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Veröffentlicht am 24.03.2017

Eine besondere Liebe...

Der Geschmack von Sommerregen
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Mattis und Sophie, das ist eine besondere Liebe, weil beide ein Geheimnis mit sich herumtagen, das alle anderen nicht wissen dürfen, aber es trotzdem ihr Leben wahnsinnig bestimmt.
Trotzdem schaffen sie ...

Mattis und Sophie, das ist eine besondere Liebe, weil beide ein Geheimnis mit sich herumtagen, das alle anderen nicht wissen dürfen, aber es trotzdem ihr Leben wahnsinnig bestimmt.
Trotzdem schaffen sie es, sich ineinander zu verlieben und versuchen das Beste aus ihrer Liebe zu machen.

Das erste, was mich an dem Buch wahnsinnig angesprochen hat, war das Cover. Es ist einfach eine Schwarz-Weiss-Fotografie, die vielleicht Sophie und Mattis zeigt, wie sie im Sommerregen stehen. Wirklich passend zu dem Buch, wie ich finde.

Die Liebe zwischen Sophie und Mattis ist anders, aber irgendwie auch ganz normal. Da begegnen sich zwei Teenager, bei denen ein Blick ausreicht und die Liebe ist einfach da.
Gut, die Idee an sich ist jetzt nichts neues, weil Julie Leuze zu Beginn des Buches doch einige Klischess bedient, aber die Umsetzung zieht einen als Leser wahnsinnig in den Bann und man möchte wissen, was aus den beiden wird, gerade wenn sie beide mit offenen Karten spielen und zu ihren Geheimnissen stehen.

Thematisch ist das Buch wirklich gut durchgacht, weil man merkt, dass sie die Autorin mit den Geheimnissen von Sophie und Mattis wirklich Gedanken gemacht und es Dinge sind, die man wirklich nicht jeden Tag antrifft.
Der auch sehr lockere Umgang mit dem Thema Sex und Erotik hat mir gefallen, weil es heute wirklich selbstverständlich ist und genauso geht Julie Leuze mit diesem Thema auch um.

Mit Sophie und Mattis schafft Julie Leuze zwei Charaktere, in die man sich wirklich verliebt, weil sie einfach so wahnsinnig symapthisch sind und eben nicht zu irreal sind. Sie könnte praktisch in jeder Nachbarschaft wohnen oder auf jede Schule gehen. Sophie ist ein einfaches Mädchen, das aber ihr Geheimnis sehr belastet. Mattis ist aber auch ein sportlicher Junge, der sich versucht in seine neue Umgebung einzufinden, dem das aber schon das ein oder andere Problem macht.

Besonders gut hat mir neben der klugen Geschichte der Schreibstil von Julie Leuze gefallen. Er ist so locker und leicht, man fühlt sich aber trotzdem von ihm gefesselt und möchte einfach immer weiter lesen. Ich hatte wirklich Schwierigkeiten, das Buch aus der Hand zu legen und habe mich dann gewundert, warum es plötzlich schon ausgelesen war.

Die kurzen Kapitel kommen auch den jungen Lesern sehr entgegen, würde ich jetzt mal sagen. Man kann praktisch auch mal nur kurz in das Buch reinschauen und hat schon ein Kapitel gelesen. Das Buch ist ab 14 Jahren empfohlen, aber auch ältere Leser können sich gut mit diesem Buch unterhalten. Aber mit der Altersangabe liegt der Verlag, würde ich jetzt mal einschätzen, wirklich richtig.

Fazit:
Der Geschmack von Sommerregen ist ein wirkliches Wohlfühlbuch, dass eine schöne Liebesgeschichte erzählt, die einfach mal anderes ist. Sie verliert aber trotz der Leichtigkeit nicht an Tiefe und deswegen gibt es einen absolute Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 24.03.2017

Junge Japanerinnen und ihre Träume...

Wovon wir träumten
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Julie Otsuka´s Buch hat mich vor allem durch das Cover angesprochen, weil es so aussieht, als würden Kirschblüten über einen Fluss hängen und dadurch bin ich erst auf das Buch erst aufmerksam geworden. ...

Julie Otsuka´s Buch hat mich vor allem durch das Cover angesprochen, weil es so aussieht, als würden Kirschblüten über einen Fluss hängen und dadurch bin ich erst auf das Buch erst aufmerksam geworden.

In dem Buch geht es um junge Japanerinnen, die mit der Aussicht auf eine bessere Zukunft zu Anfang des 20. Jahrhunders mit einem Boot nach Amerika reisen und dort Männer heiraten sollen, die sie nur von einem Foto her kennen. Leider müssen viele von ihnen einen wahren Albtraum durchleben, von dem sie nicht zu träumen gewagt hätten...
Die Mädchen kommen aus verschiedenen Ecken von Japan, so zum Beispiel aus Kyoto, Nara, Yamaguchi, Yamanashi, Tokio, Kagoshima, Hokkaido oder Hiroshima. Die Jüngste von den Reisenden ist zwölf, die Älteste bereits siebenunddreißig. Jede von ihnen hat in ihrem Leben häufig schon Elend und Leid erleben müssen, jede von ihnen hat bereits eine Geschichte zu erzählen und jede hofft, dass sie ein besseres Leben in Amerika führen können.

Das Besondere an diesen Buch ist die Bauweise der Texte. Es geht eben nicht um eine Hauptfigur, die man das ganze Buch über begleitet, sondern das Buch setzt sich aus Aussagen der Frauen zusammen, wodurch man ein breites Bild der Zustände und auch der Leben der Frauen bekommt. Es ist also eine Wir-Perspektive, die aber für das Buch wirklich perfekt gewählt ist.

Julie Otsuka schafft es in bemerkenswerter Klarheit über das Leben der Frauen zu berichten, aber dabei nie die Distanz zu verlieren. Trotz der Distanz berühert das Buch auf eine besondere Weise, wil es gerade mit seinen leisen Tönen schafft, dass man darüber nachdenkt.
Man merkt bei der Zusammenstellung der Sätze einfach, wie gut recheriert das Buch ist und das es teilweise wirklich mit Orginalzitaten aufwarten kann. Stilistisch verwendet Julie Otsuka durchgehend die Aufzählung und gruppiert die Aufzählungen einfach unter einem Oberthema.

Fazit:
Ein Buch über das Leben von jungen Japanerinnen, die auszogen um in eine bessere Zukunft zu gehen, die aber das Gegenteil fanden. Das Buch ist mehr als nur ein Roman, es ist eine Geschichte über das Leben, die das Herz berührt und trotz der leisen Töne tief ins Herz eindringt.

Veröffentlicht am 24.03.2017

Absolut spannend...

Der Mephisto-Deal
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Unterricht am Samstag nachholen - für Finn und seine Klassenkameraden keine Wunschvorstellung, aber es muss ja gemacht werden. Da kommt die Idee, den Tag mit Waffeln zu versüssen doch gerade recht, aber ...

Unterricht am Samstag nachholen - für Finn und seine Klassenkameraden keine Wunschvorstellung, aber es muss ja gemacht werden. Da kommt die Idee, den Tag mit Waffeln zu versüssen doch gerade recht, aber was passiert, wenn die Waffeln vergiftet sind und du vor der Entscheidung stehst: Entweder selber sterben oder andere in den Tod schicken? Wie soll man da reagieren?

Das Setting und auch die ganze Geschichte war so spannend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen, weil es einfach zu gut war. Ich musste einfach wissen, wie es ausgeht. Leider bin ich von dem Ende nicht ganz überzeugt, aber vielleicht ist es gerade das, was einem das Buch im Gedächtnis bleiben lässt.

Kaja Bergmann schmeisste den Leser direkt in das Geschehen und schafft es auch, die Jugendlichen typisch darzustelllen, ohne das es aufgesetzt oder gekünstelt wirkt. Man glaubt einfach das, was sie schreibt und auch wie sie es beschreibt.

Das Buch zeichnet sich mit einem wirklich guten Schreistil aus, der auch schnell in die Handlung führt. Was mich angesprochen hat, war, dass sie den Leser auch mal direkt anspricht, was mir in einem Jugendbuch zwar das erste Mal passiert ist, aber was ich nicht unangenehm sondern sehr gut fand.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich aber, das fiel mir aber nur so am Rande auf. Kaja Bergmann scheint eine Vorliebe für Blut zu haben, da jede Wunde, egal wie klein der Kratzer auch war, bluten musste. Das fand ich teilweise etwas übertrieben, aber das fiel mir wirklich nur am Rande auf.
Auch habe ich bei der Altersempfehlung etwas meine Zweifel, weil ich würde das Buch eher ab 16 empfehlen, aber das kommt auch etwas darauf an, wie weit der Jugendliche in seiner Entwicklung ist.

Fazit:
Ein spannender Thiller, der durch den flotten Schreistil und die authentischen Charaktere überzeugt. Ein tolle Buch für alle Thillerfans, die es auch mal etwas blutiger mögen.

Veröffentlicht am 24.03.2017

Witzig, aber leider kurz...

Das Pubertier
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Leider muss ich gleich mal mit einem Kritikpunkt ansetzen, obwohl ich das sonst nicht gleich an den Anfang einer Rezension setze.
Eigentlich bin ja niemand, der sich über den Preis für ein Buch auslässt, ...

Leider muss ich gleich mal mit einem Kritikpunkt ansetzen, obwohl ich das sonst nicht gleich an den Anfang einer Rezension setze.
Eigentlich bin ja niemand, der sich über den Preis für ein Buch auslässt, weil ich mir immer denke, Schriftsteller müssen auch leben und der Verlag kann ja auch nicht umsonst arbeiten, aber bei manchen Bücher, da muss ich schon mal sagen, dass ich den Preis etwas ungerechtfetig finde.
Ich meine, ja, es ist eine gebundene Ausgabe, aber man ganz ehrlich, 12 Euro für ein Buch im Format 17 x 11 cm? Also jetzt nichts gegen kleine Formate, aber bei nicht mal 130 Seiten finde ich das dann schon etwas fragwürdig, ob man das noch rechtfertigen kann.

Trotz des etwas komisches Gefühls bei Kauf habe ich das Buch aber wirklich verschlungen, was bei dem Umfang auch nicht schwer war, aber auch weil es wirklich witzig ist und ich mich immer wieder an meine eigene Zeit als Pubertier erinnert habe. Manche Sachen verändern sich scheinbar auch im Laufe der Zeit nicht und das finde ich wirklich gut.

Jan Weiler kannte ich als Autor schon von "Maria, ihm schmeckt´s nicht" und ich fand das Buch damals wirklich klasse. Den gleiche Humor legt Jan Weiler auch bei seinem "Pubertier" wieder an den Tag, auch wenn der Humor hier natürlich etwas anderes gelegt ist, weil es sich ja um Geschichten aus seinem eigenen Leben handelt.

Trotzdem fühlt ich mich mit deinen "Leiden" als Vater von Clara gut unterhalten und das Buch lass sich auch wirklich gut weg. In 22 Geschichten berichtet Jan Weiler über sein Leben mit seiner Tochter Clara, die mitten in der Pubertät steckt und sich auch dementsprechend aufführt.
Die farbigen Illustrationen von Till Hafenbrak untermalen die Geschichten sehr schön und zeigen auch den Witz, der sich durch das ganze Buch zieht.

Fazit:
Ein wirklich nettes kleines Büchlein mit wirklich witzen Geschichten im Stil von Jan Weiler und schöne Illustrationen, aber leider in meinen Augen einfach vom Preis her etwas zu teuer, weshalb ich leider nur 4 von 5 Punkten vergeben kann.

Veröffentlicht am 24.03.2017

Ein echt wahnsinnig guter Thiller...

Mädchenfänger
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Bob Dees ist Ermittler im Dezenat für vermisste Kinder, aber auch ein Vater, der nach seiner Tochter Katy sucht, die zu Beginn des Geschehens schon ein Jahr lang verschwunden ist. Zwar hat man nach ihr ...

Bob Dees ist Ermittler im Dezenat für vermisste Kinder, aber auch ein Vater, der nach seiner Tochter Katy sucht, die zu Beginn des Geschehens schon ein Jahr lang verschwunden ist. Zwar hat man nach ihr gesucht, aber sie blieb unauffindbar, so wie tausende andere Mädchen, die in den Akten des Dezernates stehen. Dann verschwinde Lainey, die sich mit einem Jungen aus dem Internet verabedet hatte, spurlos und die Ermittlungen beginnen...
Besonders gut finde die Aktualität des Buches, weil Sexualstraftät, die ihre Opfer im Internet finden, auch gegenwärtig immer wieder in den Medien auftauchen und es leider auch immer wieder Opfer gibt. Auch weden die aktuellen Angriffe durch Trojaner, die die Webcam der Opfer steuern, werden mit in die Geschehnisses des Buches eingebunden.
Innerhalb des Buches wird immer wieder in der Pespektive zwischen Bob Dees, der gefangenen Lainey und dem Täter gewechselt, was ich sehr gut fand und obwohl der Leser nie genau weiss, was der Täter mit seinem Opfern macht, dann kann sich das als Leser schon denken. Aber auch durch die Beschreibung der Gemälde, die Bob Dees immer wieder zu sehen bekommt, regen die Fantasie des Lesers an. Diese Art der Beschreibung des Verbrechens habe ich auch zum ersten Mal in diese Form gelesen, fand es aber wirklich gut eingesetzt.

Jilliane Hoffmans Stil ist gut zu lesen und flüssig gestaltet. Sie schreibt sehr authentisch, was wahrscheinlich auch an ihrer Tätigkeit als Staatsanwältin liegt. Ihre Charaktere und Beschreibungen sind sehr real und glaubhaft. Dieser Stil macht das Buch aber wirklich gut.
Die Unterteilung in die kurzen Kapitel fand ich persönlich sehr angenehm.
Der Spannungsbogen, der sich hier über alle Kapitel zieht, ist wirklich gut gesetzt und ich konnte das Buch wirklich nicht lange aus de Hand legen, weil ich wissen wollte, wie die Ermittlungen voranschreiten.

Einen kleinen Minuspunkt gab es allerdings und zwar wird nichts weiter über das Motiv des Täters gesagt oder angedeutet und das fand ich etwas schade, weil man dann irgendwie das Puzzle nicht richtig zusammensetzen kann, dass als Auslöser für die Taten angesehen werden kann.

Fazit:
Ein spannende Thiller, der nicht nur durch seine Aktualität, sonden auch durch seinen Stil besticht und zeigt, dass Thiller eben nicht unbedingt blutig sein müssen.
Für alle Thiller-Fans eine absolute Empfehlung!!!