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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2026

Unterhaltsame Geschichte rund ums Waschen, Kämmen und Frisieren

Waschen? Kämmen? Aber klar! Fürs Foto wollen wir schickes Haar!
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Der Hase hat Geburtstag und lädt seine Freunde ein, mit ihm zu feiern. Als Geschenk wünscht er sich ein Foto mit ihnen. Sie laufen aufgeregt nach Hause, wo ihnen Familienmitglieder erklären, dass sie sich ...

Der Hase hat Geburtstag und lädt seine Freunde ein, mit ihm zu feiern. Als Geschenk wünscht er sich ein Foto mit ihnen. Sie laufen aufgeregt nach Hause, wo ihnen Familienmitglieder erklären, dass sie sich für das Foto schick machen sollten. Und so wird gebadet, geföhnt und frisiert.

Waschen und kämmen ist für meinen Sohn aktuell eine spannende Angelegenheit. Immer wieder möchte er mit mir "Haare waschen" spielen und versucht, sich mit seiner Babybürste selbst die Haare zu kämmen. Dieses Buch greift das Thema auf unterhaltsame Weise auf. Meerschweinchen, Maus, Hamster und Eichhorn sind ganz schmutzig und struppig und werden zu Hause für die Hasenparty schick gemacht.

Jede Buchseite hat auf der rechten Seite eine Klappe und zeigt die Vorher-Nachher Situation beim hübsch machen. Die liebevolle Illustrationen zeigen wuselige und ruhigere Familiensituationen. Jedes Tier wird von einem anderen Familienmitglied frisiert - Mama, Papa, Oma und Opa kommen alle zum Zug, was ich schön finde. Hinter der letzten Klappe, welche die Aufstellung zum Foto zeigt, verbirgt sich schließlich eine lustige Überraschung. Ein wirklich schönes Buch rund ums Thema Wäschen, Kämmen und Frisieren für die Kleinsten!

Veröffentlicht am 12.02.2026

Ein Freundschaftsroman mit einem Davor und Danach

Spielverderberin
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Sophie stammt aus einer Bauernschaft im Süthland bei Bocholt und ist zum Studieren nach Köln gezogen. Eines Tages wird sie gemeinsam mit Romy von Lotte angechattet. Diese fragt, ob sie sich nicht zu dritt ...

Sophie stammt aus einer Bauernschaft im Süthland bei Bocholt und ist zum Studieren nach Köln gezogen. Eines Tages wird sie gemeinsam mit Romy von Lotte angechattet. Diese fragt, ob sie sich nicht zu dritt in der Heimat sehen wollen. Das Treffen ist kurz und merkwürdig, die drei haben sich seit vier Jahren nicht gesehen. Während Lotte in der Folge Sophies neue Mitbewohnerin in Köln wird, verschwindet Romy aus der Stadt und löscht ihre Onlineprofile. Immer wieder kehren Sophies Gedanken zu den vier Jahre zurückliegenden Ereignissen zurück, die alles verändert haben.

Der Roman beginnt mit dem ersten Treffen von Sophie, Romy und Lotte nach langer Funkstille. Die Gespräche der drei über ihr aktuelles Leben sind hölzern und ich merkte als Leserin schnell, dass sie nur wenige Gemeinsamkeiten teilen. Etwas Unausgesprochenes steht zwischen ihnen. Romy macht dazu nur Andeutungen, die Sophie in Unruhe versetzen.

In den Wochen nach dem Treffen hadert Sophie mit der Frage, wie sie ihre Zukunft gestalten will. Gehört sie wirklich in die Stadt und kann das Landleben hinter sich lassen? Auch Romys Wegzug aus Köln lässt sie nicht los. Geradezug obsessiv wartet sie auf irgendeine Nachricht, wohin es sie verschlagen hat. Auf einer zweiten Zeitebene erfuhr ich nach und nach mehr über die Ereignisse vier Jahre zuvor, welche die Beziehungen der drei jungen Frauen zueinander für immer geprägt haben. Eine gemeinsame Freundschaft gab es nie, sondern die Bande zwischen den Dreien haben sich durch das Erlebte mehrfach verschoben.

Immer wieder stellt sich Sophie die Frage, was wohl in ihrem Leben und mit ihrer Freundschaft zu Romy und Lotte geschehen wäre, wenn sie in entscheidenden Momenten andere Entscheidungen getroffen hätte. Gleichzeitig werden das Stadt- und das Landleben nebeneinander gestellt. Wer bleibt auf dem Land, wer geht und wer kommt zurück – und aus welchen Gründen? Gibt es hier ein richtig oder falsch, ein gut oder schlecht? Mich hat dieser Freundschaftsroman, in dem es ein Davor und Danach gibt, fesseln können, weshalb ich ihn gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 08.02.2026

Wird Sophia die tödlichen Prüfungen von Killmarth bestehen?

The Ordeals
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Sophia ist eine Illusionistin, doch ihre Magie einzusetzen erfordern hohen Kraftaufwand. Vor allem aber machen ein als Kind unterschriebener Vertrag und ein magisches Armband sie zur Gefangenen ihres Onkels. ...

Sophia ist eine Illusionistin, doch ihre Magie einzusetzen erfordern hohen Kraftaufwand. Vor allem aber machen ein als Kind unterschriebener Vertrag und ein magisches Armband sie zur Gefangenen ihres Onkels. Er zwingt sie, gefährliche Aufträge für ihn zu erledigen, während ihm das Armband immer ihren Standort verrät. Daher hat Sophia es sich in den Kopf gesetzt, Studentin der magischen Elite-Akademie Killmarth zu werden: Dort soll es Runen geben, die verhindern, dass ihr Onkel ihr folgen kann. Mit einer List gelingt es ihr, vom Botaniker Alden den Ort der Aufnahmeprüfung zu erfahren. Doch die sogenannte Feuerprobe ist nur die erste potenziell tödliche Prüfung, die alle erwartet, die in Killmarth studieren wollen.

Von der ersten Seite an war ich mitten in der Geschichte gefangen. Sie beginnt am Tag der Feuerprobe, an dem ausgewählt wird, welche magiebegabten jungen Erwachsenen zur Killmarth Akademie reisen werden. Dort warten die sogenannten Ordeals, weitere Prüfungen, durch welche ausgewählt wird, wer stirbt und wer an der Akademie studieren darf. Schon die Feuerprobe endet für einige tödlich.

Grundsätzlich hat mich irritiert, dass der Tod in diesem Buch einfach so hingenommen und als Auslese betrachtet wird. Wenn man das akzeptiert landet man in einer Geschichte voller hochspannender, weil eben lebensgefährlicher Momente. Dabei konnte ich Sophias Antrieb gut verstehen, den sie will sich endlich aus den Fängen ihres Onkels befreien. Die meisten anderen Anwärter, so auch Alden, stammen aus einflussreichen, magiebegabten Familien, die von ihren Nachkommen ein Studium in Killmarth schlichtweg erwarten.

Zwischen den Prüfungen bleibt immer wieder Zeit, etwas zu verschnaufen und Einblicke in das Leben in Killmarth zu erhalten. Sophia schließt Freundschaften und vor allem die Schlagabtausche zwischen ihr und Alden sind unterhaltsam. Von Beginn an ist klar, dass es sich hier um eine Enemies-to-Lovers Story handelt. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und ich habe mitgefiebert, wann sich die beiden ihre Gefühle zueinander eingestehen. Daneben bleibt aber noch genug Raum in der Geschichte für Geheimnisse, die aufgedeckt werden wollen und eine Mordserie, die spekulieren lässt, wer der Täter ist. Zwischendurch gibt es immer wieder sehr große Zufälle, durch welche die Handlung auf mich sehr konstruiert wirkte.

Das Tempo bleibt hoch und Gefahr droht von allen Seiten. Neben den tödlichen Prüfungen und einem frei herumlaufenden Mörder kommt bald noch eine weitere Bedrohung dazu. Diese sorgt zum Ende hin für zusätzliche Spannung und einen überraschenden Showdown, der die Brücke zum zweiten Band schlägt. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung empfehle das Buch an alle Fantasyfans weiter, die Lust auf eine Romantasy im Dark Academia-Setting haben.

Veröffentlicht am 07.02.2026

Kunterbunter Such- und Zählspaß

Kennst du das? 100 kunterbunte Sachen
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Wie viele Bananen sind auf der Seite mit den gelben Sachen abgebildet? Und wie viele Polizeiautos auf der Seite mit den blauen Sachen? In diesem kunterbunten, großformatigen Pappbilderbuch gibt es viel ...

Wie viele Bananen sind auf der Seite mit den gelben Sachen abgebildet? Und wie viele Polizeiautos auf der Seite mit den blauen Sachen? In diesem kunterbunten, großformatigen Pappbilderbuch gibt es viel zu entdecken. Die Doppelseiten sind jeweils voller gelber, oranger, roter, blauer, grüner, brauner und bunter Sachen. Manches ist nur einmal abgebildet, andere Sachen sind bis zu zehn Mal auf der Seite versteckt - mal größer und mal kleiner.

Mein einjähriger Sohn war von diesem Buch aufgrund der knalligen Farben von Anfang an begeistert. Er zeigt auf die verschiedenen Dinge und möchte sie benannt wissen. Viele Dinge kennt er schon, ich kann z.B. die Fragen "Wo ist der Affe?" Und "Findest du noch einen Affen?" stellen und er begibt sich auf die Suche. Dabei zähle ich mit, sodass neben dem Spaß beim Suchen und Entdecken auch das Zählen spielerisch gelernt wird. Die Auswahl der Bilder finde ich gut, viele motorisierte Dinge für die mein Sohn sich sehr begeistern kann wie Radlager, Feuerwehrauto und Traktor sind ganz groß abgebildet. Es gibt auch viele Tiere, Obst und Gemüse und Alltagsgegenstände wie Gummistiefel oder einen Luftballon. Aufgrund der intensiven Farben macht das Buch auch schon ab 1 Jahr Spaß. Später wird der Aspekt des Zählens vermutlich noch mehr in den Vordergrund rücken, sodass wir sicher lange Freude mit dem Buch haben werden!

Veröffentlicht am 01.02.2026

Schön gestaltetes Buch, doch die Botschaft wirft Fragen auf

Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte
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Der kleine Spatz träumt wie alle kleinen Spatzen davon, einmal eine große Amsel zu werden. Doch sein Vater erklärt ihm, dass er nur ein großer Spatz werden kann. Und die kleine Amsel träumt wie alle kleinen ...

Der kleine Spatz träumt wie alle kleinen Spatzen davon, einmal eine große Amsel zu werden. Doch sein Vater erklärt ihm, dass er nur ein großer Spatz werden kann. Und die kleine Amsel träumt wie alle kleinen Amseln davon, eine große Taube zu werden. Doch auch hier sagt die Mutter, dass sie nur eine große Amsel werden kann. So geht es in diesem Vorlesebuch ab 3 Jahren immer weiter, jeder kleine Vogel würde gerne eine andere, größere Art werden.

Die Gestaltung des Buchs ist wirklich wunderschön, doch die Botschaft der Geschichte wirft bei mir Fragen auf. Erst einmal wollen alle Vögel pauschal etwas anderes werden - wieso soll denn zum Beispiel jeder Spatz eine Amsel werden wollen? Nach der Leseprobe hatte ich eine Wendung erwartet, wie die Vögel vielleicht einen anderen Traum verwirklichen können und ihren Eltern damit zeigen, dass sie über sich hinauswachsen. Stattdessen wiederholt sich der Text mit zahlreichen Vogelarten bis hin zu einem Bruch in der Geschichte ganz am Ende. Da wird plötzlich ein Flugzeug personalisiert, das – Achtung, kleiner Spoiler - seinen Wunsch verwirklichen kann. Die Vögel erleben das mit, ihre Wünsche werden aber nicht mehr thematisiert. Für mich war das ein unbefriedigendes Ende und ich weiß nicht so Recht, was die Geschichte mir damit nun sagen will. Ich lese die Geschichte daher so vor, dass alle Vögel den Wunsch des Flugzeugs teilen, der sich dann am Ende für alle erfüllt.