Profilbild von Moendchen7

Moendchen7

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Moendchen7 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Moendchen7 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

Mehr erwartet, leider abgebrochen

Nightweaver
0

Ich hatte mich sehr auf Nightweaver gefreut und dafür sogar meine Punkte für das Leseexemplar eingelöst. Darin lag wohl mein Fehler.

Als Piratenfan hatte ich Lust auf dieses Setting und wurde leider enttäuscht. ...

Ich hatte mich sehr auf Nightweaver gefreut und dafür sogar meine Punkte für das Leseexemplar eingelöst. Darin lag wohl mein Fehler.

Als Piratenfan hatte ich Lust auf dieses Setting und wurde leider enttäuscht. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, mit einer anderen Erwartungshaltung ranzugehen, denn der Piratenaspekt steht deutlich weniger im Vordergrund, als ich gehofft hatte.

Ich habe das Buch schließlich etwa zur Hälfte abgebrochen.

Schon in der Leseprobe wirkte der Schreibstil auf mich hektisch. Ich dachte, das würde sich nach der „spannungsaufbauenden“ Einleitung legen, aber leider war das nicht der Fall. Oft konnte ich der Handlung nur schwer folgen, während sich andere Passagen gleichzeitig gezogen haben. Für mich war das eine unangenehm anstrengende Mischung.

Mit der Protagonistin bin ich ebenfalls nicht warm geworden. Sie soll mutig und gerissen wirken, kam bei mir aber eher impulsiv und wenig durchdacht rüber. Dadurch konnte ich weder zu ihr noch zu den gefühlt hundert anderen Charakteren eine richtige Verbindung aufbauen und habe schnell das Interesse verloren.

Die Grundidee finde ich nach wie vor spannend, aber die Umsetzung hat mich einfach nicht abgeholt.

Fazit: Gute Idee, für mich aber nicht stimmig umgesetzt. Abbruch und 2 Sterne. Vielleicht gebe ich dem Buch irgendwann noch eine zweite Chance. Man sollte hier jedoch eher ländlich geprägte Fantasy als eine düstere Piratengeschichte erwarten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2025

YA-Abenteuer, das New Adult spielen will: Frustrierende Heldin in einer komplexen Welt mit unpassendem Smut

Heart of Night and Fire
0

Heart of Night and Fire hat bei mir vor allem für Frustration gesorgt. Zwar habe ich das Buch in nur zwei Tagen gelesen, was für den leichten und flüssigen Schreibstil spricht, doch inhaltlich blieb vieles ...

Heart of Night and Fire hat bei mir vor allem für Frustration gesorgt. Zwar habe ich das Buch in nur zwei Tagen gelesen, was für den leichten und flüssigen Schreibstil spricht, doch inhaltlich blieb vieles hinter meinen Erwartungen zurück.

Der Aufbau der Geschichte ist stellenweise sehr langsam, während andere Kapitel beinahe gehetzt wirken. Die Welt ist detailreich und mit viel Hingabe gestaltet, allerdings wäre das Glossar im hinteren Teil fast zwingend nötig, um den Überblick zu behalten. Gerade weil die Autorin eine so große Welt andeutet, ist es schade, dass man am Ende kaum mehr als ein oder zwei Schauplätze wirklich kennenlernt.

Mit der Protagonistin Zarya bin ich nur schwer warm geworden. Sie wirkt naiv, impulsiv und selbstsicher, ohne dass die Handlung ihr dafür eine echte Grundlage gibt. Statt dass sie aus ihren Fehlern lernt, scheint sich die Welt eher um sie herum zu verbiegen, damit der Plot vorankommt. Die Liebesgeschichte bleibt vorhersehbar und übereilt, während die Sexszenen deplatziert wirken und den YA-ähnlichen Ton brechen. Ohne diese Szenen hätte ich die Figuren jederzeit für Teenager gehalten, nicht für Charaktere in ihren Zwanzigern.

Trotz der Frustration über Zarya muss man den flüssigen Stil und die Lesbarkeit des Buches hervorheben. Die Geschichte lässt sich erstaunlich leicht verschlingen, was sicher viele Leser:innen anspricht. Für mich persönlich reicht das jedoch nicht, um die Reihe weiterzuverfolgen.

Fazit
Heart of Night and Fire bietet eine detailreiche Welt, ein wunderschönes Cover und einen leicht lesbaren Stil, scheitert für mich aber an Figurenzeichnung, Tempo und Liebesgeschichte. Als schneller Fantasy-Zeitvertreib sicher geeignet, für mich jedoch kein Auftakt, der Lust auf die Fortsetzung macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.06.2025

Spannend aber Gewöhnungsbedürftig

Guardian 1. Seelenwächter
0

Guardian hat definitiv eine der schönsten Buchgestaltungen, die ich seit Langem gesehen habe: ein traumhaftes Cover, farblich passende Illustrationen zu einzelnen Szenen (fast wie Page Overlays) und ein ...

Guardian hat definitiv eine der schönsten Buchgestaltungen, die ich seit Langem gesehen habe: ein traumhaftes Cover, farblich passende Illustrationen zu einzelnen Szenen (fast wie Page Overlays) und ein Farbschnitt, bei dem man einfach schwach wird.

Inhaltlich konnte das Buch für mich allerdings nicht ganz mithalten. Der junge Ermittler Zhao Yunlan leitet eine geheime Abteilung, die sich mit übernatürlichen Fällen befasst. Als er bei einem mysteriösen Todesfall auf den undurchsichtigen Professor Shen Wei trifft, kreuzen sich ihre Wege auf eine Weise, die weit über den aktuellen Fall hinausreicht – und sie beide immer tiefer in eine andere Welt führt.

Die Welt ist reich an Details, die Charaktere sind vielschichtig, und allein schon die fette sprechende Katze Daqing ist ein Highlight. Die Fälle selbst sind spannend aufgebaut, oft düster und atmosphärisch dicht. Was mich jedoch immer wieder aus dem Lesefluss gerissen hat, war der ungewohnte Schreibstil. Die Perspektivführung folgt nicht westlichen Konventionen, statt klarer POVs erhält man wechselnde Einblicke in das, was gerade zur Geschichte passt. Das ist zunächst verwirrend und braucht etwas Eingewöhnung.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Zhao Yunlan und Shen Wei beginnt vielversprechend, geheimnisvoll, voller Spannung, entwickelt sich aber nur langsam und bleibt für meinen Geschmack zu distanziert. Dadurch verstärkt sich das ohnehin etwas ungleichmäßige Tempo der Handlung.

Trotz einiger Schwächen konnte mich das Buch insgesamt gut unterhalten. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen. Ich werde die Fortsetzungen im Auge behalten. Wer Animes oder Mangas mag und Lust auf eine queere Liebesgeschichte mit übernatürlichen Elementen hat, sollte Guardian eine Chance geben. Der Plottwist hat auf jeden Fall gehalten, was er versprochen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2025

Unerwartet enttäuschend aber noch nicht aufgegeben

Killer Potential
0

Tatsächlich bin ich noch nicht einmal fertig mit diesem Buch, jedoch handelt es sich hier um ein Rezensionsexemplar, weshalb ich zeitlich eingegrenzt bin.

Bei Killer Potential handelt es sich nicht um ...

Tatsächlich bin ich noch nicht einmal fertig mit diesem Buch, jedoch handelt es sich hier um ein Rezensionsexemplar, weshalb ich zeitlich eingegrenzt bin.

Bei Killer Potential handelt es sich nicht um den klassischen Krimi, in dem eine dritte Person versucht, den Schuldigen zu finden. Stattdessen darf man den Hauptcharakter Evie dabei begleiten, wie sie eher zufällig in das Geschehen hineinstolpert, ein Verbrechen begeht und nun versucht zu beweisen, dass es nicht ihre Schuld war und sie eigentlich auch nicht die Mörderin ist.

Die Geschichte verschwendet nicht viel Zeit und hooked einen direkt mit den ersten paar Zeilen. So scheint es zumindest. (Oder es war meine Erwartung…)
Jedoch hält sich das Tempo keineswegs, und es kommt alle paar Kapitel vor, dass wir doch scheinbar abschweifen.

Evie selbst hinterlässt keinen bleibenden Eindruck, und auch ihre ausholenden Gedanken können den Zuhörer dazu verleiten, gedanklich selbst abzuschweifen.
Die stumme Fremde hingegen? Sie ist der tatsächliche Grund, weshalb ich meine verbleibende freie Zeit in dieses Hörbuch investiere.

Noch habe ich das Hörbuch nicht aufgegeben, da mich die Geschichte weiterhin interessiert. Nur leider zieht sie sich mehr als erwartet, und ich kann sie daher nicht mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Wer weniger auf klassische Ermittlungen, sondern eher auf psychologische Entwicklungen und ungewöhnliche Dynamiken zwischen Charakteren setzt, könnte hier dennoch fündig werden. Geduld und Interesse an inneren Monologen sollte man allerdings mitbringen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2025

Augenrollen und Suchtpotenzial

Blood of Hercules
0

Blood of Hercules ist kein besonders gut geschriebenes Buch, und ich kann es nur bedingt weiterempfehlen. Aber unter vier Sterne kann ich es eben auch nicht bewerten.

Die Welt (griechische Götter in einer ...

Blood of Hercules ist kein besonders gut geschriebenes Buch, und ich kann es nur bedingt weiterempfehlen. Aber unter vier Sterne kann ich es eben auch nicht bewerten.

Die Welt (griechische Götter in einer postapokalyptischen, modernen Welt) wird bereits auf den ersten drei Seiten vorgestellt – anfangs noch überwältigend und wie ein „Info-Dump“ wirkend, wird spätestens ab der Mitte deutlich, dass keine weiteren Details folgen und die Welt oberflächlich sowie unausgeschöpft bleibt.

Der Schreibstil, am ehesten als „schlechte Wattpad-Geschichte“ zu beschreiben, ist zwar durchgehend unterhaltsam, aber alles andere als anspruchsvoll oder hochwertig. Der Humor wirkt zudem so „millennial“, dass man stellenweise unwillkürlich die Augen verdrehen möchte.

Die Liebesgeschichte ist für eine Dark Romance überraschend langsam aufgebaut, bleibt jedoch aufgrund der dualen Perspektiven bei weitem nicht so spannend und fesselnd, wie sie hätte sein können.

Die Handlungstränge wirken teilweise beliebig und zufällig, sodass man genau merkt, dass die Autorin auf einen bestimmten Punkt hinarbeitet und die Protagonisten dafür Handlungen einfach hinnehmen. Immerhin konnten die letzten Kapitel mit einem gelungenen Plottwist überzeugen (und das um vier Uhr morgens).

Trotz dieser Schwächen habe ich das Buch innerhalb von drei Tagen verschlungen, ständig daran gedacht, vier Sterne vergeben – und ich kann den zweiten Teil kaum erwarten, um herauszufinden, wie es weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere