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Veröffentlicht am 01.09.2019

Whodunit in einer spannenden Endlosschleife

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Maskenball auf dem Anwesen der Familie Hardcastle. Am Ende des Abends wird Evelyn, die Tochter des Hauses, sterben. Und das nicht nur ein Mal. Tag für Tag wird sich ihr mysteriöser Tod wiederholen – so ...

Maskenball auf dem Anwesen der Familie Hardcastle. Am Ende des Abends wird Evelyn, die Tochter des Hauses, sterben. Und das nicht nur ein Mal. Tag für Tag wird sich ihr mysteriöser Tod wiederholen – so lange, bis der Mörder endlich gefasst ist

Stuart Turton hat mit dem Buch eine "whodunit"-Story perfekt mit der, fast schon Sci-fi, Idee einer Endlosschleife verbunden. Die Ideen und Geschehnisse, die der Hauptcharakter hat sind so gut beschrieben, dass man als Leser sich gut identifizieren kann und mitfiebert. Die Story ist mit vielen Wendungen und Überraschungen gespickt, dass es nie langweilig wir und ich mit immer darauf gefreut habe endlich weiterzulesen; was man übrigens schnell tun sollte, denn das einzige Manko ist, dass es so einige Figuren gibt, die man sich alle merken muss um immer auf den Laufenden zu bleiben und mitzuraten.

Das Buch wird als Agatha Christie-esk beschrieben, und ich denke, dass dies wirklich zutrifft. Es beginnt schon bei dem setting in einem alten, verwahrlosten Anwesen. Turton beschreibt die Umgebung und das Anwesen sehr detailliert und ich habe es mir wirklich gut vorstellen können. Die Hardcover-Edition hat auch einen schönen Lageplan, der sicherlich ein Pluspunkt ist.

Die Sieben Tode der Evelyn Hardcastle ist zwar nicht spannend im Sinn von Action-geladen, aber spannend im Sinn von "ich will wissen wer der Mörder ist". Ich kann gar nicht viel über das Buch sagen, ohne etwas zu verraten. Ich bin auf jeden Fall angenehm überrascht, wie gut die Story wirklich ist. Aber was ich definitiv sagen kann ist, dass ich es jedem Krimi-Fan und Freund einer guten "whodunit"-Story ans Herz legen kann.

Veröffentlicht am 25.08.2019

Schnurrend-gute Fortsetzung

Katerminator
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Klapptext:
Nach einer spektakulären Befreiungsmission verfolgen bewaffnete Jäger der Tierversuchsanstalt das iCats-Team. Die Truppe findet Unterschlupf bei der strenggläubigen Freimaunzer Sekte, die von ...

Klapptext:
Nach einer spektakulären Befreiungsmission verfolgen bewaffnete Jäger der Tierversuchsanstalt das iCats-Team. Die Truppe findet Unterschlupf bei der strenggläubigen Freimaunzer Sekte, die von Djann Dark angeführt wird. Die als Göttin verehrte Leitkatze schmiedet dort ihre ganz eigenen finsteren Pläne. Kater Ian und Ziehsohn Schneuzi riechen den Braten und türmen heimlich. Prompt geraten sie in die Fänge der NSA, den Bluthunden der Nachtragendsten Schnüffler Amerikas. Das restliche iCats-Team nimmt den Kampf auf. Kann es die Kater vor brutalsten Verhörmethoden retten?

Die Fortsetzung von Kamikatze hat mich wieder vollkommen in ihren Bann gezogen. Von den ersten Seiten an, war ich wieder bei Indy, Ian und Co. und das Abenteuer konnte weitergehen. Auch in diesem Teil erleben die iCats wieder viel spannendes und sie geben dem Leser auch etwas zum Nachdenken. Das Faultier Marley Bradypodidae ist nur einer der Stellen, an denen man mal über das Abschalten nachdenkt und das man vielleicht mal das Handy beiseitelegen könnte (der Faultier-Song ist auch auf youtube und eine super Ergänzung zum Buch).
Die bekannten Charaktere, die ich bereits in Herz geschlossen habe, sind genauso gut dargestellt wie auch im ersten Teil. Man fiebert sofort mit wenn jemand aus der Truppe verletzt wird und ist auch manchmal sehr überrascht über die Wendungen in der Story. Die Freimaunzer Sekte ist eine tolle neue Gruppe von Charaktere die viel zur Story beitragen. Aber auch die neuen Charaktere aus dem Bereich der Organisationen von Katzen und dem Gegenpart der Hunde-Organisation, bringen viel Spannung mit sich. Für Katzenmenschen sind viele Kleinigkeiten, die man von den eigenen Katzen kennt und liebt, gut dargestellt und in die Story eingebaut. Ich habe mich auch über eine Anspielung auf Harry Potter mit dem goldenen Schnatz gefreut. Solche Kleinigkeiten machen Katerminator für mich zu einem ganz besonderen (Katzen-) Krimi.
Alles in allen eine sehr gut gemachte Fortsetzung, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Ich kann den nächsten Teil schon kaum erwarten!

Veröffentlicht am 02.08.2019

Beziehungsdrama mit Pschospielchen

Mein Herz so schwarz
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Das Cover hat mich sofort angesprochen, da es wirklich gut gestaltet ist. Die Handlung am Klappentext hat auch sehr verlockend geklungen, also hat mich dieses Buch sofort angesprochen.
Leider hat die ...

Das Cover hat mich sofort angesprochen, da es wirklich gut gestaltet ist. Die Handlung am Klappentext hat auch sehr verlockend geklungen, also hat mich dieses Buch sofort angesprochen.
Leider hat die Handlung, meiner Meinung nach, nach den ersten Kapiteln sehr abgenommen und erst am Schluss kam wieder ein wenig Schwung in die Sache. Die Autorin geht sehr in die Tiefe, bei der Darstellung ihrer Charaktere und der Hintergrundgeschichte von Evie. Ich habe normalerweise nichts gegen einen gut aufgebauten Charakter, aber hier waren mir die ganzen Rückblenden ohne viel Geschehnissen, manchmal zu lang und erinnerten an einen Roman. Vor allem die Liebesgeschichte tritt im Mittelteil stark in den Vordergrund.
Am Schluß überzeugte mich das Buch doch wieder mit einigen Überraschungen und ich war dann froh durchgehalten zu haben. Ich fand das Buch insgesamt stellenweise sehr überzeugend, aber es war für mich mehr überraschend als spannend. Vor allem fehlte mir das Gefühl, dass ich weiterlesen muss, weil ich unbedingt wissen will wie es weitergeht.
Alles in allem war ich trotz allem gut unterhalten und vor allem die letzten Kapitel haben für mich das Buch nochmal gerettet. Für alle Leser von Beziehungsdramen mit ein wenig Psycho-Spielchen empfehlenswert.

Veröffentlicht am 23.06.2019

Langjähriger Familienzwist mit viel Spannung

Unbarmherzig
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Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen ...

Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.

Dies war mein erster Gina Angelucci Krimi, aber sicher nicht mein Letzter! Die Geschichte ist gut aufgebaut und der Fall wird insbesondere von Gina's und Ella's (welche die Knochen gefunden hat) Position beleuchtet. Somit erhält man als Leser verschiedene Herangehensweisen und Gedanken zu dem Fall. Der Knochenfund ist nicht der einzige interessante Teil dieses Krimis. Ich fand die Familiengeschichte dahinter sehr gut gemacht und passend zur heutigen Zeit. Es gibt auch flashbacks in die 1940er Jahre, die manchmal wirklich ans Herz gehen.

Obwohl dies mein erster Teil dieser Krimireihe war, konnte ich mich gut reinfinden und Gina war mir sehr sympathisch. Es gibt Stellen, an denen die Story des ersten Teils etwas reinspielt, aber ich hatte nicht das Gefühl sehr unwissend zu sein und es war trotzdem interessant.

Ich kann diesen Krimi wirklich empfehlen, da er Spannung mit Geschichte verbindet ohne sich in die Länge zu ziehen. Aber Vorsicht: Wenn man diesen Teil liest, will man sicher mehr haben und ich warte schon auf den nächsten Teil (nachdem ich mir den ersten Teil besorgt habe)!

Veröffentlicht am 05.06.2019

Thriller bis zum Schluss (und darüber hinaus)

Auris
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"Sie ist jung. Sie glaubt an die Wahrheit. Ein tödlicher Fehler?"
Die Podcasterin Jula Ansorge ist eine sympathische Protagonistin mit der man bis zum Schluss mitfühlt. Ich hätte zwar in manchen Situationen ...

"Sie ist jung. Sie glaubt an die Wahrheit. Ein tödlicher Fehler?"
Die Podcasterin Jula Ansorge ist eine sympathische Protagonistin mit der man bis zum Schluss mitfühlt. Ich hätte zwar in manchen Situationen nicht ihren Mut gehabt, aber ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. Ich liebe es Podcasts zu hören, daher fand ich es interessant, diesen Ansatz in einem Thriller zu finden. Im Zusammenspiel mit dem akustischen Profiler Hegel ergibt sich ein wirklich spannender Thriller. Ich liebe es, wenn ich bei einem Thriller das Gefühl habe niemanden vertrauen zu können, und das ist hier der Fall. Am Ende habe ich wirklich jeden in Verdacht gehabt.
Der Schreibstil von Vincent Kliesch gefällt mir ganz gut. Die Kapitel sind sehr kurz für meinen Geschmack gehalten, aber waren an einigen Stellen gut um die Spannung aufrecht zu erhalten. Es gab ein paar Stellen, die ich vorhersehen konnte, aber der Autor konnte diese dann doch so gut umdrehen, dass ich trotzdem verblüfft und mitgerissen war. Die Story ist gut verpackt und bringt auch scheinbare Nebenstories gut rüber, ohne langweilig zu werden.
Durch die Spannung bis zum Schluss und dem Cliffhanger, kann ich das Buch wirklich weiterempfehlen und freue mich schon auf neuen Lesestoff von Kliesch.