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Veröffentlicht am 04.05.2026

Zwischen Geheimnissen und Geistern

Weavingshaw
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Das Cover ist wirklich schön, obwohl ich eigentlich kein Fan von Menschen auf Cover bin.
Der Schreibstil von Heba Al-Wasity ist angenehm flüssig und gleichzeitig sehr atmosphärisch. Die Welt wird bildhaft ...

Das Cover ist wirklich schön, obwohl ich eigentlich kein Fan von Menschen auf Cover bin.
Der Schreibstil von Heba Al-Wasity ist angenehm flüssig und gleichzeitig sehr atmosphärisch. Die Welt wird bildhaft beschrieben, ohne dass es zu überladen wirkt, und gerade diese leicht düstere, fast schon melancholische Grundstimmung zieht sich konstant durch das Buch.

Nach der Leseprobe war für mich klar, dass ich das Buch unbedingt lesen muss, weshalb ich mir die wunderschöne Farbschnittausgabe gesichert habe. :)
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen, auch wenn der Einstieg eher ruhig gehalten ist und sich vieles erst nach und nach entfaltet. Leena mochte ich als Protagonistin sehr gerne. Sie ist keine typische Heldin, aber gerade das mochte ich so an ihr. Sie ist stark, sehr empathisch und gleichzeitig entschlossen, wenn es um ihren Bruder geht. Ihre Motivation war für mich durchgehend nachvollziehbar und hat der Geschichte eine emotionale Basis gegeben. Man merkt, dass sie oft zwischen Angst, Pflichtgefühl und ihren eigenen Zweifeln steht, was sie für mich greifbar gemacht hat.
Mit St. Silas hatte ich am Anfang ein paar Schwierigkeiten. Er bleibt lange Zeit eher distanziert und schwer einzuschätzen, wodurch ich länger gebraucht habe, bis ich wirklich Zugang zu ihm gefunden habe. Gerade weil er so wenig von sich preisgibt, wirkt er stellenweise fast schon zu kühl. Mit der Zeit wird sein Charakter aber deutlich greifbarer, und genau diese langsame Entwicklung hat letztlich gut zur Geschichte gepasst.
Die Dynamik zwischen den beiden lebt von Misstrauen, unausgesprochenen Gedanken und kleinen Momenten. Das hat mir zwar grundsätzlich gut gefallen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die Liebesgeschichte präsenter gewesen wäre. An ein paar Stellen hätte ich mir etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht, gerade im Mittelteil.
Was das Worldbuilding angeht, fand ich die Grundidee spannend - vor allem die Mischung aus dem düsterem Setting, den gesellschaftlichen Themen und Leenas eher ungewöhnlichen Fähigkeit, Geister zu sehen. Gleichzeitig war es für mich nicht immer ganz einfach, mich komplett im Geschehen zurechtzufinden. Manche Aspekte wurden nur kurz angeschnitten oder werden erst recht spät aufgeklärt, was mich einerseits neugierig gemacht hat, andererseits aber auch kurzzeitig den Lesefluss bremsen kann.
Die Handlung lebt stark von ihren Geheimnissen und davon, dass sich nach und nach alles zusammensetzt. Es gibt immer wieder neue Hinweise und kleinere Wendungen, die einen bei der Stange halten. Allerdings hatte die Story für mich im Mittelteil ein paar Längen, in denen sich die Geschichte etwas im Kreis gedreht hat, bevor sie gegen Ende wieder deutlich an Fahrt aufgenommen hat.
Das Ende lässt einige Fragen offen, weshalb ich mich schon sehr auf die Fortsetzung freue.

Fazit:
„Weavingshaw“ ist ein atmosphärisch starker Auftakt mit einer düsteren Welt, interessanten Figuren und einer langsam aufgebauten Spannung. Nicht alles hat mich komplett überzeugt, vor allem im Mittelteil und bei der emotionalen Tiefe gab es für mich kleine Schwächen, aber insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und neugierig auf die Fortsetzung gemacht.
4/5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2026

Düsteres Oz Retelling mit Längen

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Das Cover finde ich richtig schön. Es ist düster, edel und passt optisch perfekt zur Story. Gerade in Kombination mit dem Farbschnitt macht das Buch im Regal wirklich etwas her. Der Schreibstil von Nikki ...

Das Cover finde ich richtig schön. Es ist düster, edel und passt optisch perfekt zur Story. Gerade in Kombination mit dem Farbschnitt macht das Buch im Regal wirklich etwas her. Der Schreibstil von Nikki St. Crowe ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und gerade am Anfang hatte das Buch auch eine gewisse Sogwirkung. Was mich allerdings etwas gestört hat, waren die vielen Perspektivwechsel und vor allem die Mischung aus Ich- und Erzählerperspektive. Das hat mich stellenweise eher aus dem Lesefluss gebracht.

Inhaltlich fand ich die Idee eines düsteren Der Zauberer von Oz Retellings richtig spannend. Die Grundstimmung ist auch definitiv dunkler als im Original, aber ehrlich gesagt hatte ich mir noch mehr davon erhofft. Auch der angekündigte Spiceanteil war deutlich zurückhaltender als gedacht, was mich persönlich nicht gestört hat, dennoch habe ich da einfach etwas anderes erwartet.
Der Einstieg hat mir noch ganz gut gefallen, weil man direkt in die Geschichte geworfen wird, was ich immer ganz spannend finde. Im Mittelteil hat das Buch für mich dann aber deutlich nachgelassen. Die Handlung zieht sich stellenweise und kommt nicht wirklich voran, wodurch sich einige Passagen eher wie Lückenfüller angefühlt haben.
Mit Dorothy bin ich leider nicht richtig warm geworden. Ich fand ihren Charakter zwar grundsätzlich interessant, aber ihre Entscheidungen und ihre ganze Art haben mich nicht immer abgeholt. Auch die emotionale Entwicklung und vor allem die Beziehung zu Rook konnten mich nicht wirklich überzeugen, da mir alles zu oberflächlich war.
Das Setting rund um Oz fand ich dagegen wirklich gelungen. Man erkennt viele bekannte Elemente wieder, gleichzeitig gibt es immer wieder neue Dinge zu entdecken. Allerdings wirkte das Worldbuilding für mich an manchen Stellen etwas unübersichtlich, weil viele Dinge angerissen, aber nicht wirklich ausgearbeitet wurden.
Das Ende hat für mich allerdings nochmal einiges rausgeholt, weil die Story wieder deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Es gibt einige Wendungen und gerade der letzte Abschnitt hat mir wieder besser gefallen als der Mittelteil. Trotzdem konnte der Schluss für mich nicht komplett ausgleichen, was vorher gefehlt hat.

Fazit:
„West of Wicked“ ist ein interessantes Dark Fantasy Retelling mit einem guten Einstieg, einem sehr angenehmen Schreibstil und einem spannenden Ende. Leider verliert sich die Geschichte zwischendurch etwas; die Figuren bleiben teilweise zu oberflächlich und der Spannungsbogen hängt vor allem im Mittelteil ziemlich durch. Insgesamt ein netter erster Band, der mich aber nicht komplett von sich überzeugen konnte.
3/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2026

Solider Insel-Thriller mit starker Atmosphäre aber schwachen Figuren

Bachelorette Party
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Das Cover hat mich direkt angesprochen. Es wirkt auffällig, leicht düster und passt auf den ersten Blick gut zu einem Thriller, der auf einer abgelegenen Insel spielt. Gleichzeitig hatte ich beim Lesen ...

Das Cover hat mich direkt angesprochen. Es wirkt auffällig, leicht düster und passt auf den ersten Blick gut zu einem Thriller, der auf einer abgelegenen Insel spielt. Gleichzeitig hatte ich beim Lesen aber öfter das Gefühl, dass die Atmosphäre des Settings nicht ganz so stark im Cover widergespiegelt wird, wie sie es eigentlich könnte. Trotzdem ist es definitiv ein Hingucker und macht neugierig.
Der Schreibstil von Camilla Sten ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man schnell vorankommt und gerade zum Ende hin entwickelt das Buch auch einen gewissen Sog. Besonders die düstere Grundstimmung und dieses unterschwellige Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, kommen gut rüber. Allerdings braucht die Geschichte recht lange, um wirklich in Fahrt zu kommen.

Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, einmal in der Gegenwart rund um den Junggesellinnenabschied und einmal mit Blick auf die Ereignisse vor zehn Jahren. Grundsätzlich mag ich diesen Aufbau sehr, hier hat er für mich aber nicht immer optimal funktioniert. Die Wechsel waren teilweise eher verwirrend als spannend und gerade am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, alles richtig einzuordnen.
Mit den Figuren bin ich leider nicht wirklich warm geworden. Tessa steht zwar klar im Mittelpunkt, aber ihre Gedanken und Entscheidungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Auch die Dynamik innerhalb der Gruppe hat sich für mich oft eher distanziert angefühlt als wie ein echtes Freundschaftsgefüge. Viele Nebenfiguren bleiben recht blass, sodass es mir schwerfiel, sie auseinanderzuhalten oder eine Bindung aufzubauen.
Das Setting der abgelegenen Insel mochte ich dagegen sehr. Diese Abgeschiedenheit, kombiniert mit den Geheimnissen aus der Vergangenheit, hat eigentlich viel Potenzial für Spannung. Im Mittelteil zieht sich die Handlung für meinen Geschmack aber ganz schön und bleibt stellenweise hinter dem zurück, was möglich gewesen wäre. Erst gegen Ende nimmt das Ganze deutlich an Tempo auf.
Die Auflösung hat mich mit eher gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einige Entwicklungen konnte man relativ früh erahnen, andere Aspekte wirkten dafür etwas überzogen oder nicht ganz rund. Gerade nach dem eher langsamen Aufbau hätte ich mir hier einen stärkeren und vor allem stimmigeren Abschluss gewünscht.

Fazit:
„Bachelorette Party“ ist ein Thriller mit einer spannenden Grundidee, einem starken Setting und einem sehr angenehmen Schreibstil. Leider schwächelt das Buch bei den Charakteren und im Spannungsaufbau, sodass mich die Geschichte nicht komplett packen konnte. Insgesamt solide, aber kein Highlight.
3/5 Sterne

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  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Starker zweiter Band mit kleinen Schwächen

Animox Origins 2. Der Stich der Wespe
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Das Cover passt sehr gut zur Reihe. Es ist detailreich gestaltet und fügt sich optisch stimmig in das Animox Universum ein. Wer die Bücher kennt, erkennt sofort, dass es wieder in diese besondere Welt ...

Das Cover passt sehr gut zur Reihe. Es ist detailreich gestaltet und fügt sich optisch stimmig in das Animox Universum ein. Wer die Bücher kennt, erkennt sofort, dass es wieder in diese besondere Welt geht.
Der Schreibstil von Aimée Carter ist klar und gut verständlich. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und richtet sich eindeutig an ein jüngeres Publikum.

Im Mittelpunkt steht erneut Ariana, die zukünftige schwarze Witwenkönigin des Insekten und Arachnidenreichs. In der Höhle wird sie gemeinsam mit anderen Kindern zu einer Spionin ausgebildet. Das Besondere ist, dass sie ihre wahre Herkunft geheim halten muss. Obwohl sie zu den Besten ihres Jahrgangs gehören könnte, darf sie nicht auffallen und muss absichtlich durchschnittlich bleiben. Dieser innere Konflikt hat mir gut gefallen. Man merkt deutlich, wie sehr sie darunter leidet, sich ständig zurückzuhalten.
Die Höhle selbst fand ich als Schauplatz interessant, aber auch kühl. Die Kinder leben anonym, kennen oft nicht einmal ihre vollständigen Namen und wachsen ohne ihre Familien auf. Das wirkt bewusst hart und soll die Ausbildung unterstreichen, hat bei mir aber ein etwas distanziertes Gefühl hinterlassen. Es fiel mir schwer, diese Umgebung als echten Lebensraum zu sehen.
In diesem Band gibt es viele Prüfungen, Konkurrenzverhalten und auch einige Kampfszenen. Spannung ist also vorhanden, vor allem durch den Wettkampf und das Verschwinden des Spionagemeisters. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht ganz so mitreißen wie der erste Teil. Manche Entwicklungen waren für mich recht vorhersehbar.
Was mir persönlich gefehlt hat, war das Animagieren. Die Verwandlung in die jeweiligen Tiere spielt zwar eine Rolle, steht aber deutlich weniger im Fokus als zuvor. Gerade das macht für mich einen großen Reiz der Reihe aus. Hier hätte ich mir mehr Szenen gewünscht, in denen diese besondere Fähigkeit wirklich im Mittelpunkt steht.
Ariana selbst ist weiterhin eine starke Figur. Sie hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und trifft Entscheidungen, die zu ihrem Charakter passen. Besonders ihre Loyalität gegenüber Dev hat mir gefallen. Ihre Freundschaften geben der Geschichte Wärme, auch wenn das Umfeld insgesamt eher streng und leistungsorientiert wirkt.

Fazit:
Insgesamt ist "Animox Origins 2 - Der Stich der Wespe" eine gelungene Fortsetzung, die interessante Einblicke in Arianas Vergangenheit bietet. Für mich reicht sie nicht ganz an die Spannung des ersten Bandes heran, dennoch habe ich das Buch gern gelesen.
4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Charmante Geisterjagd mit Luft nach oben

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich unschlüssig, da der Stil nicht meinem typischen Beuteschema entspricht.
Der Schreibstil hingegen ist angenehm flüssig und sehr locker. Man kommt schnell durch ...

Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich unschlüssig, da der Stil nicht meinem typischen Beuteschema entspricht.
Der Schreibstil hingegen ist angenehm flüssig und sehr locker. Man kommt schnell durch die Seiten, was sehr angenehm war.

Im Mittelpunkt steht Melody, die Geister sehen kann und sich von ihrer Familie loslösen will, indem sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marina eine eigene Agentur gründet: The Girls Ghostbusting Agency.
Die Grundidee mochte ich wirklich sehr. Ungeklärte Geheimnisse, Mystery und dazu ein bisschen Liebeschaos. Das klang nach einer unterhaltsamen Mischung.
Am stärksten fand ich tatsächlich den Fall rund um die drei Brüder. Diese Passagen hatten für mich am meisten Atmosphäre. Auch wenn alles eher cozy als gruselig bleibt, war das der Teil, der mich bei der Stange gehalten hat. Viel Spannung oder echte Gänsehautmomente sollte man allerdings nicht erwarten.
Mit Melody selbst musste ich erst warm werden. Ich konnte nicht jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen, und manchmal wirkte sie auf mich etwas zu sprunghaft. Deutlich sympathischer waren mir da Marina und vor allem Artie.
Weniger überzeugt haben mich allerdings die romantischen Szenen. Sowohl Leo als auch Fletcher blieben für mein Empfinden recht blass. Es wird zwar von Anziehung gesprochen, aber wirklich gefühlt habe ich sie nicht.
Was mich außerdem etwas gestört hat, war der Logikaspekt. Manche Regeln wirken nicht ganz klar definiert oder werden einfach flexibel ausgelegt. Ich hätte mir hier mehr Ausarbeitung gewünscht, damit sich die Welt greifbarer anfühlt.

Fazit:
Insgesamt ist "The Girls Ghostbusting Agency" eine nette, leichte Lektüre für zwischendurch. Ich habe das Buch gern gelesen, aber umgehauen hat mich die Umsetzung nicht.
3/5 Sterne

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