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Veröffentlicht am 24.09.2024

Leider hinter den Erwartungen

Hast du Zeit?
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Nachdem mich der letztjährige Winkelmann "Nicht ein Wort zuviel" sehr begeistert hat, hat mich der diesjährige "Hast du Zeit?" leider eher enttäuscht.
Die Grundidee mit dem Zurückholen gestohlener Zeit ...

Nachdem mich der letztjährige Winkelmann "Nicht ein Wort zuviel" sehr begeistert hat, hat mich der diesjährige "Hast du Zeit?" leider eher enttäuscht.
Die Grundidee mit dem Zurückholen gestohlener Zeit fand ich zwar gut, aber spätestens als das erste Stundenglas auftauchte, wusste ich, in welche Richtung es gehen wird. Also schon ein ziemlich vorhersehbarer Plot, wenn auch mit einem ziemlich dramatischen Hintergrund.
Wobei der dramatische Hintergrund auch sehr unglücklich vermittelt wurde. Immer, wenn gerade eine besonders spannende Stelle erreicht wurde, wurde die Handlung für einen Rückblick unterbrochen, bei der man diese Backstory erfahren hat. Dadurch entsteht ein Gesamteindruck, der nicht mehr so spannend ist, weil man immer wieder aus dem Leseflow gerissen wird.
Außerdem waren einige Details für meinen Geschmack viel zu brutal...

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Erwartung und Umsetzung sind zwei verschiedene Welten

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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Das war leider eins dieser Bücher, bei denen meine Erwartungen ganz andere waren, als das Buch dann am Ende tatsächlich war.
Der Titel, das Cover (und das Vorsatzpapier!), sowie der Klappentext ließen ...

Das war leider eins dieser Bücher, bei denen meine Erwartungen ganz andere waren, als das Buch dann am Ende tatsächlich war.
Der Titel, das Cover (und das Vorsatzpapier!), sowie der Klappentext ließen mich an eine wenigstens heitere bis maximal lustige Cozy Fantasy Geschichte denken. Dabei hätte der Hinweis auf "Das letzte Einhorn" vielleicht eine Warnung sein müssen, denn das ist ja eine doch eher traurig-melancholische Geschichte.
Zwar gab es den ein oder anderen witzigen Moment, im Großen und Ganzen ist es aber doch ein High Fantasy Buch mit klassischem Heldenquest, aber in abgespeckter Form. Auch geht es mitunter doch sehr brutal und blutig zu.

Die Charaktere bleiben sehr an der Oberfläche und sind noch dazu wandelnde Klischees; manche Erzählstränge verpuffen irgendwie wirkungslos ins Nichts (aber warum fängt man sie dann überhaupt erst an? So dick ist das Buch ja auch nicht, dass man es wegen des Umfangs hätte kürzen müssen?) und die Liebesgeschichte war ebenso vorhersehbar wie - für meinen Geschmack - unromantisch.
Gerade die Teile, die ich interessant fand, wie der Fakt, dass der "Drachenjäger" Abscheu vor seinem Beruf empfindet und Drachlinge als Haustiere hält, dass seine Freunde das heldenhafte Trio durch die Berge verfolgen und die Vorgeschichte des bösen Zauberers, die wurden sehr kurz abgehandelt.
Insgesamt bleibt dadurch der Gesamteindruck unbefriedigend in meiner Erinnerung

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Interessant, aber nicht zu Ende gedacht

Die unendliche Reise der Aubry Tourvel
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Achtung, könnte mancher als spoilernd empfinden!!!


Dieses Buch hat so eine geniale Grundidee, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Schon der Klappentext mit Aubrys geheimnisvoller Krankheit birgt ...

Achtung, könnte mancher als spoilernd empfinden!!!


Dieses Buch hat so eine geniale Grundidee, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Schon der Klappentext mit Aubrys geheimnisvoller Krankheit birgt soviel Konfliktpotential, dass es nur eine spannende Lektüre werden kann. Oder?
Leider war hier der Gedanke hinter dem Buch interessanter als die letztendliche Umsetzung. Mir kam es so vor, als wären die Ideen einfach nicht bis zu Ende gedacht worden, denn wir begleiten Aubry zwar auf ihren Reisen und durch ihre Geschichte, eine wirkliche Erklärung für alles bleibt aber aus. Sowohl für ihre Bekanntschaften unterwegs als auch für den Lesenden.
Und das betrifft nicht nur ihre Krankheit, sondern auch die versteckte Bibliothek. Beides ist einfach da und wird von Aubry gar nicht weiter hinterfragt. Wirklich nur, weil sie keine Zeit dafür hat? Oder weil es eine spannende Buchidee abgibt, al la "was wäre wenn", ohne dass je eine Erklärung geplant war?
Das hinterlässt einen sehr unbefriedigenden Eindruck bei mir als Leserin.

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Veröffentlicht am 06.09.2024

Was wollte uns der Autor damit sagen?

Die Unmöglichkeit des Lebens
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Vorab sollte ich vielleicht sagen, dass ich ein riesengroßer Matt Haig Fan bin! Ich fand bisher eigentlich die meisten Bücher von ihm richtig klasse - allen voran "Ich und die Menschen" und "Die Mitternachtsbibliothek". ...

Vorab sollte ich vielleicht sagen, dass ich ein riesengroßer Matt Haig Fan bin! Ich fand bisher eigentlich die meisten Bücher von ihm richtig klasse - allen voran "Ich und die Menschen" und "Die Mitternachtsbibliothek". Lediglich "Der fürsorgliche Mr. Cave" war bisher für mich ein Flop gewesen, weil ziemlich atypisch für den Autoren. Leider scheint der Trend bei Matt Haig allerdings weiterhin abwärts zu führen. Denn auch dieses Buch ist für mich ... durchgefallen.
Erst war ich nur ein bisschen enttäuscht und dachte, er würde einfach ein paar seiner besseren, alten Ideen quasi recyceln. Weil so ein bisschen magischer Realismus gepaart mit einem wissenschaftlichen Ansatz, den haben ja auch andere seiner Bücher. Ein bisschen schräg, aber wenn man sich darauf einlässt, doch eine liebevolle Sicht auf das Menschsein, voller kluger Gedanken. Die Grundidee dieses Buches ähnelt daher ein bisschen "Ich und die Menschen", nur dass sie nicht so gefühlvoll wie dort ausgebaut wurde. Damit könnte man ja noch leben.
Allerdings driftet der Text dann auch noch zunehmend langatmiger in eine esoterische und paranormale Richtung ab, die mir gar nicht behagt hat.
Auch ein Abstecher ins Hörbuch hat es nicht besser gemacht, weil mir die Stimme der Sprecherin nicht so ganz zum Inhalt passen wollte. Und ich - wie gesagt - generell mit dem Inhalt so meine Probleme hatte.
Fazit: So wie das Coverdesign der Matt Haig Bücher für mich zunehmend an Details verloren hat, so ist auch der Inhalt nicht mehr so tiefgründig. Ich würde das Buch bei ca. 1,5 Sternen sehen, weil es nicht ganz so untypisch für den Autoren war, wie Mr. Cave, aber eben auch bei Weitem nicht an die Qualität seiner älteren Werke herankommt.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Schwacher zweiter Teil

Signum
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Nachdem mich der erste Band der Reihe restlos begeistert hatte, war der Maßstab für den Folgeband sehr hoch angesetzt. Zumal ich ein ganzes Jahr drauf warten musste!
Leider kam es auch bei dieser Reihe ...

Nachdem mich der erste Band der Reihe restlos begeistert hatte, war der Maßstab für den Folgeband sehr hoch angesetzt. Zumal ich ein ganzes Jahr drauf warten musste!
Leider kam es auch bei dieser Reihe zu einem oft beobachteten Phänomen: Dass der zweite Teil einer Reihe oft der schwächste ist.
Meine Vorfreude auf diesen Band schwand leider sehr schnell dahin, denn obwohl das Thema großes Potential bot, aber die Umsetzung war leider nur so ... naja.
Das lag weniger an Julia Malmros und Kim Ribbing, bei denen ich immer noch der Meinung bin, dass sie die würdigere Fortsetzung der Mileniumtriologie gewesen wären, als hauptsächlich an Astrid. Dieser (Neben!)Charakter hatte im ersten Teil seine Berechtigung, nahm mir aber im zweiten viel zuviel Raum ein. Sie verdrängt Julia Malmros und ihren - im zweiten Band nur angeteaserten - Fall aus der Rolle der Hauptfigur.
Die Haupthandlung wird durch Astrids kleinere Tricks um an Geld zu kommen und ihren militanten Tierschutz unnötig aufgebläht. Beides Themen, die ich beim Lesen als sehr unangenehm empfand, vor allem in der Art, wie sie geschildert werden. Im echten Leben würde man den Typ Menschen, den Astrid darstellt, meiden, warum also sollte man in einem Buch soviel Zeit mit ihr verbringen wollen?
Hier hätte ich lieber mehr von Julia und ihren politischen Recherchen gelesen, hoffe allerdings, dass diese in Teil 3 Hauptthema werden!

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