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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

Auf dem Markt mit Möwe Emma

Möwe Emma im Gewimmel: Auf dem Markt
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Heute ist Markttag! Möwe Emma schaut sich die verschiedenen Stände genau an. Es werden Brötchen, Blumen, Käse, Obst und noch viel mehr verkauft. Doch was ist das? Der Trolley der alten Dame ist kaputt ...

Heute ist Markttag! Möwe Emma schaut sich die verschiedenen Stände genau an. Es werden Brötchen, Blumen, Käse, Obst und noch viel mehr verkauft. Doch was ist das? Der Trolley der alten Dame ist kaputt gegangen und sie hat ihre Einkäufe verloren. Zum Glück sind viele Marktbesucher und Emma schnell zur Stelle, um die verlorenen Sachen aufzusammeln.

„Möwe Emma im Gewimmel“ ist eine neue Reihe von Florian und Lena Mühlemann, in der es für die Kleinsten viel zu Entdecken gibt. Zum Start erscheinen die Bände „Auf dem Markt“ und „Am Meer“. Das Buch zum Markt überzeugt mit kräftigen Konturen und bunten Farben. Mir macht es Spaß, die verschiedenen Marktstände gemeinsam mit meinem Sohn zu erkunden. Es gibt viel zu entdecken: Lebensmittel, Menschen und Tiere. Das Buch ist wimmelig, ohne zu überladen zu wirken, sodass die Kleinen die Szenen auch aufnehmen können.

Die kurzen Texte auf jeder Seite sind in Reimform gehalten, wobei das letzte Wort zunächst fehlt. Das regt die Kleinen zum Mitdenken an – welches Wort wird gesucht? Die nächste Seite gibt jeweils die Auflösung. Die Situation mit der alten Dame, deren Einkäufe eingesammelt werden müssten, wobei alle fleißig mithelfen, fand ich sehr süß. Darauf baut die letzte Seite auf, auf welcher die aufgesammelten Lebensmittel noch mal groß zu sehen sind und benannt werden sollen. Zufrieden kann Emma schließlich weiterfliegen. Ein gelungenes Buch zum Thema Marktbesuch, das ich immer wieder gerne vorlese!

Veröffentlicht am 22.03.2026

Der Weg zum Chefsessel führt über ein Achtsamkeitsseminar

Einatmen. Ausatmen.
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Marlene Buchholz hat ihr großes Karriereziel beinahe erreicht: Der aktuelle CEO ihres Konzerns, Dr. Finckenstein, geht bald in den Ruhestand und will, dass sie seine Nachfolgerin wird. Dazu muss aber auch ...

Marlene Buchholz hat ihr großes Karriereziel beinahe erreicht: Der aktuelle CEO ihres Konzerns, Dr. Finckenstein, geht bald in den Ruhestand und will, dass sie seine Nachfolgerin wird. Dazu muss aber auch der Aufsichtsrat zustimmen, in dem es aufgrund ihrer wenig empathischen Art Bedenken gibt. Finckenstein schickt sie daher für zwei Wochen auf ein Achtsamkeits-Seminar bei dem bekannten Business-Coach Alex Grow in einem kleinen Schloss in Brandenburg. Widerwillig macht sich Marlene auf den Weg und steht sich bei ihrem Plan, möglichst wenig aufzufallen und einfach mitzumachen, selbst im Weg. Alex ist dennoch wild entschlossen, sie auf den richtigen Pfad zu führen, denn im Erfolgsfall winken weitere Aufträge. Dass er gerade selbst mit Panikattacken zu kämpfen hat, ist dabei nicht gerade hilfreich.

Ich habe selbst mal in der Führungskräfteentwicklung gearbeitet und bin inzwischen Führungskraft, weshalb ich die Ausgangssituation des Romans interessant fand. Wie wird Marlene, die ihr Leben ganz der Arbeit gewidmet hat und weder sich selbst noch anderen erlaubt, Schwäche zu zeigen, auf ein Intensiv-Achtsamkeitstraining reagieren? Dafür nach Brandenburg auf ein Schloss geschickt zu werden ist ein realistisches Setting (in meinem Konzern finden solche Kurse auf einer Burg im Siebengebirge statt). Dass sich allerdings hundertsiebzig Angestellte mit Yoga, Thalasso-Bädern und Energiearbeit um das Wohlergehen von zehn Teilnehmern kümmern sollen, fand ich amüsant überzeichnet.

Diese Ambivalenz zieht sich durch den Roman. Auf der einen Seite erhält man einen bodenständigen Roman über eine Protagonistin, die mit neuen Impulsen in einer ungewohnten Umgebung ihre bisherigen Denkmuster zu hinterfragen beginnt und den Zugang zu ihren eigenen Gefühlen sucht. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder bewusste Übertreibungen, welche die Handlung augenzwinkernd ins Absurde führen. Ich war mir nicht ganz sicher, ob der Autor das Thema Coaching nun auf die Schippe nehmen will oder nicht.

Den Schlagabtausch zwischen Marlene und Alex fand ich unterhaltsam und ich war neugierig, wie sich Alex eigener Gemütszustand auf die Ereignisse auswirkt. Lange habe ich erwartet, dass die Dinge gänzlich aus dem Ruder laufen. Doch das Gegenteil ist der Fall, im Laufe der Zeit wird die Geschichte immer wärmer und harmonischer. Es gibt viele schöne Momente des Zusammenhalts und der Besinnung. Das war für meinen Geschmack aber zu sehr heile Welt. Ich habe „Einatmen. Ausatmen“ gerne gelesen, doch aus der vielversprechenden Ausgangssituation hätte man noch mehr machen können.

Veröffentlicht am 19.03.2026

Ein Roman, der die Fabulierkunst feiert

Qwert
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Der Gallertprinz Quert Zuiopü ist schon mehrfach in ein Dimensionsloch gefallen. Erfreulicherweise sieht die neue Dimension, in der er diesmal gelandet ist, auf den ersten Blick ziemlich harmlos aus. Zu ...

Der Gallertprinz Quert Zuiopü ist schon mehrfach in ein Dimensionsloch gefallen. Erfreulicherweise sieht die neue Dimension, in der er diesmal gelandet ist, auf den ersten Blick ziemlich harmlos aus. Zu seiner Verwunderung ist er allerdings plötzlich ein Ritter – und zwar nicht irgendeiner, sondern Prinz Kalbluth aus den Abenteuerbüchern, die er in Zamonien so gern gelesen hat. Die Jungfrau in Not, die er kurz darauf retten kann, stellt sich allerdings schnell als Janusmeduse heraus, die den ganzen Kontinent versteinern will. Schon bald stolpert Quert von einer brenzligen Situation in die nächste. Ganz ohne zu essen und zu schlafen, dafür aber mit seinem tapferen Knappen Oyo Pagenherz und seinem geschickten Reitwürmchen Schneesturm.

Endlich wieder ein neues Buch aus der Feder von Walter Moers! Im vorherigen Roman „Die Insel der tausend Leuchttürme“ ging es zurück nach Zamonien, für meinen Geschmack hatte die Geschichten aber einige Längen. Diesmal befinden wir uns nicht direkt in Zamonien, sondern in einer anderen Dimension dieses Universums. Und Längen sucht man hier vergeblich. Prinz Kalbluth-Romane sind Schundromane aus Zamonien, und Quert steckt als Protagonist wieder Willen nun mittendrin. Insgesamt erlebt er 43 kurzweilige Abenteuer, zwischen denen absolut keine Zeit zum Verschnaufen bleibt.

Mich konnte das Buch hervorragend unterhalten. Unwahrscheinliche Zufälle sind genauso an der Tagesordnung wie plötzliche Szenenwechsel, und das voller Absicht. Die Geschichte feiert die Fabulierkunst und die Freude an seichter Unterhaltungsliteratur auf gelungene Weise. Fans der Moers-Romane erwartet außerdem ein Wiedersehen mit weiteren, bereits bekannten Charakteren, die es ebenfalls in diese Dimension verschlagen hat. Beim Lesen merkt man, wie viel Freude der Autor selbst daran hatte, diese Geschichte zu Papier zu bringen. Quert alias Prinz Kalbluth bleibt wirklich überhaupt nichts erspart und ich habe ihn gern durch seine verrückten Abenteuer begleitet, die in bekannter Moers-Manier illustriert sind. Ein Buch für alle, die nach einem fantastischen Roman suchen, der einfach nur Spaß macht!

Veröffentlicht am 16.03.2026

Ein Soundbuch für kleine Klassik-Fans

Hörst du "Die vier Jahreszeiten"?
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Beim Soundbuch „Hörst du - Die vier Jahreszeiten“ laden sechs Doppelseiten dazu ein, Vivaldis Musik kennenzulernen. Diese sind farbenfroh gestaltet – mit bunten Blumen, fröhlichen Tieren und Naturszenen. ...

Beim Soundbuch „Hörst du - Die vier Jahreszeiten“ laden sechs Doppelseiten dazu ein, Vivaldis Musik kennenzulernen. Diese sind farbenfroh gestaltet – mit bunten Blumen, fröhlichen Tieren und Naturszenen. Ein Knopf spielt jeweils einen Sound ab, wobei natürlich die bekanntesten Stellen der Vier Jahreszeiten herausgesucht wurden, die fast jeder kennt – zweimal Frühling, dann Sommer, Herbst und Winter. Auf der letzten Seite gibt es ein Suchspiel, hier werden abwechselnd fünf kurze Sounds gespielt, die ein Tiergeräusch enthalten, und das Kind soll auf das richtige abgebildete Tier zeigen.

Mein vierzehn Monate alter Sohn ist aktuell ein großer Fan von Soundbüchern, wobei wir bislang nur Bücher mit Tier- und Fahrzeuggeräuschen hatten. Da er aktuell gerne klassische Musik hört, war dieses Buch genau das richtige für ihn. Absolut positiv überrascht war ich von der ausgedehnten Länge der Sounds. Die Texte sind sehr kurz gehalten und geben eine knappe Beschreibung im Hinblick auf die Stimmung des Liedes, was völlig okay ist, da der Fokus hier auf der Musik liegt. Die Illustrationen gefallen mir sehr gut. Es gibt einige Dinge zu entdecken, ohne dass sie zu detailliert sind und die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten werden deutlich. Mein Sohn kann von dem Buch aktuell gar nicht genug bekommen, er sitzt wie ein kleiner Dirigent davor und spielt die Sounds wieder und wieder ab. Wenn eure Kleinen Soundbücher und klassische Musik mögen, dann kann ich euch dieses Buch wärmstens empfehlen!

Veröffentlicht am 07.03.2026

Einfache Rezepte, die der ganzen Familie schmecken

Cooking for Family
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„Cooking for Family“ von Julia Lanzke enthält 100 Rezepte für den Familienalltag. Es gibt Rezepte fürs Frühstück, Hauptmahlzeiten, Snacks und Desserts. Dazwischen gibt es immer wieder Seiten mit vielen ...

„Cooking for Family“ von Julia Lanzke enthält 100 Rezepte für den Familienalltag. Es gibt Rezepte fürs Frühstück, Hauptmahlzeiten, Snacks und Desserts. Dazwischen gibt es immer wieder Seiten mit vielen hilfreichen Tipps, wie man das Kochen im trubeligen Familienalltag gut bewältigen kann.
Die Rezepte sind wirklich einfach und werden von ansprechenden Fotos begleitet. Ich hatte sofort große Lust, vieles davon auszuprobieren. Daher gab es sofort Zucchini-Lasagne und Pesto-Nudelsalat mit Gurke und die nächsten Rezepte sind schon in Planung. Die Zutaten sind in jedem normalen Supermarkt erhältlich. Bei vielen Rezepten gibt es Tipps, wie man dem ganzen noch mehr Würze verleihen kann. So kann man variieren oder auch eine Kinder- und eine Erwachsenenportion erstellen. Wer einfache Rezepte sucht, die der ganzen Familie schmecken, ist hier definitiv richtig!