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Nilchen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2021

Ein Mutmachbuch für alle die sich trauen einen Schritt weiterzugehen

Happy Road
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Kennt ihr das: Immer der gleiche Trott? Immer die gleichen Abläufe und ein Tag gleicht dem anderen? Seufzt – tja, und dann gibt es da die Wenigen mit viel Mut und Wille etwas zu ändern und wagen ein Abenteuer. ...

Kennt ihr das: Immer der gleiche Trott? Immer die gleichen Abläufe und ein Tag gleicht dem anderen? Seufzt – tja, und dann gibt es da die Wenigen mit viel Mut und Wille etwas zu ändern und wagen ein Abenteuer. Reich belohnt mit einer komplett anderen Weltsicht und der inneren Stärke etwas aus eigenem Antrieb anders gemacht zu haben und vor allem: Das eigene Glück gefunden ohne auf Konventionen Rücksicht zu nehmen. Und so jemand ist: Sarah Kringe! Sie schrieb über ihr lebensverändernden Roadtrip ein Buch: „Happy Road“ mit dem sehr passenden Untertitel „Dem Weg ist das Ziel egal“.
Dieses Buch ist ein Einblick die das Leben von Sarah und Mathias. Die beiden kennen sich noch nicht lang und ihre Lebensrealitäten könnten nicht weiter von einander entfernt sein als sie sich trafen. Die hippe Frau aus Berlin und der naturliebende Skilehrer aus Österreich. Und dann diese Entscheidung: VW Bus packen und gemeinsam los – ohne Netz und doppeltem Boden. Es geht durch Osteuropa, den Balkan bis hoch hinauf nach Skandinavien.
Natürlich läuft nicht alles glatt und es gibt Höhen und Tiefen! Dieses ganze Sammelsurium an intensiven Gefühlen und Erlebnissen ist zwischen diesen Buchdeckeln zu finden gepaart mit stimmungsvollen Bildern.
Ich habe beim Lesen viel Respekt vor Sarah entwickelt, zum einen, weil sie so brutal ehrlich ist und uns auch auf ihre eigene innere Reise mitnimmt und weil es ECHT eine Veränderung war. Aber hier bewahrheitet sich auch der Grundsatz: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Und Sarah hat hier massiv an Lebensqualität gewonnen.
Daa Buch ist übrigens in einem sehr sehr jungen Verlag erschienen: Wenn nicht Jetzt-Verlag! Spannend wie auch hier zwei dynamische Personen den Mut hatten einen eigenen Verlag zu gründen und großartigerweise klimapositiv produzieren!
Fazit: Amüsant, bereichernd - großer Respekt vor dem Mut! Unbedingt lesen und mit den beiden die Reise gedanklich mitmachen!

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Wie „chicken soup for the soul“ auf japanische Art

Kleine Wunder um Mitternacht
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Immer wieder zieht mich die leise und feine Erzählkunst der Japaner:innen an und ich freue mich auch dieses Mal wieder eine wunderbare Entdeckung gemacht zu haben mit Keigo Higashino. Der Autor, der wohl ...

Immer wieder zieht mich die leise und feine Erzählkunst der Japaner:innen an und ich freue mich auch dieses Mal wieder eine wunderbare Entdeckung gemacht zu haben mit Keigo Higashino. Der Autor, der wohl für seine Krimis vielfach ausgezeichnet und weltweit bekannt geworden ist, legt mit „Kleine Wunder um Mitternacht“ eher eine märchenhafte schöne Erzählung vor als ein spannungsgeladenes Buch! Aber es lohnt sich, ist man gewillt in diese Geschichte einzutauchen.
Da sind sie nun die drei Gauner, die nach ihrem gedrehten Ding in dem verlassenen Gemischtwarenladen sitzen und eigentlich nur darauf warten wieder aus der Versenkung auftauchen zu dürfen. Aber was ist das? Plötzlich flattert ein Brief durch den Schlitz, den die 3 öffnen um dann ein handfestes Problem zu lösen, denn ignorieren lässt es sich nicht – so düster sind die Kleinkriminellen nun auch wieder nicht. Eine Frau sucht eigentlich Rat bei dem verstorbenen Besitzer des Ladens. Die Geschichte kommt ins Rollen.
Durch Zeitsprünge, durch perspektivische Wechsel und allerlei anderer Kniffe erfahren wir auch was es mit dem Laden auf sich hatte, um was es der Frau genau geht und wie die drei Halunken damit umgehen.
Eine in der Tat märchenhafte, leise nette Geschichte, die ans Herz geht. Und sehr ruhig und mit viel Bedacht erzählt wird. Mich hat sie überzeugt und ich erhoffe dem Buch noch so einige Leser:innen.

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Zu viel Religion & zu veraltertes Rollenbild

Minimalismus Mom
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Wenn man Anne Löwen ein wenig recherchiert, merkt man schnell, dass diese Frau tief in ihrem christlichen Glauben verwurzelt ist und all ihre Lebensbereiche mit Bibel und Gott verzahnt.
Ich habe mich ...

Wenn man Anne Löwen ein wenig recherchiert, merkt man schnell, dass diese Frau tief in ihrem christlichen Glauben verwurzelt ist und all ihre Lebensbereiche mit Bibel und Gott verzahnt.
Ich habe mich unvoreingenommen dem Buch gewidmet, weil es mich thematisch angesprochen hat und vor allem von der Unterschrift auf dem Cover: Wie weniger deinen Familienalltag bereichert!
In der Tat ist das Buch sehr anschaulich gestaltet und enthält minimalistische, aber wenig authentische Fotos.
In der Kernbotschaft stimme ich Anne Löwen voll zu: Materieller Reichtum belastet mehr als er befreit und kann auf Dauer mehr Arbeit als Glück bringen. Ohne Frage!
Was ich an dem Buch etwas "too much" finde, sind die sehr sehr vielen Bibelreferenzen, Jesusreferenzen und was Gott für uns als Weg auserkoren hat. Hinzu kommt das sehr traditionelle Mutterbild das sie hier im Buch aufzeigt. Ja Mütter sind eminent wichtig, aber Väter genauso! Da gebe ich zu, hätte ich beim Titel schon stutzen sollen, denn heißt ja auch nicht: Minimalismus Parents oder Eltern!
Außerdem kreide ich dem Verlag an, dass der Klappentext keinen Hinweis auf die Spiritualität des Buches gibt. Auch wenn der Brunnenverlag ein christlicher Verlag ist, sollte man es für den übergeordneten Handel entsprechend kennzeichnen.
Fazit: Im Grunde die richtige Message, die mich ansprach, aber zu viel Glaube und zu traditionelle Rollenbilder. Nicht meines.

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Nicht nur für Zug-Fans!

In 80 Zügen um die Welt
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7 Monate und 70 000 Kilometer in Zügen hat die Autorin Monisha Rajesh mit ihrem Verlobten hinter sich gebracht und die Welt entdeckt! Schon der Wahnsinn was die beiden auf ihrer Reise alles erlebt haben ...

7 Monate und 70 000 Kilometer in Zügen hat die Autorin Monisha Rajesh mit ihrem Verlobten hinter sich gebracht und die Welt entdeckt! Schon der Wahnsinn was die beiden auf ihrer Reise alles erlebt haben und wirklich super, dass sie es zu Papier gebracht hat! Einziger Wehrmutstropfen ist, dass man dem Text schon anmerkt, dass er aus dem Englischen übersetzt ist – not a Problem, but if you can read the orginal! ;0)
Super gut gemacht ist die Klappenbroschüre vorne und hinten, da sind alle Strecken abgebildet, natürlich nur in klitzeklein, aber ersichtlich und hilft der Visualisierung! Ich hab‘ beim Lesen immer mal wieder nachgeschaut. Spricht natürlich für das gedruckte Buch. Es sind auch ganz dem klassichen Reisebericht entsprechend ein paar wenige Hochglanzfotos enthalten an 2 Stellen im Buch.
Spannend ist das Buch, doch muss ich ein ABER hinzufügen, denn bei aller Entdeckerfreude und Abenteuerlust ist Manches nicht ganz austarierte, die Balance der Informationen hätte besser gemacht werden können. Manches wird in epischer Breite erzählt, anderes wie vorbeiziehende Landschaften kommen nicht vor und auch der Fokus ist nicht immer so wie man ihn vielleicht erwarten würde.
Immerhin versucht die Autorin auf knapp 400 Seiten eine Reise von 7 Monaten zusammenzufassen! Das alleine ist schon eine große Kunst und hat daher großes Potenzial, dass der/die Leser:in nicht alles gut findet. Müssen wir auch nicht! Mir hat die gedankliche Reise trotz Kritik auf hohem Niveau äußerst viel Freude bereitet.
Ach und was das Buch sehr bereichernd macht, dass sie aus dem Blickwinkel einer Person of Color geschrieben wurde, anders als die unzähligen Backpaper-Berichte von Weißen. Den Unterschied merkt man in der Welt und das ist gut wie die Autorin hier ihre journalistische Seele zeigt und es hier dokumentiert.
Fazit: Einsteigen und gedanklich mal wieder auf der Schiene durch die Welt tingeln!

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Zu belanglos

Enriettas Vermächtnis
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Der Klappentext las sich äußerst gut, es war auch auf den ersten Seiten ein Roman der mich ansprach, auf den ich mich freute. Doch dann wurde mir Enriettas Vermächtnis zum Verhängnis, denn die Geschichte ...

Der Klappentext las sich äußerst gut, es war auch auf den ersten Seiten ein Roman der mich ansprach, auf den ich mich freute. Doch dann wurde mir Enriettas Vermächtnis zum Verhängnis, denn die Geschichte langweilte mich zunehmend.
Da ist diese ominöse Person Enritetta, die ihr Vermächtnis auf 3 Personen verteilt, zum einen ihrem Sohn, einer Bekannten und ihrem Stiefsohn. Die Testamentseröffnung wird in Zürich vorgenommen, denn dort starb die Frau, die vor Jahrzehnten aus Südamerika nach Europa kam, man möchte fast flüchtete sagen. Diese Ausgangslage war spannend und vielversprechend und auch der Schreibstil ist leicht lesbar. Tja, und da hörten die guten Worte leider auch schon auf, denn der Roman hat wenig Tiefe und konnte mich nicht überzeugend. Es fehlt mir in diesem Roman schlicht weg die Raffinesse. Die Geschichte könnte so viel hergeben, aber ich finde es wird zu "einfach" erzählt und die Charaktere bleiben sehr eindimensional.
Die drei Wegen kreuzen sich in den Folgewochen, es brennen Liebschaften auf und alte Emotionen kochen hoch, aber in der Summe recht trivial und ohne Mehrwert für den Leser.
Schade, ich habe mehr erwartet und kann den Roman leider nicht empfehlen.

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