Profilbild von MuniMaus

MuniMaus

Lesejury Profi
offline

MuniMaus ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MuniMaus über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2026

Zwischen Konkurrenzkampf und großen Gefühlen am Big Apple

Selling Dreams
0

Selling Dreams von April Dawson ist der Auftakt der dreibändigen Beveyn-Boys-Reihe. Schon beim 1. Blick hat mich das wunderschön gestaltete Cover mit der Brooklyn Bridge und der Skyline von New York in ...

Selling Dreams von April Dawson ist der Auftakt der dreibändigen Beveyn-Boys-Reihe. Schon beim 1. Blick hat mich das wunderschön gestaltete Cover mit der Brooklyn Bridge und der Skyline von New York in den Bann gezogen. Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen und war für mich ein ganz klares Lesehighlight. Ich muss gestehen, dass es mein erstes Buch der Autorin ist und ich frage mich, wie es so weit kommen konnte?

April Dawsons Schreibstil ist flüssig und lebendig, schon von der ersten Seite taucht man direkt in das Immobilien-Setting ein. In Selling Dreams erleben wir Marissa Gallagher und Calder Bevyn, die in der New Yorker Immobilienbranche große Konkurrenten sind. Marissa ist tough und ehrgeizig, kämpft mit enormem Leistungsdruck, da sie sich in der Branche als Frau ständig beweisen muss. Sie schafft dennoch den Mega-Deal an sich zu reißen, zur Verärgerung ihres größten Konkurrenten Calder. Wenig später wird sie noch von Calders Bruder im Familienunternehmen eingestellt. Selbst als Kollegen lassen der Konkurrenzkampf und die Schlagabtausche der beiden nicht nach.

Es ist eine moderne Liebesgeschichte in der Stadt, die niemals schläft – für mich eine wunderbar umgesetzte Slow-Burn Enemies-to-Lovers-Traumbeziehung mit abwechselnden POVs. Tiefe Gefühle, viele Höhen und Tiefen, eine vielversprechende Mischung aus der New Yorker Immobilienbranche, einer starken weiblichen Protagonistin, Rivalität und ehrlicher Emotion versprechen prickelnde Spannung. Den Aufbau der Story und die Liebesgeschichte fand ich bis zum Ende sehr gelungen. Besonders gefallen hat mir, dass auch ernste Themen ihren Platz bekommen haben: von Mobbing, Traumata, psychologische Unterstützung, Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz sowie das Fehlen der Liebe der Eltern.

Kleiner Spoiler: Ich fand das Buch rundum perfekt, bis am Ende der Cliffhanger kam. Ich habe laut aufgeschrien und muss unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Nebencharaktere wurden gut ins Buch integriert, sodass man schon ahnen kann, welche Konstellation und welches nächste Pärchen miteinander agieren wird. Ich habe Marissa und ihre Mädelsgruppe genauso wie Calder und seine Geschwister geliebt. Auch wenn es mein erstes Buch der Autorin war, wird es sicher nicht das letzte bleiben. Ich habe es regelrecht verschlungen und kann es kaum erwarten, bis Band 2 erscheint. Eine ganz klare Leseempfehlung bzw. ein Lese-Muss von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 05.02.2026

Leider durch die Kurzgeschichte "Saint" Plot bereits bekannt

Woman Down
0

In „Woman Down“ fährt die Autorin Petra zum Schreiben und zur Inspiration für ein paar Wochen an einen 2 Stunden von ihrem Wohnort entfernten See und konzentriert sich dort ganz auf ihre Arbeit. Nach einem ...

In „Woman Down“ fährt die Autorin Petra zum Schreiben und zur Inspiration für ein paar Wochen an einen 2 Stunden von ihrem Wohnort entfernten See und konzentriert sich dort ganz auf ihre Arbeit. Nach einem regelrechten Shitstorm wegen ihrer ersten Buchverfilmung gerät sie in eine fast 2-jährigen Schreibblockade. Ihre Freundin Nora überredet sie, wieder zu ihrer alten Gewohnheit zurück zu kehren, um an einem neuen Buch zu schreiben. In einem Livestream mit Nora in einer geschlossenen Facebook-Gruppe erzählt Petra die Namen ihrer Protagonisten und gibt einen kurzen Einblick in ihre Idee. Zwei Tage später steht plötzlich und ganz unerwartet ein Polizist vor ihrer Tür am See, der ihrem männlichen Protagonisten exakt entspricht. Wenig später taucht sie und der Polizist in die Rollen ihrer Buch-Protagonisten, um ihre Geschichte zu "fühlen". Die Geschichte nimmt somit ihren Lauf und Petra erlebt dabei einige schöne wie auch unschöne Momente hautnah, um sie authentisch in ihrem Buch aufzuschreiben.

Ich hatte mich sehr auf das neue Buch „Woman Down“ von Colleen Hoover gefreut, da sie die Autorin ist, mit deren Büchern ich nach Jahren wieder meine Liebe zum Lesen entdeckt habe. Ich habe sehr viele Bücher von ihr gelesen, darunter auch ihr zuletzt erschienenes Buch „Nur noch wenige Tage“ mit den beiden Kurzgeschichten, u. a. der Geschichte „Saint“. Meine Sorge war, dass es sich um dieselbe Geschichte hier handeln wird. Leider war es auch so. Da ich die Geschichte bereits in der Kurzform gelesen hatte, war der Plot für mich bereits klar und nichts neues war dabei. Ich fand es echt schade, denn so hätte ich mir das Buch sparen können. Den Faktor Spannung kann ich daher hier nicht wirklich beurteilen. Trotzdem war es kein schlechtes Buch, obwohl die Szenen mir bereits bekannt waren. Den Einstieg mit dem Podcast zu Beginn fand ich hier jedoch etwas verwirrend, auch hatte ich ein paar moralische Bedenken im späteren Verlauf der Geschichte, besonders bezüglich Petras Gefühle und Handlungen. Ich denke, wenn man das Buch jedoch liest, ohne vorher die Kurzgeschichte zu kennen, ist es bestimmt recht spannend.

Ihre Bücher bleiben dennoch für mich etwas Besonderes: leicht lesbar, abwechslungsreich und unterhaltsam. Ich mag ihren flüssigen Schreibstil. Weil mir die Handlung bereits bekannt war, vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2026

Emotionales YoungAdult

Write Me for You
0

Ich muss gestehen, dass ich großen Respekt vor Tillie Coles Büchern habe, denn sie berühren mich emotional jedes Mal sehr tief. Tillie Cole ist bekannt dafür, ihre Leser zu Tränen zu rühren und zu fesseln.

Bei ...

Ich muss gestehen, dass ich großen Respekt vor Tillie Coles Büchern habe, denn sie berühren mich emotional jedes Mal sehr tief. Tillie Cole ist bekannt dafür, ihre Leser zu Tränen zu rühren und zu fesseln.

Bei „Write me for you“ war ich gespannt. Wie erwartet, fing es bereits von Anfang an sehr emotional an. Die 17-jährige June erhält die Diagnose Krebs im Endstadium. Ihre letzte Chance, den Krebs zu besiegen, wäre, an einer medizinischen Studie auf einer Ranch teilzunehmen und zu hoffen, dass die neue Therapieform bei ihr anschlägt. Vor der Erkrankung hatte sie große Träume, wie später einmal Autorin zu werden und die Liebe ihres Lebens zu finden. Sie gibt den Traum, Autorin zu werden und die große Liebe vorerst auf. Auf der Ranch trifft sie den ebenfalls erkrankten Jungen Jesse. Zwischen ihnen entsteht sofort eine tiefe Verbindung, die ihnen Halt gibt. June schöpft neuen Mut und wird von Jesse ermutigt, ihre gemeinsame Liebesgeschichte aufzuschreiben. Tillie Cole schreibt die Geschichte der beiden abwechselnd aus zwei POVs. Diese wird durch eine weitere Perspektive in Form von Junes Autorin-Geschichte ergänzt. In der Parallelgeschichte schreibt June die entstandene Liebesgeschichte, sowie den Sieg gegen den Krebs und was danach geschieht auf… June und Jesse nennen es ihr Paralleluniversum und halten sich an die Hoffnung, gemeinsam den Kampf gegen den Krebs zu besiegen…

Kleiner Spoiler: Coles Bücher haben oft ein emotional geladenes Finale. Dieses war vorhersehbar, aber dennoch nicht leicht zu verkraften. Tillie Cole lässt ihre Leser hier frei entscheiden, welches Ende sie persönlich für den Werdegang wählen. Im Vergleich zu ihren anderen Werken empfand ich "Write me for you" jedoch nicht als herausragend. Meiner Ansicht nach wurde der Weg auf der Ranch sowie der Krebs-­Kampf stark romantisiert, auch die intensive Liebesgeschichte zwischen den beiden schien im Vordergrund zu stehen. Alles drehte sich für mich eher um die verschönte Beziehung als um Tiefgang. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht.
Inhaltlich konnte mich das Buch deshalb nicht vollständig überzeugen. Für ein jüngeres Publikum könnte es gut funktionieren. Vom Schreibstil her kann man Tillie Cole jedoch nichts vorwerfen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2026

Mega spannend und gute Plots

Wenn sie wüsste
0

Ich muss gestehen, dass Thriller nicht zu meinem bevorzugten Genre gehört und ich nur dem Hype gefolgt bin, da ich demnächst den Film im Kino schauen werde.
Viele schwärmen von Freida McFaddens Büchern ...

Ich muss gestehen, dass Thriller nicht zu meinem bevorzugten Genre gehört und ich nur dem Hype gefolgt bin, da ich demnächst den Film im Kino schauen werde.
Viele schwärmen von Freida McFaddens Büchern und Geschichten. Mich hatte schon der Klappentext von „Wenn sie wüsste“ neugierig gemacht. Die Konstellation, dass das Hausmädchen Millie bei der wohlhabenden Familie arbeitet und wohnt, fand ich spannend und gruselig zugleich. Schnell bildete ich Partei für bestimmte Personen und wurde gegen Ende hin schön hinters Licht geführt. Jetzt weiß ich, dass man in Thrillern nicht zu früh urteilen sollte, denn es gibt nicht 1-2 Plots, sondern etliche. Das Buch hatte mich von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und lebendig, man kann sich das Ganze gut vorstellen.
Manche Plots waren vorhersehbar und andere wiederum nicht, sodass ich oft mit offenem Mund da stand, weil manche meiner Vermutungen am Schluss krass widerlegt wurden. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und habe es wirklich innerhalb weniger Stunden verschlungen. Gestern Abend begonnen und heute beendet.

Freida McFadden weiß, wie man gute Thriller schreibt und die Spannung konsequent hält. Nachdem ich das Buch gelesen habe bereue ich nur eine Sache, dass ich es nicht früher gelesen habe. Ich freue mich umso mehr, dass es noch 2 Folgebände mit Millie geben wird, die ich definitiv auch bald lesen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2025

Emotional und packend

Wenn der Frost dein Herz berührt
0

Ich bin ein unglaublich großer Brittainy Cherry-Fan und liebe alle Bücher, die ich bislang von ihr gelesen habe. „Wenn dein Frost dein Herz berührt“ ist der zweite und letzte Band der Coldest-Winter-Reihe. ...

Ich bin ein unglaublich großer Brittainy Cherry-Fan und liebe alle Bücher, die ich bislang von ihr gelesen habe. „Wenn dein Frost dein Herz berührt“ ist der zweite und letzte Band der Coldest-Winter-Reihe. Der erste Band war für mich ein absolutes Lesehighlight, daher hatte ich auch große Erwartungen an den zweiten Teil.

Zu Beginn war ich enttäuscht, weil ich dachte, es würde eine Fortsetzung mit den Charakteren aus dem ersten Band geben. Der zweite Band hat jedoch nichts mit dem ersten zu tun. Hier stehen die beiden Hauptprotagonisten Starlet und Milo im Mittelpunkt.

Starlet wird an ihrem 21. Geburtstag betrogen und trifft auf den fremden Typen Milo. Kurz darauf wird sie seine Nachhilfelehrerin und unterstützt ihn beim Lernen. Mit der Zeit entdecken beide, dass sie viel gemeinsam haben, wie den Verlust der geliebten Mutter und ihre Trauerbewältigung. Beide tragen ihre gewissen Päckchen mit sich. Sie entwickeln schnell eine Verbindung und fühlen sich zueinander hingezogen. Leider ist diese Liebe zwischen Schüler und Nachhilfelehrer verboten, was ihnen später zum Verhängnis wird. Brittainy greift neben diesem Aspekt auch eine Krankheit auf, die am Ende das Leben von Milo stark beeinflusst.
Das Buch war emotional und sensibel. Zu Beginn waren mir die intimen Szenen zu viel und zu präsent, hier hätte ich mir mehr Emotionen und Tiefe gewünscht. Es war kein schlechtes Buch, aber es konnte mich nicht ganz überzeugen, weil ich mir eine andere Geschichte erhofft hatte und den Trope der verbotenen Liebe nicht ganz mochte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere