Keine Worte...
Die Stille meiner Worte Spoiler!!
Weil mir einfach keine schöne Einleitung einfällt und meine Rezenssion eh schon utopisch lang werden wird, fange ich jetzt einfach mal direkt an:
Nachdem Hannah ihre Zwillingsschwester bei ...
Spoiler!!
Weil mir einfach keine schöne Einleitung einfällt und meine Rezenssion eh schon utopisch lang werden wird, fange ich jetzt einfach mal direkt an:
Nachdem Hannah ihre Zwillingsschwester bei einem Unfall verloren hat, ist sie am Boden zerstört und spricht nicht mehr; mit keinem.
Sie fühlt sich wie betäubt und, weil ihre Eltern nicht mehr weiter wissen, schicken sie sie in ein Camp und anschließend auf die Schule Sankt Anna. Im Camp trifft sie auf Levi.
Und obwohl sie glaubt, sich verloren zu haben, bringt er ihr einen Funken Leben in ihr zurück.
Hannahs Erlebniss war traumatisierend und selbst ich, als Leserin, habe durchgehend ein bedrückendes Gefühl gespürt. Vielleicht lag es daran, dass ich selbst ein Zwilling bin und ein enges Verhältniss zu meiner Schester habe, aber Mitgelitten habe ich fast durchgehend bei Hannah.
Man startet mit wenigen Informationen ins Buch und erfährt erst nach und nach, was passiert ist; warum ihre Eltern nicht die gewünschte Stütze sind.
Wobei ich jedoch auch erwähnen müss, dass mich Hannahs Gefühle zu Beginn des Buches wenig erreicht haben. Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch in diesem Wunden Punkt herumstochert und mich somit zu Tränen rührt. Aber es passierte nichts; keine Träne ist geflossen.
Dazu waren die ersten hundert Seiten ziemlch träge. Natürlich war der Schreibstil flüssig und es ließ sich schnell und schön lesen, aber inhaltlich ist kaum was passiert.
Hätte diese Seiten mich tiefer berührt, hätte es mich nicht gestört, aber so blieb nur ein komisches Gefühl, weil ihr Schmerz mich weder ergriff noch sich besserte.
Das Camp an sich erschien mir anfangs eher wie eine Sekte.
Dennoch könnte ich mir gut vorstellen, dass dieses unwohle Gefühl von der Autorin geplant war, da es Hannah selbst ähnlich erging.
Als diese und Levi ihre erste Konversation führen, wird das Buch aber um einiges besser.
In etwa bei dieser Szene berühren mich die Worte mehr. Man sieht aus mehreren Perspektiven wie Hannah leidet und gleichzeitig wie sie lernt, ihr Herz auszuschütten und dieses Erlebniss zu verarbeiten.
Obwohl ich finde, dass Levi und Hannah super zusammenpassen und ich mir wünsche, dass die beiden "ausserhalb des Buches" irgendwann zueinanderfinden , freut es mich, dass daraus im Buch keine Liebesbeziehung entstand/ nicht explitzit ausschlaggebend war.
Hannah ist einfach zu zerbrochen und verwundet.
Levi wird kein Ersatz für die Zwillingsschwester Izzy, aber ein Pflaster für Hannahs schmerzhafte Wunde. Anders als der Anfang, war das Ende herzzerreißend. Es war realistisch, wie sie wieder, wenn auch mit Schwirigkeiten, das Sprechen erlernte. Aber besonders schlimm fand ich die Szene in der sie beschloss loszulassen.
Der Moment als Hannah die Kerze anzünderte und die letzten Breife verbrannte mit den Worten "Ich liebe dich, Izzy." (S.307), riss mir regelrecht das Herz aus...
Dass das Buch nochmal eine positive Wenung genommen hat, fand ich echt schön, denn gerade für mich als Zwilling war das ein schmerzhaftes Thema. (Und da wünscht man sich natürlich, dass das Buch dementsprechend gut wird.)
Natürlich ist das Buch lesenswert, aber ich für meinen Teil, habe während des Lesens intensiver an meiner Schwester geklammet .
Ständig assoziierte ich Izzy duchgehend mit meiner eigenen Zwillingsschwester und musste mich desöfteren daran erinnern, dass es nur fiktiv ist!
Schlussendlich kann ich das Buch jedem weiterempfeheln, der das emotional durchhält.