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NadKni

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2022

Ein Vampir kommt selten allein

This Charming Man
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Eigentlich gibt es keine Vampire, das wird auch den Redakteuren von The stranger Times immer wieder bei ihren Recherchen gesagt. Und doch häufen sich die mysteriösen Vorfälle mit diesen Wesen... und die ...

Eigentlich gibt es keine Vampire, das wird auch den Redakteuren von The stranger Times immer wieder bei ihren Recherchen gesagt. Und doch häufen sich die mysteriösen Vorfälle mit diesen Wesen... und die Mitarbeiter von The stranger Times wollen wissen, was dahinter steckt . Und schon steckt man mitten drin in einer rasanten, mysteriösen und sehr schwarzhumorigen Geschichte. Die Charaktere sind altbekannt aus dem ersten Buch, hier dürfen sie sich auch weiterentwickeln. So lässt sich z.B. Banecroft ein wenig von seinen Mitarbeitern erziehen und er findet Wege, wie er trotzdem ungestraft fluchen kann, ohne gleich von seiner Sekretärin abgestraft zu werden. Zudem kommen bei ihm immer mehr gefühlvolle Momente an die Oberfläche, wenn auch nur kurz, aber man ahnt, dass doch mehr Empathie in ihm steckt, als er zu zeigen wagt. Die Mitarbeiter liefen sich mit ihm schlagkräftige Auseinandersetzungen und auch das restliche Buch ist gespickt von humorvollen Dialogen. Die Handlung ist manchmal eher verwirrend, aber zum Ende des Buches passt alles wieder zusammen.
Das Ende ist allerdings eher offen gehalten und lässt somit auf den dritten Teil spekulieren!
Ich habe diesen Teil gerne gelesen und kann es nur empfehlen, allerdings sollte man den ersten Band auch gelesen haben. Freue mich auf den Abschluss der Triologie!
Ein kurzweiliges Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 22.09.2022

sehr zwiegespalten

Die Mauersegler
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Dieses Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Das Konzept hat mich begeistert, für jeden Tag des Lebens ein Kapitel zu gestalten. Und das das Buch nicht wirklich lustig wird, war angesichts der Thematik ...

Dieses Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Das Konzept hat mich begeistert, für jeden Tag des Lebens ein Kapitel zu gestalten. Und das das Buch nicht wirklich lustig wird, war angesichts der Thematik auch klar. Mir ist es sehr schwergefallen, diesen Roman zu lesen, die Sprache ist zum Teil sehr gehoben und bildgewaltig, dann wieder ziemlich derb. Der Protagonist Toni scheint alles und jeden zu hassen und das aus tiefstem Herzen, er ist frauenfeindlich, selbstbezogen, absolut unreflektiert und suhlt sich gerne in Selbstmitleid. Er hasst seinen Job als Lehrer, verachtet seine Kollegen und Schüler und phantasiert gern darüber, wie er der Schulleiterin Gewalt zufügt. Seine Exfrau scheint aber das Zentrum seiner Verachtung und seines Hasses zu sein. Ich konnte die Beschreibungen zum Teil nur schwer aushalten. Nach den ersten 150 Seiten bin ich dazu übergegangen, die Kapitel quer zu lesen, es entwickelt sich durchaus noch eine positivere Stimmung, aber Toni bleibt mir weiterhin sehr unsympathisch.
Das Cover finde ich sehr ansprechend, vor allem die Spiegelung macht das Cover attraktiv.

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Veröffentlicht am 13.09.2022

So viele Möglichkeiten!

Die Mitternachtsbibliothek
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Nora Seed auf ihrem Weg durch die Bibliothek ihres Lebens zu begleiten, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Es gibt so viele Möglichkeiten, so viele Leben, die gelebt werden können, es liegt nur an einem ...

Nora Seed auf ihrem Weg durch die Bibliothek ihres Lebens zu begleiten, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Es gibt so viele Möglichkeiten, so viele Leben, die gelebt werden können, es liegt nur an einem selbst !

Ein wundervolles, sehr zu Herzen gehendes Buch mit vielen Lebensweisheiten gespickt. Manchmal humorvoll, mal laut , mal leise, aber nie kitschig. Mich hat dieser Roman von der ersten Seite an gepackt und ich werde es bestimmt immer wieder mal zur Hand nehmen.

Ein absolutes Lieblingsbuch !

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Veröffentlicht am 13.09.2022

Ein sympathischer Kerl

Kerl aus Koks
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Die Geschichte um Paul Brenner beginnt 1951 in Bayern und endet Ende der 90iger Jahre auch dort, aber die prägenste Zeit seines Lebens verbringt Paul im Ruhrpott. Hier wächst er auf, lernt zu leben und ...

Die Geschichte um Paul Brenner beginnt 1951 in Bayern und endet Ende der 90iger Jahre auch dort, aber die prägenste Zeit seines Lebens verbringt Paul im Ruhrpott. Hier wächst er auf, lernt zu leben und zu lieben und findet seine Berufung bzw. mehrere Berufungen. Sein Werdegang ist unter anderem das, was das Buch so interessant macht, vom Tischler zum Bauzeichner, vom Bundesgrenzschutz zum Puppenspieler, vom Sänger und Songwriter zum Schauspieler. Paul hat viele Facetten und darf diese auch ausleben. Und es funktioniert, trotz aller Unkenrufe seiner Mutter. Paul macht einfach! Und findet so seinen Weg durchs Leben! Er lässt sich nicht verbiegen, bliebt immer er selbst. Das macht ihn sehr sympatisch und es bereitet Freude, ihn dabei zu begleiten!
Michael Brandner hat einen flüssigen Erzählstil, er nutzt oft Metaphern, um Ereignisse zu veranschaulichen und ein gutes Gesamtbild zu erzeugen. Das Cover finde ich sehr ansprechend, ein kleiner Junge, der Spaß am Leben hat und dem der Schalk im Nacken sitzt!
Paul hat mir beim Lesen oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert!

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Ein ungleiches Paar

Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe
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Mit Max Frisch und Ingeborg Bachmann begegnen sich zwei völlig unterschiedliche Menschen, die sich ineinander verlieben und sich über die Enttäuschungen aus vorherigen Beziehungen trösten wollen. Sie wollen ...

Mit Max Frisch und Ingeborg Bachmann begegnen sich zwei völlig unterschiedliche Menschen, die sich ineinander verlieben und sich über die Enttäuschungen aus vorherigen Beziehungen trösten wollen. Sie wollen sich beim Schreiben unterstützen und inspirieren und ziehen bald zusammen. Bettina Storks erzählt mit bildgewaltiger Sprache und auf poetische Weise von dem Schriftstellerpaar und ihrer Liebe, die bald geprägt ist von Bürgerlichkeit, nicht erfüllten Erwartungen, Streit, Eifersucht, Neid und Versöhnung. Es herrscht ein Ungleichgewicht zwischen den Beiden, jeder hat andere Vorstellungen von Nähe und Beziehungen. Beim Lesen wird man in diese Konflikte mit reingezogen, die Autorin schafft es sehr gut, dass man die Sichtweise beider Protagonisten gut nachvollziehen kann. In wechselnden Kapiteln wird aus Max und aus Ingeborgs Sicht erzählt, dass macht es verständlicher und beide bleiben einem sympathisch. Sehr schön dargestellt fand ich die Dialoge der Beiden, die sehr wohlklingend und poetisch geschrieben wurden. Es macht Lust, die Klassiker mal wieder aus dem Regal zu nehmen.

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