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Veröffentlicht am 24.05.2020

Puppenheim

Puppenheim
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In London verschwinden junge Ausreißerinnen spurlos. Angeblich hat ein geheimnisvoller Mann damit zu tun. Eines Tages wird ein Mädchen ermordet aufgefunden. Ihre Leiche ist aufgebahrt und ähnelt einer ...

In London verschwinden junge Ausreißerinnen spurlos. Angeblich hat ein geheimnisvoller Mann damit zu tun. Eines Tages wird ein Mädchen ermordet aufgefunden. Ihre Leiche ist aufgebahrt und ähnelt einer Puppe. DI Marnie Rome und DS Noah Jake ermitteln.

„Puppenheim“ ist eine interessante Geschichte. Leider hält sich die Spannung in Grenzen, auch wenn Autorin Sarah Hilary sich immer wieder bemüht, diese zu steigern. Es gibt Wendungen, welche mich nicht immer überraschen konnten. Das Finale hat mich nicht vom Hocker gehauen. Hier wäre mehr drin gewesen.

Ich wurde beim Lesen immer wieder aus der Geschichte „geworfen“, anders kann ich es nicht ausdrücken. Es kam kein richtiger Lesefluss auf, und oft musste ich eine Seite erneut lesen, um den Geschehnissen folgen zu können. Vielleicht ist dies auch dem Schreibstil geschuldet, den ich etwas holprig finde.

Ebenso das Geschehen. Es ist zwar gut und schlüssig dargestellt, aber irgendwie unruhig erzählt. Die verschiedenen Charaktere bleiben allesamt an der Oberfläche, allen fehlt eine gewisse Tiefe, damit eine gute emotionale Bindung entstehen kann. Vielleicht findet ein Leser diese bei Marnie und Noah, weil er die beiden vorherigen Romane bereits gelesen hat. Dass es sich um den dritten Teil einer Reihe handelt, merkt man beim Lesen nicht. Die Geschehnisse sind abgeschlossen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass „Puppenheim“ ein gutes Buch ist, denn die Grundidee und die Geschehnisse sorgen dafür, dass ich weiterlesen wollte. Hier wäre definitiv mehr drin gewesen. Für Neu-Leser des „Thriller-Genres“ ist dieses Buch bestens geeignet, denn es gibt dem Leser ein leichtes „Thriller-Feeling“, ohne ihn zu überfordern. „Puppenheim“ bietet einige Stunden Lesefreude, wenn man keine großen Ansprüche stellt. Meinen vielleicht zu hohen Erwartungen an die Geschichte wurde das Buch leider nicht gerecht.

Ich danke dem Bloggerportal und dem btb Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 24.05.2020

Engelsgleich

Kommissar Kalkbrenner / Engelsgleich
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Die Pflegetochter von Juliane Kluge verschwindet spurlos. Verzweifelt sucht sie nach Merle. Auf einem Fabrikgelände werden außer einer verstümmelten Frauenleiche, die in einem alten Bürotrakt liegt, noch ...

Die Pflegetochter von Juliane Kluge verschwindet spurlos. Verzweifelt sucht sie nach Merle. Auf einem Fabrikgelände werden außer einer verstümmelten Frauenleiche, die in einem alten Bürotrakt liegt, noch Kinderleichen aus Kloakebecken herausgefischt.

Es dauerte etwas, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Als diese Schwierigkeiten zu Anfang überwunden waren, nahmen mich die Geschehnisse mit. Während Juliane aus der Ich-Perspektive von ihrer verzweifelten Suche nach Merle berichtet, verfolgt der Leser die polizeilichen Ermittlungen aus der dritten Person. Paul Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth machen sich an die Verfolgung des Täters. Dieser versucht, sich in der Unterwelt einen Namen zu machen.

Überraschende Wendungen halten die Spannung auf einem guten Niveau. Der Schreibstil ist gut, und der Thriller ist angenehm zu lesen – sofern man das Lesen eines Thrillers als „angenehm“ bezeichnen kann. Die Charaktere sind durchweg gut ausgearbeitet. Da es bereits mehrere Teile der Reihe gibt, sind die Hauptfiguren nicht mehr ganz ausführlich beschrieben, was aber nicht störend ist. Man hat beim Lesen nicht das Gefühl, dass etwas fehlt.

Vorkenntnisse zu den anderen Fällen sind nicht erforderlich, aber es sind Spoiler vorhanden. Es empfiehlt sich daher das Lesen in der korrekten Reihenfolge. „Engelsgleich“ ist ein guter Thriller, den ich gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 24.05.2020

Ein Doppelbett ist nicht groß genug für die Katze und mich

Ein Doppelbett ist nicht groß genug für die Katze und mich
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Als sich Alexandra Reinwarth eine Katze anschaffte, stellte sie sich das Zusammenleben mit einem schnurrenden Schmusetier schön und friedlich vor. Doch schon bald muss sie lernen, was es wirklich bedeutet, ...

Als sich Alexandra Reinwarth eine Katze anschaffte, stellte sie sich das Zusammenleben mit einem schnurrenden Schmusetier schön und friedlich vor. Doch schon bald muss sie lernen, was es wirklich bedeutet, Besitzerin einer Katze zu sein. In 100 Punkten wird das Leben und Erleben mit einer Katze geschildert. Da ich mit Katzen aufgewachsen bin, kann ich bestätigen, dass die meisten Punkte auch auf fast jede Katze zutreffen.

Dieses Büchlein dürfte daher jeden Katzenhalter ein Schmunzeln entlocken und für bestätigendes Kopfnicken sorgen. Denn genau so ticken Katzen. Wer es noch nie mit einer Katze versucht hat, wird so manchen Punkt für etwas überspitzt dargestellt halten, doch das ist es definitiv nicht. Für Neubesitzer eines Tieres ist es eine gute „Vorwarnung“, was durch eine Katze alles auf sie zukommen könnte.

Für Katzenhalter und solche, die es noch werden wollen, ist dieses Büchlein ein schönes Geschenk. Mir hat es gut gefallen, und ich empfehle es gerne weiter.

Veröffentlicht am 10.05.2020

Turmschatten

Turmschatten
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In einem alten Turm lebt Ephraim Zamir, ein alter jüdischer Mann, gemeinsam mit seiner Haushälterin. Eines Tages brechen Neonazis bei Zamir ein. Zamir kann die drei Männer überwältigen und nimmt sie als ...

In einem alten Turm lebt Ephraim Zamir, ein alter jüdischer Mann, gemeinsam mit seiner Haushälterin. Eines Tages brechen Neonazis bei Zamir ein. Zamir kann die drei Männer überwältigen und nimmt sie als Geiseln gefangen. Zamir ruft die Öffentlichkeit zu einem Voting über Leben und Tod der Geiseln auf. Ein Fernsehsender wittert den größten Quotenhit aller Zeiten und zeigt den Voting-Stream. Zusätzlich berichtet er über den Polizeieinsatz. Auch dieser wird nicht so laufen wie geplant.

Gleich vorweg: „Turmschatten“ gehört bereits jetzt zu meinen Lesehighlights des Jahres. Dieses Buch bietet alles, was ein Thriller für mich haben muss, und noch vieles darüber hinaus. Autor Peter Grandl hat alle Figuren sehr gut ausgearbeitet. Die Charaktere sind unterschiedlich, und egal, welche persönliche Einstellung der Leser hat, er schafft es, sich auf die jeweilige Weltanschauung der einzelnen Protagonisten einzulassen.

Eine Einteilung in „Gut“ oder „Schlecht“ ist bei keiner Figur möglich, denn jede bewegt sich in einem Graubereich. Der gute Schreibstil und die hohe Spannung lassen die Geschichte nur so dahin fliegen. Bei mir wurde ein seht gutes Kopfkino ausgelöst, fast so, als hätte ich einen Film gesehen. Peter Grandl findet genau die richtigen Worte an der richtigen Stelle.

Es ist ein Thriller, der nahezu zeitlos ist und den Leser in verschiedene Welten mitnimmt. Die Geschichte ist voller Wendungen, die die Geschehnisse immer wieder im neuen Licht erscheinen lassen. Am Ende bleibt es dem Leser selbst überlassen, welches Fazit er nach dem Lesen zieht.

„Turmschatten“ ist nah an der Realität und liefert auch Hintergrundinformationen für Leser, die sich nicht mit der Vergangenheit befasst haben. Somit können auch diese sich gut in die Ereignisse hineinfühlen.

Das Buch regt zum Nachdenken an und wirkt noch lange nach. Wenn man das Ende kennt und weiß, wie sich alles entwickeln wird, dürfte das erneute Lesen mit Sicherheit versteckte Hinweise auf das kommende Geschehen liefern. Dieser Thriller ist vielschichtig und sehr gelungen.

Ich danke Autor Peter Grandl und dem Verlag Das Neue Berlin für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 10.05.2020

Mein Herz in zwei Welten

Mein Herz in zwei Welten
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Luisa Clark landet auf dem Weg zu sich selbst in New York. Dort soll sie die persönliche Assistentin von Agnes werden. Agnes und ihr Mann gehören zu den obersten Reichen der Stadt, und Lou lernt durch ...

Luisa Clark landet auf dem Weg zu sich selbst in New York. Dort soll sie die persönliche Assistentin von Agnes werden. Agnes und ihr Mann gehören zu den obersten Reichen der Stadt, und Lou lernt durch sie eine ganz andere Welt und deren Menschen kennen. Ihr neuer Freund Sam und die Familie sind in England, und es ist für Lou nicht einfach, ohne die emotionale Nähe zu ihnen die Zeit in New York durchzustehen.

Die Figuren sind gut ausgearbeitet. Insbesondere Lous Gefühle und Gedanken erreichen den Leser emotional. Die abwechselnde Erzählung aus der „Ich-Perspektive“ von Lou, Briefen, SMS und E-Mails bringen verschiedene Blickwinkel in die Geschichte. Diese liest sich gut, bleibt aber hinter dem ersten Teil „Ein ganzes halbes Jahr“ zurück.

Der Schreibstil ist gut, und das Buch fliegt nur so dahin. An wenigen Stellen zieht sich die Geschichte etwas in die Länge, aber diese sind schnell wieder vorbei und werden durch einen spannenden Fortgang der Geschehnisse wieder wett gemacht.

„Mein Herz in zwei Welten“ ist der dritte Teil mit Luisa Clark. Kann sie wirklich in New York das Glück finden, oder gehört sie doch nach London? Man sollte die Teile in der entsprechenden Reihenfolge lesen, um Lou und ihr Handeln besser verstehen zu können.

Ich empfehle das Buch sowie die gesamte Reihe gerne weiter.