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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2020

Buch für Zwischendurch

Die Romanfabrik von Paris
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Alexandre Dumas, der Autor von „Die Drei Musketiere“, veröffentlicht in seiner Zeitung fortlaufend Weiterführungen seiner Romane. Plötzlich werden allerdings von einem seiner vierzig Angestellten geheime ...

Alexandre Dumas, der Autor von „Die Drei Musketiere“, veröffentlicht in seiner Zeitung fortlaufend Weiterführungen seiner Romane. Plötzlich werden allerdings von einem seiner vierzig Angestellten geheime Staatsgeheimnisse geleakt und Dumas muss sich ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin Anna Moll verbünden, Hals über Kopf aus Paris fliehen und auf den Weg nach London machen, um dem Übeltäter das Handwerk zu legen. Es entsteht eine verstrickte Verfolgungsjagd durch ganze Europa – und ein Wettlauf gegen die Zeit.
Das Cover hat mich auf den ersten Blick total angesprochen und ich bin ein großer Fan davon. Der türkise Farbverlauf im Hintergrund und die goldenen Ranken auf den Seiten bilden eine mystische und geheimnisvolle, aber auch eine edle Atmosphäre. Diese passt perfekt zu dem Buch, denn auch die Geschichte ist mystisch und manchmal geheimnisvoll, aber auch edel.
Die Protagonisten Alexandre Dumas und Anna Moll hatte ich schnell ins Herz geschlossen, auch wenn meine Sympathie gegenüber Anna manchmal ins Wanken geraten ist. Mit Abschluss des Romas haben beide eine große Charakterveränderung hinter sich, was ich sehr schätze.
Dumas als anfangs vielleicht etwas selbstverliebter Typ entpuppt sich als offenherziger und auch hilfsbereiter Mensch, wenn es um seine Bekannten geht. Mir ist er mit Laufe der Geschichte immer sympathischer geworden und seine lustige Art hat mich öfters zum Lachen gebracht.
Anna war für mich Anfangs eine sehr schwierige Person, da ich nicht wirklich Sympathie für sie empfinden konnte. Aber auch das hat sich geändert und sie ist mir, genauso wie Dumas und viele andere Charaktere, ans Herz gewachsen.
Mein absoluter Lieblingscharakter ist wohl der kleine Prinz Albert, der leider viel zu kurz kam. Ich hätte sehr gerne mehr von ihm gelesen :(
Die Sprache ist sehr bildhaft und der Schreibstil ist sehr tragisch. Was ich schön fand, waren die Ortsbeschreibungen, auch wenn sie öfters etwas (sehr) lang ausgefallen sind. (Das war dann schon etwas anstrengender zu lesen.)
Was mich leider echt an dem Buch gestört hat, waren die Spannungsauf- und Abbaue. Für mich war die Spannungskurve nie wirklich gehalten oder fortlaufend steigend und auch mit dem Ende war sie nicht auf dem Niveau, das ich mir erwünscht hatte. Immer wieder ist sie während den spannenden Teilen abgefallen, was ich nicht so gut fand. Aber natürlich hier jedem das Seine :)
Der Wendepunkt und das Ende kamen beide sehr überraschend und abrupt. Bin ich nicht wirklich ein Fan von. Ebenfalls hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass der Autor schnell ein Ende haben wollte, das die meisten Leser zufrieden stimmen würde. Mich leider nicht wirklich :(
Ansprechen würde ich gerne noch, dass ich den Klappentext nicht ganz zutreffend finde, weil ich beim Lesen von diesem dachte, dass es eher in Richtung „Ermittlungen“ geht. War leider nur klein wenig der Fall. Es geht eher um eine Schatzsuche, die nebenbei noch zu einer Verfolgungsjagd zwischen Gut und Böse mutiert. (Ganz grob zusammengefasst)
Mein Fazit: Das Buch wird nicht mein neues Lieblingsbuch, aber ich werde es auch nicht in die Hölle verbannen. Es ist eine angenehme und meist lustige Lektüre, die man für Zwischendurch schon lesen kann.


  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 14.09.2020

spannend bis zum Ende

Das Schicksal der Henkerin
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Die ehemalige Henkerin Melisande lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern ein ruhiges Leben. Eines Tages erreicht sie der Hilferuf eines Mannes, der sich als ihr längst verstorbener Bruder Rudger ...

Die ehemalige Henkerin Melisande lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern ein ruhiges Leben. Eines Tages erreicht sie der Hilferuf eines Mannes, der sich als ihr längst verstorbener Bruder Rudger entpuppt. Dieser sitzt unschuldig im Kerker von Esslingen und muss von ihr gerettet werden. Gemeinsam mit einem Plan stürzt sich Melisande ins Ungewisse und muss bald feststellen, dass nichts wie angenommen ist.

Das Cover hat einen perfekten mittelalterlichen Stil – und vor allem die Gotische Versalien, mit denen das Wort „Henkerin“ geschrieben wurden, verschaffen dem Ganzen den perfekten Feinschliff.
Der Schreibstil ist gut zum Reinkommen und auch nicht schwer zu verstehen.
Viele Charaktere habe ich von Anfang an in mein Herz geschlossen, wie zum Beispiel Melisandes Kinder, Gertrud und Antonius. Die Beiden wirken viel älter, als sie sind und stecken voller Mut und Überraschungen. Auch den jungen Grafen Ottmar und seinen Bruder Nicklas habe ich liebgewonnen und finde es etwas schade, dass sie erst etwas später im Buch eine Rolle bekommen haben. Melisande, als tapfere, mutige und unerschrockene Frau, kann ich einfach nur bewundern und versuchen, mir eine Scheibe von ihren guten Seiten abzuschneiden. Aber auch sie hat mit Ende der Geschichte eine wichtige Lektion gelernt.
Wirklich angesprochen hat mich an dem Buch, dass der Spannungsbogen gehalten wird und immer etwas Neues passiert. Es wird nie langweilig und man fiebert die ganze Zeit über mit.
Da ich erst zu spät erfahren habe, dass es vorherige Bände der Reihe gibt, war ich zuerst ein bisschen verunsichert. Doch auch ohne Vorgeschichte kann man super in das Buch eintauchen und man muss den Protagonisten einfach die Daumen drücken.
Ich fand das Buch echt spannend und empfehle es weiter! (Auch als Buch zum zwischendurch Lesen) Ich persönlich werde mir auch noch die vorherigen Bände bei nächster Möglichkeit holen.


  • Cover
  • Handlung
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Thema
Veröffentlicht am 29.08.2020

Unglaublicher Reihenauftakt

Midnight Chronicles - Schattenblick
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Die junge Huntress Roxy hat eine scheinbar unmögliche Aufgabe. 449 entflohene Seelen muss sie in 449 Tagen zurück in die Unterwelt bringen. Ansonsten landet sie unfreiwillig selbst dort. Zeitgleich versucht ...

Die junge Huntress Roxy hat eine scheinbar unmögliche Aufgabe. 449 entflohene Seelen muss sie in 449 Tagen zurück in die Unterwelt bringen. Ansonsten landet sie unfreiwillig selbst dort. Zeitgleich versucht sie ihren verschwundenen Bruder aufzuspüren und zu allem Überfluss begegnet sie auch noch Shaw, dem sie kurzerhand das Leben rettet und der seitdem keine Erinnerungen an sein altes Leben hat. Aber auch das ständige Herzklopfen und die Anziehung zu ihm machen es Roxy nicht gerade leichter…

Nachdem ich leider Gottes nicht bei der Leserunde dabei sein durfte, musste ich mir das Buch möglichst schnell selbst besorgen und als mir es dann auch noch durch Zufall in die Hände gefallen ist, konnte ich mein Glück nicht glauben.
Das Cover schaut einfach unglaublich aus und vor allem die glitzernde Schrift auf dem blau-weißen Hintergrund finde ich wunderschön. Als ich das Buch das erste Mal aus der Nähe betrachtet habe, dachte ich, dass die leichten Kleckse rund um paar Buchstaben ein Fabrikats Fehler seien, bis ich bemerkte, dass sie gewollt sind. Es passt einfach alles zusammen.
Was mich unendlich berührt hat, war die Widmung am Anfang des Buches. Ich kann gar nicht genau sagen, was mich so daran berührt, aber wahrscheinlich, dass die Beschreibung einfach eins zu eins zum Buch passt.
Roxy hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Nicht nur finde ich sie sympathisch, weil wir offenbar das gleiche Fable für Essen teilen – nein, Roxy ist einfach eine unfassbar lustige und humorvolle Person. Für ihre Freunde würde sie alles tun – selbst ihr Leben riskieren. Auch steht sie für ihre Fehler ein und versucht sie zu lösen. Was ich besonders schön an ihrem Character finde, ist, dass sie im Laufe der Geschichte eine riesige Veränderung durchmacht. Während sie anfangs noch eher auf sich allein gestellt arbeitet, vertraut sie am Ende immer mehr Leuten und nimmt deren Hilfe an.
Natürlich haben mir es auch andere Charaktere angetan. Wie zum Beispiel Giselle, auch wenn sie nur ganz kurz in der Geschichte vorkommt. Ihre Geschichte ist einzigartig und ihren Mut, ‚Nein‘ zu sagen, bewundere ich.
Als extra Topping obendrauf gibt es auch noch Roxy und Shawn auf zwei kleinen Kärtchen, die sich im Buch als 'Lesezeichen' super eignen, gezeichnet. Als mir die in die Hände gefallen sind, konnte ich nicht anders, als zu staunen.

‚Schattenblick‘ ist ein unglaublich fesselnder Reihenauftakt, der für jeden ein Zuhause birgt, der sich ein bisschen in der Welt der Magie verstecken möchte. Ich kann es kaum erwarten, die nächsten Bände zu verschlingen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2020

Toppt Band 1 um Vieles

Save You
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Rubys Gefühle spielen verrückt. Noch nie hat sie bei jemandem so gefühlt, wie bei James, aber was er getan hat, ist für sie unverzeihlich.
Kaum hat sie wieder ein bisschen Kontrolle in ihr Leben gebracht, ...

Rubys Gefühle spielen verrückt. Noch nie hat sie bei jemandem so gefühlt, wie bei James, aber was er getan hat, ist für sie unverzeihlich.
Kaum hat sie wieder ein bisschen Kontrolle in ihr Leben gebracht, steckt James alles daran, sie wieder zurück zu bekommen. Und während sie selbst zu kämpfen hat, stellt sich das Schicksal am Ende anscheinend wieder mal gegen sie.

Schon der erste Teil der Maxton-Hall-Trilogie hat mich in seinen Bann gezogen und umso erfreuter war ich, als ich endlich den zweiten Band in den Händen hielt. Mona Kasten entführt uns noch tiefer in das Gefühlschaos von Ruby und James und verleiht ihren Charakteren eine noch faszinierende Persönlichkeit als schon im ersten Band. Ebenfalls werden Themen wie Adipositas und Jugend-Schwangerschaften angesprochen – was dem Buch, meiner Meinung nach, schon einen fetten Pluspunkt verschafft.
Schon im ersten Band wurde ich ein großer Fan von Rubys Schwester Ember, also habe ich mich wie ein kleines Kind gefreut, dass nun auch Embers Geschichte erzählt wird. Besonders fasziniert hat mich Embers Umgang mit dem Thema Fettleibigkeit. Mit ihrer offenen Art und ihrer Freundlichkeit muss man sie einfach ins Herz schließen. Genauso schön fand ich auch die Kapitel, die aus Lydia Perspektive erzählt sind.
Nur selten erlebt man, dass die Bücher bei einer Buchreihe immer besser werden. Oft ist die Handlung nicht mehr nachvollziehbar und einfach nur noch konfus – so aber nicht bei dieser Reihe.
Anders als das erste Buch, wird im zweiten viel, viel mehr auf die Persönlichkeiten der Charaktere eingegangen und man hat nicht mehr das Gefühl in einer typischen und klischeehaften Highschool-Romanze zu stecken. Die Geschichte nimmt einen neuen Weg an, den man noch nicht sooft gelesen hat. Für mich war das eine sehr schöne Erfrischung.
Was ich leider Gottes erst im Nachhinein entdeckt habe (und das hat mich ziemlich geärgert!), dass es im Buchumschlag eine Playlist gab. Ich habe das schon bei vielen anderen Büchern gesehen, aber bis jetzt fand ich es nicht so toll. Dieses Mal haben die Lieder aber super zu Geschichte gepasst, was mich, als Musikantin, sehr gefreut hat. Dicker fetter Pluspunkt!
Empfehlen würde ich dieses Buch auf jeden Fall. Es ist zwar kein anspruchsvoller Lesestoff (man kann Rubys und James Geschichte auch nebenbei in kleineren Happen genießen), aber meiner Meinung nach lohnt es sich, dieses Buch gelesen zu haben.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den dritten Band und hoffe, dass sich Mona Kasten nochmals übertrifft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2020

Witzig, romatisch und ein klein bisschen traurig

Save Me
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Ruby Bell, das unscheinbare und zielstrebige Mädchen, hat ein großes Ziel vor Augen: Oxford. Um dieses zu erreichen, besucht sie das Maxton Hall College und führt dort das Leben eines Geistes. Doch eines ...

Ruby Bell, das unscheinbare und zielstrebige Mädchen, hat ein großes Ziel vor Augen: Oxford. Um dieses zu erreichen, besucht sie das Maxton Hall College und führt dort das Leben eines Geistes. Doch eines Tages sieht sie etwas, was nicht für ihre Augen bestimmt war – und zieht somit die Aufmerksamkeit von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges und arrogantestem Typen schlecht hin, auf sich. Um sie zum Schweigen zu bringen, heftet sich James auf ihre Fersen und lässt nichts unversucht. Ungewollt rutscht sie immer mehr in seine Welt und schon bald können sie und ihr Herz nicht mehr entkommen.

Als mir eine Freundin vor knapp einem halben Jahr dieses Buch empfohlen hat, war ich nicht sehr überzeugt davon. Ich bin normalerweise kein großer Fan von glitzernden Covers, aber als mich das Buch vor ein paar Tagen im Bücherladen regelrecht angesprungen ist, habe ich der Geschichte eine Chance gegeben – und habe das auf gar keinen Fall bereut.
Mona Karsten hat einen sehr angenehmen und humorvollen Schreibstil, in den man schnell hineinrutscht. Man kann sich die Handlung bildlich vorstellen, was für mich bei einem guten Buch sehr wichtig ist.
In der Geschichte liegt der Fokus sehr stark auf den Charakteren und deren Gefühlswelt. Während Ruby ein Mädchen aus ärmeren Verhältnissen ist, das, auf den ersten Blick, etwas arrogant scheint, ist James am Anfang ein reicher Bursche, dem alles und jeder gehorcht. Mit dem Lauf der Handlung haben sich diese Grenzen allerdings verwischt und es entstand keine typische BadBoy-GoodGirl Romanze, wie am Anfang angenommen. Das hat mich sehr gefreut. Was ebenfalls einen Unterschied zu so einer typischen Geschichte gemacht hat, ist, dass Ruby, meiner Meinung nach, Feuer unter’m Hintern hat. Ihre ironischen Kommentare, aber auch die, der vielen anderen Charaktere, haben mich oft zum Lachen gebracht.
Ein besonders großer Fan bin ich von Rubys jüngerer Schwester Ember. Ich bewundere ihre Ausdauer und ihre offene Art. Aber auch andere Personen, wie Alistair, James besten Kumpel. Sie lockern die Geschichte auf und verleihen der Handlung mehr Realismus.
Einen kleinen Minuspunkt bekommt das Buch von mir, da ich das Ende der Geschichte als sehr erzwungen empfunden habe. Es gab keine Andeutungen darauf und es kam sehr erschreckend. Natürlich braucht man eine neue Idee für den weiteren Band, aber ich denke, dass man das hier hätte besser machen können.

Alles in Allem bereue ich es kein Stück dieses Buch gelesen zu haben, auch wenn es nicht eines meiner neuen Lieblingsbücher werden wird. Mona Karsten hat ein unglaublich witziges, romantisches aber auch bisschen trauriges Buch geschrieben, das ich jedem, der gerne Humor und Liebe gemischt lesen möchte, wärmstens empfehlen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere