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Veröffentlicht am 11.05.2020

Konnte mich nicht mitreißen

Faking it - Alles nur ein Spiel
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In diesem Buch geht es um Max (eigentlich Mackenzie) und Cade, die auf ungewöhnliche Weise in eine Beziehung schlittern.
Max ist Musikerin und lebt das rebellische Klischee: gefärbte Haare, Piercings, ...

In diesem Buch geht es um Max (eigentlich Mackenzie) und Cade, die auf ungewöhnliche Weise in eine Beziehung schlittern.
Max ist Musikerin und lebt das rebellische Klischee: gefärbte Haare, Piercings, Tattoos. Damit will sie zum einen sich selbst ausdrücken und zum anderen gegen ihre Eltern rebellieren. Damit ihre Eltern ihr nicht den Geldhahn zudrehen, will sie einen Vorzeige-Boyfriend präsentieren. Zufällig trifft sie Cade, der wiederum das Klischee des "perfekten Sonnyboys" erfüllt. Er ist Schauspieler und mimt für ein Treffen mit ihren Eltern den Freund. Damit wäre die Geschichte schnell zu Ende, allerdings fühlen sich beide zueinander hingezogen, obwohl sie so gar nicht dem Typ des jeweils anderen entsprechen. So entspinnt sich eine Liebesgeschichte, die von den Ängsten, die beide aus ihrer Vergangenheit haben, infrage gestellt wird.
Die Anlage des Buches ist im Grunde genommen nicht schlecht. Die Spannung, die sich dadurch ergibt, dass beide eigentlich gar nicht zueinander passen, ließe sich gut in eine packende Geschichte umwandeln. Leider funktioniert das in diesem Buch nicht wirklich.
Zum einen sind mir die Hauptcharaktere des Buches zu weinerlich. Beide haben harte Schicksalsschläge hinter sich. Aber es geht im kompletten Buch gefühlt nur darum, wie kaputt sie sind, wie viele Selbstzweifel sie haben und warum sie deshalb keine Beziehung führen können. Ich finde es in Ordnung, dass Charaktere in Büchern persönliche Probleme haben, die gelöst werden müssen. Aber es sollte mehr geben, als das. Ich finde diese Konzentration auf Probleme aus der Vergangenheit deprimierend. Vor allem, weil sie immer wieder in die gleichen Verhaltensweisen verfallen.
Zum anderen finde ich die Beschreibung der Charaktere und der gesamten Geschichte sehr oberflächlich und flach. Es geht leider selten über die Klischeeebene hinaus. Insgesamt wirkt die ganze Geschichte dadurch konstruiert. Ängste der Hauptcharaktere scheinen kein Problem oder schon halbwegs überwunden zu sein, bis es plötzlich wieder in die Dramaturgie passt, dass sie doch wieder auftreten. Auch die Momente, in denen sich die beiden Ihrer Gefühle bewusst werden, scheinen ein wenig beliebig zu sein. Sie schauen sich an und auf einmal wissen sie es. Das scheint mir bei dem "Gepäck", dass sie mitbringen, einfach nicht realistisch zu sein.
Insgesamt ist die Anlage der Geschichte sehr gut gedacht und auch die Anziehungskraft zwischen beiden wird immer mal wieder auf schöne Weise deutlich. Allerdings konnte ich nie ganz in die Geschichte abtauchen und war nicht zu traurig, als sie zu Ende war. Ich würde das Buch nur bedingt weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2020

perfekte Auszeit

Show me the Stars
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Dieses Buch hat mir unglaublich gut gefallen.
Liv ist eine junge Journalistin aus Hamburg, die nach einem verpatzen Auftrag für ihr Magazin vor der Pleite steht. Um nicht unter einer Hamburger Brücke ...

Dieses Buch hat mir unglaublich gut gefallen.
Liv ist eine junge Journalistin aus Hamburg, die nach einem verpatzen Auftrag für ihr Magazin vor der Pleite steht. Um nicht unter einer Hamburger Brücke wohnen zu müssen, durchforstet sie Stellenanzeigen und wird Housesitterin eines Leuchtturms vor Irlands Küste. Der Besitzer des Leuchtturms stellt ihr Kjer zur Seite, einen attraktiven, aber geheimnisvollen Einheimischen.
Zum einen ist die Geschichte zwischen Liv und Kjer wirklich zauberhaft. Beide haben persönliche Probleme, die sie ausarbeiten müssen und die ihre Beziehung in Frage stellen. Trotzdem wird die Geschichte nie zum Klischee und wirkt nicht überzogen. Es entspinnt sich eine wirklich schöne Romanze.
Zum anderen fand ich die Beschreibungen von Irlands Natur traumhaft. Man konnte sich das Meer, die Küste, die Brandung und die gesamte Stimmung sehr gut vorstellen und der beruhigende Einfluss dieser Umgebung auf Liv, überträgt sich auch auf den Leser.
Eine ganz dringende Leseempfehlung meinerseits!!!

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2020

modernes Märchen

Prince of Passion – Nicholas
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Um dieses Buch zu genießen, muss man zuallererst akzeptieren, dass es in Europa ein fiktives Königreich namens Wessco gibt. Aufgrund politischer Unruhen im Land muss eine positive royale Geschichte her ...

Um dieses Buch zu genießen, muss man zuallererst akzeptieren, dass es in Europa ein fiktives Königreich namens Wessco gibt. Aufgrund politischer Unruhen im Land muss eine positive royale Geschichte her und daher soll Kronprinz Nicholas eine arrangierte Ehe eingehen. Seine letzten Monate in Freiheit nutzt der Prinz in New York, wo er auf der Suche nach seinem Bruder auf Ellie trifft. Ellie arbeitet Tag und Nacht, um die Bäckerei ihrer Eltern vor dem Ruin zu retten.
Sobald man das vielleicht etwas zu klischeebehaftete royale Umfeld dieser Storyline akzeptiert, bekommt man eine schöne, mitreißende Liebesgeschichte zu lesen. Beide Hauptcharaktere werden ausführlich dargestellt und sind sehr sympathisch. Man fiebert definitiv mit ihnen und wünscht sich ein Happy End.
Die Sprache des Buches ist sehr leicht und gut zu lesen, ohne zu platt zu sein. Es wird einem sehr leicht gemacht, in die Geschichte einzutauchen und der Lesefluss wird nicht gestört.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Man muss ein bisschen über die amerikanische Perspektive auf europäische Königshäuser hinwegsehen. Da war mir persönlich zu viel "Plötzlich Prinzessin" im Spiel. Aber Leidenschaft, Drama, Herzschmerz und Happy End kommen definitiv nicht zu kurz!

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.05.2020

Nicht das beste Buch der Reihe

Prince of Passion – Logan
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Ich habe dieses Buch direkt nach dem ersten Teil der Reihe (Nicholas) gelesen und muss leider sagen, dass es nicht an den Vorgänger herankommt.
Ich mag die beiden Hauptcharaktere sehr, obwohl ich mir ...

Ich habe dieses Buch direkt nach dem ersten Teil der Reihe (Nicholas) gelesen und muss leider sagen, dass es nicht an den Vorgänger herankommt.
Ich mag die beiden Hauptcharaktere sehr, obwohl ich mir mit Ellie anfangs schwer tat. Im Laufe der Geschichte wächst sie einem aber genauso ans Herz wie Logan. Auch die Vorraussetzungen für eine spannende Liebesgeschichte bringen die beiden Personen und ihre Lebensgeschichte mit. Leider ist die Umsetzung nicht so ganz gelungen. Die erste Hälfte des Buches besteht aus sehr vielen Zeitsprüngen, die immer nur Schlaglichter auf die Beziehung der beiden werfen. Es sind nur kleine Augenblicke, in denen sich nichts entwickeln kann. Teilweise liegen mehrere Jahre zwischen diesen sehr kurzen Episoden. Das macht den Einstieg in diese Romanze sehr schwer und man kann die Charaktere schlecht kennen lernen.
Außerdem wird viel Erzählzeit darauf verwendet, zu erzählen, wie es mit den Charakteren der vorherigen Bücher weitergeht. Ich kann verstehen, dass man hier als Autorin und auch als Leserin gerne noch weiter dabei sein möchte. Allerdings kommen Logan und Ellie dabei zu kurz. Man erfährt kaum etwas tiefgehenderes über die beiden Hauptpersonen.
Das Buch ist immernoch eine schöne, leichte Liebesgeschichte. Aber mir persönlich kommt es ein bisschen so vor, als ob hastig ein Ende der Trilogie hätte geschrieben werden müssen. Das ist schade, denn in der Anlage der Story sehe ich viel Potential.

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Veröffentlicht am 25.04.2020

gute Unterhaltung für zwischendurch

Lotus House - Lustvolles Erwachen
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Insgesamt ein nettes Buch, dass man gut über ein Wochenende oder sogar an einem Tag lesen kann. Es ist unterhaltsam und hält, was es verspricht, geht aber auch nicht darüber hinaus. Die Charaktere und ...

Insgesamt ein nettes Buch, dass man gut über ein Wochenende oder sogar an einem Tag lesen kann. Es ist unterhaltsam und hält, was es verspricht, geht aber auch nicht darüber hinaus. Die Charaktere und die Geschichte haben mich danach nicht weiter beschäftigt.
Das Setting ist gut beschrieben, man hat sofort Bilder im Kopf und es ist leicht zu verstehen. Teilweise hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen zu den Haupt- und wichtigsten Nebenfiguren gewünscht, aber dafür ist es eben auch ein relativ kurzes Buch.
Die Beziehung zwischen Genevieve und Trent entwickelt sich nachvollziehbar und vor allem nachfühlbar. Teilweise sind die Zeitpannen, über die erzählt wird, nicht ganz klar (Sind Wochen vergangen, oder nur ein Tag?), aber das ist zu verschmerzen. Man kann der Geschichte trotzdem gut folgen. Teilweise hat mich die Übersetzung etwas gestört, ich hätte andere Worte gewählt. Vor allem bei eher erotisch aufgeladenen Stellen war mir die Wortwahl teilweise etwas zu roh, aber das ist ja Geschmacksache.
Ansonsten ist es ein unterhaltsames Buch, dass einen fesselt und gut in die Geschichte eintauchen lässt. Wer leichte Unterhaltung für eine kurze Pause vom Alltag sucht, ist hier definitiv richtig. Ich werde die nachfolgenden Bücher auch lesen.

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