Ein ganz toller Roman aus der Scheibenweltreihe! Rincewind ist wieder mit dabei, genauso wie seine Truhe, aber auch neue Charaktere tauchen hier auf. Ich lese die Bücher in der chronologischen Reihenfolge ...
Ein ganz toller Roman aus der Scheibenweltreihe! Rincewind ist wieder mit dabei, genauso wie seine Truhe, aber auch neue Charaktere tauchen hier auf. Ich lese die Bücher in der chronologischen Reihenfolge und obwohl mir die ersten Scheibenwelt-Bücher schon gut gefallen haben, finde ich, dass dieses Buch das erste mit wirklicher Handlung ist. Die ersten Bücher waren mehr episodenartig und wollten eben lustig sein, aber das hier verfolgt auch einen durchgehenden Handlungsstrang und es hat sich für mich "zusammenhängender" angefühlt. Witzig ist es aber natürlich auch. Und philosophisch. Und einfach fantastisch, wie die Scheibenwelt eben auch.
Das erste Buch, das ich von Gabrielle Zevin lese und direkt ein Volltreffer. Als Kind der 80er/90er Jahre kann man sich diesem Nostalgiestrom zurück in die frühe Konsolen- und Zockerzeit gar nicht entziehen. ...
Das erste Buch, das ich von Gabrielle Zevin lese und direkt ein Volltreffer. Als Kind der 80er/90er Jahre kann man sich diesem Nostalgiestrom zurück in die frühe Konsolen- und Zockerzeit gar nicht entziehen. Das Gefühl, die alten Computerspiele zu spielen, ist direkt wieder da. Und sich mit den Anfängen der Spieleprogrammierung der beiden Hauptfiguren zu beschäftigen, ist auch für ältere oder jüngere Leser total spannend.
Es geht um Sam und Sadie, die sich im Krankenhaus kennenlernen und dort über PC-Spiele kennenlernen. Jetzt, Mitte der 90-er Jahre, studieren beide an derselben Uni und beschließen gemeinsam Spiele zu entwickeln.
Was mir wirklich gut an dem Roman gefallen hat, ist die Abbildung des künstlerischen Prozesses der Spieleentwicklung. Das war extrem gut beschrieben, sodass man die hier entwickelten Spiele, obwohl man sie ja nie selbst gesehen hat, trotzdem genau kennt. Der Roman ist voller Anspielungen, selbst die Einteilung der Kapitel birgt Überraschungen. Die Experimentierfreude von Gabrielle Zevin finde ich klasse; sie hat sich hier einiges einfallen lassen, was ich so noch nie gelesen habe.
Ich mochte die Charaktere im ersten Teil des Buches sehr, von manchen war ich dann später nicht mehr so ganz überzeugt, beziehungsweise konnte ich ihre Art schwer nachvollziehen. Aber das ist ja an sich nichts Schlechtes. Trotzdem hatte das Buch für mich in der zweiten Hälfte ein paar Längen und ich habe es nicht mehr ganz so mitreißend empfunden. Am Schreibstil selbst lag das nicht, der war durchweg gut, durchweg erfrischend und unterhaltsam.
Letztendlich kauft man mit „Morgen, morgen und wieder Morgen“ ein gutes Stück Nostalgie und Retro-Feeling. Wem das absolut nicht gefällt, hat wahrscheinlich nicht ganz so viel Spaß an dem Buch, aber kann trotzdem eine tolle Geschichte lesen. Und für alle anderen: Das Buch lieber gleich heute, heute, und wieder heute lesen.
Segeln, Schweden, Spannung, so könnte man den Klappentext auch zusammenfassen. "In blaukalter Tiefe" hat auch alles davon: Mir haben die Beschreibungen des Segelns und der Natur sehr gut gefallen. Das ...
Segeln, Schweden, Spannung, so könnte man den Klappentext auch zusammenfassen. "In blaukalter Tiefe" hat auch alles davon: Mir haben die Beschreibungen des Segelns und der Natur sehr gut gefallen. Das wirkte beides sehr gut recherchiert und lebensnah.
Die handelnden Figuren dagegen waren mir teilweise unverständlich. Typisch deutsche Förmlichkeit und Distanziertheit zu Beginn, die dann schrittweise auftaut. Aber es ist auch eine seltsame Entscheidung mit einem Arbeitskollegen und dessen Frau Segeln zu gehen, zumindest dann, wenn man privat gar keinen Kontakt hat.
Mir hat das Buch von Kristina Hauff gut gefallen, da es interessant genug war, um immer weiter zu lesen, und weil es den Leser mitnimmt auf diesen Segeltrip (und ich das Thema Segeln und Reisen immer spannend finde). Die "überraschenden Wendungen", die auf dem Klappentext versprochen wurden, waren dann aber doch sehr verhalten. Vieles davon konnte man schon lange Zeit im Voraus ahnen.
Caroline war für mich die schwierigste Figur im Buch, weil ich sie irgendwie gar nicht verstehen konnte. Mit den anderen haben ich mir da leichter getan. Andreas, zum Beispiel, konnte ich gar nicht leiden, aber ich konnte nachvollziehen warum er so ist. Caroline war da einfach sehr eigen.
Fazit: "In blaukalter Tiefe" macht man jetzt vielleicht nicht die interessantesten Entdeckungen, bekommt aber ein wunderbares Setting, eine explosive Charaktermischung an Bord und ein insgesamt gut geschriebenes Buch. Und für Segelfans sowieso ein Muss.
Medusa, unter dem Namen kann sich jeder direkt etwas vorstellen. Schlangen auf dem Kopf, versteinernernder Blick. Aber wieso eigentlich? War sie schon immer so?
Diesen Fragen geht Natalie Haynes auf den ...
Medusa, unter dem Namen kann sich jeder direkt etwas vorstellen. Schlangen auf dem Kopf, versteinernernder Blick. Aber wieso eigentlich? War sie schon immer so?
Diesen Fragen geht Natalie Haynes auf den Grund und das sehr unterhaltsam. Ich mochte Medusa, ich mochte auch ganz besonders ihre Schwestern, die sie aufziehen. Die Art der Beziehung dieser drei Schwestern hat mir unglaublich gut gefallen. Das Buch steckt voller Perspektivwechsel, man steckt immer mal wieder im Kopf einer anderen Figur und vor allem steckt man dann immer auch in einer völlig anderen Denkweise. Jeder hat ja seine eigene Sicht auf die Dinge und die Protagonisten dieses Buches sind nicht alle menschlich, was für mich die Perspektivwechsel sehr unterhaltsam gemacht hat.
Ich konnte jeden im Buch mindestens ein bisschen nachvollziehen, aber insgesamt wird man schon in eine weibliche Sicht der Dinge gedrängt. Es ist ja momentan in, alte Geschichten und Sagen aus weiblicher Sicht zu erzählen und ich bin da meinstens skeptisch, weil ich nicht finde, dass jetzt immer alles so umgedeutet werden muss. Deshalb war ich auch bei "Stoneblind" anfangs skeptisch. Das Buch hat mir aber sehr gut gefallen und auch zum nachdenken angeregt.
Wer seine Kenntnisse zur griechischen Mythologie noch mal auffrischen möchte und dabei eine ganz andere Sichtweise kennenlernen will, ist hier richtig.
"Das Leuchten der Rentiere", das klingt irgendwie magisch und auch irgendwie weihnachtlich. Auch das Cover hat das gut zum Ausdruck gebracht. So besonders magisch fand ich das Buch beim lesen dann nicht. ...
"Das Leuchten der Rentiere", das klingt irgendwie magisch und auch irgendwie weihnachtlich. Auch das Cover hat das gut zum Ausdruck gebracht. So besonders magisch fand ich das Buch beim lesen dann nicht. Eher ernüchternd und realistisch, aber das macht das Buch nicht schlechter; im Gegenteil.
Ehrlich gesagt habe ich mich vorher noch nie wirklich mit der Geschichte der Samí beschäftigt, aber jetzt habe ich mich in das Thema mal eingelesen, angestoßen durch dieses Buch. Irgendwie unglaublich, dass das bisher an mir so vorbei gegangen ist.
Ich mochte an das Leuchten der Rentiere", dass man einfach in das Thema hineingeworfen bin. Es gibt zwar am Ende des Buchs ein kurzes Glossar von samischen Wörtern, aber längst nicht alle, die im Buch benutzt werden, werden erklärt.
Der Tod eines Rentiers erscheint mir als traurig, aber für die Samí Elsa ist es kein Tod, es ist ein Mord. Für sie haben Rentiere eine ganz andere Bedeutung. Dieser Ausgangspunkt der Geschichte war spannend und man kann das Buch gut und zügig lesen.
Mir hat auch die Handlung des Buches gut gefallen, aber wirklich besonders wird das Buch für mich dadurch, dass es mich auf das Thema der Samí gestoßen hat.