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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.12.2025

Dunkel, fesselnd und überraschend intensiv

Beautiful Venom (Vipers, Band 1)
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Das Cover hat mir auf Anhieb gefallen. Die Kombination aus Schwarz, Rot und dem metallisch wirkenden Effekt passt perfekt zur Stimmung des Buches. Auch der Farbschnitt ist ein Hingucker und macht das Buch ...

Das Cover hat mir auf Anhieb gefallen. Die Kombination aus Schwarz, Rot und dem metallisch wirkenden Effekt passt perfekt zur Stimmung des Buches. Auch der Farbschnitt ist ein Hingucker und macht das Buch im Regal wirklich besonders. Optisch definitiv eins der stärkeren Dark Romance Bücher, die zuletzt erschienen sind.
Der Schreibstil von Rina Kent war für mich wieder leicht wegzulesen. Ich bin schnell in die Story reingekommen und hatte nie das Gefühl, hängen zu bleiben. Sie schreibt direkt, sehr atmosphärisch und mit genug emotionaler Spannung, dass man weiterblättern will, auch wenn manche Szenen wirklich heftig sind. Spice gibt es reichlich, aber für mich hat vor allem der psychologische Aspekt die Geschichte getragen.

Inhaltlich folgt man Dahlia, die ans College kommt, um endlich Antworten zu finden und die Menschen aufzuspüren, die für das verantwortlich sind, was ihrer Schwester passiert ist. Ihr Weg führt sie ausgerechnet zu den Vipers und damit zu Kane, dem Captain des Teams, der für ihren Plan wichtig wird und gleichzeitig derjenige ist, der sie am gefährlichsten werden könnte. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, manchmal explosiv und definitiv nichts für Leser, die es sanft mögen.
Dahlia mochte ich, weil sie eine klare Motivation hat und nicht einfach in alles reinrutscht. Manche Entscheidungen waren mir etwas zu impulsiv, aber insgesamt konnte ich ihre Wut und ihren inneren Konflikt gut nachvollziehen. Kane ist ein typischer Dark Romance Protagonist, aber einer, der genügend Tiefe besitzt, sodass ich verstehen konnte, warum es Dahlia immer wieder in seine Nähe zieht. Er ist nicht einfach nur düster, sondern hat Facetten, die erst nach und nach sichtbar werden.
Was mir gut gefallen hat, war die Verbindung aus dem College-Alltag, dem Eishockey-Umfeld und dieser geheimen, dunklen Struktur im Hintergrund. Das Setting ist nicht überladen, aber bietet ausreichend Spannung, damit die Geschichte nicht nur aus Spice besteht. An ein paar Stellen war es mir dennoch ein wenig zu viel - vor allem gegen Ende -, aber das ändert nichts daran, dass das Buch mich durchgehend gut unterhalten hat.

Fazit:
Ein intensiver Dark Romance-Auftakt, der sich schnell weglesen lässt, optisch überzeugt und knisternde Spannung zwischen den Charakteren bietet. Ein paar Szenen waren mir zu extrem, aber insgesamt ein sehr fesselnder Einstieg, der Lust auf Band 2 macht.
4/5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2025

Viel Potenzial, das nur teilweise zündet

Of Flame and Fury
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Das Cover wirkt sehr minimalistisch, sticht durch die knalligen Farben aber auf jeden Fall hervor. Der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm, sodass man gut durch die Kapitel kommt. Besonders die ...

Das Cover wirkt sehr minimalistisch, sticht durch die knalligen Farben aber auf jeden Fall hervor. Der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm, sodass man gut durch die Kapitel kommt. Besonders die actionreichen Szenen sind bildlich und mitreißend geschrieben. Trotzdem fehlt es der Story an manchen Stellen etwas an Tiefe. Vor allem in den ruhigeren Momenten hätte ich mir mehr Atmosphäre und Emotionen gewünscht.

Der Einstieg ist sehr rasant. Man wird mitten in ein Rennen geworfen und bekommt sofort ein Gefühl für die Dynamik dieser Welt. Gleichzeitig wirkt der Anfang etwas unübersichtlich, weil viele Namen und Begriffe auf einmal auftauchen. Nach und nach findet man sich jedoch besser zurecht, und man findet besser in die Handlung hinein.
Mit Kel bin ich erst spät warm geworden. Sie ist mutig und willensstark, reagiert aber oft impulsiv und unüberlegt, was ich oft sehr anstrengend fand. Coup fand ich im Verlauf interessanter und wesentlich sympathischer. Ihre Beziehung entwickelt sich zwar in eine interessante Richtung, hat mich emotional aber nicht wirklich erreicht.
Die Phönixrennen waren für mich das große Highlight. Diese Szenen sind spannend, eindrucksvoll und emotional geschrieben. Besonders gut gefallen hat mir auch die Bindung zwischen Kel und ihrem Phönix Savita - sie ist glaubhaft, stark und fügt sich schön in die Geschichte ein.
Trotzdem konnte mich das Buch nicht durchgehend fesseln. Das Worldbuilding bleibt insgesamt recht oberflächlich, viele Dinge werden nur angerissen, aber nicht richtig erklärt. Auch das Ende wurde mir zu schnell abgehandelt und ließ zu viele Fragen offen, auf die ich aber nicht näher eingehen kann, ohne zu spoilern.

Fazit:
Alles in allem ist "Of Flame and Fury" ein solides Fantasydebüt mit einer spannenden Idee, schönen Momenten und einer faszinierenden Grundthematik. Für mich hatte es starke Szenen und viel Potenzial, auch wenn vieles leider nicht ausgeschöpft wurde. Eine Story, die unterhält, aber mich nicht ganz so sehr von sich überzeugt hat, wie ich es mir gewünscht hätte.
3,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Ein starkes Nein für kleine Stimmen

Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein
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Das Cover hat mir direkt gut gefallen, weil es freundlich wirkt und mit den warmen Farben sofort zeigt, dass das Buch ein wichtiges, aber nicht einschüchterndes Thema behandelt. Die Illustrationen im Inneren ...

Das Cover hat mir direkt gut gefallen, weil es freundlich wirkt und mit den warmen Farben sofort zeigt, dass das Buch ein wichtiges, aber nicht einschüchterndes Thema behandelt. Die Illustrationen im Inneren passen dazu und sind kindlich, ohne zu simpel zu sein. Ich finde es schön, dass unterschiedliche Kinder gezeigt werden, sodass viele sich darin wiederfinden können.
Der Schreibstil ist bewusst einfach gehalten und richtet sich wirklich an die Jüngsten. Die kurzen Sätze eignen sich gut zum gemeinsamen Anschauen und Nachsprechen.

Für mich funktioniert das Buch vor allem als Gesprächsanstoß, weil es Situationen zeigt, in denen Kinder ein „Nein“ äußern dürfen und sollen. Manche Seiten bleiben inhaltlich sehr kurz, aber das ist für ein Pappbilderbuch dieser Altersgruppe völlig in Ordnung.
Was mir besonders gefällt, ist der Gedanke hinter dem Kinderschutz-Rap, der über den QR-Code erreichbar ist. Das macht das Thema interaktiver und sorgt dafür, dass es einprägsamer wird. Gleichzeitig muss ich sagen, dass der Rap vielleicht nicht jeden Geschmack trifft. Ich kann mir vorstellen, dass manche Kinder Spaß daran haben, andere aber eher irritiert sind. Das hängt sehr vom Typ ab.
Insgesamt finde ich das Buch aber wirklich sinnvoll und wertvoll. Die Botschaft ist klar und wichtig, und das Ganze ist so umgesetzt, dass Kinder es gut aufnehmen können, ohne Angst oder Druck zu spüren. Für Familien und auch für den Kindergarten ist es eine gute Ergänzung, um über Gefühle, Grenzen und Selbstbestimmung zu sprechen.

Fazit: Ein liebevoll illustriertes und wichtiges Buch, das Kindern Mut macht, auf ihr Bauchgefühl zu hören. Inhaltlich eher kurz, aber als Einstieg ins Thema absolut empfehlenswert.
4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Ein Pandabär und seine großen Gefühle

Was wütest du so sehr, kleiner Pandabär?
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Das Cover ist ein echter Hingucker. Die kräftigen, warmen Farben passen perfekt zum Thema. Auch innen haben mich die Illustrationen richtig begeistert. Sie sind detailreich, emotional und fangen die Wucht ...

Das Cover ist ein echter Hingucker. Die kräftigen, warmen Farben passen perfekt zum Thema. Auch innen haben mich die Illustrationen richtig begeistert. Sie sind detailreich, emotional und fangen die Wucht der Gefühle sehr gut ein, ohne dass es zu überladen wirkt.
Der Schreibstil ist warm, nahbar und lässt sich angenehm vorlesen. Die Reime wirken nicht erzwungen, sondern fließen schön mit, was für ein Pappbilderbuch wirklich wichtig ist. Ich fand es außerdem sehr hilfreich, wie klar und gleichzeitig liebevoll die Emotionen beschrieben werden. Nicht wertend, nicht belehrend - eher wie ein kleiner Reminder: Wut ist okay, und Kinder brauchen Begleitung, keine Strafen.

„Was wütest du so sehr, kleiner Pandabär?“ hat mich direkt beim ersten Durchblättern abgeholt, weil es ein Thema aufgreift, das wahrscheinlich bei sehr vielen präsent ist. Genau deshalb war ich gespannt, wie Nora Imlau dieses Gefühl verpackt, und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte begleitet den kleinen Pandabären Tilly durch verschiedene Alltagssituationen, in denen die Wut einfach überhandnimmt. Das passiert schnell, manchmal ohne ersichtlichen Grund, und genau das macht das Buch so realistisch. Kinder erkennen sich darin sofort wieder, und auch wir Erwachsene fühlen uns an so manche Szene im eigenen Wohnzimmer erinnert.
Was mir persönlich besonders gut gefallen hat: Das Buch richtet sich nicht nur an Kinder, sondern gibt uns Erwachsenen am Ende einen kleinen Denkanstoß mit. Dieser Teil war für mich fast genauso wertvoll wie die Geschichte selbst.
Ein kleines „Aber“ habe ich trotzdem. Manche Seiten wirken ein bisschen textlastig für ganz junge Kinder. Mit kurzen Pausen beim Vorlesen ist das aber gut auszugleichen.

Fazit:
Ein warmherziges, liebevoll illustriertes Buch über ein großes Gefühl in einem kleinen Körper. Absolut empfehlenswert für Familien mit Kindern im Kita-Alter.
4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Ein warmes Wintermärchen im eisigen Norden

OTTO fährt los – Weihnachten in Finnland
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Das Buch hat bei mir sofort für Winterstimmung gesorgt. Schon das Cover wirkt warm und einladend. Die Mischung aus Schnee, Lichtern und Ottos freundlichem Gesicht macht richtig Lust auf eine gemütliche ...

Das Buch hat bei mir sofort für Winterstimmung gesorgt. Schon das Cover wirkt warm und einladend. Die Mischung aus Schnee, Lichtern und Ottos freundlichem Gesicht macht richtig Lust auf eine gemütliche Leserunde.
Der Schreibstil liest sich leicht und angenehm. Die Sprache ist kindgerecht, aber nicht zu einfach, und funktioniert beim Vorlesen sehr gut. Was mir aufgefallen ist: Die Übergänge zwischen den Szenen sind manchmal recht schnell. Man landet oft von einem Moment auf den nächsten in einer neuen Situation. Das ist nicht schlimm, aber ich hätte mir an manchen Stellen ein bisschen mehr Zeit gewünscht, um tiefer in die Szenen einzutauchen.

Die Geschichte selbst ist ein liebevolles Winterabenteuer. Otto begleitet eine Familie nach Finnland, und dabei erlebt man eine Mischung aus Reisegefühl, weihnachtlicher Atmosphäre und kleinen kulturellen Einblicken. Mir hat besonders gefallen, dass das Buch typische finnische Traditionen aufgreift, ohne dabei überladen zu wirken. Der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, die Sauna, die Schneelandschaft und natürlich das Weihnachtsdorf gehören hier zu den Highlights, die Kindern besonders gut gefallen dürften.
Wirklich herausstechend sind die Illustrationen. Stefanie Reich schafft es, diese winterliche Finnlandreise so lebendig zu gestalten, dass man fast das Gefühl hat, selbst im Schnee zu stehen. Die Bilder sind farbenfroh, detailreich und voller kleiner Elemente. Auch die warmen Lichter und der weiche Schnee sind großartig getroffen und erzeugen eine richtig festliche Stimmung.
Ein kleines Detail, das mir gefehlt hat, ist die ausführlichere Karte, wie sie in früheren Otto-Bänden vorkam. Sie hat die Reise immer schön abgerundet. Die kleinere Karte am Ende ist nett, aber ich mochte die große Version zu Beginn etwas lieber.
Trotzdem überwiegt für mich klar das Positive. Wir bekommen eine weihnachtliche Geschichte voller Wärme, Neugier und kleinen Abenteuern. Otto bleibt ein sympathischer Begleiter, und das Buch eignet sich perfekt für die Adventszeit oder als Lektüre an kalten Wintertagen.

Fazit:
Ein wunderschönes Weihnachtsabenteuer mit liebevollen Bildern und viel Herz. Kleine Schwächen im Erzählrhythmus sind kaum der Rede wert.
4,5/5 Sterne

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