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Veröffentlicht am 16.02.2023

Kennen wir uns nicht?

Kennen wir uns nicht?
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Nach einem Unfall fehlen Lexi Smart drei Jahre ihres Lebens. Ihre letzte Erinnerung ist ein Treffen mit Freundinnen. Nun hat sie einen Chefposten, einen schwerreichen Ehemann, aber keine Freundinnen mehr. ...

Nach einem Unfall fehlen Lexi Smart drei Jahre ihres Lebens. Ihre letzte Erinnerung ist ein Treffen mit Freundinnen. Nun hat sie einen Chefposten, einen schwerreichen Ehemann, aber keine Freundinnen mehr. Es ist ihr nicht verständlich, wie es dazu kommen konnte. Sie versucht in ihr altes, neues Leben hineinzufinden.

Es ist interessant, gemeinsam mit Lexi herauszufinden, wie sich ihr Leben in den letzten drei Jahren verändert hat. Oberflächlich gesehen scheint sie das große Los gezogen zu haben, aber dieses Leben ist nicht das, an welches sie sich erinnern kann.

Humorvoll erzählt Sophia Kinsella von den guten und schlechten Erlebnissen Lexis. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, und es ist interessant, ihren Entwicklungen zu folgen. „Kennen wir uns nicht?“ ist gut geschrieben und bietet eine schöne Auszeit vom Alltag.

Veröffentlicht am 16.02.2023

Mörderkind

Mörderkind
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Fionas Vater soll seine Geliebte getötet haben, als Fiona noch ein Kind war. Kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis stirbt er. Einen Rettungssanitäter bittet er kurz vorher noch, seiner Tochter ...

Fionas Vater soll seine Geliebte getötet haben, als Fiona noch ein Kind war. Kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis stirbt er. Einen Rettungssanitäter bittet er kurz vorher noch, seiner Tochter zu sagen, dass er kein Mörder sei. Zuerst glaubt Fiona nicht daran. Seit ihrer Kindheit ist sie für andere nur das „Mörderkind“. Die Tat hat nicht nur ihr Leben negativ beeinflusst.

Autorin Inge Löhnig gelingt es, Fiona und ihre Gefühlswelt dem Leser nahe zu bringen. Ich habe mit Fiona gefühlt und konnte sie verstehen. In einem zweiten Erzählstrang wird die Geschichte der Geliebten ihres Vaters erzählt. Einer Frau, die hoffte, durch ein Baby ihren verheirateten Liebhaber an sich binden zu können. Auch mit ihr kann man mitfühlen.

Dieser Kriminalroman ist auch etwas anders aufgebaut als die meisten Romane dieses Genres. Als Leser begleitet man Fiona und die Kriminalpolizei oder den Täter. Dies ist auch ein interessanter Blickwinkel, denn so wird die Lösung des Dramas noch emotionaler. „Mörderkind“ ist ein spannendes Buch, und ich empfehle es gerne weiter.

Veröffentlicht am 16.02.2023

Offline

Offline
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Digital-Detox bedeutet für Jenny und weitere Teilnehmer, fünf Tage offline zu sein. Ohne Handy, Internet oder Telefon verbringen sie diese Tage in einem einsamen Bergsteiger-Hotel. Durch starken Schneefall ...

Digital-Detox bedeutet für Jenny und weitere Teilnehmer, fünf Tage offline zu sein. Ohne Handy, Internet oder Telefon verbringen sie diese Tage in einem einsamen Bergsteiger-Hotel. Durch starken Schneefall können sie das Hotel nicht mehr verlassen. Plötzlich verschwindet ein Teilnehmer. Da außer ihnen und den Hausmeistern niemand vor Ort ist, stellt sich schon bald die Frage, was geschehen ist.

Es sind nur wenige Personen im Hotel, und jeder könnte der Täter oder dessen nächstes Opfer sein. Wie die einzelnen Charaktere mit dieser Situation umgehen, ist sehr interessant und gut beschrieben. Obwohl die Grundidee eines einsamen Hauses, in dem Menschen eingeschlossen sind und etwas Dramatisches geschieht, nicht neu ist, schafft es Autor Arno Strobel, die Spannung auf einem hohen Niveau zu halten und gegen Ende sogar noch zu steigern.

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, und ich habe bis zum Schluss gerätselt, wer der Täter und was dessen Motiv sein könnte. „Offline“ hat alles, was ich mir von einem guten Thriller erhoffe, plus ein gutes Kopfkino. Einfach ein tolles Buch.

Veröffentlicht am 16.02.2023

Die Rosenzüchterin

Die Rosenzüchterin
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Franca leidet unter ihren Panikattacken. Sie findet auf Guernsey ein Zimmer in einem alten Rosenzüchterhaus. Hier möchte sie versuchen, wieder zu sich selbst zu finden. Im Haus leben Beatrice und Helene ...

Franca leidet unter ihren Panikattacken. Sie findet auf Guernsey ein Zimmer in einem alten Rosenzüchterhaus. Hier möchte sie versuchen, wieder zu sich selbst zu finden. Im Haus leben Beatrice und Helene in einer sehr seltsamen Beziehung. Diese beginnt bereits 1940, als Helene als Ehefrau eines Offiziers auf die Kanalinsel kommt und das Elternhaus von Beatrice besetzt. Der Anfang einer langen gemeinsamen Zeit.

Mit seinen über 700 Seiten ist „Die Rosenzüchterin“ kein Buch, welches schnell gelesen ist. Sehr lange Zeit ist mir nicht klar, wieso „Kriminalroman“ auf dem Buchcover steht. Die Geschichte schildert erst einmal die Lebensumstände von Franca, die Gemeinschaft von Beatrice und Helene sowie die unglückliche Lebe von Beatrices Sohn. Erst gegen Ende es Buches gibt es einen Kriminalfall.

Der Roman ist spannend und liest sich gut. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und haben mich größtenteils auch emotional erreicht. Einige Wendungen sind geschickt eingebaut, so dass bis zum Schluss vieles offen bleibt. Mir hat das Buch gut gefallen, und ich empfehle es gerne weiter.

Veröffentlicht am 16.02.2023

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen
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Kurz nach ihrem 60. Geburtstag zieht Poldi von München nach Sizilien. Dort will sie ihren Lebensabend verbringen. Doch dann verschwindet Valentino, ein Bekannter, und Poldi landet mitten in einem Kriminalfall.

Es ...

Kurz nach ihrem 60. Geburtstag zieht Poldi von München nach Sizilien. Dort will sie ihren Lebensabend verbringen. Doch dann verschwindet Valentino, ein Bekannter, und Poldi landet mitten in einem Kriminalfall.

Es dauert etwas, in das Buch hineinzufinden. Denn genau wie Tante Poldi ist es chaotisch, aber gut. Der Erzählstil ist ungewohnt, aber im Laufe des Buches bin ich damit klargekommen. Die Hauptfigur Tante Poldi hat viele Seiten und eine interessante Lebenseinstellung. Insbesondere, wenn sie sich mit ihrem Neffen unterhält. Dieser wiederum spricht in der „Ich-Form“ zum Leser.

Der Roman ist jetzt nicht der große humorvolle Kracher, den ich erwartet habe. Dafür ist er eine gute Urlaubslektüre, die keine Langeweile aufkommen lässt. Da dieser Roman der Auftakt zu einer Reihe ist, gibt es durchaus noch Entwicklungspotential. Ich lasse mich mal überraschen.