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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2026

Köstlich, abwechslungsreich, traditionell und doch modern

Das Schlutzkrapfen-Buch
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Teig mit Füllung ist immer lecker, ganz gleich, woher die Rezepte stammen. Aber die Teigtaschen aus den Alpen überraschen mich mit ihrer Vielseitigkeit, den Teigarten und den Füllungen doch positiv!

Irene ...

Teig mit Füllung ist immer lecker, ganz gleich, woher die Rezepte stammen. Aber die Teigtaschen aus den Alpen überraschen mich mit ihrer Vielseitigkeit, den Teigarten und den Füllungen doch positiv!

Irene Hager hat ein Gesamtwerk verfasst. Beginnend mit einem Theorieteil, der nicht nur die Herstellung erklärt, sondern auch die Geschichte und Tradition der Teigtaschen. Das ist spannend und interessant zu lesen. Anschließend folgen die verschiedenen Rezepte. Danach findet man die Teige für die Teigtaschen. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, sie wären vor den Rezepten, doch das ist Moppern auf hohem Niveau.

Nicht selten nehmen die Rezepte mehrere Seiten in Anspruch. Neben dem Foto der fertigen Teigtasche gibt es sehr oft auch weitere Fotos, die die Herstellung der Teigtaschen erklären und zeigen. Die Rezepte selbst sind ausführlich beschrieben und klar strukturiert. Neben der Teigart findet man die Zutatenlisten für die Füllung und das Anrichten. Die Arbeitsschritte sind unterteilt in Teig vorbereiten, Füllung zubereiten, Teigtaschen formen, kochen, anrichten. Wer Wert auf die Nährwerte legt, wird hier enttäuscht. Mir fehlen sie jedoch nicht.

Mich haben die Rezepte dazu inspiriert, Teige und Füllungen nicht nur wie im Buch zu kombinieren, sondern neu zusammenzustellen. Das macht Spaß und bringt noch mehr Abwechslung auf den Tisch. Die Zutaten sind teilweise nicht ganz so einfach aufzutreiben, im Großen und Ganzen aber doch im Supermarkt zu finden. Wer gern Spezialitäten aus anderen Ländern kocht, kennt das Prozedere. Man darf auch nicht unterschätzen, wie aufwendig diese leckeren Gerichte sind. Es lohnt sich aber! Für Anfänger in der Küche etwas sportlich, aber wer gern und viel kocht, wird das Buch so lieben, wie ich. Von daher gebe ich die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Alles, was man wissen muss!

Fermentieren – Twist your Taste!
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An manche Dinge traut man sich irgendwie nicht so ran. Manchmal aus bereits gemachter weniger guter Erfahrung, manchmal aber auch, weil man glaubt, sie sind kompliziert. Fermentieren ist eins der Dinge, ...

An manche Dinge traut man sich irgendwie nicht so ran. Manchmal aus bereits gemachter weniger guter Erfahrung, manchmal aber auch, weil man glaubt, sie sind kompliziert. Fermentieren ist eins der Dinge, vor denen ich echt Respekt habe. Manches, z.B. Kimchi, mag ich auch nicht, warum also dann machen? Sauerteig dagegen verwende ich gern, hab aber enorme Schwierigkeiten, ihn am Leben zu erhalten und fange immer wieder neuen Starter an oder verwende Trockensauerteig.

Dieses Buch hat einen immens starken und großen Theorieteil. Hier wird wirklich alles rund um Fermentation genau erklärt. Das so erhaltene Wissen gibt auch gleich mehr Sicherheit und nimmt Angst. Somit hat man natürlich auch mehr Mut! Allerdings ist es auch gut, das nötige und richtige Handwerkszeug, sprich die passenden Utensilien zu haben. Fermentierdeckel hat ja nun echt nicht jeder schon im Repertoire. Doch auch hier kann Nadine Schünemann helfen, denn sie ist die Gründerin von Lieblingsglas! Hier gibt es alles, was man benötigt.

Natürlich gibt es auch Rezepte, wie man was fermentieren kann. Aber auch Rezepte, wie man diese fermentierten Lebensmittel dann einsetzen kann. Das zieht sich über alle Mahlzeiten vom Frühstück bis zum Dessert und auch Getränke. Ein echtes Rundum-Sorglos-Paket! Reichlich Fotos, Tabellen und Schaubilder helfen beim Lernen und Verstehen der Prozesse bei der Fermentation. Alles ist bestens erklärt und dargestellt. Mit dem richtigen Equipment, Geduld, Sorgfalt und Genauigkeit kann man viele neue Aromen entdecken und sich noch dazu etwas Gesundes tun.

Mit diesem Buch an der Hand ist Fermentieren kein Schrecken mehr, sondern eine geniale Art, Lebensmittel haltbar zu machen. Interessant, gut erklärt, informativ. Ein klein wenig zu viel Selbstdarstellung und Eigenwerbung, aber das sei der Autorin verziehen! Vier Sterne!

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Sonnenschein zum Essen!

Eine Handvoll Sonnenschein
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Alles in diesem Buch ist Sonnenschein, selbst die Kapitelbezeichnungen! Die Rezepte findet man unter Hausgemachte Sonnenstrahlen & Glücklichmacher; Krümelkekse, Kokos- & Schokoküsse; Rosenblätter, Vanillecreme ...

Alles in diesem Buch ist Sonnenschein, selbst die Kapitelbezeichnungen! Die Rezepte findet man unter Hausgemachte Sonnenstrahlen & Glücklichmacher; Krümelkekse, Kokos- & Schokoküsse; Rosenblätter, Vanillecreme & Träume aus Teig; Baby-Cakes & Butterglückseligkeit; Zuckrige Scones, Pancakes & süße Brötchen; Leckere Vorräte & köstliche Liebesgrüße; Ein Himmelreich aus Konfitüre Kompott aus dem Ofen. Bevor es losgeht, gibt es ein klein wenig theoretisches Wissen an die Hand, das nicht lange aufhält, aber informativ ist.

Vor jedem Kapitel findet man einen kleinen Text der Autorin, der ihre Freude am Backen und Teilen ausdrückt. Auch die Rezepte starten nicht ohne kleine Anekdoten dazu. Zunächst kommt der Titel, dann die Angabe der Stückzahl, die Zutatenlisten und dann die Zubereitungsschritte. Diese sind nicht nur sehr gut verständlich und ausführlich beschrieben, sondern stecken voll Liebe und Humor und Sonnenschein! Da macht nicht nur das Backen und Essen Freude, sondern auch das Lesen!

Die Rezepte sind alle mit einem tollen Bild gekrönt. Fast jedes Rezept mit Foto zieht sich über drei Seiten! Arbeitszeiten sind nicht angegeben, Backzeiten natürlich schon. Das finde ich aber prima, denn so fühle ich mich nicht gehetzt. Irgendwie brauche ich nämlich immer länger, als in Rezepten angegeben ist. Wer nach Nährwertangaben sucht, wird nicht fündig. Das kommt mir und meinem Gewissen sehr entgegen.

Die Zutaten sind recht klassisch und gut zu bekommen. Allerdings werden einige besondere Formen benötigt, beispielsweise mehrere Mini-Kastenformen. Schnelles Gebäck findet man hier nicht unbedingt, aber die Ergebnisse entlohnen für den etwas größeren Arbeitsaufwand. Anfänger werden hier etwas herausgefordert. Die Kombinationen von Zutaten und Geschmacksrichtungen sind erfrischend anders. Die Rezepte sind erkennbar englisch und australisch geprägt. Man kann sich kaum entscheiden, was man als nächstes ausprobieren möchte. Wer gerne backt und Gebäck gern teilt, wird dieses Buch mindestens so sehr lieben, wie ich! Es bringt tatsächlich Sonnenschein in den Tag, das ganze Jahr über, zu jeder Jahreszeit. Von mir bekommt es die vollen fünf Sterne!


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Veröffentlicht am 17.04.2026

Nach einer kurzen Pause geht es weiter

Pause
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Nach einer heftigen Panikattacke kommt die 36jährige Hanna erst einmal bei ihren Eltern unter, weil weder ihr Freund noch jemand anderes sie in Lüneburg abholen und nach Berlin zurückbringen kann. Sich ...

Nach einer heftigen Panikattacke kommt die 36jährige Hanna erst einmal bei ihren Eltern unter, weil weder ihr Freund noch jemand anderes sie in Lüneburg abholen und nach Berlin zurückbringen kann. Sich wieder wie ein Kind zu fühlen, würde ihr gut tun, doch wie ein Kind behandelt zu werden, weniger. Ganz langsam realisiert Hanna, dass ihr gar nichts anderes übrig bleibt und vielleicht ist das ja genau das, was sie jetzt braucht?

Hannas Panikattacken kommen nicht aus heiterem Himmel. Das weiß sie auch, aber sie mag und kann sich nicht mit dem wahren Grund auseinandersetzen. Als sie in ihrem alten Kinderzimmer, das jetzt ihrem Vater als Büro dient, strandet, geraten die Dinge ganz langsam in Bewegung. Lena Kupke hat genial geschildert, wie man selbst mit 36 Jahren plötzlich wieder zum Teenager wird, weil man wieder bei den Eltern lebt. Sie hat in diesem Buch erstaunlich klar eingefangen, wie es Hanna geht, woher ihr Verhalten kommt, wie schwer das alles ist. Einen echten Neuanfang kann man manchmal nur dann schaffen, wenn man regelrecht darauf gestoßen wird. Ob er klappen wird, erfahren wir vielleicht in einem weiteren Buch? Ich fände es sehr schön!

Dies ist kein Liebesroman, obwohl er sehr viel mit Liebe zu tun hat. Doch geht es hier um andere Arten von Liebe viel stärker, als um die Liebe zweier Partner, auch wenn diese mehrfach thematisiert wird. Da ist die Liebe zwischen Lena und ihrem Freund die Liebe zwischen ihren Eltern, die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, die Liebe von Hannas Schwester Sara zu ihrer Lebensgefährtin und die Liebe von Menschen, denen man wichtig ist. Es geht hier aber auch um Selbstbewusstsein, um Ehrlichkeit, um familiäre Verbindungen und um das Loslassen. Dennoch ist das Buch nicht schwermütig, sondern mit super viel Humor und Wortwitz gefüllt. So entsteht Mut und Stärke, die man beide als Leser oder Hörer spüren kann.

Pausen sind wichtig, oft schwer einzulegen, zumal das Leben rings um einen herum eben niemals pausiert. Doch genau da liegt auch der Kern. Eine Pause legt man zwischendurch ein, vorher und hinterher geht es wieder weiter. Und das ist es, was Hanna in ihrer Pause im Elternhaus herausfinden muss. Tolle Lektüre, tiefgründig und doch aufbauend. Ich gebe fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Jahreszeitenküche

„Hier und heute“ ist ein guter Tag zum Kochen
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Wenn sechs TV-Köche ihre Ideen für die Jahreszeitenküche einbringen, kann das doch nur ein tolles Buch werden! Ganz klar! Ja, nicht jedes Rezept ist nach meinem Geschmack, aber ich bin auch eine sehr mäkelige ...

Wenn sechs TV-Köche ihre Ideen für die Jahreszeitenküche einbringen, kann das doch nur ein tolles Buch werden! Ganz klar! Ja, nicht jedes Rezept ist nach meinem Geschmack, aber ich bin auch eine sehr mäkelige Esserin. Das fängt schon mal bei Roter Beete an und dazu gibt es hier einige Rezepte. Macht aber nichts, ich finde hier trotzdem enorm viele leckere Gerichte für mich. Meine beiden Highlights sind die Weiße Frühlings-Lasagne und die Knusprige Kürbislasagne, dicht gefolgt von Parmigiana di Melanzane.

Zunächst wird das Team von Hier und heute vorgestellt und die drei vorkommenden Icons erklärt, dann geht es los mit den vier Jahreszeiten. Diese werden anhand ihrer typischen Gemüsesorten vorgestellt, wobei man gleich noch die Info bekommt, was die sechs Köche dazu beisteuern.

Jedes Rezept kommt mit einem ansprechenden und aussagekräftigen Foto dazu. Nährwertangaben gibt es dafür keine. Der Aufbau der Rezepte ist schlicht, ansprechend, übersichtlich. Die Arbeitsanweisungen sind gut verständlich und weder zu knapp, noch zu ausführlich. Immer wieder findet sich noch ein zusätzlicher Tipp zum Rezept. Die verwendeten Zutaten sind recht bodenständig und saisonal meist gut zu bekommen, wenn manche Gemüse auch nicht überall, also in allen Regionen, üblich und verbreitet sind. Die Rezepte sind herrlich alltagstauglich und selten sehr aufwendig. Sie sind nicht zu exotisch, aber doch international gemischt.

Das Rezeptverzeichnis am Ende ist alphabetisch nach Zutaten sortiert. Die vegetarischen und veganen Rezepte sind gekennzeichnet. Etwas umständlich ist das dann schon, wenn man beispielsweise den Wurzelgemüse-Eintopf sucht und der unter K wie Kassler steht. Da wäre ein zweites Rezeptverzeichnis nach Rezeptname doch hilfreich.

Für mich ist dies eins jener Kochbücher, die man gerne immer wieder hervorholt und etwas daraus kocht, aber auch ideal, um es Kochbegeisterten oder jungen Paaren zur Hochzeit zu schenken. Die meisten Rezepte schaffen nämlich auch Anfänger ganz gut. Ich gebe vier Sterne!

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