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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2025

Starkes Setting, schwache Umsetzung

The Academy
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Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es wirkt elegant, geheimnisvoll und passt perfekt zu der Atmosphäre eines Eliteinternats, in dem schöne Fassaden und verborgene Geheimnisse eng beieinander liegen. ...

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es wirkt elegant, geheimnisvoll und passt perfekt zu der Atmosphäre eines Eliteinternats, in dem schöne Fassaden und verborgene Geheimnisse eng beieinander liegen. Auch der Buchschnitt und die Gestaltung im Inneren sind gelungen und zeigen, dass hier viel Wert auf Details gelegt wurde.
Der Schreibstil ist flüssig, aber durch die häufigen Perspektivwechsel teilweise anstrengend. Man springt oft zwischen Lehrkräften, Schülern und Eltern hin und her, was zwar Einblicke in verschiedene Sichtweisen gibt, mich aber manchmal aus dem Lesefluss gebracht hat. Einige Kapitel waren dadurch etwas zerfahren, gerade am Anfang fiel es mir schwer, mich zu orientieren.

Inhaltlich hat mich die Geschichte neugierig gemacht. Ein Eliteinternat mit Machtspielen, Geheimnissen und einer mysteriösen App, die Skandale ans Licht bringt, klang nach Spannung und Drama. Leider blieb davon weniger übrig, als ich erhofft hatte. Viele Figuren wurden angerissen, aber kaum vertieft, und die eigentliche Handlung plätscherte lange dahin, bevor sie im letzten Drittel etwas an Fahrt aufnahm. Die Idee hinter der App fand ich spannend, doch sie hätte für meinen Geschmack mehr Raum und Konsequenz verdient. Auch der Umgang mit sensiblen Themen wie dem Tod einer Schülerin oder dem Leistungsdruck blieb recht oberflächlich.
Trotzdem hatte das Buch Momente, die mir gefallen haben. Es gibt gute Dialoge, einige feine Beobachtungen und zwischendurch wirklich stimmungsvolle Szenen, die das Internatsleben greifbar machen. Ich mochte vor allem die Atmosphäre der Tiffin Academy, dieses ständige Schwanken zwischen Prestige und Unsicherheit, zwischen Kontrolle und Chaos.

Fazit:
Insgesamt war "The Academy" für mich ein durchschnittliches, solide geschriebenes Buch mit einem starken Setting, aber zu vielen losen Enden. Wer Internatsgeschichten und komplexe Figurenkonstellationen mag, findet hier sicher unterhaltsame Stunden, sollte aber keine große Spannung oder emotionale Tiefe erwarten.
3/5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.11.2025

Warmherzig und witzig, aber nicht ganz perfekt

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Das Cover hat mich direkt abgeholt. Es schreit förmlich nach einem gemütlichen Herbstabend und passt einfach perfekt zum Genre. Genau diese Stimmung hatte ich im Kopf, sobald ich das Buch in die Hand genommen ...

Das Cover hat mich direkt abgeholt. Es schreit förmlich nach einem gemütlichen Herbstabend und passt einfach perfekt zum Genre. Genau diese Stimmung hatte ich im Kopf, sobald ich das Buch in die Hand genommen habe.
Der Schreibstil von Kyra Groh ist wie gewohnt super angenehm. Locker, dialoglastig, mit vielen kleinen Beobachtungen und einer guten Portion Humor. Gerade die Wortwechsel zwischen Jude und James haben mir oft ein Grinsen entlockt. Die Seiten lesen sich weg wie nichts, auch wenn ich das Buch insgesamt nicht ganz so mitreißend fand wie andere Geschichten der Autorin.

Mit Jude hatte ich am Anfang ein paar Startschwierigkeiten. Sie ist laut und impulsiv, ständig schwirren ihr tausend Dinge im Kopf herum und allgemein ist sie ein eher spezieller Charakter. Das war einerseits anstrengend, aber andererseits auch spannend, weil man merkt, dass mehr dahintersteckt. Nach und nach konnte ich sie immer besser einordnen, vor allem, wenn es um ihre Vergangenheit in Lower Whilby und die Dynamik mit ihrer Familie geht.
James mochte ich vom Setting her eigentlich sehr gern. Ein Cafébesitzer, der seine Ruhe liebt und sich in der Kleinstadt bewusst vom Rampenlicht seiner Eltern fernhält - das hatte viel Potenzial. Mit seinen Gedanken bin ich aber nicht immer warm geworden. Dieses sehr starke Fokussieren auf Judes Körper fand ich an einigen Stellen eher cringe als charmant. Da hätte ich mir etwas mehr subtile Anziehung und weniger Dauerkommentare im Kopf gewünscht.
Die Chemie zwischen den beiden funktioniert trotzdem. Wenn sie sich kabbeln, miteinander arbeiten und dann langsam doch aufeinander zubewegen, macht das Spaß zu lesen. Gerade in der zweiten Hälfte hat mir ihre Dynamik deutlich besser gefallen als am Anfang, weil es da weniger Show und mehr echte Gespräche gibt.
Lower Whilby als Kleinstadt mochte ich als Hintergrund sehr. Man spürt das Dorfgerede, die starren Rollenbilder, die Erwartungen der Eltern, aber es versprüht auch dieses gemütliche Gefühl. Die Gilmore Girls Anspielungen habe ich auf jeden Fall bemerkt, manchmal waren sie mir schon fast zu deutlich, aber die Atmosphäre hat mir im Großen und Ganzen gefallen. Ein paar mehr wirkliche cozy Momente hätte ich mir trotzdem gewünscht, wenn man bedenkt, wie stark das Buch als Herbstgeschichte beworben wird.
Emotional hat mich die Beziehung zwischen Jude und ihrer Schwester fast mehr bewegt als die Liebesgeschichte. Da stecken viel Verletzung, Konkurrenz und Missverständnisse dahinter, aber auch Loyalität. Schade fand ich, dass manches in dieser Familienkonstellation nur angerissen wird. Gerade gegen Ende wird einiges sehr schnell abgehakt, wo ich mir etwas mehr Zeit und Aufarbeitung gewünscht hätte.

Fazit:
Insgesamt ist "The Pumpkin Spice Latte Disaster" für mich eine unterhaltsame, herbstliche Romance mit witzigen Dialogen, einem schönen Setting und zwei Figuren, die Ecken und Kanten haben. Nicht alles war für mich rund, vor allem was die Tiefe mancher Themen und James innere Kommentare angeht, aber ich hatte definitiv Spaß beim Lesen. Für ein paar gemütliche Stunden auf dem Sofa mit einem leckeren Getränk eurer Wahl ist das Buch genau richtig, auch wenn es für mich kein absolutes Highlight geworden ist.
4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Starke Grundidee mit Luft nach oben

Our darkest Lies
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Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es wirkt dunkel, geheimnisvoll und passt gut zu der Stimmung, die das Buch vermitteln will. Der Schreibstil ist insgesamt leicht zu lesen und ich mochte, wie schnell ...

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es wirkt dunkel, geheimnisvoll und passt gut zu der Stimmung, die das Buch vermitteln will. Der Schreibstil ist insgesamt leicht zu lesen und ich mochte, wie schnell man durch die Kapitel kommt. Trotzdem hatte ich öfter das Gefühl, dass Szenen zu abrupt enden oder Gedankengänge nur angerissen werden. Dadurch fehlte mir manchmal ein flüssiger Übergang oder etwas mehr Raum für Spannung und Tiefe.

Die Grundidee hinter der Geschichte fand ich eigentlich richtig spannend. Eine geheime Bruderschaft, düstere Geheimnisse, Machtspiele und eine Protagonistin, die zwischen ihren eigenen Schatten und neuen Gefahren hin und her gerissen wird. Leider konnte die Umsetzung für mich nicht komplett mithalten. Cheryl blieb mir über lange Strecken zu blass und schwer greifbar. Einerseits soll sie stark sein, andererseits wirkt sie in entscheidenden Momenten eher passiv und lässt vieles über sich ergehen. Dadurch konnte ich mich emotional nicht so gut auf sie einlassen.
Auch die Dynamik zwischen ihr und den zwei männlichen Figuren hat mich nicht ganz überzeugt. Die körperliche Anziehung war da, aber die Bindung dahinter ging mir zu schnell und fühlte sich nicht immer nachvollziehbar an. Spicy Szenen nehmen viel Raum ein, was vielleicht gut funktioniert hätte, wenn gleichzeitig die Beziehungen tiefer geworden wären. So blieben einige Momente für meinen Geschmack eher oberflächlich.
Was mir wiederum gefallen hat, waren die Ansätze rund um die Bruderschaft und die Geheimnisse, die sich nach und nach öffnen. Es gibt einige Fragen, die neugierig machen, nur bleiben am Ende leider sehr viele davon unbeantwortet. Gerade der letzte Teil hätte für mich mehr Erklärungen gebraucht, bevor es in den Cliffhanger ging.
Trotz meiner Kritik war das Buch insgesamt nicht langweilig und ich bin gut durch die Story gekommen, ohne mich zum Weiterlesen zwingen zu müssen. Die Idee hat Potenzial, aber für mich fehlte es noch an Tiefe und emotionalen Zwischentönen.

Fazit:
Ein düsterer Einstieg in die Reihe mit einer spannenden Grundidee, der bei mir aber nicht vollständig gezündet hat. Für Fans des Genres sicher unterhaltsam, für mich jedoch eher solide als umwerfend.
3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Ein neuer Fall mit Herz und Humor

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Optisch fügt sich der neue Band sehr stimmig in die Reihe ein und hat bei mir sofort dieses typische Wohlfühlgefühl ausgelöst. Man sieht das Buch und weiß, was einen ungefähr erwartet, und genau das mag ...

Optisch fügt sich der neue Band sehr stimmig in die Reihe ein und hat bei mir sofort dieses typische Wohlfühlgefühl ausgelöst. Man sieht das Buch und weiß, was einen ungefähr erwartet, und genau das mag ich bei Reihen sehr gern.
Mit dem Schreibstil bin ich wieder gut zurechtgekommen. Richard Osman schreibt locker, pointiert und mit diesem trockenen britischen Humor, der mir schon in den Vorgängern Spaß gemacht hat. Die kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven lesen sich flüssig, auch wenn ich mich zwischendurch manchmal sortieren musste, wer gerade dran ist. Besonders die Tagebucheinträge von Joyce lockern alles auf und bringen immer wieder kleine, stille Pointen.

Inhaltlich mochte ich den Einstieg über die Hochzeit von Joyces Tochter sehr. Das ist ein sehr persönlicher Rahmen und fühlt sich fast an wie ein längerer Besuch bei alten Bekannten, bevor dann nach und nach der neue Fall ins Rollen kommt. Dass der Trauzeuge Hilfe braucht, jemand offenbar nach seinem Leben trachtet und ein angeblich unlösbarer Code im Mittelpunkt steht, passt wunderbar zu dieser Truppe von Rentnerinnen und Rentnern, die einfach nicht anders können, als sich einzumischen.
Am meisten getragen wird das Buch für mich wieder von den Figuren. Joyce ist für mich nach wie vor das Herz der Gruppe - mit ihrer Mischung aus Naivität, Scharfsinn und schonungsloser Ehrlichkeit. Elizabeth wirkt in diesem Band verletzlicher, was mit ihrer Trauer zu tun hat, und das hat mir gut gefallen, weil es sie noch menschlicher macht. Ron bekommt mit seinen familiären Sorgen mehr Raum und wächst einem damit noch mehr ans Herz, und Ibrahim bleibt der ruhige Pol, der alles ein bisschen analytischer betrachtet. Schön fand ich auch, dass ein paar jüngere Figuren stärker eingebunden werden, das bringt frische Dynamik in die Ermittlungen.
Ganz perfekt war es für mich aber nicht. Es gibt ziemlich viele Nebenstränge, die alle für sich interessant sind, aber den eigentlichen Fall rund um den Code zwischendurch etwas in den Hintergrund schieben. Gerade im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass die persönliche Ebene fast wichtiger ist als der Krimiplot, was einerseits charmant ist, andererseits ein wenig auf Kosten der Spannung geht. Die Auflösung ist stimmig und passt zur Reihe, aber ich hätte mir an einer Stelle einen stärkeren Überraschungsmoment gewünscht.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte hatte ich beim Lesen viel Freude. Die Mischung aus Humor, leiser Melancholie, Freundschaft und einem nicht zu blutigen Fall funktioniert für mich immer noch sehr gut. Für mich ist dieser Band ein solides, warmherziges Wiedersehen mit dem Donnerstagsmordclub.

Fazit:
Fans der Reihe werden sich hier sehr wohlfühlen, Neueinsteigern würde ich allerdings eher empfehlen, wirklich mit Band eins anzufangen, damit die vielen Beziehungen und Anspielungen besser greifen.
4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Ein solider, aber etwas gehetzter Abschluss

Magisterium - Das 5. Jahr
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Achtung, kann mögliche Spoiler enthalten

Das Cover des fünften Bandes gefällt mir wieder richtig gut. Der Stil der Neuauflage ist insgesamt sehr gelungen, und besonders dieses Motiv mit seinen dunklen, ...

Achtung, kann mögliche Spoiler enthalten

Das Cover des fünften Bandes gefällt mir wieder richtig gut. Der Stil der Neuauflage ist insgesamt sehr gelungen, und besonders dieses Motiv mit seinen dunklen, goldenen Akzenten passt perfekt zum Finale der Reihe. Auch der Schreibstil von Cassandra Clare und Holly Black ist gewohnt flüssig und leicht zu lesen, sodass man schnell wieder in der Geschichte ist.

Im Gegensatz zum vierten Band hat mir dieser Teil ein wenig besser gefallen, weil die Handlung diesmal an mehreren Orten spielt und dadurch etwas abwechslungsreicher wirkt. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass man hier vieles zu schnell abhandelt. Einige Entwicklungen, vor allem rund um Aaron, wurden mir zu einfach gelöst. Seine Rückkehr war einerseits schön, andererseits hat mich die Art, wie sie umgesetzt wurde, eher irritiert - das fühlte sich moralisch schwierig und emotional unbefriedigend an.
Auch der finale Kampf war spannend, kam aber erneut viel zu kurz. Nach fünf Bänden hätte ich mir ein ausführlicheres, epischeres Ende gewünscht. Es wirkt fast so, als hätten Clare und Black zu wenig Platz gehabt, um allen Handlungssträngen gerecht zu werden. Gerade Calls innere Zerrissenheit und die Konsequenzen der letzten Entscheidungen hätten noch mehr Tiefe verdient.
Positiv hervorheben möchte ich erneut Jasper, der wieder für humorvolle Momente sorgt und die düstere Grundstimmung etwas auflockert. Auch die Beziehung zwischen Call und seinem Vater bleibt ein emotionaler Ankerpunkt - sie ist liebevoll und glaubwürdig, was ich sehr schön fand. Die angedeutete Romanze zwischen Call und Tamara blieb dagegen blass und überflüssig.
Insgesamt ist der letzte Band ein ordentlicher Abschluss einer kreativen Reihe, der aber hinter seinem Potenzial zurückbleibt. Das Magiesystem bleibt spannend, die Figuren sympathisch, doch die Geschichte hätte einfach mehr Raum gebraucht, um wirklich rund zu wirken.

Fazit:
Ein atmosphärischer, stellenweise emotionaler, aber etwas zu hastig erzählter Abschluss. Für Fans der Reihe auf jeden Fall ein Muss, auch wenn nicht alle offenen Fragen zufriedenstellend beantwortet werden.
3,5/5 Sterne

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