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Veröffentlicht am 18.10.2025

Schöne dichte Welt

Kampf um Anurin - Band 2
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Im Mittelpunkt steht erneut Arden, eine junge Frau mit besonderen magischen Fähigkeiten, die sich zunehmend ihrer inneren und äußeren Kräfte bewusst wird. Ihre Welt – Anurin – ist ein vielschichtiges Reich, ...

Im Mittelpunkt steht erneut Arden, eine junge Frau mit besonderen magischen Fähigkeiten, die sich zunehmend ihrer inneren und äußeren Kräfte bewusst wird. Ihre Welt – Anurin – ist ein vielschichtiges Reich, das zwischen politischen Spannungen und magischen Kräften zerrieben wird.

In Band 2 steht nicht nur der äußere Konflikt zwischen den Fraktionen und Kulturen im Vordergrund, sondern vor allem Ardens innere Entwicklung, wem sie vertrauen kann oder was das Richtige ist.

Die Geschichte besitzt psychologischer Tiefe und mit einer weiblichen Hauptfigur, die nicht makellos ist. Sie wächst, ist glaubwürdig, verletzlich und stark zugleich. Nebenbei wird die Lore der Welt vertieft, neue Schauplätze und Kreaturen treten auf, ohne das bisherige zu überfrachten.

Der Schreibstil ist bildhaft, detailreich und zieht die Lesenden tief in die Welt hinein. Niendorf versteht es, Atmosphäre zu schaffen und emotionale Szenen glaubwürdig aufzubauen. Stellenweise hätten manche Passagen etwas gestrafft werden können, besonders bei Nebenfiguren oder erklärenden Dialogen.

Anurin wirkt lebendig, kulturell vielschichtig und historisch gewachsen. Die politischen Strukturen und geografischen Elemente sind gut durchdacht. Die Fülle an Namen, Orten und Begriffen ist etwas herausfordernd – ein Glossar oder eine Karte wäre hilfreich gewesen.

Das Cover ist passend gestalltet und im Stil des ersten Bands.

„Nimra Lod“ ist eine gelungene Fortsetzung mit starker Figurenentwicklung, dichter Welt und klassischem Fantasygefühl. Mit etwas mehr Tempo im Einstieg und besserer Balance zwischen Haupt- und Nebenhandlung wäre es ein Fünf-Sterne-Kandidat. So bleiben es ehrlich verdiente 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 18.10.2025

Zwischen Hölle, Hoffnung und Selbstfindung

Das Erbe der Lilith
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„Das Erbe der Lilith – Die erste Dimension“ verwebt mythologische Motive mit Urban Fantasy und einer Coming-of-Age-Geschichte, bei der Gut und Böse aufeinandertreffen. Der Prolog ist eindrucksvoll: Lilith ...


„Das Erbe der Lilith – Die erste Dimension“ verwebt mythologische Motive mit Urban Fantasy und einer Coming-of-Age-Geschichte, bei der Gut und Böse aufeinandertreffen. Der Prolog ist eindrucksvoll: Lilith – Eine Dämonin, schön, mächtig und verletzt – wird von Satan verraten und schwört Rache. Diese düstere, emotionale Einstiegsszene wirkt wie ein Versprechen auf ein komplexes, vielschichtiges Abenteuer.

Dann jedoch springt die Handlung 500 Jahre in die Zukunft – zu Lizzy, einem zunächst ganz normalen Mädchen, deren Welt plötzlich aus den Fugen gerät. Sie wird mit einer Aufgabe konfrontiert, die nicht nur ihre Familie betrifft, sondern weitreichende Folgen hat – für sie selbst und für das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkel.

Die Idee hinter dem Buch ist spannend und hat Potenzial. Der Mythos um Lilith als Symbol weiblicher Unabhängigkeit wird kreativ weitergedacht. Auch die Bedrohungslage und die emotionale Reise der Heldin bieten Stoff für eine intensive Geschichte.

Was mich aber ein wenig aus dem Lesefluss brachte, war die Figur der Lizzy selbst. Für die Rolle, die ihr zugeschrieben wird, wirkt sie manchmal zu naiv und kindlich – fast, als würde das große Schicksal nicht ganz zu ihrer Persönlichkeit passen. Auch einige Wendungen zwischen den Figuren passieren recht plötzlich, ohne dass sie wirklich vorbereitet wirken. Hier hätte die Geschichte durchaus mehr Raum und Tiefe vertragen.

Sprachlich wechselt der Stil. Der Prolog ist atmosphärisch und kraftvoll, danach wird es etwas nüchterner. Die Geschichte liest sich insgesamt flüssig, aber nicht immer packend.

Fazit: Ein interessantes Debüt mit starker Grundidee, aber auch Schwächen in der Figurenzeichnung und der erzählerischen Ausarbeitung. Wer sich auf die Thematik einlässt und kleine Längen in Kauf nimmt, bekommt eine ungewöhnliche Fantasy-Geschichte mit Potenzial zur Entwicklung.

3,5 Sterne – mit Anerkennung für Idee und Ansatz, aber auch mit der Hoffnung, dass die Folgebände noch mehr aus der Geschichte herausholen.

Veröffentlicht am 18.10.2025

Klare Leseempfehlung

Roter Stern - Namenlos
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Avery Parkers "Roter Stern Namenlos" ist ein beeindruckender Auftakt zu einer vielversprechenden Romanreihe. Die Geschichte zieht den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann und lässt ihn bis zum ...


Avery Parkers "Roter Stern Namenlos" ist ein beeindruckender Auftakt zu einer vielversprechenden Romanreihe. Die Geschichte zieht den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann und lässt ihn bis zum Ende nicht mehr los. Parker schafft es meisterhaft, eine dystopische Welt zu zeichnen, die sowohl faszinierend als auch erschreckend real wirkt.

Die Charaktere sind vielschichtig und gut ausgearbeitet. Besonders Rey, die junge Protagonistin, sticht durch ihre Entwicklung hervor. Ihre innere Stärke und ihr unermüdlicher Wille, sich gegen die Unterdrückung zu behaupten, machen sie zu einer beeindruckenden Figur. Auch die Nebencharaktere wie Greg und Jennifer tragen zur Tiefe der Geschichte bei und bieten dem Leser verschiedene Perspektiven auf die dystopische Welt.

Der Epilog gibt einen spannenden Ausblick auf den nächsten Band und lässt den Leser gespannt auf die Fortsetzung warten. Die Andeutungen und offenen Fragen versprechen eine Weiterentwicklung der Handlung und eine Vertiefung der bereits etablierten Konflikte.

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