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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2026

Charmant vorhersehbar und genau deshalb so gut

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West)
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Worst Date Ever ist genauso kokett, kribbelnd und charmant, wie der Prolog bzw. die Leseprobe es verspricht – so habe ich es nur selten erlebt.

Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen; ...

Worst Date Ever ist genauso kokett, kribbelnd und charmant, wie der Prolog bzw. die Leseprobe es verspricht – so habe ich es nur selten erlebt.

Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen; hätte ich früher angefangen, wäre es wohl auch an einem Tag möglich gewesen. Dabei habe ich mich durchgehend köstlich amüsiert.

Margot, unsere romantische Hauptfigur, versucht, ihre schleppende Karriere und ihr nicht weniger schleppendes Liebesleben aufzuräumen, und beschließt nebenbei, einem alten verflossenen Match eine freundschaftliche Chance zu geben.

Die Charaktere sind so bildhaft, charmant, fehlerhaft und liebenswert gezeichnet, dass ich mich an Romcoms der 90er und frühen 2000er erinnert fühlte.

Die Beziehung wird – trotz des „heißen“ Prologs – langsam aufgebaut. Gerade die „Freundschaft“ der beiden lässt einen mitfiebern und vermittelt glaubhaft, dass Margot und Oliver auch über das Happy End hinaus miteinander glücklich werden.
Auch die Anziehung zwischen ihnen ist spürbar, und selbst wenn der Endkonflikt recht vorhersehbar ist, überzeugt er durch eine angenehm realitätsnahe Auflösung.

Die Storyline rund um Margots berufliche Entwicklung schreitet etwas langsamer voran als erwartet, wirkt dadurch letztlich jedoch inspirierender.

Die Geschichte lebt vor allem von ihren Dialogen, den Figuren und dem Gefühl einer greifbaren, realistischen Romantik.

4.5 / 5. Klare Weiterempfehlung – auch wenn das Buch das Rad nicht neu erfindet.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Romantasy ohne Knistern, dafür mit Hof-Intrigen

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Ein Romantasy-Auftakt, der vor allem durch seinen Fantasy-Plot getragen wird. Intrigen, Geheimnisse und Wendungen stehen im Mittelpunkt und sorgen dafür, dass man dranbleibt. Die Figuren bringen Dynamik ...

Ein Romantasy-Auftakt, der vor allem durch seinen Fantasy-Plot getragen wird. Intrigen, Geheimnisse und Wendungen stehen im Mittelpunkt und sorgen dafür, dass man dranbleibt. Die Figuren bringen Dynamik in die Handlung, auch wenn nicht jede Entwicklung vollständig ausgearbeitet ist.

Allerdings merkt man dem Buch auch an, dass es sich sehr viel vorgenommen hat. Für den Umfang ist der Plot wirklich ambitioniert, vielleicht ein bisschen zu ambitioniert.

Dadurch wirken einige Entwicklungen gerade bei den Charakteren stellenweise etwas gehetzt oder auch erzwungen. Oft hatte ich zudem das Gefühl, dass einiges stark von Zufällen abhängt, um die Handlung in Gang zu bringen.

Der Schreibstil war für mich nicht immer ganz einfach. Einerseits mochte ich die subtilen Hinweise und das „Zwischen-den-Zeilen“-Lesen sehr. Andererseits fehlten mir oft klare Beschreibungen der Umgebung oder Situation, sodass ich zwischendurch immer mal wieder orientierungslos war.

Gerade die Romance fällt dabei auf. Sie wirkt eher wie ein funktionales Plot-Element als wie eine natürliche Entwicklung. Gefühle, sowohl romantische als auch platonische, entstehen sehr schnell, und auch wichtige Entscheidungen oder Gespräche scheinen eher der Handlung zu dienen, ohne ganz zu den Figuren zu passen.

Nach den teilweise eher dahin plätschernden Abschnitten wurde das Tempo gegen Ende deutlich angezogen.
Insgesamt kein perfektes Buch, aber eines, das sich trotzdem zu lesen lohnt. Der zweite Band steht für mich auf jeden Fall noch an.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Mehr erwartet, leider abgebrochen

Nightweaver
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Ich hatte mich sehr auf Nightweaver gefreut und dafür sogar meine Punkte für das Leseexemplar eingelöst. Darin lag wohl mein Fehler.

Als Piratenfan hatte ich Lust auf dieses Setting und wurde leider enttäuscht. ...

Ich hatte mich sehr auf Nightweaver gefreut und dafür sogar meine Punkte für das Leseexemplar eingelöst. Darin lag wohl mein Fehler.

Als Piratenfan hatte ich Lust auf dieses Setting und wurde leider enttäuscht. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, mit einer anderen Erwartungshaltung ranzugehen, denn der Piratenaspekt steht deutlich weniger im Vordergrund, als ich gehofft hatte.

Ich habe das Buch schließlich etwa zur Hälfte abgebrochen.

Schon in der Leseprobe wirkte der Schreibstil auf mich hektisch. Ich dachte, das würde sich nach der „spannungsaufbauenden“ Einleitung legen, aber leider war das nicht der Fall. Oft konnte ich der Handlung nur schwer folgen, während sich andere Passagen gleichzeitig gezogen haben. Für mich war das eine unangenehm anstrengende Mischung.

Mit der Protagonistin bin ich ebenfalls nicht warm geworden. Sie soll mutig und gerissen wirken, kam bei mir aber eher impulsiv und wenig durchdacht rüber. Dadurch konnte ich weder zu ihr noch zu den gefühlt hundert anderen Charakteren eine richtige Verbindung aufbauen und habe schnell das Interesse verloren.

Die Grundidee finde ich nach wie vor spannend, aber die Umsetzung hat mich einfach nicht abgeholt.

Fazit: Gute Idee, für mich aber nicht stimmig umgesetzt. Abbruch und 2 Sterne. Vielleicht gebe ich dem Buch irgendwann noch eine zweite Chance. Man sollte hier jedoch eher ländlich geprägte Fantasy als eine düstere Piratengeschichte erwarten.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

YA-Abenteuer, das New Adult spielen will: Frustrierende Heldin in einer komplexen Welt mit unpassendem Smut

Heart of Night and Fire
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Heart of Night and Fire hat bei mir vor allem für Frustration gesorgt. Zwar habe ich das Buch in nur zwei Tagen gelesen, was für den leichten und flüssigen Schreibstil spricht, doch inhaltlich blieb vieles ...

Heart of Night and Fire hat bei mir vor allem für Frustration gesorgt. Zwar habe ich das Buch in nur zwei Tagen gelesen, was für den leichten und flüssigen Schreibstil spricht, doch inhaltlich blieb vieles hinter meinen Erwartungen zurück.

Der Aufbau der Geschichte ist stellenweise sehr langsam, während andere Kapitel beinahe gehetzt wirken. Die Welt ist detailreich und mit viel Hingabe gestaltet, allerdings wäre das Glossar im hinteren Teil fast zwingend nötig, um den Überblick zu behalten. Gerade weil die Autorin eine so große Welt andeutet, ist es schade, dass man am Ende kaum mehr als ein oder zwei Schauplätze wirklich kennenlernt.

Mit der Protagonistin Zarya bin ich nur schwer warm geworden. Sie wirkt naiv, impulsiv und selbstsicher, ohne dass die Handlung ihr dafür eine echte Grundlage gibt. Statt dass sie aus ihren Fehlern lernt, scheint sich die Welt eher um sie herum zu verbiegen, damit der Plot vorankommt. Die Liebesgeschichte bleibt vorhersehbar und übereilt, während die Sexszenen deplatziert wirken und den YA-ähnlichen Ton brechen. Ohne diese Szenen hätte ich die Figuren jederzeit für Teenager gehalten, nicht für Charaktere in ihren Zwanzigern.

Trotz der Frustration über Zarya muss man den flüssigen Stil und die Lesbarkeit des Buches hervorheben. Die Geschichte lässt sich erstaunlich leicht verschlingen, was sicher viele Leser:innen anspricht. Für mich persönlich reicht das jedoch nicht, um die Reihe weiterzuverfolgen.

Fazit
Heart of Night and Fire bietet eine detailreiche Welt, ein wunderschönes Cover und einen leicht lesbaren Stil, scheitert für mich aber an Figurenzeichnung, Tempo und Liebesgeschichte. Als schneller Fantasy-Zeitvertreib sicher geeignet, für mich jedoch kein Auftakt, der Lust auf die Fortsetzung macht.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Spannend aber Gewöhnungsbedürftig

Guardian 1. Seelenwächter
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Guardian hat definitiv eine der schönsten Buchgestaltungen, die ich seit Langem gesehen habe: ein traumhaftes Cover, farblich passende Illustrationen zu einzelnen Szenen (fast wie Page Overlays) und ein ...

Guardian hat definitiv eine der schönsten Buchgestaltungen, die ich seit Langem gesehen habe: ein traumhaftes Cover, farblich passende Illustrationen zu einzelnen Szenen (fast wie Page Overlays) und ein Farbschnitt, bei dem man einfach schwach wird.

Inhaltlich konnte das Buch für mich allerdings nicht ganz mithalten. Der junge Ermittler Zhao Yunlan leitet eine geheime Abteilung, die sich mit übernatürlichen Fällen befasst. Als er bei einem mysteriösen Todesfall auf den undurchsichtigen Professor Shen Wei trifft, kreuzen sich ihre Wege auf eine Weise, die weit über den aktuellen Fall hinausreicht – und sie beide immer tiefer in eine andere Welt führt.

Die Welt ist reich an Details, die Charaktere sind vielschichtig, und allein schon die fette sprechende Katze Daqing ist ein Highlight. Die Fälle selbst sind spannend aufgebaut, oft düster und atmosphärisch dicht. Was mich jedoch immer wieder aus dem Lesefluss gerissen hat, war der ungewohnte Schreibstil. Die Perspektivführung folgt nicht westlichen Konventionen, statt klarer POVs erhält man wechselnde Einblicke in das, was gerade zur Geschichte passt. Das ist zunächst verwirrend und braucht etwas Eingewöhnung.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Zhao Yunlan und Shen Wei beginnt vielversprechend, geheimnisvoll, voller Spannung, entwickelt sich aber nur langsam und bleibt für meinen Geschmack zu distanziert. Dadurch verstärkt sich das ohnehin etwas ungleichmäßige Tempo der Handlung.

Trotz einiger Schwächen konnte mich das Buch insgesamt gut unterhalten. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen. Ich werde die Fortsetzungen im Auge behalten. Wer Animes oder Mangas mag und Lust auf eine queere Liebesgeschichte mit übernatürlichen Elementen hat, sollte Guardian eine Chance geben. Der Plottwist hat auf jeden Fall gehalten, was er versprochen hat.

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