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Veröffentlicht am 14.11.2018

Humorvolle New Adult Geschichte

Bossman
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Meinung:
Nachdem ich dieses Buch ständig auf Instagram gesehen hatte, musste ich es unbedingt haben. Der Klappentext verspricht eine abwechslungsreiche New Adult Geschichte. Nachdem mein SUB allerdings ...

Meinung:
Nachdem ich dieses Buch ständig auf Instagram gesehen hatte, musste ich es unbedingt haben. Der Klappentext verspricht eine abwechslungsreiche New Adult Geschichte. Nachdem mein SUB allerdings riesig ist, habe ich mich für das Hörbuch entschieden, um es im Fitnessstudio zu hören.

Bei Hörbüchern sind meistens die Sprecher "schuld" daran, wenn es nicht gut ankommt. Nach kurzem Reinhören dachte ich mir, ich probiere es einfach. Die ungekürzte Ausgabe wird gesprochen von Mark Bremer und Nina Schöne. Beide Sprecher haben ihre Rolle gut gespielt und der Geschichte Leben eingehaucht. Die Stimmen waren angenehm und passend.

Die beiden Charaktere Reese und Chase kommen zu Wort. Das hat mir gut gefallen, so konnte ich gleich mitverfolgen, was die beiden Denken. Und das war sehr spannend ;) Reese tat mir leid. Erst hat sie ein miserables Date, bei dem sie von Chase gerettet wird, und kurz darauf entpuppt sich ihr neuer Chef als ihr heißer Retter-in-der-Not. Im Allgemeinen spielen sich nicht viele Szenen im Büro ab, da Chase ständig wiederholt, dass er Berufliches und Privates strikt trennt. Das zieht sich durch die komplette Geschichte. Es ist ein wenig irreführend zum Inhalt, hat aber dem Ganzen nicht geschadet. Die Geschichte ist witzig, spritzig und hat einen Hauch Erotik. Das „Katz-und-Maus“-Spiel hat mir gut gefallen und ich habe der Geschichte wirklich gerne gelauscht.

Die Konstellation „junge Frau“ trifft „heißen, jungen Unternehmer“ gibt es mittlerweile sicherlich wie Sand am Meer. Allerdings hat mich diese Geschichte gefesselt, da es doch einige Kleinigkeiten gab, die man nach einiger Zeit erfährt. So hat auch Chase sein Päckchen zu tragen und man fiebert mit, ob die beiden schlussendlich zusammenkommen.

Ich kann dieses Hörbuch jedem empfehlen, der humorvolle New Adult Geschichten liebt. Von mir gibt’s 5 Sterne, da mich die Story dazu gebracht hat, mehr Sport zu treiben (hahahaha) und die Sprecher fantastisch vorlesen.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Wer sagt die Wahrheit?

Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit
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Cover:
Ich mag es, auch wenn es nichts Außergewöhnliches ist. Es ist aber absolut stimmig.

Erster Satz:
„An einem tristen Nachmittag, kurz nach dem Mittagessen, erfuhr ich endlich, dass du tot bist.“

Meinung:
Ich ...

Cover:
Ich mag es, auch wenn es nichts Außergewöhnliches ist. Es ist aber absolut stimmig.

Erster Satz:
„An einem tristen Nachmittag, kurz nach dem Mittagessen, erfuhr ich endlich, dass du tot bist.“

Meinung:
Ich lese ganz gerne seit einiger Zeit auch Thriller. Nachdem ich in der Buchhandlung auf das Buch aufmerksam geworden bin und der erste Satz (siehe oben) mich geflasht hat, habe ich mir kurzerhand das Hörbuch über Audible besorgt. Nachdem ich bei Hörbüchern leider immer ein wenig „nicht richtig aufpasse“, durfte kurz darauf auch schon das Print bei mir einziehen. Und ich bin wirklich froh drum, denn die Geschichte konnte mich auch beim zweiten Mal sofort packen. Aber beginnen wir von vorne…

Francesca, genannt Frankie, wächst mit ihrer besten Freundin Sophie in einem kleinen Küstenstädtchen namens Oldcliffe-on-Sea auf. Als Sophie eines Nachts am Grand Pier verschwindet, bleibt nichts als ein Turnschuh von ihr übrig. Frankie flüchtet wenig später nach London, um eines der im Familienbesitz gehörigen Hotels zu leiten. Als jedoch 18 Jahre später ein Leichenteil angespült wird, bittet Sophies Bruder Daniel Frankie, in ihr Heimatstädtchen zurückzukehren, um sich mit ihm auf die Suche nach Antworten zu begeben. Daniel ist mittlerweile Reporter und wittert seine Chance, endlich herauszufinden, was wirklich in der Nacht geschah, als Sophie verschwand.

Das Buch wird abwechselnd aus Frankies und Sophies Sicht erzählt. Dabei erfahren wir von Frankie die Gegenwart auf der Suche nach Antworten, während Sophie in Form von Tagebucheinträgen von ihrer Vergangenheit erzählt. Interessant hierbei ist, dass Frankie ihre Worte an Sophie richtet und nicht an uns, den Lesern.

Frankie kommt aus gutem Hause, während Sophie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder eher in ärmlichen Verhältnissen lebte und in Frankies Hotel jobbte, um sich in den Ferien etwas hinzuzuverdienen. Aber auch vom Charakter her sind die beiden wie Tag und Nacht. Dies wird mit voranschreiten des Buches immer klarer. Sophie war mir sehr sympathisch und ich habe fieberhaft gerätselt, warum sie verschwand, ob sie es freiwillig tat oder doch umgebracht wurde. Mit Frankie hatte ich so meine Probleme. Sie trinkt gerne mal über den Durst und manipuliert Menschen, wenn es zu ihrem Vorteil geschieht. Mit der Wahrheit hat sie es auch nicht so genau, sodass ich mir nie sicher war, ob sie wirklich die Wahrheit erzählt oder nur „ihre Version“ der Geschichte. Was ihre Männer angeht, ist das auch so eine Sache. Mit Mike ist sie zusammen, trennt sich von ihm, hofft auf Daniel, hofft auf die Rückkehr von Mike – sie weiß nicht so recht, was sie will, und das lässt an ihrem Verstand schon ein wenig zweifeln, wenn man die vorherigen Punkte berücksichtigt. Durch sie führte ich mich ein wenig in die Irre geführt. Daniel fand ich zunächst ein wenig komisch. Er möchte den Tod seiner Schwester aufklären und hofft auf Frankie. Doch schon nach einiger Zeit hat man das Gefühl, dass viel mehr dahinter steckt und man fragt sich, was Daniel wirklich weiß. Mit der Zeit (vor allem zum Ende hin) wurde er mir immer sympathischer.

Nach kurzer Zeit fällt schon auf, welch verdrehte Sichtweisen die beiden bezüglich ihrer Freundschaft hatten. Mit der Zeit werden einige Geheimnisse, die die beiden zusammen teilten, gelüftet, sodass man einen guten Einblick erhält, wie das Leben der beiden gemeinsam war.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, aber wie oben geschrieben teilweise ein wenig außergewöhnlich, da Frankie direkt Sophie anspricht. Mich persönlich hat das nicht gestört, ganz im Gegenteil: ich fand es erfrischend und es passt sehr gut zum Rest der Geschichte. Sophies Kapitel starten eher langweilig, aber nachdem ihre Erzählungen an Fahrt aufnehmen, enden alle Kapitel mit kleinen Cliffhangern, die zum Weiterlesen verleiten. Man merkt ganz schnell: beide haben so ihre Geheimnisse. Das fand ich spannend.

Zum Ende hin passiert noch der ein oder andere Plottwist, den ich so nicht hab kommen sehen. Im Allgemeinen wäre ich niemals auf dieses Ende gekommen. Ich fand es aber ein wenig realitätsfern, möchte aber jetzt nicht Spoilern. Nichtsdestotrotz hat es bei mir einen gewissen Wow-Effekt erzielt und ich werde definitiv auch ein weiteres Buch der Autorin Claire Douglas in die Hand nehmen. Von mir gibt 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 12.11.2018

Düster, fantastisch!

Von Fuchsgeistern und Wunderlampen
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Klappentext:
Drei Wünsche erfüllt ein Dschinn. Drei Prüfungen müssen Helden in Märchen bestehen. Zum dritten Mal laden wir euch ein in das magische Reich der Hexen und Lampengeister.
Durch klirrendkalte ...

Klappentext:
Drei Wünsche erfüllt ein Dschinn. Drei Prüfungen müssen Helden in Märchen bestehen. Zum dritten Mal laden wir euch ein in das magische Reich der Hexen und Lampengeister.
Durch klirrendkalte Winternächte wirbeln Schneefrauen, auf Sommerweiden treiben Windsbräute ihr gefährliches Spiel und tief unter dem Meeresspiegel verbergen sich ganze Königreiche.
Taucht ein in schillernde Welten voller Wunder und magischer Gefahren.

Cover:
Das Cover ist ein typisches Drachenmond Cover: tolle Farben und fantastisch angehaucht. Ich mag es ganz gerne!


Meinung:
Ich möchte mich vorab für das Rezi-Exemplar bedanken, welches ich für die Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe.

Die meisten Menschen verbinden Märchen mit ihrer Kindheit. Zu diesen Menschen gehöre ich auch. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als mir meine Oma, bei der ich sehr viel Zeit verbrachte, Märchen erzählte - stets aus dem Gedächtnis, nie aus Büchern. Das hat mich genauso fasziniert wie die Märchen an sich. Aus diesem Grund habe ich mich sehr gefreut, dass ich bei der Leserunde dabei sein durfte.

Während mir einige Autoren bekannt waren, habe ich von anderen noch nie etwas gehört - ganz zu meiner Schande, denn jede einzelne Geschichte konnte sich sehen (hier besser: lesen) lassen.Einige Autoren werde ich mir nun genauer ansehen, da mir die Schreibstile gefallen haben. Zu jedem Autor findet man eine Einleitung vor der jeweiligen Geschichte. Das hat mir auch gut gefallen, da man so gleich noch etwas über den Autor bzw. die Autorin erfährt.

Das Buch beinhaltet 17 Märchenadaptionen und ist in drei Teilen gegliedert: Märchen aus dem Morgenland, dem Reich der Mitte und dem Abendland. Diese Gruppierungen haben mir sehr zugesagt, denn so hatte man gleich einen Überblick, in welche Art von Märchen man hineinschnuppert. Gerne hätte ich von einigen mehr gelesen. Aber das haben Kurzgeschichten ja (leider) so an sich. Bei manchen Geschichten hatte man eine Vorahnung, um welches altbekannte Märchen es sich handelt, während andere Neuland für mich waren.

Es ist ein bunter Mix mit allerhand Elementen: von Steampunkt über klassische Erzählweisen hat man hier alles gefunden. Dass einem manche Geschichten mehr zusagen als andere, sollte jedem klar sein, der sich auf eine Anthologie einlässt. Vorwiegend sind die Märchen dunkel und düster gehalten. Das hat mir besonders gefallen, eben weil es nicht immer "Friede Freude Eierkuchen" ist, sondern auch mal ein schlimmes Ende aufwarten kann.

Kurz hervorheben und loben möchte ich die Aufmachung des ebooks. Es ist, wie viele andere Bücher des Drachenmond Verlags auch, mit viel Liebe innen gestaltet worden.

Das Buch hat mir viel Freude und einige fantastische Lesestunden bereitet, und erhält von mir 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 12.11.2018

Wahnsinnige, abgedrehte Geschichte!

Der Insasse
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Klappentext:
​Um die Wahrheit zu finden,
muss er seinen Verstand verlieren.

Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Ber​k​hoff.
Nur der Täter weiß, was mit ihm geschah.
Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt ...

Klappentext:
​Um die Wahrheit zu finden,
muss er seinen Verstand verlieren.

Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Ber​k​hoff.
Nur der Täter weiß, was mit ihm geschah.
Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt.
Max’ Vater bleibt nur ein Weg, um endlich Gewissheit zu haben:
Er muss selbst zum Insassen werden.

Cover:
Die Haptik der Limitierten Edition ist einmalig. Sie ist weich gepolstert und sieht aus wie eine Gummizelle. Wahnsinn! Hut ab für solch eine geniale Idee!

Meinung:
Ich bin kein Fitzek-Fan seit der ersten Stunde, ganz im Gegenteil: Erst mit Passagier 23, welches ich 2017 gelesen habe, fing meine Liebe zu diesem Autor an. Viele haben mir gesagt, dass die neuen Bücher nicht so gut sind, aber ich bin hier anderer Meinung. Geschmäcker sind nunmal verschieden und mir gefallen die bisher gelesenen Bücher des Autors wirklich gut.

Der Schreibstil ist gut. Ich liebe Bücher, bei denen ich nicht aufhören kann zu lesen. Und genau so ging es mir hier: ich habe abends angefangen und konnte es nicht aus der Hand legen, bis ich es um 1 Uhr nachts ausgelesen hatte. Die Kapitel sind recht kurz und enden ständig mit Cliffhanger. Gut gemacht!

Wir verfolgen Till Berghoff, dessen kleiner Sohn vor einem Jahr entführt wurde. Bis heute gibt es keinen richtigen Anhaltspunkt, einzig den Verdacht, dass der inhaftierte Guido Tramnitz für dessen Verschwinden verantwortlich ist. Allerdings schweigt er zum Thema Max Berghoff. Um die Wahrheit aus ihm herauszukriegen, lässt sich Berghoff mithilfe seines Schwagers in die "Steinklinik" einschmuggeln. Dass dies ein gefährlicher Plan ist, erfahren wir schon gleich nach der Ankunft, denn Till wird angegriffen. Nach und nach erfahren wir, dass die Identität, mit der er sich hat einweisen lassen, kein unbeschriebenes Blatt ist. Der Plan ging wohl nach hinten los... Die Zeit rennt, wenn er die Klinik wieder lebendig verlassen möchte.

Till Berghoff hat mir wirklich leid getan. Er ist zweifacher Vater und seine Frau abgehauen. Sein Leben ist seiner Meinung nach vorbei, was auch jeder nachvollziehen kann, der Kinder bzw. eine Familie hat. Aber dennoch hätte ich ihn gerne mal an den Kragen gepackt und ihn gefragt, warum er diesen Weg gehen will.

Einige haben kritisiert, dass es um Kindsmord geht und es zu brutal ist. Ganz ehrlich: Wenn man in die Zeitung sieht, ist das mittlerweile kein Neuland. Ich verabscheue diese Taten, aber dennoch können sie in einem Buch verwendet werden, denn es zeigt das wahre Leben - leider!

Bis zu den letzten Kapiteln war die Geschichte für mich verwirrend. Die Auflösung geschieht nach und nach, bis es zum Showdown kommt. Das Ende hat mich einfach nur umgehauen! Absolut genial! Ich muss jedoch sagen, dass es mich an einen Film erinnert (Titel möchte ich nicht nennen, da es ansonsten für viele klar sein wird, auf was ich hinaus möchte).

Für mich gibts für diese verzwickte, verschachtelte Geschichte 5 tolle Sterne!

Veröffentlicht am 12.11.2018

Einfach nur schön!

Die tausend Teile meines Herzens
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Klappentext:

Stell dir vor, du triffst den Mann deiner Träume – und dann findest du heraus, dass er der eine ist, in den du dich nicht verlieben solltest…

Beim Shoppen in der Stadt lernt die siebzehnjährige ...

Klappentext:

Stell dir vor, du triffst den Mann deiner Träume – und dann findest du heraus, dass er der eine ist, in den du dich nicht verlieben solltest…

Beim Shoppen in der Stadt lernt die siebzehnjährige Merit den überaus attraktiven Sagan kennen und verliebt sich so heftig in ihn, dass sie ihren sonstigen Schutzpanzer fallen und sich schon bei der ersten Begegnung von ihm küssen lässt. Ein fataler Fehler – denn leider stellt sich ziemlich schnell heraus, dass Sagan für Merit absolut off limits ist, weil er ihrer an versteckten Geheimnissen ohnehin reichen Familie näher steht, als sie ahnte.

Damit nicht genug: Anstatt ihr aus dem Weg zu gehen, bereichert Sagan in der folgenden Zeit das vielköpfige Elternhaus von Merit mit seiner täglichen Anwesenheit. Das aber führt das ohnehin schon chaotische Familienleben völlig ad absurdum – und stürzt Merit in eine tiefe persönliche Krise.


Cover:

Das Cover ist ähnlich der US-Originalausgabe und auch ähnlich des Vorgängers "Nur noch ein einziges Mal" aufgebaut.


Meinung:

Was habe ich mich auf den neuen CoHo gefreut! Colleen Hoover gehört für mich zu den besten Autorinnen, wenn es um einfühlsame, aber ausdruckstarke Bücher geht. Allen voran ihre ersten Bücher haben es mir angetan, während "Nur noch ein einziges Mal" mich nicht so ganz überzeugen konnte - trotz des starken Themas. Ich war nun gespannt, was das neue CoHo bereithält.

Schon auf den ersten Seiten stolpert man gleich mal ins Leben der 17-jährigen Merit. Sie schwänzt seit zwei Wochen täglich die Schule. Den Grund weiß sie jedoch selbst nicht so richtig, oder aber sie verdrängt es. Das ist am Anfang des Buches nicht so wirklich ersichtlich. Als sie nun bei ihrer Tour durchs Shoppingcenter einen hübschen, fremden Jungen sieht, ist sie völlig fasziniert von ihm. Warum auch immer, aber dieser Junge küsst Merit nach wenigen Sätzen spontan. Aber es ist nicht der Kuss, der sie aus der Bahn wirft, sondern ein bei ihm eingehender Anruf ihrer Zwillingsschwester Honor - denn diese ist mit Sagan zusammen. Doof nur, dass Sagan die beiden verwechselte und somit die falsche Schwester küsste.

Nach dieser Szene hatte ich gleich mal so ein schlechtes Gefühl, auf was die Geschichte hinsteuert. Aber weit gefehlt: die Liebesgeschichte ist in diesem Buch eigentlich nur im Hintergrund und auch nicht wirklich ausgeprägt. Der Fokus liegt auf Merits Familie, die es wirklich in sich hat.

Sie lebt mit ihrer Familie in einer ehemaligen Kirche, die der Vater umgebaut hat. Während ihre kranke Mutter im Keller haust, teilt sie sich den Rest mit ihrer Zwillingsschwester Honor, dem ein Jahr älteren Bruder Utah, dem 4-jährigen Halbbruder Moby, ihrer Stiefmutter Victoria (die denselben Namen hat wie ihre Mutter!) und ihrem Vater. Wirklich herzlich geht es innerhalb der Familie nicht zu und man merkt sofort, dass es einige Spannungen zwischen den Familienmitgliedern gibt. Nach und nach enthüllt Merit ihre Gedanken und es wird ersichtlich, welches schwere Päckchen sie zu tragen hat.

Das Buch ist ausschließlich aus Merits Sicht geschrieben, sodass wir einen guten Zugang zu ihren Gedanken haben. Viel möchte ich nicht sagen, da es zu viel spoilern würde. Dass Merit Probleme hat, ist sofort ersichtlich, denn niemand hat freiwillig das Hobby "ich kaufe mir einen Pokal nach einem schlechten Tag". Ihr einziger Lichtblick scheint Sagan zu sein, der Freund ihrer Zwillingsschwester. Ohne dass es Merit mitbekommen hat, ist dieser bei der Familie ins Gästezimmer gezogen. Sie versucht ihm so gut es geht aus dem Weg zu gehen, denn sie will ihre Schwester nicht hintergehen. Aber sie merkt, dass auch Sagan ein gewisses Interesse an ihr zeigt. Das Chaos ist also vorprogrammiert.

Merit fand ich teilweise ein wenig nervig und naiv. Nach einiger Zeit lernt man sie jedoch besser kennen und man ahnt, was es mit ihr auf sich hat. Hier spürte ich dann schon Mitleid mit ihr. Sie hat es mit ihrer Familie nicht einfach und Herzschmerz ist das letzte, was sie dann auch noch gebrauchen kann. Sie will sich schützen und das ist nachvollziehbar.

Mehr möchte ich eigentlich nicht sagen, weil wirklich jeder kleine Punkt das Leseerlebnis schmälern könnte. Ich bin froh, dass ich keinerlei Spoiler davor gelesen hatte.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und man fliegt von Seite zu Seite. Ich habe es an einem Nachmittag ausgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe auch das ein oder andere Tränchen verdrückt. Aus diesem Grund gibts von mir 5 von 5 Sternen.