Die lebendige Kunst
Allow a Sunflower to BloomTriggerwarnung:
Körperliche und psychische Gewalt, traumatische Erfahrungen von Pflegekindern und das System des Jugendamts, Schizophrenie und psychotische Episoden, Panikattacken, Toxisches Verhalten ...
Triggerwarnung:
Körperliche und psychische Gewalt, traumatische Erfahrungen von Pflegekindern und das System des Jugendamts, Schizophrenie und psychotische Episoden, Panikattacken, Toxisches Verhalten in Ehe und Erziehung, Chronische Erkrankung, Tod und Trauer.
Meinung:
Allein die Aufmachung des Buches sagt viel über den Schreibstil und die Gefühle aus. Es passt einfach hervorragend zur Geschichte. Der Schreibstil ist poetisch, schnörkelvoll und alles andere als einfach. In diesem Buch geht es um Emmee und Madita, die als Pfelgekinder in einer Familie aufgewachsen, Mitte 20 sind und auf ihren eigen Beinen stehen wollen. Dann landen sie in einer WG, keiner kennt sich und alles ist so fremd. Mit Casimir konnte ich mich schnell anfreunden, aber auch mit Xavier, seinem Bruder. Und auch Frieda war ein toller Charakter. Die einzelnen Kapitel werden immer mit einem Kunstwerk begonnen, das zum jeweiligen Kapitel hervorragend passt. In manchen Situationen kann ich die Zerissenheit von Emz und Madita verstehen, aber in manchen eben nicht. Emmee fühlt sich für mich an, als hätte ich einen Teenager vor mir, der nicht weiß, was oder wie er denken soll, da sie immer Angst hat, verlassen zu werden oder es einen IMMER-Moment nicht mehr gibt. Sie denkt in Farben und generell ist sie eine Overthinkerin, die alles zerdenkt und alle Möglichkeiten, wie eine Situation ausgehen könnte, durchspielt, bis sie in einer Spiral hängt. Für beide, Madita und Emz, ist es schwierig, Vertrauen zu fassen, weil sie Angst haben, etwas zu tun, das irgendwann enden könnte. Casimir hingegen kam für mich wie ein Optimist daher, auch wenn er mit seiner eigenen toxischen Familie zu kämpfen hat. Das letzte Drittel des Buches hat sich für mich nicht mehr echt angefühlt oder es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Alles in allem ist es ein Buch für die Kunst und für Mensxhen, die uns Wurzeln schlagen lassen.
Fazit:
Ein poetischer, selbstfinderischer Liebesroman an die Kunst & ans Erwachsenwerden - sehr gefühlvoll und berührend!