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Veröffentlicht am 15.04.2021

Minou's Familie zieht weiter

Die Stadt der Tränen
3

"Stadt der Tränen" ist der zweite Teil der Saga von Kate Mosse. Wie bereits in "Die brennenden Kammern" dreht sich alles um Minou's Familie in der Zeit der Hugenottenkriege. Es geht weiter mit Minou's ...

"Stadt der Tränen" ist der zweite Teil der Saga von Kate Mosse. Wie bereits in "Die brennenden Kammern" dreht sich alles um Minou's Familie in der Zeit der Hugenottenkriege. Es geht weiter mit Minou's Geschichte und wir verlassen auch die Umgebung von Carcassonne, um andere Teile Frankreichs und der Niederlande kennenzulernen.

Im Prolog erfährt man auch wieder einen kleinen Teil der Geschehnisse im Südafrika des 19. Jahrhundert. Hier sieht man als Leser, wie Kate Mosse alles wunderschön zusammenfügt und es aber weiterhin spannend hält. Hier konnte ich zwar schon einiges durch die Ereignisse von Band 1 zusammenfügen, aber es bleiben noch immer einige Fragezeichen.
Die Autorin beschreibt die Charaktere so lebendig und liebevoll, dass sie mir als Leser richtig ans Herz gewachsen sind. So ist die Hauptfigur, Minou, so etwas wie eine alte Bekannte für mich. Mir hat auch gut gefallen, dass die Gegenspieler nicht ganz böse, sondern auch facettenreich, sind. Auch Charaktere, die man am Anfang vielleicht nicht so mag, werden gut dargestellt und wachsen im Verlauf des Buches.

Der bildliche Schreibstil führt dem Leser sofort die Umgebung der Charaktere vor Augen und macht die Geschichte lebendiger. Dazu ist das Buch flüssig und in gewisser Weise auch spannend geschrieben, sodass ich ungern Pausen dazwischen machen wollte. Dieser Aspekt trägt auch dazu bei, dass ich schon sehr auf Band 3 gespannt bin!

"Stadt der Tränen" ist stellenweise nicht ganz historisch adäquat, dies stellt Kate Mosse auch am Anfang des Buches klar, aber dies tut der Geschichte keinen Abbruch. Das Buch ist ein gut geschriebener historischer Roman mit einem Funken Spannung. Absolut empfehlenswert!

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 19.03.2021

Spannung auf einer irischen Insel

Sommernacht
0

"Sommernacht" ist Lucy Foley's zweiter Thriller und nachdem ich letzten Monat "Neuschnee" gelesen habe, war ich schon sehr gespannt darauf! Ich habe "Sommernacht" gleich verschlungen und wurde nicht enttäuscht!

Die ...

"Sommernacht" ist Lucy Foley's zweiter Thriller und nachdem ich letzten Monat "Neuschnee" gelesen habe, war ich schon sehr gespannt darauf! Ich habe "Sommernacht" gleich verschlungen und wurde nicht enttäuscht!

Die Autorin baut die Spannung langsam auf. Dadurch, dass es mehrere Perspektiven gibt, fühlte ich mit den Charakteren und lernte sie ziemlich schnell kennen. Durch diese Bindung, wollte ich auch unbedingt wissen, wie es weitergeht und was mit meinen Lieblingscharakteren passiert. Natürlich gibt es auch einige Charaktere, die ich nicht so gern hatte, aber bei welchen ich trotzdem wissen wollte, ob sie etwas mit der Tat zu tun haben, oder ob sie vielleicht ermordet werden. Bis zum Schluss habe ich geraten, wie das Buch endet, und wurde dennoch überrascht.

Die beiden Thriller der Autorin ähneln sich stark. Wie im letzten Buch auch, gibt es eine begrenzte Anzahl von Gästen an einem abgeschiedenen Ort. Die Story wird auch in "Sommernacht" aus mehreren Perspektiven erzählt und zwischendurch vom Tag danach. Lucy Foley hat auch hier wieder starke weibliche Charaktere und beschreibt sie sehr lebendig. Ich kann dennoch jedem empfehlen beide Bücher zu lesen, da sie unterschiedlich genug sind, um eine Spannung aufzubauen. Als Leserin merkte ich, wie die Autorin gewachsen ist und ihre Kunst verfeinert hat.

Fazit: Das Buch ist spannend aufgebaut und ließ mich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich kann es Thriller-Fans nur ans Herz legen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2021

Mutterliebe im London des 18. Jahrhunderts

Die Verlorenen
0

Das wunderschöne Cover fällt natürlich sofort auf! Selbst wenn ich nicht vor kurzem "The Familiars" (leider noch nicht auf Deutsch erschienen) von Stacey Halls gelesen hätte, hätte ich wahrscheinlich zu ...

Das wunderschöne Cover fällt natürlich sofort auf! Selbst wenn ich nicht vor kurzem "The Familiars" (leider noch nicht auf Deutsch erschienen) von Stacey Halls gelesen hätte, hätte ich wahrscheinlich zu diesem Buch gegriffen.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich angenehm und versetzte mich gleich ins London des 18. Jahrhunderts. Da das Buch zwei verschiedene Perspektiven geteilt ist, fühlt man auf eine Art mit jeder der beiden Protagonistinnen mit und erfährt mehr über ihre Hintergründe. Stacey Halls romantisiert diese Zeit auch nicht, sodass das Leben der Krabbenverkäuferin Bess nicht immer schön ist, aber dafür umso realistischer. Besonders ins Rampenlicht rückt dabei die Rolle der Frauen in dieser Zeit, was sehr interessant war.

Die Story ist in gewisser Weise spannend, da man als Leser natürlich wissen will, was mit Bess' Tochter Clara passiert ist. Aber man will auch mehr über das Leben von Bess erfahren und wie es mit ihr weitergeht. Dies war einer der vielen Gründe, warum ich immer wieder gerne das Buch aufschlagen und weiterlesen wollte. Zu den anderen Gründen gehören, noch immer, das fantastisch gelungene Cover und der fließende Schreibstil.

Auch die Nebencharaktere sind gut gelungen und lebhaft dargestellt. Ich habe als Leser manche Charaktere wirklich gern gehabt und mich gefreut, wenn sie wieder aufgetaucht sind. Natürlich gibt es auch Charaktere, die ich nicht so gerne hatte und sogar am Schluss gehasst habe. Aber auch dieser Aspekt hat mich das Buch lieben lassen und die Geschichte umso besser gemacht.

"Die Verlorenen" ist ein wunderschöner historischer Roman, bei dem man mit den Charakteren mitfiebert und sich in eine andere Zeit versetzten lässt. Ich freue mich auf mehr von Stacey Halls.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2021

Bewährtes Konzept mit zeitgemäßen Charakteren

Neuschnee
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Der Hype auf instagram um "Neuschnee" hat mich neugierig gemacht und ich habe es nicht bereut das Buch gelesen zu haben!
Die Situation ist nichts wirklich Neues für Krimi/Thriller-Fans; neun Freunde, zwei ...

Der Hype auf instagram um "Neuschnee" hat mich neugierig gemacht und ich habe es nicht bereut das Buch gelesen zu haben!
Die Situation ist nichts wirklich Neues für Krimi/Thriller-Fans; neun Freunde, zwei weitere Hotelgäste und zwei Hotelangestellte finden sich eingeschneit abseits von jeglicher Zivilisation wieder. Dadurch, dass das Buch in zwei verschiedenen Zeitspannen spielt, vor dem Verschwinden einer Person und nachher, schafft es Lucy Foley die Spannung gut zu halten. Man weiß von Beginn an, dass etwas passiert ist, nur fehlen die Details.

Da es neun Freunde sind, hab ich mir am Anfang etwas schwer getan, alle auseinander zu halten. Da kommt es zu Gute, das man als Leser wirklich wissen will, wie es weitergeht, da man dadurch schnell weiterliest ohne große Pausen zu machen, um wieder jeden zu vergessen. Aber sobald man alle einmal kennengelernt hat, wird es besser. Die Autorin lässt einige weibliche Charaktere ihre Kapitel in der Ich-Form erzählen, während der männliche Part in der dritten Person erzählt wird und mehr Distanz aufgebaut wird. Dieser Erzählstil baut eine stärkere Bindung zu den weiblichen Charakteren auf. Ich habe mich auch beim Lesen gefragt, ob das mit der Geschichte zusammenhängt, oder ob die Autorin bewusst darauf verzichtet aus der männlichen Perspektive zu schreiben (manche männlichen Autoren können absolut keine Frauenperspektiven gut schreiben).

"Neuschnee" ist sicher nicht das spannendste Buch, das ich je gelesen hab, aber ich war gut unterhalten und wollte immer wieder weiterlesen. Die Autorin greift viele Themen auf, die uns in der heutigen Gesellschaft beschäftigen und macht dadurch die Story lebendiger und lebensnahe. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen und werde auch den nächsten Thriller von Lucy Foley lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2020

Ein Labyrith mit vielen Fragezeichen

Piranesi
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Piranesi beginnt mit ihm als Entdecker einer Art Labyrinth mit scheinbar endlos vielen Räumen gefüllt mit Statuen. Der Leser wird auf diese Entdeckungsreise mitgenommen und erlebt alles mit Piranesi zusammen, ...

Piranesi beginnt mit ihm als Entdecker einer Art Labyrinth mit scheinbar endlos vielen Räumen gefüllt mit Statuen. Der Leser wird auf diese Entdeckungsreise mitgenommen und erlebt alles mit Piranesi zusammen, da er nicht viel über seine Umgebung weiß. Schnell wird aber klar, dass irgendetwas nicht stimmt…
Die Hauptfigur, Piranesi, wuchs mir schnell ans Herz, da er auch eine gewisse Naivität an den Tag legt, die sehr liebenswert ist. Die anderen Charaktere wurden auch sehr gut dargestellt. Sobald ein neuer Charakter dazukam, war ich sofort misstrauisch, was vor allem durch den Erzählstil zu erklären ist. Leider gibt es Stellen, an denen nicht viel passiert. Dies ist zwar später alles erklärbar und für mich irgendwie logisch um die Story aufzubauen, war aber manchmal für mich etwas zu wenig um meine Spannung zu halten. Ich griff dann aber doch immer wieder gern nach dem Buch, da die Geschichte wirklich gut ist und ich wissen wollte, wie es mit Piranesi weitergeht.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut gemacht und alles in allem war Piranesi angenehm zu lesen und hat mich zum Denken angeregt. Piranesi ist, meiner Meinung nach, ein wenig Fantasy, Abenteuergeschichte und Roman. Jonathan Strange und Mr. Norrell steht schon länger bei mir im Regal, ich sollte wirklich bald mal danach greifen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere