Profilbild von MmeLoulou

MmeLoulou

aktives Lesejury-Mitglied
offline

MmeLoulou ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MmeLoulou über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2021

Ein Happy End zum Abschluss, aber nicht genauer hingucken!

Trinity - Brennendes Verlangen (Die Trinity-Serie 5)
0

Der letzte Band der Reihe spielt auch zeitlich nach den anderen. Es ist jetzt 3 Jahre her, dass Kathleen bei einem Feuer schwer verletzt wurde. Die Kostümbildnerin hat dabei nicht nur schwere Narben davongetragen, ...

Der letzte Band der Reihe spielt auch zeitlich nach den anderen. Es ist jetzt 3 Jahre her, dass Kathleen bei einem Feuer schwer verletzt wurde. Die Kostümbildnerin hat dabei nicht nur schwere Narben davongetragen, die dazu führen, dass sie ihren rechten Arm nicht mehr benutzen und damit auch nicht mehr nähen kann. Auch ihre Seele hat unter dem Unfall gelitten. Es fällt ihr schwer, ihren Körper und ihr Leben wieder lieben zu lernen. Es ist auch 2 Jahre her, dass sie die Liebe ihres Lebens aus ihrem Leben verbannt hat. Carson hat Gefühle in ihr geweckt, wie es kein Mann je geschafft hat. Aber er hat etwas besseres verdient, als sein Leben mit einer vernarbten, traurigen Frau verbringen zu müssen. Also zwingt sie ihn zu gehen. Auch wenn es das Schwerste ist, das sie jemals tun musste.
Doch so langsam haben ihre Freunde genug von Kathleens Leben im Schneckenhaus und auch Kathleen erkennt, dass es vielleicht eine Chance für sie geben kann, wieder glücklich zu werden. Als sie beginnt, sich wieder ins Leben zurück zu kämpfen, trifft sie auch Carson wieder. Kann es eine Chance für ihre Liebe geben? Und kann Kathleen seine Vergangenheit akzeptieren?

Wie auch die anderen Teile des Reihe liest sich das Buch sehr flüssig. Der Stil ist locker und leicht zu lesen. Audrey Carlan hat es geschafft, dass ich mir die Charaktere, als auch das Setting der Geschichte gut bildlich vorstellen konnte. Auch die emotionalen Seiten der Geschichte kann sie gut vermitteln, obwohl ich teilweise schon mehr mitgefiebert habe. Ich finde des toll, wie die heißen Szenen im Buch wirklich intensiv aber trotzdem geschmackvoll geschrieben sind (zumindest für mich, das ist ja immer auch persönliche Geschmackssache).

Beide Charaktere kennt man aus den vorherigen Teilen der Reihe und ich habe mir immer ein Happy End für Kathleen und Carson gewünscht.
Kathleen ist verständlicherweise von ihrem Unfall schwer gezeichnet. Sie hat Schmerzen, Albträume, kann den Arm nicht mehr normal bewegen und findet ihren neuen Körper abstoßend. Um niemanden mit diesen Problemen zu belästigen, hat sie sich immer weiter von ihren Freunden abgeschottet. Nur ihre Arbeit als Designerin kann sie ablenken. Im Laufe des Buches öffnet sie sich immer weiter und lernt, ihre Emotionen wieder zuzulassen und auch zu zeigen. Sie lernt, dass andere Menschen in ihrem Leben ihren Körper nicht abstoßend finden und lernt so, ihn wieder zu akzeptieren.
Carson hat lange um Kathleen und ihre Liebe gekämpft und dann doch irgendwann ohne Hoffnung aufgegeben. Als er Kathleen zufällig erst bei seinem Cousin zuhause und dann in einer Bar wieder trifft, setzt er alles daran, Kathleen zurück zu gewinnen. Allerdings hat er in der Vergangenheit einen Fehler begangen, mit dessen Konsequenzen er jetzt leben muss. Er muss also sein Leben ordnen und darin gleichzeitig einen Platz für Kathleen schaffen.

Achtung!! Spoiler!

Im Großen und Ganzen ist das Buch eine schöne Liebesgeschichte mit einigen heißen Szenen. Ich habe mich sehr für Kathleen und Carson gefreut und finde es schön, dass sie wieder zueinander gefunden haben. Am Ende wird alles gut und das schafft einen befriedigenden Abschluss für die Reihe.
Zu genau darf man allerdings nicht hinsehen, denn dabei fällt doch das ein oder andere auf.
Zuerst habe ich nicht verstanden, warum Kathleen und Carson SO schnell wieder zusammen kommen. Erst haben sie super tragisch Schluss gemacht und dann reichen 2 zufällige Treffen, sie haben Sex und sind auf einmal wieder ein Paar? Nach 2 Jahren? Diese Veränderung war für mich unlogisch. Kathleen hatte ihre Gründe, die Beziehung zu beenden und mit quasi einem Fingerschnipsen zählen sie alle nicht mehr. 3 Jahre Depression scheinen quasi über Nacht geheilt. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Ausarbeitung gewünscht.
Etwas Ähnliches gilt für Carson. Er betont immer wieder, dass Kathleen seine einzig wahre Liebe ist. Trotzdem hält er sich 2 Jahre von ihr fern. Ja, sein Cousin erzählt ihm immer wieder, wie es ihr geht. Aber er schien keinen Plan gehabt zu haben, sie zurück gewinnen zu wollen. Dann trifft er sie auf einmal, flirtet sie HART an (er weiß aber auch gar nicht, was da eigentlich in ihn gefahren ist). Dann trinken sie was zusammen, haben Sex und AUF EINMAL kann er ihr sagen, dass er sie liebt? Etwas, das er jahrelang nicht konnte? Auch diese Entwicklung ging mit viel zu schnell.
Dann müssen wir natürlich noch über das Frauen-Männer-Verhältnis in dieser Reihe reden. Die Männer sind einfach das Klischee der 50 Jahre. Reiche Geschäftsmänner (die aber komischerweise immer zuhause sind und nie arbeiten müssen?) und komplett beschützend. Alle Frauen müssen sofort geschwängert und geheiratet werden. Viel tiefer gehen die Charaktere eigentlich nicht. Natürlich wird beiläufig mal erwähnt, dass Carson in (fragwürdig) umweltfreundliche Technologien investiert. Aber mehr kommt dann nicht.
Auch das Frauenbild finde ich schwierig. Es wird suggeriert, dass Misty ein bisschen dumm und billig ist (eben nicht mehr als ein betrunkener One-Night-Stand mit künstlichen Brüsten?!?) und sich jetzt gerne von einem reichen Mann aushalten lässt. Zeitgleich macht sie sich natürlich an alle Männer aus Carsons Familie ran. Andererseits ist es total in Ordnung, dass Kathleen ihren Job, ihre Wohnung und die teuren Therapien nur wegen Carsons Cousin erhalten hat, denn sie zählt ja zur Familie?! Und ganz grundsätzlich ist es auch nicht normal für Frauen keine Kinder zu wollen. Sogar Maria wird am Ende quasi noch gezwungen ihren Job aufzugeben und endlich Mutter zu werden.
Anstatt realistischerweise am Ende eine Patchwork-Familie zu kreieren, wie sie inzwischen wirklich normal sein könnte, muss wieder mal eine verrückte Stalker-Geschichte aus dem Hut gezaubert werden (das waren gefühlt echt nur die letzten 50 Seiten), um Misty doch noch aus dem Leben der beiden zu entfernen. Und sie wird nicht etwa therapiert, weil sie einfach mal Krebs hat und keine „crazy bitch“ ist, sondern sie wird natürlich erschossen. Talk about Frauenbild again. Ich hätte es schöner gefunden, das erneute Zueinanderfinden von Kathleen und Carson genauer zu beschreiben und sich dafür diese komische Geschichte zu sparen. Misty hätte einfach eine normale Person sein können, die auch nur ihren Weg im Leben finden will. Warum hätte sie nicht einfach in eine Wohnung einziehen können, einen schönen Job finden können (vielleicht mal ohne männliche Hilfe zur Abwechslung?) und dann einen eigenen Partner und echte Liebe finden können? Nachdem ihr Krebs geheilt wurde?
Ich habe mich gefreut für Kathleen und Carson und oberflächlich ist es eine schöne Geschichte zum genießen. Genauer hinsehen darf man allerdings nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.07.2021

die perfekte Weihnachtslektüre

Sleepless in Manhattan
0

Sadie ist 29 und arbeitet als Kolumnistin bei einer Zeitschrift in New York. Gemeinsam mit ihrer Freundin und Arbeitskollegin Devin schreibt sie über ihre Datingerfahrungen in der Großstadt. Sie selbst ...

Sadie ist 29 und arbeitet als Kolumnistin bei einer Zeitschrift in New York. Gemeinsam mit ihrer Freundin und Arbeitskollegin Devin schreibt sie über ihre Datingerfahrungen in der Großstadt. Sie selbst nennt sich „Carrie Bradshaw für Arme“, aber das wird ihrer Arbeit nicht gerecht. Nebenher betreut sie in der Vorweihnachtszeit die „Weihnachtsmann-Kolumne“ ihrer Zeitschrift. Hier können Menschen an den Weihnachtsmann schreiben und die außergewöhnlichsten Briefe werden beantwortet.
Plötzlich flattert schon im Juli ein Brief an den Weihnachtsmann auf ihren Schreibtisch. Er ist von der 10-jährigen Birdie, die mit 6 Jahren ihre Mutter verloren hat und jetzt vor allem einen dringenden Wunsch hat: eine neue Freundin für ihren Papa. Um herauszufinden, ob der Weihnachtsmann überhaupt existiert und auch halten kann, was er verspricht, enthält der Brief auch einige kleinere Wünsche. Sadie ist sofort bewegt von diesem Brief, da auch sie im gleichen Alter ihre Mutter verloren hatte. Somit fängt sie an, die Wünsche des kleinen Mädchens auf kreative Seite in Erfüllung gehen zu lassen. Bis sie eines Tages auch den sehr attraktiven Vater des Mädchens, Sebastian, kennen lernt und es immer schwieriger wird, ihre Rolle als Gehilfin des Weihnachtsmannes zu verheimlichen. Aber vielleicht geht genau damit Birdies sehnlichster Wunsch in Erfüllung.
Die Handlung entwickelt sich flüssig und stimmig. Die Reaktionen und Gefühle der Charaktere sind nachvollziehbar und man kann sich gut in sie eindenken. Besonders schön fand ich, dass die Geschichte sowohl aus Sadies, als auch aus Sebastians Perspektive erzählt wird. Ich finde, dass relativ viel Erzählzeit darauf verwendet wird, zu erklären, wie Sadie in das Leben der Familie tritt. Danach geht es dann relativ zügig in der Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten. Das hinterlässt bei mir das Gefühl, zwischen erstem Kuss und Happy End liegen 3 Wochen. Und dass, obwohl eigentlich Sebastians Angst davor, sich zu schnell auf jemanden einzulassen, der Beziehung im Wege steht. Das war für mich manchmal nicht ganz schlüssig und ich hätte mich gefreut, wenn dieses langsame „sich Herantasten“ besser ausgearbeitet worden wäre. Trotzdem lässt sich das Buch sehr angenehm lesen und bietet schöne, leichte Unterhaltung.

Sadie ist eine junge, energiegeladene Frau, die sich durch den Dating-Dschungel der Großstadt schlägt. Zum einen, um ihre Leser zu unterhalten, zum anderen, weil sie wirklich auf der Suche nach dem Einen ist, mit dem sie eine große Familie gründen kann, so wie es schon immer ihr Traum war. Trotzdem ist sie unabhängig und weiß, dass sie keinen Mann braucht, um sich zu versorgen oder das Leben zu regeln. Diese Eigenschaft fand ich im Vergleich zu den Protagonistinnen vieler anderer Liebesromane sehr angenehm und positiv. Sadie hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Vater, den sie regelmäßig besucht und jederzeit um Rat fragen kann.
Dann gibt es noch ihre Freundin Devin, mit der sie viel Spaß hat und die sie dabei unterstützt, bei all den schlechten Date-Erfahrungen nicht die gute Laune zu verlieren. Sie unterstützt Sadie dabei, auf der Suche nach dem Glück auch einmal mutig zu sein und die Initiative zu ergreifen. Diese Unterstützung kann Sadie gut gebrauchen, denn das Herz von Sebastian zu erobern, wird kein leichtes Unterfangen.
Sebastian ist ein Geschäftsmann, der sich plötzlich nach dem Tod seiner Frau nicht nur gezwungen sieht, das gemeinsame Restaurant alleine zu führen, sondern dazu auch noch die Mutter- und Vaterrolle für seine 10Jährige Tochter Birdie zu übernehmen, die ihn dabei ganz schön auf Trapp hält. Nach dem Tod seiner Frau 4 Jahre zuvor versucht er all diese Dinge unter einen Hut zu bekommen und hat dabei keine Zeit für eine Beziehung. Dazu kommt, dass er Angst davor hat, sich noch einmal mit ganzem Herzen auf jemanden einzulassen, da er sein Herz vor weiterem Schmerz schützen will. Und dann ist da noch die Verantwortung für Sadie: Er möchte keine Frau ins Leben der beiden bringen, die nach einiger Zeit wieder verschwindet. Sein Bedürfnis nach körperlicher Nähe erfüllt er sich daher lieber mit unverbindlichen Treffen mit verschiedenen Frauen, die er online trifft. Nur Sadie geht ihm nach dem ersten Treffen nicht mehr aus dem Kopf. Sie scheint ganz genau zu verstehen, wie er sich fühlt und gibt ihm zum ersten Mal das Gefühl, sich wieder jemandem gegenüber öffnen zu können.
Beide Charaktere sind gut ausgearbeitet und man kann sich beim Lesen gut in sie hineinversetzen. Teilweise, vor allem Richtung Ende des Buches, hatte ich das Problem, dass beide Bedenken bezüglich bestimmter Dinge haben, die dann plötzlich ganz schnell ausgeräumt sind. Das machte ihr Verhalten teilweise ein wenig schwer nachvollziehbar. Hier hätte ich mir ein weniger schnelles Erzähltempo gewünscht, das Raum bietet die Gefühlswelt der beiden Protagonisten genauer auszuleuchten. Auch die Anziehung zwischen den beiden hätte für meinen Geschmack deutlicher herausgearbeitet werden können. Es wird kurz beschrieben, was sie an dem jeweils anderen attraktiv finden und ab da gibt es dann nur noch ein „elektrisierendes Gefühl“, wenn sie sich berühren oder einen schnelleren Pulsschlag. Das war mir leider teilweise etwas zu flach. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, die Beziehung der beiden ist trotzdem authentisch und man fiebert beim Lesen dem ein Happy End für die beiden entgegen.

Das Buch ist eine schöne, leichte Lektüre für den Urlaub oder ein gemütliches Wochenende unter der Wolldecke auf dem Sofa. Es lässt sich leicht in einem Rutsch lesen und man muss gerade über Birdies „Streiche“ immer wieder schmunzeln. Ich würde es eher für den Herbst oder Winter empfehlen, da ein großer Teil des Buches im Winter in New York spielt. Es ist eben im Großen und Ganzen doch eine schöne Weihnachtsgeschichte. Die Liebesgeschichte um Sadie und Sebastian ist nachvollziehbar und schön geschrieben. Es gab Bücher, die mir beim Lesen mehr Herzschmerz und Schmachten beschert haben, aber trotzdem kann man mit den beiden mitfühlen und freut sich für sie. Besonders schön fand ich, dass es in diesem Buch mal nicht um eine College-Romanze handelt, sondern um ältere Protagonisten, die bereits mitten im Leben stehen und schon einige Erfahrungen im Leben gemacht haben. Es ist doch toll, dass auch mal ein alleinerziehender Vater ein „Bookboyfriend“ sein kann!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 16.05.2021

alle Erwartungen erfüllt

Forever in Love - Das Beste bist du
0

Dallas Cole freut sich darauf, endlich am College ihr Leben neu starten zu können. Sie möchte endlich nicht mehr die Tochter von „Coach Cole“ sein, sondern einfach nur Dallas. Weit weg hat ihr Vater sie ...

Dallas Cole freut sich darauf, endlich am College ihr Leben neu starten zu können. Sie möchte endlich nicht mehr die Tochter von „Coach Cole“ sein, sondern einfach nur Dallas. Weit weg hat ihr Vater sie nicht gelassen, die Rusk ist keine Schule, dir für ihr Tanzprogramm berühmt ist, aber es ist besser als nichts. Doch dann findet sie heraus, dass auch ihr Vater das College gewechselt hat und nun das Football-Team der Rusk betreuen wird. Auf einmal ist es so viel schwerer, die neue Freiheit zu lieben. Der einzige Lichtblick ist Carson, der charmante, aber unbekannte Typ, der Dallas auf ihrer ersten College-Party den Kopf verdreht. Doch es gibt etwas, das Dallas nicht über Carson weiß und dieses Geheimnis überschattet die Beziehung zwischen den beiden.
Carsons Traum ist es professioneller Footballspieler zu werden. Er sieht es als seine einzige Chance, etwas im Leben zu erreichen, denn Football spielen ist sein größtes Talent. Allerdings ist der Weg zum Profi hart. Carson war auf keiner renommierten Highschool und hat es über einige Umwege ins Football-Team der Rusk geschafft. Aber er hat nur wenig Zeit die Trainer von sich zu überzeugen und ein Stipendium zu gewinnen. Denn mehr als ein paar Semester an der Rusk kann sich Carsons Familie nicht leisten. Daher arbeitet er Tag und Nacht für seinen Traum. Zwischen Uni, Training und Hausaufgaben hat er keine Zeit für Partys oder Mädchen. Und trotzdem geht ihm die rothaarige Schönheit, die ihm auf einer Party buchstäblich in die Arme gefallen ist, nicht mehr aus dem Kopf. Da er für eine Beziehung keine Zeit hat, lässt er sich auf eine Freundschaft mit Dallas sein. Doch es fällt beiden zunehmend schwer, ihre Beziehung „rein freundschaftlich“ zu halten. Und dann muss Carson Dallas auch noch vor der Wette beschützen, die das Footballteam eingegangen ist.
Die Handlung des Buches entwickelt sich flüssig und bietet einigen Stoff für Konflikte und Spannung. Ich muss als einzigen negativen Punkt meiner Bewertung anführen, dass mich das Klimax des Dramas rund um die Wette des Footballteams etwas enttäuscht hat. Die Art und Weise, wie Dallas von der Wette erfährt und wie sie dann darauf reagiert, ist für mich nicht ganz logisch. Man hätte hier meiner Meinung nach für mehr Herzschmerz sorgen können. Aber das ist ein kleiner Punkt, der gegenüber der restlichen wunderschönen Geschichte zu vernachlässigen ist.
Dallas und Carson sind zwei liebenswerte Charaktere. Beide sind eher introvertiert und sehr auf sich und ihre persönlichen Ziele fokussiert. Gerade deshalb passen sie sehr gut zusammen. Sie geben wenig auf oberflächliche Bekanntschaften und Small Talk und wissen daher eine ernsthaft Freundschaft umso mehr zu schätzen. Diese Charaktereigenschaften werden im Buch sehr gut herausgearbeitet und deshalb kommt einem die Handlung an keinem Punkt konstruiert oder unlogisch vor. Man erfährt über Dallas familiären Hintergrund und ihre Vergangenheit etwas mehr, aber Carson ist trotzdem kein flacher Charakter. Ich finde es besonders schön, dass alle Beide in eigenen Kapiteln zu Wort kommen und die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird.
Cora Carmack (bzw. die ÜbersetzerIN) hat einen tollen, flüssigen und lebendigen Erzählstil. Ich war komplett von der Geschichte gefangen und hätte sie in einem Rutsch zu Ende lesen können, würde ich nicht ab und zu ein paar Stunden Schlaf benötigen. Man kann sich super in die beiden Protagonisten hineinversetzen und fühlt richtig mit. Auch die romantischeren bzw. „heißeren“ Szenen sind meiner Meinung nach sehr geschmackvoll geschrieben und treffen genau den richtigen Ton.
Ich bin ganz ehrlich, ich liebe die „Forever in Love“-Reihe von Cora Carmack. Bis jetzt hat es jeder ihrer Footballspieler geschafft, sich einen Platz in meinem Herzen zu erobern. #bookboyfriend
Ich habe die Bücher der Reihe nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen und das ist problemlos möglich. Dieser Band war der dritte, den ich gelesen habe und er steht den beiden anderen in nichts nach. Eine ganz klare Empfehlung meinerseits!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2021

Leider nicht so gut wie Teil 1

Lotus House - Sanfte Hingabe (Die Lotus House-Serie 2)
0

Handlung
Amber St. James ist 22 Jahre alt und arbeitet ehrgeizig daran, Kinderärztin zu werden. Sie lebt bei ihren Großeltern, von denen sie auch groß gezogen wurde und hat abseits der Uni wenig Zeit für ...

Handlung
Amber St. James ist 22 Jahre alt und arbeitet ehrgeizig daran, Kinderärztin zu werden. Sie lebt bei ihren Großeltern, von denen sie auch groß gezogen wurde und hat abseits der Uni wenig Zeit für Hobbys oder gar Dates. Dazu kommt, dass sie als strenge Katholikin sowieso nichts von Sex vor der Ehe hält. Da sie im Rahmen des Studiums allerdings notgedrungen etwas über Sexualität lernen muss, entschließt sie sich, den Stier bei den Hörnern zu packen und als Assistentin in Dash Alexanders Tantrakurs zu helfen. Der Tantralehrer ist nicht nur ein Experte auf dem Gebiet, sondern auch noch verdammt gutaussehend. Dash erkennt, dass Amber in Sachen Sex noch ein wenig scheu ist und möchte ihr helfen. Und das hat auch etwas mit dem Knistern zu tun, dass seit ihrem ersten Treffen für ihn deutlich zu spüren ist.

Meine Meinung
Amber und Dash sind zwei tolle Charaktere, in die ich mich von Anfang an gut hineinversetzen konnte. Im Buch erfährt man tiefergehend etwas über sie und bekommt einen genauen Einblick in ihr Seelenleben. Auch die Anziehung zwischen den beiden ist sehr deutlich und nachvollziehbar zu spüren. An einigen Stellen hätte ich mir ein wenig mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Über Dashs Familie erfährt man gar nichts, obwohl das Leben seiner Eltern einen Einfluss auf die Beziehung mit Amber hat. Ich finde es auch schade, dass Amber abseits des Studiums keine Interessen oder Hobbys zu haben scheint, zumindest wird darüber nichts erzählt.
Die Vorraussetzungen für eine interessante Liebesgeschichte sind definitiv gegeben. Eine intelligente, aber etwas verklemmte Studentin und ein sehr leidenschaftlicher Tantralehrer versprechen eine explosive Kombination zu werden. Die Tatsache, dass eine Abschlussarbeit im Fach „Sexualkunde“ für das Medizinstudium der Grund für ihr Aufeinandertreffen ist, muss hier sehr großzügig übersehen werden. Ich finde das ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Auch der Rest des Medizinstudiums wird ziemlich falsch beschrieben. Eine Nachtschicht im Krankenhaus soll abgeleistet werden, während man zeitgleich noch Anatomie und Physiologie lernt. Die Entscheidung für eine Fachrichtung muss schon im ersten Jahr fallen. Das alles sind Dinge, die so natürlich nicht stimmen, aber vielleicht auch nur mich gestört haben, weil ich mich in dem Bereich ein bisschen besser auskenne. Mehr Recherche an dieser Stelle hätte trotzdem nicht geschadet. Trotzdem entwickelt die Handlung eine schöne Dynamik und man kann Miterleben, wie Dash und Amber sich näher kommen. Wie in jeder guten Romanze gibt es natürlich auch ein bisschen Drama, bzw. Missverständnisse. Diese waren für mich zugegebenermaßen ein bisschen seltsam. Ich kann mich mit den religiösen und spirituellen Ansichten in diesem Buch nur wenig identifizieren. Daher kamen mir die Probleme der beiden nicht wirklich wie Probleme vor und ich habe das Drama teilweise nicht verstanden und daher auch nicht richtig mitfühlen können. Ich habe mich über ihr Happy End gefreut, aber richtig mitgefiebert habe ich am Ende nicht mehr.
Der Erzählstil des Buches ist sehr flüssig und lebendig und kann daher über viele der kleinen Makel, die ich für mich empfunden habe, hinweg führen. Die Worte werfen das Kopfkino an und man vergisst, dass man ein Buch liest. Ich selbst habe es daher (fast) in einem Rutsch durchgelesen und mich gut unterhalten gefühlt. Auch die expliziten Szenen sind intensiv, aber nicht ordinär geschrieben, sodass man definitiv die Anziehungskraft zwischen Amber und Dash mitfühlen kann. Teilweise ist die Autorin mit ihren Beschreibungen aber für meinen Geschmack etwas über das Ziel hinaus geschossen. Ich finde es ein wenig unrealistisch, dass man Funken oder Regenbogen sieht, weil einen jemand anfasst; selbst für einen Roman, der im Yoga-Center spielt. Das ist sicherlich Geschmackssache, war für mich allerdings ein wenig zu kitschig.
Insgesamt fand ich das Buch gut, aber es kann für mich nicht an den ersten Teil der Serie heranreichen.

Achtung, kleiner Spoiler!
Ich schreibe dies in den Nachtrag, weil ich nicht jeden spoilern möchte. Aber mich hat ein Aspekt der Geschichte sehr gestört. Meiner Meinung nach wird viel zu viel Wert auf die Tatsache gelegt, dass Amber noch Jungfrau ist und mit dem Sex bis zur Ehe warten möchte. Klar, das entspricht ihren religiösen Ansichten und steht daher im Einklang mit ihrem Charakter. Aber es wird die ganze Zeit davon geredet, dass die Jungfräulichkeit einer Frau ein einzigartiges Geschenk ist, dass sie nur einmal in ihrem Leben geben kann. Und dann doch bitte an den richtigen Mann. Und das wird nicht nur von Amber so gesehen, sondern von Dash ebenfalls. Als ob es einfach eine allgemeingültige Tatsache wäre. Dash findet es natürlich toll, wie unschuldig sie ist und dass kein Mann sie jemals so „gehabt“ hat.
Ich finde das toxisch. Wann verabschieden wir uns endlich von dem Bild, dass Frauen bitte unschuldige Jungfrauen zu sein haben, während Männer sich durch die Gegend v*** und dadurch ja „ach so erfahren“ sind. Mit irgendjemandem müssen sie diese Erfahrungen schließlich machen oder nicht? Dash ist ein Tantra-Lehrer. Es wird im Laufe des Buchs sehr deutlich, dass er viele verschiedene sexuelle Erfahrungen gemacht hat. Und vielleicht gerade deshalb weiß er, wo der G-Punkt ist und wie man multiple Orgasmen erreicht. Warum wird immernoch das Bild der keuschen Schönheit und des promiskuitiven Draufgängers romantisiert? Ich finde es total in Ordnung über sexuell unerfahrene Charaktere zu schreiben. Und natürlich kann man mit 22 noch Jungfrau sein. Aber das sollte einfach nicht bewertet werden. Das betrachten der Jungfräulichkeit als eine Art „heiligen Status“, den man irgendwie verlieren und nie wieder erreichen kann ist wirklich anachronistisch und heute nicht mehr angebracht. Das ist nicht nur langweilig, sondern auch unrealistisch und sollte keine Wunschvorstellung für unsere Gesellschaft sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2021

eine schöne Überraschung

The Hardest Fall
0

Dylan und Zoe gehen auf die selbe Universität in Los Angeles. Abgesehen davon haben ihre Leben wenig gemeinsam. So wenig, dass sie sich in 2 Jahren auf dem Campus erst zweimal über den Weg gelaufen sind. ...

Dylan und Zoe gehen auf die selbe Universität in Los Angeles. Abgesehen davon haben ihre Leben wenig gemeinsam. So wenig, dass sie sich in 2 Jahren auf dem Campus erst zweimal über den Weg gelaufen sind. Aber diese beiden Begegnungen gehen beiden nicht mehr aus dem Kopf. Zoe schämt sich bei der Erinnerung in Grund und Boden. Und Dylan fragt sich jedes Mal, wer dieses auffallend schüchterne Mädchen ist, dass jedes Mal vor ihm wegrennt, wenn sie sich begegnen.
Dann werden der Footballstar und die Fotographiestudentin gezwungernermaßen zu Mitbewohnern und auf einmal ist es wirklich schwierig, sich aus dem Weg zu gehen. Vor allem, wenn man das eigentlich gar nicht will. Während beide damit kämpfen „einfach nur befreundet“ zu sein, droht Zoes Geheimnis ihre Beziehung für immer zu zerstören.

Ich bin zufällig in meinem Ebookstore über dieses Buch gestolpert und hatte wenig Erwartungen an das Buch. Ich war auf der Suche nach einem leichten Lesegenuss für einen Nachmittag/Abend und war daher nicht zu kritisch bei der Auswahl. Und dann hat mich die Geschichte von Zoe und Dylan wirklich positiv überrascht.
Beide Charaktere sind wirklich sympathisch und man lernt sie sehr gut kennen, inklusive einiger lustiger Macken. Das Gleiche gilt auch für die Beziehung der beiden. Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem eine Liebesbeziehung zwischen zwei Hauptcharakteren so langsam, aber sinnvoll und echt aufgebaut wurde. Das Verhalten der beiden ist immer nachvollziehbar und ich konnte mich richtig gut in sie hineinversetzen. Man fiebert wirklich mit, wann sie sich ENDLICH mal trauen, zu ihren Gefühlen zu stehen. Aber ohne, dass man dabei genervt ist. Und gerade weil es so lange gedauert hat, freut man sich umso mehr, wenn es endlich passiert.
Die Geschichte hat mich wirklich mehr mitgerissen, als ich erwartet hätte. Dadurch konnte ich auch über die leider diversen Rechtschreib- und Satzfehler hinwegsehen, die es leider ins Buch geschafft haben (zumindest in meine Ebook-Version). Hier hätte ein besseres Lektorat wirklich nicht geschadet.
Aber lasst euch davon nicht abhalten, die Geschichte hat es verdient, gelesen zu werden. Freut euch auf Zoe und Dylan!
Ehrlicherweise hoffe ich ja, dass wir noch einmal mit Ella Maise zusammen zurück nach LA auf den Campus kommen. Chris und Kayla haben definitiv auch ein Happy End verdient!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere