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Veröffentlicht am 25.01.2020

Poirot als Kriegsheld mit Zügen von Sherlock Holmes

Tod eines Gentleman
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Christopher Huang beschreibt am Anfang die Umgebung sehr detailliert und schafft somit eine Grundlage damit sich der Leser, von der Umgebung bis hin zu den Charakteren, alles sehr genau vorstellen kann. ...

Christopher Huang beschreibt am Anfang die Umgebung sehr detailliert und schafft somit eine Grundlage damit sich der Leser, von der Umgebung bis hin zu den Charakteren, alles sehr genau vorstellen kann. Dies ist für mich eindeutig ein Pluspunkt, da ich mir gerne alles vorstelle und der Kopf-Kino-Effekt beim Lesen eine große Rolle für mich spielt. Die Charaktere sind zwar sehr ausführlich beschrieben und man denkt als Leser, dass man sie mit der Zeit gut kennt, aber der Autor versteht es am Schluss doch noch für einen Überraschungseffekt zu sorgen. Peterkin, der Hauptcharakter, kam mir am Ende doch sehr wie Poirot vor (wenn auch nur von seiner Abschlussdemonstration).
Die Umgebung und die Beschreibung des London von 1924 haben mich sehr an Sherlock Holmes erinnert. Dadurch, dass dieser Roman mich an einige bekannte Literaturcharaktere, die ich sehr schätze, erinnert, war es für mich eine echte Freude jedes Mal weiterzulesen. Der Umgang mit den Kriegsheimkehrern und was mit ihnen im 1. Weltkrieg passiert ist, wird sehr authentisch beschrieben und passt gut dazu. Obwohl dieses Buch als Roman beworben wird, finde ich, dass er doch etwas mehr Spannung an manchen Stellen vertragen hätte.
Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen und kann dieses Buch jedem Hobby-Schnüffler und Agatha Christie-Fan ans Herz legen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2020

Eine Woche im Sommer von 1914

Der Attentäter
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Der Autor Uwe Schiewe stellt sich in "Der Attentäter" der Aufgabe, die letzte Woche vor dem Attentat auf den Kronprinzen Österreichs, welches einen Weltkrieg auslöst, in einen spannenden historischen Roman ...

Der Autor Uwe Schiewe stellt sich in "Der Attentäter" der Aufgabe, die letzte Woche vor dem Attentat auf den Kronprinzen Österreichs, welches einen Weltkrieg auslöst, in einen spannenden historischen Roman zu verpacken.

Der Leser bekommt hierbei die Sichtweisen des Kronprinzen-Paares, der Attentäter und eines fiktionalen Ermittlers mit, was einem richtig in die Welt des Sommers 1914 eintauchen lässt. Obwohl der Ausgang vorhersehbar ist, hat es der Autor geschafft die Spannung aufrecht zu erhalten und ich konnte es manchmal kaum erwarten weiterlesen zu können. Die Umgebung wird sehr gut beschrieben und es gibt einige Vergleiche, wie z.B. dass die Pistole ein wenig mehr als ein halber Liter Milch wiegt, die dem Leser kleine Details näherbringen.

Die Handlung und Charaktere sind sehr gut recherchiert und realistisch dargestellt. In der Welt des Kronprinzenpaares läuft nicht immer alles harmonisch ab und die Attentäter hadern mit Zweifel. Diese Details machen die Charaktere menschlich und man fiebert mit ihnen mit. Die fiktionalen Charaktere passen gut dazu und umrahmen die Geschichte. Manchmal konnte ich aber einzelne Charaktere überhaupt nicht ausstehen, was für den Erzählstil des Autors spricht.

Ich kann das Buch jedem Leser empfehlen, der historische Romane mit ein wenig Spannung mag und historisch interessiert in diese Periode ist. Die gute Recherche des Autors ist sicher ein Pluspunkt. Mir hat "Der Attentäter" auf jeden Fall gut gefallen.

  • Spannung
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Thema
Veröffentlicht am 03.01.2020

Spannender als der erste Teil

1794
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Nach den Ereignissen von 1793 knüpft 1794 nahtlos an und der Häscher Jean Michael Cardell stellt sich neuen Herausforderungen. Wie im letzten Band auch, wird der Leser nicht chronologisch durch Stockholms ...

Nach den Ereignissen von 1793 knüpft 1794 nahtlos an und der Häscher Jean Michael Cardell stellt sich neuen Herausforderungen. Wie im letzten Band auch, wird der Leser nicht chronologisch durch Stockholms verschiedenen Jahreszeiten geführt, was das Ganze nur noch spannender macht und man auch einmal die Perspektive anderer Charaktere kennenlernt.
Man trifft auf alte Bekannte und lernt neue Charaktere kennen, welche alle Facetten der Menschlichkeit wiederspiegeln. Natürlich gibt es auch wieder Charaktere, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und man nur sich nur noch denkt; wie ein Mensch zu so etwas fähig ist. Dazu gibt es auch wieder das Gegenstück. Die Charaktere für die man sich nur alles Gute der Welt wünscht, die aber durch einige Feuerringe springen müssen und es, wie im wahren Leben, nicht immer ein Happy-end gibt. Dafür einiges an Spannung und Nervenkitzel.
Durch die Beschreibungen des Autors, findet man sich als Leser gut in die Zeit ein und versinkt in das Stockholm von 1794. Obwohl ich beim letzten Teil so meine Schwierigkeiten mit den ganzen Plätzen in Stockholm hatte, kam es mir hier etwas einfacher vor, da alles so gut beschrieben war.
Ich denke, dass die Fortsetzung fasst spannender und interessanter ist, als 1793. Ich habe mitgefiebert bis zum Schluss und wollte, trotz der doch recht ausreichenden 560 Seiten, die Charaktere nicht verlassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.11.2019

Ellis Welt

Porzellankind
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"Ellis ist ein phantasievolles Kind. Leise und einsam bewegt sie sich durch die Villa der Eltern. Denn ihre Mutter erträgt keine Nähe. Und keinen Lärm. Ellis’ Bruder ist ein Schreikind. Sein Gebrüll wird ...

"Ellis ist ein phantasievolles Kind. Leise und einsam bewegt sie sich durch die Villa der Eltern. Denn ihre Mutter erträgt keine Nähe. Und keinen Lärm. Ellis’ Bruder ist ein Schreikind. Sein Gebrüll wird zur familiären Belastung – bis er schließlich für immer verstummt. Was ist geschehen? Schritt für Schritt entwickelt sich zwischen Ellis und ihrer Mutter ein verstörendes Intrigenspiel, bis Ellis erkennt, dass es mehr als eine Wahrheit gibt. Sie beschließt, abzurechnen. Bedingungslos ..."

In Porzellankind taucht man in die Welt von Ellis ein und dank des flüssigen Schreibstils, der einem als Leser wirklich überzeugend die ganze Story rüberbringt, ist man wirklich bei Ellis. Bei der Beschreibung als verstörender Psychothriller, kann ich leider nur das verstörend bestätigen. Ellis hat wirklich einige schwerwiegende Probleme und ihre Mutter erledigt den Rest, aber Spannung oder wirkliche Fragen wie es ausgehen könnte kam bei mir nicht auf. Ich habe es dann mehr als ein Buch über die Welt eines/r verstörten Mädchens/ Frau gelesen und ich konnte leider nicht so mitfiebern wie ich es mir gewünscht hätte.
Wie gesagt, der Schreibstil und die Erzähltechnik hat das Buch für mich gerettet, aber ich konnte mich nicht in die Story einfinden und hatte auch nie so da Verlangen weiterlesen zu müssen. Schade, aber es ist nur mein Erlebnis mit dem Buch und andere kommen mit dem Buch vielleicht besser zurecht.

Veröffentlicht am 09.11.2019

Lesegenuss mit leichter Spannung

Das Geheimnis von Shadowbrook
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Dieser Roman verbindet eine Geschichte über eine starke Frau die ihren Weg findet mit leichter Spannung am Ende und einer Prise viktorianischer "gothic" Literatur. Das Cover hatte mich sofort angesprochen, ...

Dieser Roman verbindet eine Geschichte über eine starke Frau die ihren Weg findet mit leichter Spannung am Ende und einer Prise viktorianischer "gothic" Literatur. Das Cover hatte mich sofort angesprochen, von der Kurzbeschreibung war ich zuerst nicht überzeugt. Als ich dann die ersten paar Kapiteln gelesen habe, war ich hin und weg.
Vor allem die Schönheit der Natur wird sehr gut beschrieben und dadurch fühlt man sich besonders in den Szenen im Garten als ob man direkt im Geschehen ist. Clara wirkt sehr authentisch mit all ihren Fehlern und kleinen Schönheiten die sie, vor allem in der Natur, findet. Man fiebert mit ihr durch ihre Kindheit und später auf den Anwesen von Mr. Fox, als sie das Rätsel um den Geist aufklären will. Trotz ihrer Glasknochen ist sie stark und hat eine direkte Art. Diese Charakterzüge heben sie von ihrer Umgebung ab, aber machen sie so auch interessant.
Da man als Leser alles durch Clara's Augen sieht, hat man eine sehr einseitige Geschichte, aber dies trägt auch viel zur Story bei und alles ergibt am Schluss ein abgerundetes Bild. Man erfährt dadurch natürlich viel über Clara, und wenig über die Gedanken und Geschichten anderer Charaktere. Dies wurde jedoch von der Autorin auch an vielen Stellen durch geschickte Erzähltaktiken gelöst und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlen würde.
Die Story ist einfach schön zu lesen und man hat dieses Gefühl, dass man etwas vor sich geht, aber man weiß nicht genau was. Die Autorin baut Spannung nach und nach, sehr langsam aber doch nicht uninteressant, auf und hält sie bis zum Schluss.
Es ist irgendwie schwer es zu beschreiben, ohne zu viel von der Story preiszugeben, aber für mich als Fan von viktorianischer Literatur, war es ein absoluter Lese-Genuss und ich kann den Roman nur weiterempfehlen.