Profilbild von Pandas_Buecherblog

Pandas_Buecherblog

Lesejury Star
offline

Pandas_Buecherblog ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Pandas_Buecherblog über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2025

Zart, poetisch und emotional

Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge
0

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es wirkt ruhig, warm und liebevoll gestaltet und passt sehr gut zu der Geschichte, die sich im Inneren entfaltet. Auch die Illustrationen sind wunderschön und detailreich, ...

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es wirkt ruhig, warm und liebevoll gestaltet und passt sehr gut zu der Geschichte, die sich im Inneren entfaltet. Auch die Illustrationen sind wunderschön und detailreich, mit sanften Farben und vielen kleinen Momenten, die man beim gemeinsamen Anschauen entdecken kann. Allein optisch fühlt sich das Buch schon tröstlich an.
Der Schreibstil ist poetisch und sehr gefühlvoll. Die Geschichte nimmt sich Zeit für Emotionen und arbeitet viel mit Bildern und Symbolen, was ich grundsätzlich sehr schön finde. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass der Text nicht immer ganz leicht zugänglich ist. Manche Passagen brauchen Erklärung oder Begleitung, gerade für jüngere Kinder. Als Vorlesebuch funktioniert das meiner Meinung nach deutlich besser als zum Selbstlesen. Besonders die Darstellung von Angst, Verlust und Trost ist sensibel umgesetzt und zeigt Kindern, dass diese Gefühle dazugehören dürfen.

Inhaltlich ist das Buch berührend und stellenweise sehr bewegend. Die Freundschaft zwischen Malte und Oßkar steht klar im Mittelpunkt und wird mit viel Herz erzählt. Die Figur des Trostes fand ich besonders gelungen, da sie eine greifbare und liebevolle Vorstellung davon vermittelt, dass man mit Traurigkeit und Angst nicht allein bleibt. Gleichzeitig hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass die Geschichte etwas lang geraten ist und dadurch an manchen Stellen an Konzentration verliert. Das ist kein großer Kritikpunkt, aber gerade für jüngere Kinder könnte es etwas viel auf einmal sein.

Fazit:
Insgesamt ist "Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge" ein besonderes Bilderbuch, das sich mit schweren Themen auf eine sanfte und kreative Weise auseinandersetzt. Es ist nicht ganz leicht, aber dafür sehr ehrlich und tröstend.
4/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2025

Eine schöne Idee mit etwas zu viel Traum und Symbolik

Ich hab dich ganz genauso lieb
0

Das Cover wirkt auf den ersten Blick ruhig und liebevoll und lässt eine sanfte, tröstende Geschichte erwarten. Auch die Illustrationen im Inneren sind sehr kunstvoll gestaltet, allerdings eher ungewöhnlich ...

Das Cover wirkt auf den ersten Blick ruhig und liebevoll und lässt eine sanfte, tröstende Geschichte erwarten. Auch die Illustrationen im Inneren sind sehr kunstvoll gestaltet, allerdings eher ungewöhnlich und stellenweise überraschend düster. Das ist sicher Geschmackssache, hat bei mir aber nicht durchgehend das Gefühl von Geborgenheit ausgelöst, das ich mir von einem solchen Kinderbuch erhofft hatte.
Der Schreibstil ist poetisch und in Reimform gehalten, was grundsätzlich gut zu einem Bilderbuch passt. Leider wirkte der Text auf mich nicht immer ganz rund. Manche Reime fühlen sich etwas holprig an, andere Passagen sind sehr abstrakt und springen stark zwischen Traum und Realität. Dadurch ging für mich stellenweise die Klarheit verloren, worauf die Geschichte eigentlich hinaus möchte. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder hier schnell den Faden verlieren oder verunsichert reagieren.

Inhaltlich greift das Buch ein wichtiges und sensibles Thema auf. Die Angst, nicht mehr genug geliebt zu werden, wenn ein neues Geschwisterkind kommt, ist sehr real und verdient Raum. Die Botschaft, dass Liebe sich nicht teilt, sondern wächst, ist schön und wertvoll. Allerdings wird sie meiner Meinung nach etwas zu kompliziert und über viele symbolische Bilder vermittelt. Das traumartige Abenteuer der großen Schwester war für mich emotional nachvollziehbar, aber nicht immer kindgerecht umgesetzt.

Fazit:
Insgesamt hatte ich beim Lesen gemischte Gefühle. Die Idee hinter dem Buch ist gut und die Intention spürbar ehrlich, die Umsetzung konnte mich aber nicht vollständig überzeugen. Für manche Kinder und Familien mag die Geschichte funktionieren, für mich persönlich hätte es weniger Abstraktion und mehr Wärme gebraucht.
3/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2025

Dystopie mit Sogwirkung und viel Herz

To Cage a Wild Bird
0

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover abgeholt. Die kräftige rote Farbe fällt sofort ins Auge und wirkt gleichzeitig modern und leicht bedrohlich, was super zum Setting passt. Normalerweise bin ich ...

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover abgeholt. Die kräftige rote Farbe fällt sofort ins Auge und wirkt gleichzeitig modern und leicht bedrohlich, was super zum Setting passt. Normalerweise bin ich nicht der größte Fan von so knalligen Covern, aber hier funktioniert es richtig gut und macht neugierig auf die Geschichte dahinter.
Der Schreibstil hat mich sofort überzeugt. Brooke Fast schreibt flüssig, bildhaft und angenehm direkt, sodass ich ohne Mühe in die Welt von Dividium eintauchen konnte. Es gibt keine unnötigen Längen, dafür viele Szenen, die sich beim Lesen fast wie ein Film anfühlen. Besonders die Beschreibungen von Endlock haben bei mir sofort Kopfkino ausgelöst.

Raven mochte ich von Anfang an. Sie ist nicht weichgespült, sondern eine Figur mit Kanten, Fehlern und einer Vergangenheit, die sie geprägt hat. Genau das hat sie für mich interessant gemacht. Ihr Verhältnis zu Jed war für mich das emotionale Herz der Geschichte und hat erklärt, warum sie bereit ist, so weit zu gehen. Vale war ebenfalls eine spannende Figur, weil er nicht so eindeutig zu greifen ist. Die Entwicklung zwischen ihm und Raven hat sich langsam aufgebaut und nie aufgesetzt gewirkt.
Das Setting hat mich insgesamt total abgeholt. Die Mischung aus Dystopie, Gefängniskämpfen, Überlebenskampf und dem moralisch verrotteten System fand ich extrem spannend. Die Jagden und die ständige Bedrohung haben dafür gesorgt, dass ich eigentlich ständig weiter lesen wollte. Besonders gut gefallen hat mir auch, wie sich inmitten dieser brutalen Welt kleine, echte Momente zwischen den Figuren entwickeln. Die Gruppe, die Raven in Endlock um sich schart, hat für mich das perfekte Gegengewicht zu der düsteren Grundstimmung gebildet.
Einziger Punkt, der mich minimal gestört hat: An ein, zwei Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, gerade bei manchen Nebenfiguren. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, weil das Buch mich insgesamt wirklich begeistert hat.
Das Ende hat mich dann komplett erwischt. Ich brauche jetzt schon die Fortsetzung, auch wenn ich weiß, dass das noch dauern wird.

Fazit: Eine starke, atmosphärische Dystopie mit Spannung, Gefühl, tollen Charakteren und einem Setting, das beim Lesen unter die Haut geht.
4,5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2025

Weihnachtschaos, Wahnsinn und ganz viel Herz

Ring the Bells
0

Schon das Cover hat mich wieder sofort abgeholt. Dieser Stil ist inzwischen ein fester Teil meines Lese-Wohlfühlkosmos geworden und ich liebe es, wie gut die kleinen, schrägen Details darauf die Stimmung ...

Schon das Cover hat mich wieder sofort abgeholt. Dieser Stil ist inzwischen ein fester Teil meines Lese-Wohlfühlkosmos geworden und ich liebe es, wie gut die kleinen, schrägen Details darauf die Stimmung des Buches einfangen. Es passt perfekt zur Reihe und fühlt sich für mich schon fast wie ein vertrauter Anker an.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, bildhaft und voller herrlich trockenem, schwarzem Humor, den ich auf jeder einzelnen Seite aufsauge. Es ist diese Mischung aus Witz, Skurrilität und überraschend tiefen Momenten, die mich seit Band 1 durchgehend begeistert. C. K. McDonnell schafft es einfach, auch in den absurdesten Situationen eine Wärme und Menschlichkeit einzubauen, die mich immer wieder überrascht und berührt.

Der Einstieg hat sich für mich ein bisschen wie Nach-Hause-kommen angefühlt. Die Redaktionsräume der Stranger Times sind für mich inzwischen ein Ort, die sich beim Aufschlagen der ersten Seite sofort wieder vertraut anfühlen. Ich liebe diese chaotische, unfassbar liebenswürdige Truppe, und ich liebe, wie der Autor sie in diesem Band wieder agieren lässt. Die Dialoge sind herrlich scharf, schräg und oft so unfreiwillig komisch, dass ich mehrmals laut lachen musste.
Inhaltlich hat mir die Grundidee dieses Mal besonders gefallen. Dass die Weihnachtswünsche der Kinder zum Leben erweckt werden, ist so irre, so skurril und gleichzeitig so perfekt für diese Reihe, dass ich einfach nur grinsen musste. Dazu tauchen altbekannte Gesichter wie John Mór, Zeke usw. auf – solche Momente fühlen sich für mich nach purer Stranger-Times-Magie an. Und natürlich Banecroft: Ich fand es großartig, dass er in diesem Band ein wenig weichere Töne anschlägt, ohne jemals seinen Charme oder seine grantige Grundenergie zu verlieren.
Die vielen Handlungsstränge sorgen dafür, dass wirklich immer etwas los ist. Dadurch kam zwischendurch bei mir zwar das Gefühl auf, dass einzelne Charaktere etwas zu kurz kommen, aber das ist am Ende wirklich Meckern auf hohem Niveau. Vor allem, weil McDonnell den Spagat zwischen albern, absurd, rührend und ernst so unglaublich gut meistert. Ich war oft gleichzeitig am Lachen und am Schlucken.
Was mir weniger gefallen hat, war das Tempo des Finales. Die Sache mit Zalas wurde über das ganze Buch hinweg sehr sorgfältig aufgebaut, nur um dann etwas zu schnell gelöst zu werden. Da hätte ich mir mehr Raum gewünscht - vor allem nach all dem großartigen Hinführen.
Clint fand ich zwischendurch ganz schön anstrengend, aber irgendwie bringt er auch genau den frischen Wind rein, der der Redaktion gutsteht. Und die Szenen rund um Manny haben mich wirklich getroffen. Einerseits hätte ich mir einen anderen Ausgang gewünscht, andererseits waren die Einblicke in seine Vergangenheit so emotional und so notwendig, dass ich am Ende tatsächlich ein paar Tränen verdrückt habe.
Die eingestreuten Zeitungsartikel waren wieder einmal ein absolutes Highlight. Sie lockern die Handlung so wunderbar auf und unterstreichen diesen ganz eigenen Humor der Reihe, den ich einfach liebe. Ich hätte noch stundenlang weiterlesen können!

Fazit:
„Ring the Bells“ war erneut ein absolutes Wohlfühlbuch für mich: schräg, warmherzig, voll rabenschwarzem Humor und trotzdem mit diesen unerwartet berührenden Momenten, die mich tief getroffen haben. Trotz kleiner Schwächen im Finale ist dieser Band wieder ein Herzenshighlight gewesen. Ich hoffe so sehr, dass im nächsten Teil mehr über Stella ans Licht kommt – und dass diese Reihe nie endet.
4,5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2025

Viel Magie, starke Idee, aber etwas zäh in der Umsetzung

The Second Death of Locke
0

Das Cover finde ich sehr gelungen. Es wirkt düster und auffällig zugleich, und der farbige Buchschnitt macht optisch wirklich etwas her. Es passt gut zur Stimmung der Geschichte und wirkt insgesamt hochwertig. ...

Das Cover finde ich sehr gelungen. Es wirkt düster und auffällig zugleich, und der farbige Buchschnitt macht optisch wirklich etwas her. Es passt gut zur Stimmung der Geschichte und wirkt insgesamt hochwertig. Auch die Charakterillustrationen innen fand ich direkt schön, da sie die Welt noch greifbarer machen.
Mit dem Einstieg ins Buch habe ich allerdings etwas gehadert. Der Schreibstil ist sehr eigen und häufig verschachtelt, was mich anfangs eher ausgebremst hat als hineingezogen. Man merkt, dass die Autorin gerne bildhaft und atmosphärisch schreibt, aber manche Sätze wirkten für mich unnötig schwerfällig. Sobald man einmal drin ist, liest es sich flüssiger, aber der Weg dahin war für mich etwas steinig.

Was die Handlung angeht, finde ich die Idee hinter dem Magiesystem wirklich spannend. Die Verbindung zwischen einer Quelle und einem Magier ist ungewöhnlich und bringt automatisch viel emotionale Spannung mit sich. Die Welt wirkt düster und von politischen Konflikten geprägt, was mir grundsätzlich gut gefallen hat. Trotzdem muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht komplett fesseln konnte. Einige Abschnitte zogen sich für meinen Geschmack zu sehr und manche Wendungen wirkten weniger überraschend, als sie vermutlich sein sollten.
Mit den Figuren ging es mir ähnlich. Grey mochte ich noch am meisten, weil sie trotz ihrer Unsicherheiten einen inneren Antrieb hat, der nachvollziehbar wirkt. Bei Kier habe ich jedoch länger gebraucht, um einen Zugang zu finden. Ich mochte die Dynamik der beiden grundsätzlich, hatte aber nicht immer das Gefühl, emotional wirklich mitgenommen zu werden. Es war okay, aber es hat mich nicht überwältigt.

Fazit:
Alles in allem ist "The Second Death of Locke" ein Buch mit einer tollen Grundidee, spannenden magischen Ansätzen und sehr schöner Gestaltung. Die Umsetzung konnte mich jedoch nicht durchgängig überzeugen, was vor allem am Stil und an einigen Längen lag. Ich bin aber neugierig, wohin die Reihe sich entwickelt, da die Welt definitiv Potenzial hat.
3,5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere