angeschlagen, und Christophe muss erst einmal den Schock überwinden, dass seine Mutter ihm ahrelang seinen richtigen Vater vorenthalten hat.

Meine Meinung:

Leider stellte sich für mich über viele Seiten der richtige Lesefluss einfach nciht ein. Nach ca. 150 Seiten war ich kurz davor abzubrechen.

Das Setting,war einfach grauselig, ein heruntergekommener Campingplatz mit Schimmel an den Wänden und verstopften Klos. Ich konnte mir diesen Platz sehr gut vorstellen und war total abgetörnt. Da war mir der See dann auch egal..

Lale als Protagonistin mochte ich nicht. Sie war auf der einen Seite kindisch auf der anderen Seite fand ich ihr Handeln einfach daneben. Mit Mitte 30 erwarte ich ein erwachseneres Auftreten.

Christophe fand ich ganz nett aber insgesamt blass,

Am liebsten mochte ich noch den jugendlcihen Nachbarn Flo und Gustav's alten Freund James.Die Beiden brachten etwas Schwung in die Geschichte, die ansonsten doch sehr dahinplätscherte.

Außerdem fehlte dem Roman die Leichtigkeit, die ich erwartet hatte. Stattdessen gab es Schwere und Melancholie und viele alberne Szenen, auf die ich auch gut hätte verzichten können. Schade!

Auch wenn das Buch vielen Leser*innen richtig gut gefallen hat, hat es meinen Geschmack leider nicht getroffen.

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