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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2024

Hatte mir etwas ganz anderes vorgestellt

Der Bademeister ohne Himmel
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Vom Cover her hatte ich einen schönen Sommerroman erwartet. Etwas in die Richtung "Der große Sommer", "Hard Land", "Seemann vom Siebener" oder "22 Bahnen". Mir war klar, dass es auch ernste Themen anschneiden ...

Vom Cover her hatte ich einen schönen Sommerroman erwartet. Etwas in die Richtung "Der große Sommer", "Hard Land", "Seemann vom Siebener" oder "22 Bahnen". Mir war klar, dass es auch ernste Themen anschneiden wird, aber das ist in den Büchern, die ich als Vergleich im Kopft hatte, ja auch so.
Aber leider ist es ganz anders. Das Ende hat mir zwar gut gefallen, es war sehr berührend, jedoch war der Weg dahin etwas ... holprig.
Linda war mir leider ziemlich lange unsympathisch - Kevin war ziemlich stereotyp und durchsichtig ... tja und Herbert gefiel mir zwar am besten, aber er baut im Laufe der Geschichte sehr stark ab (was auch irgendwie zu erwarten war), aber dadurch nimmt er auch immer weniger Raum in der Handlung ein. Das lösen andere Bücher mit dem Thema Demenz - von denen jetzt einige erschienen sind! - besser.
Auch sonst fand ich das Buch ziemlich mit Klischees beladen, was die Lesefreude doch ein wenig getrübt hat, weil es dadurch nichts überraschendes mehr hatte. Als Vielleser ist man da schnell enttäuscht, vor allem, wenn es in anderen Büchern, die weniger stark angepriesen werden, besser gemacht wird.
Ein Buch, das man mal lesen kann, aber wo man auch nicht unbedingt etwas verpasst, wenn man es nicht liest.

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Veröffentlicht am 15.07.2024

Genialer Mix

Die Stimme der Kraken
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Bei dem Buch habe ich lange mit mir gerungen, ob ich es lesen möchte. Ich bin persönlich kein Fan von Oktopoden und das Cover ist für diesen Fall eher abschreckend. Komisch finde ich auch die völlig abweichende ...

Bei dem Buch habe ich lange mit mir gerungen, ob ich es lesen möchte. Ich bin persönlich kein Fan von Oktopoden und das Cover ist für diesen Fall eher abschreckend. Komisch finde ich auch die völlig abweichende Farbe des Farbschnitts. Aber never judge a book by its cover! Nie traf dieser Spruch mehr zu als bei diesem Thriller.
Die Kurzbeschreibung klang sehr gut und es erinnerte mich etwas an "Der Schwarm", was ich sehr faszinierend fand!
Und so ist auch "Die Stimme der Kraken" ein Buch, das sehr faszinieren kann. Es sprengt die Genregrenzen, es ist ein Thriller, es ist ein gesellschaftskritischer Roman und es hat auch ein bisschen Science Fiction. Außerdem gibt es (fiktive) Zitate aus Sachbüchern, die von den Protagonistinnen geschrieben wurden. Es ist unglaublich inhaltsreich und regt zum Nachdenken an.
Wer Kraken liebt, der sollte unbedingt zugreifen - aber wer sie nicht mag, der kann trotzdem bedenkenlos zugreifen, es lohnt sich und weckt sogar ein bisschen Verständnis für diese uns so fremden Wesen.
Oh und es ist kein billiger Abklatsch von Schätzings Schwarm, sondern geht schließlich in eine ganz andere Richtung, wenn es auch der Schätzing-Zielgruppe wahrscheinlich ganz besonders gefallen wird!

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Veröffentlicht am 15.07.2024

Geiles Buch

Geile Zeit
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"Geile Zeit" ist einfach nur ein verdammt geiles Buch!!!
Obwohl es ein Sachbuch ist, liest es sich so unterhaltsam weg, wie ein Roman. Bei diesen Essaybänden ist es ja manchmal auch nicht ganz eindeutig.
Dabei ...

"Geile Zeit" ist einfach nur ein verdammt geiles Buch!!!
Obwohl es ein Sachbuch ist, liest es sich so unterhaltsam weg, wie ein Roman. Bei diesen Essaybänden ist es ja manchmal auch nicht ganz eindeutig.
Dabei kommen nicht nur viele verschüttete Erinnerungen ans Tageslicht (neben 9/11 z.B. auch der Amoklauf von Erfurt), sondern Niclas Seydack arbeitet auf eine sehr verständnisvolle Art und Weise auch noch die Traumata (siehe Beispiele vorn) der Generation der Millennials auf. Noch nie habe ich mich (als Millennial) von einem Buch so sehr verstanden gefühlt!
Dabei ist dieses Buch aber nicht nur für meine Generation interessant, sondern es könnte auch ein wertvolles Werkzeug zur Verständigung zwischen den Generationen werden. Ein besseres Verständnis, wer warum wie tickt, sollte es auf jeden Fall bieten. AHA-Effekte gab es jedenfalls so einige. Ganz ganz große Leseempfehlung zum immer wieder lesen und - definitiv - zum zitieren!!!

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Veröffentlicht am 15.07.2024

Eher so la-la

Der falsche Vogel
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Die Autorin wird als neue Agatha Christie vermarktet und das Buch als eine Empfehlung für alle Fans des Donnerstagsmordclubs. Beides stimmt für mich nicht ganz.
An Agatha Christies unvorhersehbare, geniale ...

Die Autorin wird als neue Agatha Christie vermarktet und das Buch als eine Empfehlung für alle Fans des Donnerstagsmordclubs. Beides stimmt für mich nicht ganz.
An Agatha Christies unvorhersehbare, geniale Plottwists kommt C. L. Miller einfach nicht heran. Stattdessen verzettelt sich das Buch leider in vielen Nebencharakteren und Nebenschauplätzen. Dadurch wird es a) ziemlich langatmig und b) hatte ich beim Lesen manchmal das Gefühl, dass ich irgendwas verpasst habe. Evtl. sollen diese halbaufgelösen Nebengeschichten neugierig auf die Folgebände machen - etwas, das ich persönlich nicht leiden kann, wenn man so quasi dazu "gezwungen" wird.
Auch den Humor, der den Donnerstagsmordclub ausmacht, ist bei "Der falsche Vogel" nicht zu finden. Freya war mir zu wehleidig und Carole war mir einfach zu übertrieben ... viele Andeutungen wurden einfach zu oft gemacht, um witzig zu sein.
Es war nicht nur schlecht, aber nur ein "kann man mal lesen", kein absolutes Muss!

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Veröffentlicht am 11.07.2024

Hält leider nicht, was es verspricht

Das Fenster zur Welt
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Nachdem der Vorgängerroman "Lichte Tage" mir wirklich gut gefallen hatte, bin ich mit (zu?) großen Erwartungen an diesen Roman herangegangen.
Das Cover verspricht wieder ein tolles Sommersetting, der Klappentext ...

Nachdem der Vorgängerroman "Lichte Tage" mir wirklich gut gefallen hatte, bin ich mit (zu?) großen Erwartungen an diesen Roman herangegangen.
Das Cover verspricht wieder ein tolles Sommersetting, der Klappentext eine dramatische Geschichte - leider werden diese Versprechungen nicht erfüllt.
Ich habe schon gar nicht richtig ins Buch hineingefunden.
Kann sein, dass es vorrangig an der Sprache lag. Bei "Lichte Tage" empfand ich sie einfach als anspruchsvoll, bei "Das Fenster zur Welt" bin ich durch bestimmte Formulierungen immer wieder aus dem Lesefluss gerissen worden. Man hatte das Gefühl, dass da ein Fehler in der Grammatik sein muss, dann liest man manche Sätze dreimal, redet sich dann ein, dass es wohl schon so stimmt, auch wenn es ungewöhnlich klingt. Als Beispiel: "[...] und langsam glitten sie den Rand der Nacht entlang." Entlanggleiten würde ich persönlich immer mit "am" oder "an dem" kombinieren, also "und langsam glitten sie am Rand der Nacht entlang".
Da ich davon irgendwann so gestört war, habe ich die Lektüre leider abbrechen müssen.

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