Cover-Bild In 80 Zügen um die Welt

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

17,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH
  • Themenbereich: Lifestlye, Hobby und Freizeit - Reiseberichte, Reiseliteratur
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 07.05.2021
  • ISBN: 9783841907059
Monisha Rajesh

In 80 Zügen um die Welt

Mein 70 000 Kilometer langes Abenteuer auf Schienen. National Geographic Traveller Book of the Year
Als Monisha Rajesh verkündet, dass sie die Welt in 80 Zugreisen umrunden möchte, zweifelt ihr Umfeld stark an der Durchführbarkeit. Doch tatsächlich macht sie sich kurz darauf auf eine atemberaubende, über 70.000 Kilometer lange Reise durch zahlreiche Länder und Kontinente. Dabei lernt sie nicht nur die spannendsten Bahnstrecken der Welt, sondern auch jede Menge interessante Menschen kennen. Ein humorvoller, intimer Blick auf die Welt und eine Hommage an das Reisen mit der Eisenbahn.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2021

Eher eine - ausgesprochen informative - Reise durch Asien

0

Schon das fröhliche Titelbild weckt Urlaubsgefühle, der Titel „In 80 Zügen um die Welt“ umgehende Jules-Verne-Assoziationen. Sieben Monate lang reiste Monisha Rajesh in Zügen umher und berichtet davon ...

Schon das fröhliche Titelbild weckt Urlaubsgefühle, der Titel „In 80 Zügen um die Welt“ umgehende Jules-Verne-Assoziationen. Sieben Monate lang reiste Monisha Rajesh in Zügen umher und berichtet davon in einer unterhaltsamen Mischung aus Anekdoten, Hintergrundinformationen und Erlebtem.

„Um die Welt“ ist hier etwas vollmundig – die südliche Hemisphäre wird komplett ausgelassen (wobei man der Fairness halber sagen muß, daß es bei Verne nicht anders war). Das mag sicher auch an der Zug-Infrastruktur liegen. So führt die Reise sie von London durch Europa, Asien und Nordamerika, dann geht es wieder durch Asien und Europa zurück. Über zwei Drittel des Buches widmen sich den asiatischen Ländern. Aus Europa erfahren wir letztlich nur etwas über Lourdes, eine überteuerte Reinigung in Italien und verwirrende venezianische Kanäle. Die immerhin achtundzwanzig europäischen Stationen (darunter Madrid, Rom, Warschau, Riga) sind keine Erwähnung wert. Das fand ich irritierend und bedauerlich und hier werden durch Titel, Klappentext und Städteliste eindeutig falsche Erwartungen geweckt.

Allerdings ist das, was berichtet wird, vielfältig und interessant. Die Autorin erzählt farbig von den diversen Zügen, in denen sie im Laufe ihrer Reise so ziemlich alle Komfortstufen erfährt. Unterhaltungen mit anderen Reisenden oder Leuten vor Ort bieten ausgezeichnete Einblicke in die Reise- und Lebensumstände unterschiedlicher Länder und sorgen dafür, dass wir nicht nur Land, sondern auch Leute erfahren. Diese persönliche Komponente ist erfreulich, eine weitere leider die große Schwäche des Buches: die Autorin selbst. Während sie einerseits den Kontakt zu den Menschen mit ehrlichem Interesse sucht, ist es andererseits unangenehm, ihre ständige Arroganz lesen zu müssen. Sie bedient sich vieler Vorurteile (Kleinstädte in den USA? Dort besteht laut ihr die Gefahr, von Hinterwäldlern auf offener Straße erschossen zu werden.) und wer sich nicht genau so verhält, wie sie es möchte, wird gnadenlos herabgesetzt. Einem dänischen Ehepaar, das keine Lust auf eine Unterhaltung hat und sich den wiederholten (!), hartnäckigen Versuchen der Autorin, die dies missachtet, schließlich durch demonstratives Lesen entzieht, wird viel Raum gewidmet, die Autorin beklagt sich anhaltend über eine solche „Unfreundlichkeit“ und freut sich, daß dieses Paar vor einem besonders schönen Streckenabschnitt aussteigt und diesen somit nicht mehr genießen kann. Ich habe immer wieder den Kopf geschüttelt, wenn sie giftig über Leute schreibt, die nichts getan haben, außer ihren Erwartungen nicht zu entsprechen. Es wurde zunehmend unangenehm zu lesen. Auch ihre ständige Herablassung vergiftete das Leseerlebnis. Hinzu kommt, daß diese sich mit einer ziemlichen Doppelmoral verbindet. Immer wieder läßt sie uns an ihren Meinungen teilhaben. So verteufelt sie gerne die zunehmende Abhängigkeit von Smartphones und Tablets, erwähnt andererseits mit solcher Hingabe iPads, Macbooks und andere Produkte dieses Herstellers, dass ich irgendwann ganz ernsthaft nach einem „Sponsored by“-Vermerk suchte. Sie erklärt uns gerne ihre Gewissenskonflikte in manchen Situationen, handelt aber in keiner dieser Situation danach. Auch das ging – ebenso wie die Überemotionalität – immer mehr auf die Nerven.

Abgesehen davon schreibt sie in einem zugänglichen, gut lesbaren Stil, oft mit herrlich trockenem Humor (an zwei Stellen finden sich leider zwei sehr alberne Szenen) und manch geradezu poetischen Formulierungen. Herrlich ist auch, wie viel man hier erfährt. Historische Hintergrundinformationen werden durch Interviews mit Zeitzeugen gelungen bereichert und sind berührend, manchmal beklemmend. Politische Hintergründe werden gut dargestellt und in den meisten Fällen benennt die Autorin glasklar die wirklichen Intentionen, die z.B. von China hinsichtlich Tibet gerne verfälscht dargestellt werden. Lediglich bei Nordkorea scheint sie sich entgegen ihrer mehrfach bekundeten Absicht etwas von der Propaganda einlullen zu lassen. Trotzdem ist ihr Bericht über den dortigen Besuch eine der interessantesten Passagen des Buches. Auch aus anderen Regionen, über die man sonst wenig erfährt – z.B. Kasachstan, dem uigurischen Gebiet, Tibet – gibt es hier farbige, informative Berichte. Zu bekannteren Ländern findet die Autorin Themen, die eher unbekannt sind und kann so viele neue Facetten beitragen. Bedauerlich ist es, daß sie die grausame Behandlung von Tieren in vielen dieser Länder völlig außer Acht läßt. Kleine Bemerkungen zeigen, daß sie in Situationen ist, in denen sie diese sieht, aber sie übergeht sie völlig. Als ihr von einem Gericht erzählt wird, bei dem lebendige, junge Mäuse gegessen werden, entfährt ihr, die so gerne ihre hehren moralischen Prinzipien darlegt, kein kritisches Wort – im Gegenteil: sie bekommt Hunger. Daß sie am Ende der Fahrt dann auch noch Foie Gras ißt, natürlich ohne ein Wort über die unfassbare Tierquälerei, die dahinter steht, paßt leider auf traurige Weise dazu und hat mich wirklich wütend gemacht.

Bedauerlich ist, daß der Leser völlig im Dunkeln gelassen wird, an welchem Tag der Reise wir uns gerade befinden, welcher Monat – oder auch nur welche Jahreszeit – gerade herrscht. Es gibt Übersichtskarten der Reise und eine Liste der 80 Züge und ihrer Ziele, das hat mir gefallen, aber abgesehen davon wissen wir nie, wie viel Zeit schon vergangen ist, auch die einzelnen Etappen werden den Kapiteln leider nicht vorangestellt, wie ich es von anderen Reiseberichten kenne. Sehr schön dafür zwei Abschnitte mit Farbfotos in ausgezeichneter Qualität.

Ich habe trotz der oben aufgeführten Schwächen genossen, wie viel ich in diesem Buch erfahren habe und wie informativ und vielfältig dies geschah. Größtenteils ist es eine wirklich gelungene Mischung.

  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 17.05.2021

Ein sehr persönlicher Reisebericht

0

„In 80 Zügen um die Welt“ - das ist genau das, was sich die britische Journalistin Monisha Rajesh für die nächsten 7 Monate vorgenommen hat. Ihr Umfeld hält das Unterfangen im besten Fall für nicht durchführbar, ...

„In 80 Zügen um die Welt“ - das ist genau das, was sich die britische Journalistin Monisha Rajesh für die nächsten 7 Monate vorgenommen hat. Ihr Umfeld hält das Unterfangen im besten Fall für nicht durchführbar, im schlechtesten für schlichtweg verrückt. Aus Sorge um ihre Sicherheit beschließt Monishas Verlobter Jeremy, sie auf die Reise zu begleiten. Gemeinsam geht es für die beiden auf Schienen durch Europa, Asien, Nordamerika und Kanada. Unterwegs werden sie nicht nur jede Menge nette, schräge, aber auch ernüchternde Begegnungen machen, sondern auch sich selbst und als Paar besser kennenlernen.

Das Buch ist ein klassischer Reisebericht, der in insgesamt 15 Kapiteln die Reiseroute von Monisha und Jeremy nachvollzieht. Da die Kapitelüberschriften dabei eher auf Erlebnisse auf dem jeweiligen Streckenabschnitt anspielen, war es für mich nicht immer einfach nachzuvollziehen, wo genau wir uns im Moment befinden. Im Umschlag ist zwar eine Karte abgebildet, die ist aber sehr stark schematisch und zeigt auch nicht, in welche Richtung die Strecke bereist wurde. Generell hätte ich mir genauere Daten zu den Routen und Zügen gewünscht – wer auf eine ähnliche Reise gehen möchte, findet hier nur wenige Angaben über Buchungsmöglichkeiten oder Preise.

In den ersten Kapiteln will noch nicht so recht deutlich werden, was eigentlich die Faszination des Zugreisens ausmacht. Monisha und Jeremy fühlen sich in Europa unwohl und werden mehrfach über den Tisch gezogen. Über Russland fliehen sie daher recht bald nach China, werden jedoch auch hier in den Zügen immer wieder rassistisch beleidigt. Monisha kommt ursprünglich aus Indien, Jeremys Mutter stammt aus Malaysia, sein Vater ist halb schottisch, halb litauisch – ihre Hautfarbe und auch ihr Alter und ihr augenscheinlich privilegierter Status sorgen bei den Mitreisenden für Vorbehalte.

Lesenswert hingegen machen das Buch die Begegnungen mit Menschen verschiedenster Nationalitäten, Kulturen und Religionen. Besonders im Gedächtnis bleibt dabei auf jeden Fall die Reise nach Nordkorea, voller Einschränkungen und seltsamer Regeln oder die Fahrt in der so genannten „Todeseisenbahn“ in Thailand, bei deren Bau im Zweiten Weltkrieg viele Tausende Kriegsgefangene der Japaner ihr Leben lassen mussten. Ein Lächeln aufs Gesicht zaubert hingegen die Bekanntschaft mit einer tibetischen Nonne, die Monisha bisher unbekannte Funktionen ihres Iphones erklärt.

Fazit: Ein sehr persönlicher Reisebericht, der für meinen Geschmack mehr Sachinformationen enthalten dürfte

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2021

Nicht nur für Zug-Fans!

0

7 Monate und 70 000 Kilometer in Zügen hat die Autorin Monisha Rajesh mit ihrem Verlobten hinter sich gebracht und die Welt entdeckt! Schon der Wahnsinn was die beiden auf ihrer Reise alles erlebt haben ...

7 Monate und 70 000 Kilometer in Zügen hat die Autorin Monisha Rajesh mit ihrem Verlobten hinter sich gebracht und die Welt entdeckt! Schon der Wahnsinn was die beiden auf ihrer Reise alles erlebt haben und wirklich super, dass sie es zu Papier gebracht hat! Einziger Wehrmutstropfen ist, dass man dem Text schon anmerkt, dass er aus dem Englischen übersetzt ist – not a Problem, but if you can read the orginal! ;0)
Super gut gemacht ist die Klappenbroschüre vorne und hinten, da sind alle Strecken abgebildet, natürlich nur in klitzeklein, aber ersichtlich und hilft der Visualisierung! Ich hab‘ beim Lesen immer mal wieder nachgeschaut. Spricht natürlich für das gedruckte Buch. Es sind auch ganz dem klassichen Reisebericht entsprechend ein paar wenige Hochglanzfotos enthalten an 2 Stellen im Buch.
Spannend ist das Buch, doch muss ich ein ABER hinzufügen, denn bei aller Entdeckerfreude und Abenteuerlust ist Manches nicht ganz austarierte, die Balance der Informationen hätte besser gemacht werden können. Manches wird in epischer Breite erzählt, anderes wie vorbeiziehende Landschaften kommen nicht vor und auch der Fokus ist nicht immer so wie man ihn vielleicht erwarten würde.
Immerhin versucht die Autorin auf knapp 400 Seiten eine Reise von 7 Monaten zusammenzufassen! Das alleine ist schon eine große Kunst und hat daher großes Potenzial, dass der/die Leser:in nicht alles gut findet. Müssen wir auch nicht! Mir hat die gedankliche Reise trotz Kritik auf hohem Niveau äußerst viel Freude bereitet.
Ach und was das Buch sehr bereichernd macht, dass sie aus dem Blickwinkel einer Person of Color geschrieben wurde, anders als die unzähligen Backpaper-Berichte von Weißen. Den Unterschied merkt man in der Welt und das ist gut wie die Autorin hier ihre journalistische Seele zeigt und es hier dokumentiert.
Fazit: Einsteigen und gedanklich mal wieder auf der Schiene durch die Welt tingeln!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2021

Interessante Einblicke in eine spannende Art zu Reisen

0

Zusammen mit ihrem Verlobten Jem macht sich Monisha Rajesh, Journalistin, auf eine definitiv interessante Reise: Mit dem Zug um die Welt. In sieben Monaten erlebt sie die unterschiedlichsten Dinge und ...

Zusammen mit ihrem Verlobten Jem macht sich Monisha Rajesh, Journalistin, auf eine definitiv interessante Reise: Mit dem Zug um die Welt. In sieben Monaten erlebt sie die unterschiedlichsten Dinge und lernt die verschiedensten Länder, aber auch Menschen und Bräuche kennen. Im Buch darf man an dieser Reise teilhaben.

Eine Zugreise ist definitiv ein spannendes Abenteuer, bei den Verspätungen etc. merkt man das ja bei uns auch oft schon – da ist es Glück, wenn man den Anschlußzug noch bekommt usw. Was aber Monisha Rajesh gemacht hat, eine Weltreise mit dem Zug, ist da definitiv eine noch krassere Geschichte. Folglich war ich echt auf die Geschichte darüber gespannt.

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, es ist gut verständlich geschrieben, durchaus unterhaltsam, authentisch und teilweise sehr ausführlich beschreibend. Manchmal hätte ich mir hier von manchen Schilderungen weniger gewünscht, da sie für mich etwas in die Länge gezogen waren, von anderen Orten jedoch, die sie besucht hat, hätte ich mir mehr Infos gewünscht.

Inhaltlich ist es interessant zu sehen wo sie so entlang kommt. Vorn im Buch kann man eine Weltkarte herausklappen, hier sind alle Orte, die mit dem Zug besucht wurden, markiert sowie darunter aufgeführt. Hinten im Buch kann man dann drei Karten von Asien, Europa und Nordamerika auf dem Klappumschlag sehen, hier sind mit Nummerierungen die Züge markiert, darunter mit den Orten und Nummern ausgeschrieben. Das hat mir echt gut gefallen, sowas hätte ich mir fast zu jedem Kapitel im Buch gewünscht, dann hätte man noch mehr „mitreisen“ können.

Bei den Einblicken in die Reise war ich teilweise erstaunt, welche Fremdenfeindlichkeit der Autorin hier entgegengebracht wurde. Bislang hatte ich mir da keine Gedanken darüber gemacht, wie manche Nationen auf Menschen aus anderen Nationen reagieren, aber es hat mich definitiv erschreckt. Umso schöner ist es dann zu lesen, dass es auch freundlichere Menschen auf der Reise gab.

Ein bisschen naiv war die Autorin meiner Ansicht nach jedoch auch – so wurde beispielsweise Wäsche zum Waschen in einem Waschsalon in Italien (Mailand, genauer gesagt) abgegeben und die Rechnung, die sie dann bekam, war ihrer Ansicht nach zu hoch. (Seite 21) Hier muss man doch auch realistisch sein, wenn man so etwas nutzt – vor allem, wenn man aus England kommt. (Dort gibt’s das doch auch nicht für lau? In asiatischen Ländern ist dies wohl extrem günstig, das habe ich schon mal mitbekommen.)

Gut gefallen haben mir die Fotos, die sich in zwei Abschnitten im Buch befinden. Hier bekommt man tolle Einblicke und kann sich so entsprechend ein Bild zum geschriebenen Wort machen.

Alles in allem habe ich mir etwas mehr vom Buch erhofft und bin ein wenig enttäuscht. Ich habe mir mehr Einblicke in Land und Leute erwartet und manchmal waren es eher persönliche Schilderungen, was man so auf der Zugreise tat (Game of Thrones geschaut z.B.). Hier wäre ich mehr an der Landschaft interessiert gewesen, an Bräuchen, der dortigen Lebensweise, etc. Auch waren mir manche Schilderungen etwas zu lang, hier waren für mich teilweise Längen, die es nicht gebraucht hätte.

Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2021

Zugreisen unverblümt

0

Vielleicht liegt es an eigenen Erfahrungen durch individuelle Reisen durch ferne Länder, denn dieses Buch hat mich leider enttäuscht.

Das Buch hat leider weder meine Lust auf Zugreisen geweckt, noch hat ...

Vielleicht liegt es an eigenen Erfahrungen durch individuelle Reisen durch ferne Länder, denn dieses Buch hat mich leider enttäuscht.

Das Buch hat leider weder meine Lust auf Zugreisen geweckt, noch hat es mich beeindruckt, manchmal eher verwirrt zurück gelassen. Zu Beginn erfährt man nur eben mal, dass die Autorin mit ihrem Verlobten die Koffer packt und beschliesst in „80 Zügen um die Welt“ zu reisen. Sie hätte doch wenigstens ein bisschen ihrer Planung in der Einleitung beschreiben können. Das sie Europa nicht wirklich groß erwähnenswert findet bzw. direkt mit negativen Erlebnissen beschreibt, fand ich komisch. Herablassend und kritisch schreibt sie auch über weitere Mitreisende und Umstände auf ihrer Zugfahrt. Man liest durch die Kapitel ohne ein Zeitgefühl bei der Reise und manchmal ist es auch verwirrend, da es Unterbrüche gibt. Entweder wurde manchmal Kapitel eingekürzt oder die Autorin hat es in unterschiedlichen emotionalen Lebensabschnitten geschrieben. Der Lesefluss oder gar ein Lesevergnügen konnte sich bei mir nicht einstellen, ich hab mich weiter durch das Buch gekämpft. Gefallen haben mir die persönlichen Porträts diverser Personen und geschichtliche Aspekte des jeweiligen bereisten Landes.

Leider konnte mich das Buch nicht begeistern und ich würde es nicht weiterempfehlen, deshalb grad nur so 3 Sterne von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere