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Veröffentlicht am 16.07.2026

Spannender Start mit fadem Ende

Hope's End
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Riley Sagers Thriller Hope’s End klang anfangs nach einem absoluten Highlight: Das düstere Setting und die Konstellation rund um die zu betreuende Person, die vor Jahren die Morde an ihrer Familie begangen ...

Riley Sagers Thriller Hope’s End klang anfangs nach einem absoluten Highlight: Das düstere Setting und die Konstellation rund um die zu betreuende Person, die vor Jahren die Morde an ihrer Familie begangen haben soll und dies über 50 Jahre vehement abstreitet, haben sofort eine packende Atmosphäre erzeugt.
Es war absolut gelungen, zu Beginn nicht mit allen Informationen überladen zu werden, sondern alles nach und nach zu erfahren. Wobei ich mich an der einen oder andere Stelle schon gefragt habe, wann hier endlich die Auflösung kommt, da es irgendwann recht zäh wurde.
Leider hat sich die anfängliche Begeisterung im Laufe der Story ziemlich verändert. Kit ging mir nach einer Weile ein wenig auf die Nerven. Sie handelte zu unüberlegt, trat extrem verängstigt auf und war blind für ihre eigene Umwelt. Gerade als es um bestimmte Hinweise ging oder ‚seltsame‘ Vorkommnisse hätte ich mir gewünscht, dass sie mehr Initiative ergreift und nicht nur bei Lenora nachfragt.
Auch haben mich die übersinnlichen Elemente nicht wirklich überzeugt. Die Szenen waren zwar gut beschrieben, aber irgendwie hat mir hier das gewisse Etwas gefehlt, um mich wirklich zu schocken und auf diese Ebene zu holen.
Auch das Finale konnte mich nicht komplett abholen. Die Auflösung zog sich irgendwann wie Kaugummi – vor allem, weil man sich vieles davon ohnehin schon längst zusammengereimt hatte.

Was demnach spannend began, hat sich nach einer Weile mehr und mehr verloren und wirkte immer mehr wie eine Familiensage, die hier erzählt wird, statt dem Ganzen die richtige Würze zu verleihen.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Zu undurchsichtig und undurchdacht für mich

The Whispering Dead - Gravekeeper Band 1
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Ich persönlich liebe die Geistergeschichten von Darcy Coates, wobei ich ganz klar sagen muss, dass mich dieses Buch nicht ganz so abholen konnte.

Alles beginnt damit, dass Keira mit einer Kopfverletzung ...

Ich persönlich liebe die Geistergeschichten von Darcy Coates, wobei ich ganz klar sagen muss, dass mich dieses Buch nicht ganz so abholen konnte.

Alles beginnt damit, dass Keira mit einer Kopfverletzung mitten im Wald zu sich kommt und nur ihrem Instinkt folgt: lauf so schnell du kannst und bring dich in Sicherheit, denn du wirst verfolgt. Schutz findet sie kurz darauf bei einem älteren Herrn, der die Verfolger erfolgreich auf eine falsche Fährt schickt und ihr den Weg in die Kleinstadt öffnet. Dort findet Keira Freunde, vertraut sich denen an und findet schon bald heraus, dass sie mit Geistern kommunizieren kann.

Den Anfang des Buches fand ich ziemlich schwach und habe mich gefragt, ob man den Einstieg in die Hauptstory nicht besser hätte vermarkten können. Mir wirkte es zu plump und zu undurchdacht. Gerade, als sie ihren neuen Freunden erzählte, warum sie dort gelandet ist und dass sie besondere Fähigkeiten besitzt. Denn aufgrund der Umstände fand ich dieses Verhalten sehr fragwürdig.
Nachdem ich mich auf die Geschichte eingelassen hatte, wurde es nur wenig besser. Ich selbst bin kein großer Freund von der Serie Ghost-Whisperer und nachdem das Buch immer mehr in diese Richtung abdriftete, konnte es mich auch immer weniger abholen. Denn was hier passiert, lässt sich recht kurz beschreiben: Sie weiß nichts über sich selbst, weiß aber ganz genau über die Fähigkeiten Bescheid. Keira trifft auf vollkommen Fremde, mit denen sie innerhalb kürzester Zeit tiefe Freundschaften schließt und denen sie sich zu schnell anvertraut. Mit allem. Und dennoch halten die beiden an ihr fest, halten sie nicht für irre und unterstützen sie dabei. Die Verfolger sind da schon wieder vergessen und tauchen nur nochmal ganz kurz auf – in einem Nebensatz, warum der alte Herr sie aus der Stadt haben möchte. Doch sie bleibt. Aufgrund der Fähigkeiten und der Bitte, in dem kleinen Örtchen aufzuräumen und die Geister ins Licht zu führen, obwohl niemand wusste, dass es dort Geister gibt, bis sie da war…

Für mich ist diese Serie nichts, aber vielleicht spricht es dennoch andere Leser an?
Kennt ihr das Buch vielleicht ober habt es selbst gelesen?

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Wenn selbst der verträumteste Ort zu einer blutigen Kulisse wird

Im freien Fall
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Der zweite Band spielt einige Jahre nach Band 1. In dieser Zeit gab es einige Veränderungen im Leben von Colin und Laura, die in den ersten Kapiteln aufgerollt werden, so dass ich als Leser ein sehr umfassendes ...

Der zweite Band spielt einige Jahre nach Band 1. In dieser Zeit gab es einige Veränderungen im Leben von Colin und Laura, die in den ersten Kapiteln aufgerollt werden, so dass ich als Leser ein sehr umfassendes Bild der aktuellen Lebenssituation und Gefühlswelt der beiden hatte.
Gleichzeitig sind diese Ereignisse aber auch die Grundlage für die Geschichte in Band 2, was ich wirklich sehr gelungen fand. Da zum Beispiel der Schmerz nicht aktiv beschrieben wurde, sondern durch Handlungen und Reaktion sehr gut veranschaulicht wurde.

Anfangs war ich ein wenig traurig, weil ich den beiden so sehr ihr Glück gewünscht hatte und der Verlust bei beiden seine Spuren hinterlassen hat. Da ich nicht zu viel verraten möchte, sage ich nicht, wie es sich weiterentwickelt und wie sich der Schmerz im Laufe des Buches verändert – oder eben nicht 😉
Was ich aber verraten kann: Colin war wirklich super und ich fand seine Stärke, Willenskraft und den aufgebrachten Mut klasse.

Das Setting in diesem Buch ist sehr gelungen. Gerade weil ich hier eine so schöne malerische und ruhige Gegend vor Augen hatte, wo ich mir dachte ‚ohh….ein so wunderbarer und ruhiger Erholungsort‘, bis die Realität eintraf und mich vollkommen kalt erwischte.
Einige Ereignisse waren mit einer gewissen Brutalität einhergegangen, sodass gleich klar war, wie ernst der Täter es hier meint und zu was er alles bereit ist.

Neben den verschiedenen Perspektiven von Laura und Colin gab es auch wieder die des Täters. Für mich war es spannend, diese zu verfolgen und zu sehen, welche Überraschungen mich hier noch erwarten werden und wie bestimmte Punkte am Ende das komplette Bild ergeben.
Kurzzeitig war ich gegen Ende des Buches verwirrt, weil ich verschiedene Theorien im Kopf hatte, die irgendwie alle nicht zueinander gepasst haben und ich dann auch Anfang an mir zu zweifeln. Daher hat mich die Auflösung völlig kalt erwischt. Im positiven Sinne!!

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Die Story war mir zu flach und die Charaktere zu anstrengend

Das Event
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Nachdem das Buch bei einigen so hoch gelobt wurde, war für mich klar: Ich muss ihm unbedingt eine Chance geben. Vor allem nachdem es hieß, dass Stephen Kings ‚The Shining‘ darin zum Leben erweckt wird, ...

Nachdem das Buch bei einigen so hoch gelobt wurde, war für mich klar: Ich muss ihm unbedingt eine Chance geben. Vor allem nachdem es hieß, dass Stephen Kings ‚The Shining‘ darin zum Leben erweckt wird, führte hier kein Weg dran vorbei.
Doch ob dieser Hype um das Buch nicht vielleicht doch etwas zu viel des Guten ist….

Fangen wir zunächst beim Handlungsort Helgoland an, wo ich wirklich sehr gespannt war, da ich bislang recht wenig Bücher aus dem Norden Deutschlands kenne und aktuell der Eindruck entsteht, dass dieser für Krimis und Thriller immer attraktiver wird.
Deshalb fand ich es recht interessant zu lesen, wie das Leben hier dargestellt wird, wie die Verbindung zum Festland ist und wie nah sich die Bewohner stehen. Das spätere beschriebene Event und dessen Handlungsort waren sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt. Gerade die Familie, dessen Traum kurz vor dem Aus steht und die versuchen, durch neue Ideen ihren Lebensunterhalt zu sichern, hat daher sehr gut gepasst.

Was mich allerdings komplett aus dem Konzept gebracht hatte, waren die beiden Ermittlerinnen. Gerade Leandra hatte bei mir sehr starke negative Gefühle ausgelöst, dass ich selbst alles dafür getan hätte, mehrere Tausende Kilometer weit weg von dieser Frau zu sein. Denn statt hier auf eine starke Persönlichkeit zu treffen, sehen wir eine Person, die sehr nah am Wasser gebaut ist und sich zu sehr in ihren Handlungen von Hormonen leiten lässt. Nach wenigen Kapiteln empfand ich sie nur noch als unausstehlich, anstrengend und als Jemanden, der alle Personen im Umfeld mit ins Verderben zieht.
Maxi hat es mir da auch nicht leichter gemacht, da auch sie mitunter unüberlegt handelte und sich zu sehr hat beeinflussen lassen.

Was mir ebenfalls bei diesem Buch fehlte, war die Spannung. Erst im letzten Drittel / Viertel fand das Ereignis statt und war dann auch so plump in dessen Ausführung, versuchten Vertuschung und den Ermittlungen, dass bei mir das wirkliche Interesse schon längst am nächsten Buch hing.

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Atmosphärisch sehr gelungen und spannende Geschichte

No Place Left to Hide
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Nachdem ich das erste Buch von der Autorin nicht so gelungen fand, wollte dem zweiten Buch dennoch eine Chance geben. Gerade, weil mich der Klappentext so sehr angesprochen hat.

In dem Buch treffen wir ...

Nachdem ich das erste Buch von der Autorin nicht so gelungen fand, wollte dem zweiten Buch dennoch eine Chance geben. Gerade, weil mich der Klappentext so sehr angesprochen hat.

In dem Buch treffen wir auf Brooke, dessen Freundin Claire vor einigen Monaten tödlich verunglückte. Seither ist nichts mehr so wie es war, da sie – nachdem das Unglück als Unfall eingestuft wurde –immer wieder seltsame Anrufe von Anonym erhält und ihr weitere angsteinflößende Dinge wiederfahren.
Als Leser erfahren wir noch nicht, was in jener schicksalhaften Nacht geschah und warum diese Person glaubt, dass Brooke Schuld an Claires Tod haben soll. Dies wird erst nach und nach aufgerollt, da ihr Stalker ihr bei der letzten Party folgt und sie bedrängt, während sie mit ihrer besten Freundin Jenna auf dem Heimweg ist.

Wer sich genau hinter Anonym verbirgt, war mir relativ zeitnah bewusst. Allerdings hätte ich auch nicht mit dieser kompletten Auflösung gerechnet. Daher fand ich auch die Umsetzung und die hineingesteckten Ideen zur Aufklärung wirklich gut gelungen.
Ebenso fand ich den Wechsel zwischen damals und heute wirklich gut gelungen, da ich auf der einen Seite wissen wollte, wie die Teenager in diese Situation geraten sind und auf der anderen Seite, was in den actiongeladenen Szenen der Gegenwart passiert.

Wer da noch keine Gänsehaut bekommt – ich weiß ja nicht. Diese beschriebenen Aspekte haben mich immer wieder an ‚Pretty Little Liars‘,‚Joy Ride‘ und diverse #TrueCrime – Dokumentationen erinnert, wodurch ich die Geschehnisse umso spektakulärer fand.
Vielleicht ist es aber auch die Faszination, dass man trotz weniger Handlungsorte und Charakteren, einem kurzen Zeitstrahl sowie einem sehr flüssigen und großartigen Schreibstil einen sehr atmosphärischen Roman erschaffen kann.

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