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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.09.2024

Erwartung und Umsetzung sind zwei verschiedene Welten

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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Das war leider eins dieser Bücher, bei denen meine Erwartungen ganz andere waren, als das Buch dann am Ende tatsächlich war.
Der Titel, das Cover (und das Vorsatzpapier!), sowie der Klappentext ließen ...

Das war leider eins dieser Bücher, bei denen meine Erwartungen ganz andere waren, als das Buch dann am Ende tatsächlich war.
Der Titel, das Cover (und das Vorsatzpapier!), sowie der Klappentext ließen mich an eine wenigstens heitere bis maximal lustige Cozy Fantasy Geschichte denken. Dabei hätte der Hinweis auf "Das letzte Einhorn" vielleicht eine Warnung sein müssen, denn das ist ja eine doch eher traurig-melancholische Geschichte.
Zwar gab es den ein oder anderen witzigen Moment, im Großen und Ganzen ist es aber doch ein High Fantasy Buch mit klassischem Heldenquest, aber in abgespeckter Form. Auch geht es mitunter doch sehr brutal und blutig zu.

Die Charaktere bleiben sehr an der Oberfläche und sind noch dazu wandelnde Klischees; manche Erzählstränge verpuffen irgendwie wirkungslos ins Nichts (aber warum fängt man sie dann überhaupt erst an? So dick ist das Buch ja auch nicht, dass man es wegen des Umfangs hätte kürzen müssen?) und die Liebesgeschichte war ebenso vorhersehbar wie - für meinen Geschmack - unromantisch.
Gerade die Teile, die ich interessant fand, wie der Fakt, dass der "Drachenjäger" Abscheu vor seinem Beruf empfindet und Drachlinge als Haustiere hält, dass seine Freunde das heldenhafte Trio durch die Berge verfolgen und die Vorgeschichte des bösen Zauberers, die wurden sehr kurz abgehandelt.
Insgesamt bleibt dadurch der Gesamteindruck unbefriedigend in meiner Erinnerung

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Interessant, aber nicht zu Ende gedacht

Die unendliche Reise der Aubry Tourvel
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Achtung, könnte mancher als spoilernd empfinden!!!


Dieses Buch hat so eine geniale Grundidee, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Schon der Klappentext mit Aubrys geheimnisvoller Krankheit birgt ...

Achtung, könnte mancher als spoilernd empfinden!!!


Dieses Buch hat so eine geniale Grundidee, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Schon der Klappentext mit Aubrys geheimnisvoller Krankheit birgt soviel Konfliktpotential, dass es nur eine spannende Lektüre werden kann. Oder?
Leider war hier der Gedanke hinter dem Buch interessanter als die letztendliche Umsetzung. Mir kam es so vor, als wären die Ideen einfach nicht bis zu Ende gedacht worden, denn wir begleiten Aubry zwar auf ihren Reisen und durch ihre Geschichte, eine wirkliche Erklärung für alles bleibt aber aus. Sowohl für ihre Bekanntschaften unterwegs als auch für den Lesenden.
Und das betrifft nicht nur ihre Krankheit, sondern auch die versteckte Bibliothek. Beides ist einfach da und wird von Aubry gar nicht weiter hinterfragt. Wirklich nur, weil sie keine Zeit dafür hat? Oder weil es eine spannende Buchidee abgibt, al la "was wäre wenn", ohne dass je eine Erklärung geplant war?
Das hinterlässt einen sehr unbefriedigenden Eindruck bei mir als Leserin.

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Veröffentlicht am 06.09.2024

Was wollte uns der Autor damit sagen?

Die Unmöglichkeit des Lebens
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Vorab sollte ich vielleicht sagen, dass ich ein riesengroßer Matt Haig Fan bin! Ich fand bisher eigentlich die meisten Bücher von ihm richtig klasse - allen voran "Ich und die Menschen" und "Die Mitternachtsbibliothek". ...

Vorab sollte ich vielleicht sagen, dass ich ein riesengroßer Matt Haig Fan bin! Ich fand bisher eigentlich die meisten Bücher von ihm richtig klasse - allen voran "Ich und die Menschen" und "Die Mitternachtsbibliothek". Lediglich "Der fürsorgliche Mr. Cave" war bisher für mich ein Flop gewesen, weil ziemlich atypisch für den Autoren. Leider scheint der Trend bei Matt Haig allerdings weiterhin abwärts zu führen. Denn auch dieses Buch ist für mich ... durchgefallen.
Erst war ich nur ein bisschen enttäuscht und dachte, er würde einfach ein paar seiner besseren, alten Ideen quasi recyceln. Weil so ein bisschen magischer Realismus gepaart mit einem wissenschaftlichen Ansatz, den haben ja auch andere seiner Bücher. Ein bisschen schräg, aber wenn man sich darauf einlässt, doch eine liebevolle Sicht auf das Menschsein, voller kluger Gedanken. Die Grundidee dieses Buches ähnelt daher ein bisschen "Ich und die Menschen", nur dass sie nicht so gefühlvoll wie dort ausgebaut wurde. Damit könnte man ja noch leben.
Allerdings driftet der Text dann auch noch zunehmend langatmiger in eine esoterische und paranormale Richtung ab, die mir gar nicht behagt hat.
Auch ein Abstecher ins Hörbuch hat es nicht besser gemacht, weil mir die Stimme der Sprecherin nicht so ganz zum Inhalt passen wollte. Und ich - wie gesagt - generell mit dem Inhalt so meine Probleme hatte.
Fazit: So wie das Coverdesign der Matt Haig Bücher für mich zunehmend an Details verloren hat, so ist auch der Inhalt nicht mehr so tiefgründig. Ich würde das Buch bei ca. 1,5 Sternen sehen, weil es nicht ganz so untypisch für den Autoren war, wie Mr. Cave, aber eben auch bei Weitem nicht an die Qualität seiner älteren Werke herankommt.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Schwacher zweiter Teil

Signum
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Nachdem mich der erste Band der Reihe restlos begeistert hatte, war der Maßstab für den Folgeband sehr hoch angesetzt. Zumal ich ein ganzes Jahr drauf warten musste!
Leider kam es auch bei dieser Reihe ...

Nachdem mich der erste Band der Reihe restlos begeistert hatte, war der Maßstab für den Folgeband sehr hoch angesetzt. Zumal ich ein ganzes Jahr drauf warten musste!
Leider kam es auch bei dieser Reihe zu einem oft beobachteten Phänomen: Dass der zweite Teil einer Reihe oft der schwächste ist.
Meine Vorfreude auf diesen Band schwand leider sehr schnell dahin, denn obwohl das Thema großes Potential bot, aber die Umsetzung war leider nur so ... naja.
Das lag weniger an Julia Malmros und Kim Ribbing, bei denen ich immer noch der Meinung bin, dass sie die würdigere Fortsetzung der Mileniumtriologie gewesen wären, als hauptsächlich an Astrid. Dieser (Neben!)Charakter hatte im ersten Teil seine Berechtigung, nahm mir aber im zweiten viel zuviel Raum ein. Sie verdrängt Julia Malmros und ihren - im zweiten Band nur angeteaserten - Fall aus der Rolle der Hauptfigur.
Die Haupthandlung wird durch Astrids kleinere Tricks um an Geld zu kommen und ihren militanten Tierschutz unnötig aufgebläht. Beides Themen, die ich beim Lesen als sehr unangenehm empfand, vor allem in der Art, wie sie geschildert werden. Im echten Leben würde man den Typ Menschen, den Astrid darstellt, meiden, warum also sollte man in einem Buch soviel Zeit mit ihr verbringen wollen?
Hier hätte ich lieber mehr von Julia und ihren politischen Recherchen gelesen, hoffe allerdings, dass diese in Teil 3 Hauptthema werden!

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Leider nicht so gut

Agatha Christie
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Agatha Christie hat nicht nur tolle Kriminalromane geschrieben, sondern hatte auch selbst ein abenteuerliches Leben. Deswegen interessieren mich Romanbiografien über sie sehr und es war nicht meine erste ...

Agatha Christie hat nicht nur tolle Kriminalromane geschrieben, sondern hatte auch selbst ein abenteuerliches Leben. Deswegen interessieren mich Romanbiografien über sie sehr und es war nicht meine erste zu diesem Thema.

Leider war es allerdings die bisher schlechteste von allen.

Man wird mitten in ihr Leben hineinkatapultiert, erlebt ein Stück mit - allerdings nicht chronologisch - und dann endet das Buch genauso abrupt, wie es begonnen hat. Warum ausgerechnet dieses Stück ihrer Biografie gewählt wurde, erschließt sich mir dabei nicht ganz. Sicherlich passt ihre Beziehung zu Archibald Christie zu dem Reihentitel "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe", allerdings hätte sich die Ehe mit Max Mallowan ebenfalls dafür angeboten. Und das wäre ein weniger oft beackertes Thema gewesen!

Störend empfand ich auch die Zeitsprünge, wobei das auch am Medium Hörbuch gelegen haben kann und im Print vielleicht besser herausgearbeitet wird, wann wir uns gerade auf der Zeitleiste befinden.

Was ich allerdings am seltsamsten fand, war, dass man ihr Verschwinden nach der Trennung von Archibald mit keinem Wort erwähnt hat. Dabei ist das doch gerade eins der spannendesten Kapitel in ihrer Geschichte. Stattdessen kommt es so rüber, als hätte sie sich einfach damit abgefunden, dass ihr Mann sie für eine andere Frau verlässt.

Obwohl gut geschrieben und in einigen Momenten auch eine sehr schöne Lektüre, bleibt als Gesamteindruck trotzdem unbefriedigend zurück.

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