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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2024

Utopie oder Dystopie

Wir werden jung sein
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Maxim Leo kann auch über ernste Themen schreiben! Dabei muss jeder für sich entscheiden, ob er dieses Buch als Dystopie oder Utopie lesen möchte.
Auf jeden Fall klingt es erstmal richtig gut: Menschen ...

Maxim Leo kann auch über ernste Themen schreiben! Dabei muss jeder für sich entscheiden, ob er dieses Buch als Dystopie oder Utopie lesen möchte.
Auf jeden Fall klingt es erstmal richtig gut: Menschen werden wieder jünger, als unvorhergesehene Nebenwirkung von Medikamenten. Daraus entspinnt sich eine Geschichte voller philosophischer Denkanstöße über das Für und Wider einer Gesellschaft, die selber bestimmen kann, wie und wann sie altert.
Der Schreibstil ist - wie von dem Autoren gewohnt - sehr gut lesbar und trotz des kontroversen Themas unterhaltsam.
Leider fangen sich die Themen recht schnell an zu wiederholen, da wir nur einen kleinen Personenkreis haben, den wir begleiten und die als Betroffene alle relativ schnell eine feste Meinung haben. Dabei gibt es soviele offene Fragen, die man ebenfalls noch hätte beleuchten können ...
Das Ende fand ich wirklich krass und es hat dem Buch für mich nochmal einen Twist gegeben, allerdings kam es für meinen Geschmack auch ein bisschen zu schnell und ohne Vorwarnung.
Insgesamt gefiel mir das Buch zwar gut, aber es hätte auch noch einige Seiten länger sein können. So wurde das Potential leider nicht ganz ausgereizt.

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Nicht für jeden

Sparks
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Ein (Fantasy)Roman, für den man ein bisschen Durchhaltevermögen braucht. Der Anfang war wider Erwarten ziemlich zäh. Das Setting ist zwar großartig, aber ich habe mich beim Lesen etwas alleingelassen gefühlt, ...

Ein (Fantasy)Roman, für den man ein bisschen Durchhaltevermögen braucht. Der Anfang war wider Erwarten ziemlich zäh. Das Setting ist zwar großartig, aber ich habe mich beim Lesen etwas alleingelassen gefühlt, weil am Anfang nichts erklärt wurde. Und auch später gibt es in dem Buch sehr wenige Erklärungen z.B. für den Spark oder auch den Zirkus des Circus King, man muss das einfach hinnehmen.
(Dafür werden alle möglichen Zirkusdinge sehr ausführlich beschrieben, was mich glücklich gemacht hat, weil ich das Buch hauptsächlich wegen eben dieses Settings gelesen habe.)
Ich habe mich fürs Durchhalten entschieden und finde auch, dass man hier nicht schon nach 50 Seiten aufgeben sollte. Dieser Roman braucht Zeit. Wenn man sich darauf einlassen kann, wird es eine spannende und magische Geschichte, wobei die Referenztitel "Der Nachtzirkus" und "The Greatest Showman" die Erwartungen vielleicht etwas zu hoch ansetzen. Ich würde es vielleicht eher mit Christina Henrys "Die Chroniken der Meerjungfrau - Der Fluch der Wellen" vergleichen.
Die zeitliche Einordnung und der historische Erzählstrang sind allerdings nebensächlicher als man nach dem Klappentext denken könnte. Hauptsächlich geht es um eine (toxische) Beziehung, was leider sehr durchsichtig gestaltet wurde.
Fazit: Ein Buch, das mich wegen seines Settings begeistern konnte, auch wenn die Handlung kleinere Schwächen aufwies. Ich würde es bei 3,5 von 5 Sternen einordnen.

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Veröffentlicht am 21.05.2024

Klassischer Kriminalroman

Mord stand nicht im Drehbuch
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Der erste Fall für "Hawthrone ermittelt", den ich gelesen habe - die anderen hatte ich als Hörbuch gehört. Der Stil liest sich überraschend gut, manchmal ist so ein Wechsel ja befremdlich. Tatsächlich ...

Der erste Fall für "Hawthrone ermittelt", den ich gelesen habe - die anderen hatte ich als Hörbuch gehört. Der Stil liest sich überraschend gut, manchmal ist so ein Wechsel ja befremdlich. Tatsächlich habe ich sogar das Gefühl, dass man beim Lesen dieser Krimis viel besser alle möglichen kleinen Details mitbekommt, die beim Hören schnell verloren gehen.
Auf jeden Fall ist es ein ganz klassischer Kriminalroman, nicht blutig, sondern knifflig. Man kann sehr gut miträtseln!
Beschrieben wird der Fall als Locked Room Mystery, was nicht so ganz stimmt. Es steht kein verschlossener Raum im Mittelpunkt der Geschichte, sondern eine ganze Reihe von Indizien, die gegen den Autoren sprechen und die widerlegt werden müssen. Dabei hat man ja nur das Wort des Autoren, dass er es nicht war, sodass man immer wieder ins Zweifeln kommt, wie zuverlässig er als Erzähler ist. Genial gemacht! Ich hoffe, dass es noch viele weitere Bände dieser Reihe geben wird.

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Veröffentlicht am 18.05.2024

Für Fans von Volker Kutscher und co.

Das Lächeln der Königin
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Dieser Roman mit der Geschichte, wie die Büste der Nofratete nach Deutschland kam, liest sich wie ein Krimi von Volker Kutscher. Es ist vor allem ein spannendes Sittenbild mit Einblicken in die verschiedenen ...

Dieser Roman mit der Geschichte, wie die Büste der Nofratete nach Deutschland kam, liest sich wie ein Krimi von Volker Kutscher. Es ist vor allem ein spannendes Sittenbild mit Einblicken in die verschiedenen Lebensbereiche der damaligen Zeit. Sei es das Thema arrangiere Ehe, Judentum, die "Arbeit" als Mäzen oder Archäologe und noch einiges mehr.
Da ich persönlich die Büste nur von Bildern kenne, kann ich die Lobgesänge auf die Schönheit der Königin nicht ganz nachvollziehen - habe jetzt aber Lust sie mir mal in echt anzusehen. Dann wirkt vieles sicher nochmal ganz anders.
Was mich wirklich schockiert hat, war die damalige Archäologie (und der Gedanke, dass es heute vermutlich nicht viel anders ist?) ... dieser sorglose Umgang mit den Kulturschätzen eines anderen Landes. Das hinterlässt kein gutes Gefühl trotz bester Absichten.
Was mir an dem Buch allerdings ein bisschen komisch vorkam, war die Zeitlinie, die auf mich einen verzerrten Eindruck hinterlassen hat.

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Veröffentlicht am 18.05.2024

Richtige Wohlfühllektüre

Das Licht in den Birken
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Das war endlich mal ein richtig schöner Wohlfühlroman über das Landleben - wie erwartet mit Happy End!
Besonders gut gefallen haben mir dabei Romy Fölcks Landschaftsbeschriebungen. Leider leiden manchmal ...

Das war endlich mal ein richtig schöner Wohlfühlroman über das Landleben - wie erwartet mit Happy End!
Besonders gut gefallen haben mir dabei Romy Fölcks Landschaftsbeschriebungen. Leider leiden manchmal die Fakten etwas darunter... auf mich wirkte es, als schriebe eine Städterin über das Landleben? Z.B. gibt es eine Szene, bei der ein Pferd mit Kolik liegt und alle setzen sich im Kreis drumherum und streicheln es und erst als der Tierarzt kommt, bringt er es auf die Beine. Dabei muss ein Pferd mit Kolik so schnell wie möglich mindestens stehen, besser laufen. Hier stellt es entweder das Wissen der Autorin oder die Kompetenz des Hofbesitzers im Roman in Frage.
Um einer anderen Rezension Recht zu geben: Das glückliche Ende kam zwar wirklich etwas abrupt, allerdings kann ich mir im heutigen Veggie-Zeitalter sehr gut vorstellen, dass ein Streit, bei dem einem Gnadenhofbesitzer mit Schlachtung der Tiere gedroht wird, viral geht und zu Spenden führt.
Auf jeden Fall ein schöner sommerlicher Unterhaltungsroman, mit der hoffnungsvollen Botschaft, das man nie zu alt für einen Neuanfang ist!

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