Spannender Start mit fadem Ende
Hope's EndRiley Sagers Thriller Hope’s End klang anfangs nach einem absoluten Highlight: Das düstere Setting und die Konstellation rund um die zu betreuende Person, die vor Jahren die Morde an ihrer Familie begangen ...
Riley Sagers Thriller Hope’s End klang anfangs nach einem absoluten Highlight: Das düstere Setting und die Konstellation rund um die zu betreuende Person, die vor Jahren die Morde an ihrer Familie begangen haben soll und dies über 50 Jahre vehement abstreitet, haben sofort eine packende Atmosphäre erzeugt.
Es war absolut gelungen, zu Beginn nicht mit allen Informationen überladen zu werden, sondern alles nach und nach zu erfahren. Wobei ich mich an der einen oder andere Stelle schon gefragt habe, wann hier endlich die Auflösung kommt, da es irgendwann recht zäh wurde.
Leider hat sich die anfängliche Begeisterung im Laufe der Story ziemlich verändert. Kit ging mir nach einer Weile ein wenig auf die Nerven. Sie handelte zu unüberlegt, trat extrem verängstigt auf und war blind für ihre eigene Umwelt. Gerade als es um bestimmte Hinweise ging oder ‚seltsame‘ Vorkommnisse hätte ich mir gewünscht, dass sie mehr Initiative ergreift und nicht nur bei Lenora nachfragt.
Auch haben mich die übersinnlichen Elemente nicht wirklich überzeugt. Die Szenen waren zwar gut beschrieben, aber irgendwie hat mir hier das gewisse Etwas gefehlt, um mich wirklich zu schocken und auf diese Ebene zu holen.
Auch das Finale konnte mich nicht komplett abholen. Die Auflösung zog sich irgendwann wie Kaugummi – vor allem, weil man sich vieles davon ohnehin schon längst zusammengereimt hatte.
Was demnach spannend began, hat sich nach einer Weile mehr und mehr verloren und wirkte immer mehr wie eine Familiensage, die hier erzählt wird, statt dem Ganzen die richtige Würze zu verleihen.